Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Andere rechtliche Grundlagen

Löffelenten
 Hans Glader 
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Das Afrikanisch-eurasische Wasservogelabkommen (AEWA)

Ziel des im Rahmen der Bonner Konvention am 16.06.1995 verabschiedeten Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (Agreement on the Conservation of African-Eurasian Migratory Waterbirds, AEWA) ist es, die im Geltungsbereich vorkommenden Wasservogelarten besser zu schützen. Das Abkommensgebiet umfasst die westlichen Teile Asiens, ganz Europa und Afrika. Von den insgesamt 119 Anrainerstaaten sind dem Abkommen derzeit 80 Staaten einschließlich der Europäischen Union beigetreten. Bei dem AEWA handelt es sich mehr um eine Willensbekundung denn um ein Gesetz.

Link zum Abkommen: Afrikanisch-Europäisches Wasservogelabkommen - AEWA  (Englischer Text auf der AEWA-Internetseite)

Bonner Konvention (CMS)

Besonders wandernde Tierarten sind aufgrund ihrer teilweise sehr großen Aktionsradien auf einen international koordinierten Schutz angewiesen. Dieses Ziel wird durch das Bonner Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden Tierarten (Convention on Migratory Species; CMS, auch "Bonner Konvention") verfolgt, welches 1983 in Kraft trat. Das Abkommen regelt den Schutz wandernder Tierarten über politische Grenzen hinweg. Mittlerweile zählt das Abkommen inklusive der EU 128 Mitgliedstaaten aus Afrika, Eurasien, Zentral- und Südamerika und Ozeanien. Die Bonner Konvention ist ein Abkommen im Rahmen der Vereinten Nationen, die regelmäßigen Treffen bieten eine gute Gelegenheit, immer wieder auf einen besseren Schutz der Zugvögel zu drängen.

Link zur Konvention: Bonner Konvention - CMS (Englischer Text auf der CMS-Internetseite)

Nationale Gesetzgebung

Keine der internationalen Vereinbarungen ist unmittelbar gültig. Die Regelungen müssen in jedem Staat in nationales Recht umgesetzt werden. Manche Staaten haben dazu ein relativ kompaktes Gesetzespaket verabschiedet, das alle notwendigen Festsetzungen beinhaltet. Andere Länder haben eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen erlassen, die kaum zu überschauen sind. Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist Deutschland: Neben dem Bundesnaturschutz- und Bundesjagdgesetz sind EU-Regelungen auch in der Bundeswildschutzverordnung, der Bundesjagdzeitenverordnung und der Bundeartenschutzverordnung umgesetzt. Dazu kommen in jedem der 16 Bundesländer eigene Landesnaturschutzgesetze und Landesjagdgesetze mit dazugehörigen Durchführungsverordnungen. Hintergrund des Durcheinanders ist der in Deutschland sehr ausgeprägte Föderalismus.

Eine Übersicht zur Naturschutz- und Jagdgesetzgebung in Deutschland finden Sie hier auf unserer Internetseite.