Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Die letzte Bastion des Vogelfangs

Frankreich und seine legalisierten Netze, Fallen und Leimruten

Wie alle anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hat auch Frankreich die EU-Vogelschutzrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Der Vogelfang müsste demnach verboten sein - ist er aber nicht! Frankreich ist das einzige Land in der EU, das in großem Umfang alle traditionellen Vogelfangmethoden dreist per Ausnahmegenehmigung erlaubt hat. 

Der Trick, mit dem Frankreich das Fallenarsenal erlaubt, bringt die Vogelschutzrichtlinie freimütig mit: Denn wenn der Vogelfang aus traditionellen Zwecken nötig scheint, die angewendeten Methoden selektiv und nur "geringe Mengen" von Vögeln betroffen sind, können die Mitgliedsstaaten den Fang ausnahmsweise erlauben. In Frankreich ist aus der Ausnahme leider die Regel geworden. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, lügt die Regierung in Paris, dass sich die Balken biegen. Die jährlichen Fangquoten werden niedrig gehalten, um die "geringen Mengen" zu erfüllen. Die Selektivität der Fangmethoden wird mit Gefälligkeitsgutachten jagdnaher Institute belegt. Und bei der Frage, was "traditionell" und was "nötig" ist, lässt sich Frankreichs Regierung wohl eher von Wählerstimmen als von Fakten leiten.

Unser Nachbar zeigt damit, dass man straffrei das EU-Naturschutzrecht aushöhlen kann - ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, denn in vielen anderen Ländern fordern die Vogelfänger ebenfalls üppige Ausnahmeregelungen.

Kiebitzfang in der Champagne

An der Aisne, einem Nebenfluss der Maas in der nordfranzösischen Champagne, werden hochbedrohte Kiebitze, Gold- und Kiebitzregenpfeifer mit Netzen gefangen. 

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Rosshaarschlingen in den Ardennen

In den nordfranzösischen Ardennen stehen in ausgedehnten Moorwäldern eine halbe Million Rosshaarschlingen zum Fang von Drosseln - bis heute ganz legal.

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Netze für Lerchen am Atlantik

An der französischen Atlantikküste bei Bordeaux versperren rund 10.000 Fanganlagen mit riesigen Schlagnetzen und Fangkäfigen den Feldlerchen ihren Weg nach Süden. 

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Ortolanfang am Fuß der Pyrenäen

Mit Fangkäfigen wird der Ortolan in Les Landes illegal gefangen - Gourmets legen im Restaurant für einen Vogel ein kleines Vermögen auf den Tisch.

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Steinquetschfallen im Zentralmassiv

Im Zentralmassiv hat eine steinzeitliche Vogelfangmethode die Jahrtausende überdauert: Unter Steinquetschfallen enden jährlich tausende Vögel. 

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Leimruten in der Provence

Die Provence ist mit ihrem milden Klima ein wichtiges Überwinterungsgebiet für Singvögel. Die Vogelfänger erwarten die gefiederten Gäste mit hunderttausenden Leimruten.

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