Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

Komitee gegen den Vogelmord e. V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Was wir machen, wer wir sind

Mit Empathie im Einsatz: Versorgung eines aus einer Falle geretteten Rotkehlchens
Mit Empathie im Einsatz: Versorgung eines aus einer Falle geretteten Rotkehlchens

Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. (CABS) ist eine Aktionsgemeinschaft. Wir verstehen darunter einen durch schlanke Verwaltung, fehlende Untergliederungen und wenige Mitglieder reaktionsschnellen Verband. Bei uns sind die Wege von einem  Schutzkonzept bis zur endgültigen Umsetzung kurz, so dass überall dort, wo wildlebende Vögel bedroht sind, schnell gehandelt werden kann.  Wenn wir Handlungsbedarf sehen, gründen wir keine Arbeitsgruppen oder Kommissionen und halten auch keine Konferenzen ab - wir werden einfach aktiv! Mit diesem Konzept sind wir seit unserer Gründung im Jahr 1975 immer gut gefahren und haben viel  erreicht.

Unser Ziel ist ein Ende der Jagd auf Wildvögel – mit der Flinte ebenso wie mit Fallen oder Netzen. Wir schreiten insbesondere dort ein, wo Vogelfänger, Jäger oder Tierhändler gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen. Alle Aktionen und Einsätze werden in enger Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden oder den zuständigen Dienststellen von Polizei, Forstverwaltung oder Zoll durchgeführt. Die meisten staatlichen Stellen verfügen dabei weder über das Personal, noch die Spezialkenntnisse, das geltende Naturschutzrecht effektiv gegen erfinderische und kriminelle Wilderer und Tierhändler durchzusetzen. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung im Bekämpfen von Artenschutzkriminalität in mehr als 15 Ländern  unterstützen die Mitarbeiter und Experten des Komitees  die Behörden bei aktuellen Fällen und bringen jedes Jahr hunderte Fälle zur Anzeige. 

Selbst aktiv werden: Komitee-Mitarbeiter mit eingesammelten Leimruten auf Zypern
Selbst aktiv werden: Komitee-Mitarbeiter mit eingesammelten Leimruten auf Zypern

Jagd und Vogelfang sind nicht die einzigen Probleme unserer Zugvögel. Die intensive Landwirtschaft, Lebensraumzerstörung, Klimawandel und Umweltgifte setzen ihnen zusätzlich stark zu. Das Komitee gegen den Vogelmord hat sich als Nischenverband auf die Arbeit gegen Vogelfang, Vogeljagd und illegalen Handel spezialisiert. Wir sind Mitglied im Deutschen Naturschutzring und im Deutschen Tierschutzbund und stehen hinter den Forderungen und Kampagnen unserer beiden großen Partnerverbände – angefangen vom Kohleausstieg über die ökologische Reform der Landwirtschaft bis hin zum Verbot von Schlachttiertransporten. Als Spezialisten für die Bekämpfung von Wilderei fokussieren wir uns aber auf unseren kleinen Tätigkeitsbereich, in dem wir in Europa einzigartig sind.

Wir arbeiten in allen Einsatzgebieten  grundsätzlich mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Wer gegen „alte Traditionen“ kämpft, muss die jeweiligen lokalen Befindlichkeiten kennen und falls nötig mit Fingerspitzengefühl taktieren können. Wo wir keine eigenen Mitarbeiter haben, unterstützen wir die Aktionen unserer Partnerverbände finanziell und stellen unsere langjährige Erfahrung zur Verfügung. Auf diese Art und Weise haben wir im gesamten Mittelmeerraum mittlerweile ein engmaschiges Netzwerk aus Wildereiexperten aufgebaut, über das wir unsere Aktionen und Einsätze steuern.

Aufklärungskampagnen sind ein zentraler Baustein im Kampf gegen die Wilderei. Das Komitee gegen den Vogelmord begrüßt deshalb entsprechende Initiativen,  versteht sich aber selbst eher als ein auf die konkrete Aufklärung und das „Öffentlichmachen“ von Artenschutz-Straftaten spezialisierter Verband. Unsere aktiven Mitglieder sind in der Regel keine Umweltpädagogen, sondern erfahrene Ermittler und Aktivisten.

Das Komitee gegen den Vogelmord sieht sich als europäischer Naturschutzverband. Wir haben unsere meisten Spender in Deutschland, die Aktiven kommen mehrheitlich aus Italien und Großbritannien, wir arbeiten vor allem im Mittelmeerraum und unser zentraler Ansprechpartner für alle Fragen des Vogelschutzes ist die Europäische Kommission als Hüterin der EU-Vogelschutzrichtlinie

Nationalismus und Rechtspopulismus lehnen wir entschieden ab, ebenso wie nationale oder rassisische Ressentiments gegenüber den Staaten und Menschen im Mittelmeerraum.