Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

Komitee gegen den Vogelmord e. V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Kontrolle der Entenjagd im Podelta

Jagdverbotszone im Podelta
Jagdverbotszone im Podelta

Die Lagunen rund um das Podelta, die der Stadt Venedig ihren Beinamen gaben, erstrecken sich an der italienischen Adriaküste über mehr als 700 Quadratkilometer. Sie sind ein Magnet für Wasservögel und Jäger. In den riesigen und nur über wenige Straßen aus erreichbaren Feuchtgebieten sind im Winter tausende Jäger auf der Entenpirsch. Die Jagd ist grundsätzlich erlaubt, aber viele Jäger halten sich nicht an die Tageslimits, schießen auf geschützte Arten, benutzen elektronische Lockgeräte oder verkaufen die Vögel unerlaubt an Restaurants.

Das Komitee gegen den Vogelmord arbeitet seit dem Jahr 2017 für einen besseren Zugvogelschutz im Podelta. Während der winterlichen Jagdsaison von November bis Januar kontrollieren wir an mehreren verlängerten Wochenenden die Entenjagd. Da die meisten Straftaten nur schwer nachweisbar sind, konzentrieren wir uns auf die Suche nach den weithin hörbaren elektronischen Lockanlagen. Wo solche Geräte ausfindig gemacht werden, versuchen wir die Täter zu filmen und führen zusammen mit der Polizei Kontrollen durch.

Problematisch ist dabei nicht nur der Nachweis der Taten, sondern auch das Gelände an sich: In dem völlig ebenen Gebiet kann man sich kaum verstecken und die meisten Zufahrtswege sind bewacht, so dass die Täter schnell über unserer Anwesenheit informiert werden. Hier eine Polizeiaktion durchzuführen ist äußerst kompliziert. Aus diesem Grund setzen wir im Podelta auch ein besonderes Augenmerk auf die Dokumentation der Jagd. Wir erhoffen uns dadurch eine größere Aufmerksamkeit für das Thema und so bessere Chancen für eine Ausweitung von Jagdverbotszonen und mehr Polizeikontrollen.