Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Singvogelfang in Deutschland

Fallenarsenal eines Vogelfängers aus Düren (NRW)
Fallenarsenal eines Vogelfängers aus Düren (NRW)

In Deutschland ist der Fang von Wildvögeln für den Kochtopf oder die Käfighaltung seit vielen Jahrzehnten verboten. Noch in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es hierzulande große Fanganlagen, mit denen Singvögel zum Verzehr gefangen wurden. In der Regel kamen Netze zum Einsatz; Schlingen und Leimruten waren schon einige Jahrzehnte zuvor verboten worden. Bis in die 1970er Jahre war in manchen Bundesländern noch der Fang von Finken mit kleinen Schlag- oder Stellnetzen erlaubt - die Tiere endeten als "Stubenvögel" in den Wohnzimmern. Mit der Verabschiedung des ersten Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 1979 war damit endgültig Schluss.

Aber insbesondere in den Bergbaugebieten - allem voran im Harz, im Thüringer Wald und im nordrhein-westfälischen Steinkohlerevier - ist die Tradition des Vogelfangs immer noch lebendig. Hier gibt es bis heute ungezählte "Waldvogelhalter", die meist legal Dompfaffe, Stieglitze und andere einheimische und unter Naturschutz stehende Finken züchten, zum Teil aber auch mit Netzen auf die Vogelpirsch gehen. Die illegal erbeuteten Vögel wandern als "Blutauffrischung" in die Zuchten oder werden unter der Hand verkauft.