Spenden-Button

Vogelschutz-Blog

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz. Wenn Sie Facebook, Instagram, Mastodon & Co nicht nutzen, bleiben Sie mit unserem Vogelschutz-Blog trotzdem immer auf dem Laufenden - alle Posts werden hier ebenfalls veröffentlicht!

Hier geht's zum Vogelschutz-Blog

Meilenstein auf Zypern: 1.000 Leimruten abgebaut!

Meilenstein auf Zypern: 1.000 Leimruten abgebaut!

05.11.2026

Bei unserem großen Vogelschutzcamp auf Zypern arbeiten wir vor allem gegen den Vogelfang mit Netzen und Leimruten. Nach zwei Monaten Dauereinsatz hat unser Komitee-Team auf der Insel am Wochenende die 1000ste Leimrute eingesammelt. Das Beste an diesem Erfolg ist nicht nur, dass wir bereits mehr als 100 Vögel lebend aus den Fallen retten konnten, sondern dass durch jede entfernte Leimrute unzählige weitere Vögel gar nicht erst gefangen werden und ihre Reise fortsetzen können. Wie viele Tiere wir so tatsächlich vor dem Tod bewahrt haben, lässt sich kaum beziffern. Die Zahl bleibt abstrakt, wir gehen davon aus, dass es Zehntausende sein werden! 35 Wilderer wurden bei der Aktion bislang überführt und 79 Netze abgebaut. Und wir machen weiter!

Spanien-Herbsteinsatz: Schon 4 Wilderer überführt!

 Spanien-Herbsteinsatz: Schon 4 Wilderer überführt!

02.11.2026

Unser Vogelschutzcamp in Ostspanien hat gerade erst begonnen und wir haben bereits die ersten Täter geschnappt. Nördlich von Castellón (bei Valencia) haben wir am Wochenende bei einem Nachteinsatz zwei aktive Parany gefunden - Jahrhunderte alte Olivenbäume, die zu Vogelfanganlagen ausgebaut sind. Die lauten elektronischen Lockgeräte, die pausenlos den Gesang von Singdrosseln abspielen und so die nachts ziehenden Vögel anlocken, haben auch ein Komitee-Team aufmerksam gemacht. Die von uns verständigte Guardia Civil konnte drei Täter überführen, sie hatten die Parany mit insgesamt 280 Leimruten bestückt. In einem dritten Fall hatte ein Vogelfänger auf offenem Feld ein Netz aufgebaut und ebenfalls mit einem Lockgerät beschallt.

Klage des Komitees beendet Vogeljagd in Sizilien

Klage des Komitees beendet Vogeljagd in Sizilien

30.10.2026

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien sind neben verschiedenen Drosseln auch gefährdete Turteltauben und Feldlerchen zum Abschuss freigegeben. Weil diese Jagd auf bedrohte Arten unserer Meinung nach nicht mit EU-Recht vereinbar ist, haben wir zusammen mit Green Impact gegen die Jagdzeitenverordnung geklagt. Der Verwaltungsgerichtshof in Palermo hat uns heute Recht gegeben: Wegen eines fehlenden Managementplans für die zum Abschuss freigegebenen Arten ist die Jagd nicht rechtmäßig und muss mit sofortiger Wirkung beendet werden. Die 27.000 sizilianischen Jäger dürfen bis auf Weiteres nicht mehr auf die Pirsch gehen. Bis zur Verabschiedung des vom Gericht geforderten Managementplans werden etliche Monate vergehen. 

Libanon: Über 3 Kilometer Fangnetze abgebaut!

Libanon: Über 3 Kilometer Fangnetze abgebaut!

23.10.2026

Nachdem unsere Teams Anfang Oktober zusammen mit der Polizei bei einer Razzia im Bekaa-Tal 125 Netze gefunden haben, ist uns nun auch in Aabdeh ein Schlag gegen den Vogelfang gelungen. In Gärten und Obstplantagen rund um die Küstenstadt im Nordlibanon konnten wir letzte Woche weitere 165 Stellnetze einsammeln. Elf Grundstückseigentümer, auf deren Flächen die Fanganlagen gefunden wurden, sind angezeigt worden. Bei der Aktion sind etwa 200 frisch gefangene Vögel befreit worden. Mit dem Abbau der fast 300 Netze haben wir allein in diesem Herbst auf dem wichtigsten Zugweg zwischen Europa und Afrika mehr als 60.000 Vögel gerettet.

Ein beeindruckendes YouTube-Video zu der Aktion im Bekaa-Tal finden Sie hier

Malta erlaubt Vogelfang trotz EuGH-Urteil

Malta erlaubt Vogelfang trotz EuGH-Urteil

20.10.2026

Obwohl Malta bereits zwei Mal wegen des Finkenfangs vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wurde, dürfen ab heute wieder tausende Vogelfänger mit Netzen Jagd auf Stieglitze, Buchfinken, Hänflinge, Kernbeißer und Zeisige machen. Mit Forschung - wie die Regierung behauptet - hat das nichts zu tun, sondern dient dazu, möglichst viele Tiere illegal für den Schwarzmarkt zu fangen. Bereits in den Wochen vor der offiziellen Eröffnung haben unsere Teams zahlreiche Fälle von illegalem Vogelfang dokumentiert und acht Wilderer auf frischer Tat erwischt. Die von uns verständigte Polizei beschlagnahmte neun Schlagnetzanlagen, ein Stellnetz und ein 180 Quadratmeter großes Bodennetz zum Fang von Wachteln. 39 lebende Vögel wurden beschlagnahmt und später freigelassen.

Norditalien: 21 Wilderer in 2 Wochen geschnappt

Norditalien: 21 Wilderer in 2 Wochen geschnappt

20.10.2026

In den ersten zwei Wochen des diesjährigen Herbst-Einsatzes in Norditalien haben wir 21 Wilderer überführen können. Elf Personen hatten illegal auf geschützte Vögel geschossen oder verbotene Lockgeräte bei der Jagd in Verwendung, zehn Täter wurden wegen Vogelfangs mit Fallen und Netzen angezeigt. Die Polizei hat acht Fangnetze, 412 Vogelfallen, sieben Flinten und fünf elektronische Lockanlagen sichergestellt, ebenso wie 139 geschossene oder frisch gefangene Vögel. Die Aktion, an der sich über 40 Natur- und Tierfreunde aus Italien, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland beteiligen, läuft noch bis Anfang November.

Mehr über unsere Arbeit in Brescia lesen Sie hier

Komitee gegen den Vogelmord erhält EuroNatur-Preis

Komitee gegen den Vogelmord erhält EuroNatur-Preis

15.10.2026

Das Komitee gegen den Vogelmord ist heute mit dem EuroNatur-Preis ausgezeichnet worden. Wir erhalten die Ehrung für unseren jahrzehntelangen und oftmals gefährlichen Einsatz für den Zugvogelschutz. Mit dem Preis würdigt die Stiftung insbesondere unsere praktische Arbeit gegen Wilderei und Vogelfang. In ihrer Laudatio sagte EuroNatur-Vizepräsidentin Dr. Anna-Katharina Wöbse: „Sie riskieren Haut und Haar: Sie sind mit Beschimpfungen, Drohungen, physischer Gewalt, Schrotschüssen, zerstochenen Reifen, Verfolgungen konfrontiert. Für dieses Engagement und Ihre Unerschrockenheit zeichnen wir das Komitee gegen den Vogelmord heute mit dem EuroNatur Preis aus.“ 

Die Pressemeldung von EuroNatur finden Sie hier.

Polizei geht gegen Greifvogel-Wilderei im Libanon vor

Polizei geht gegen Greifvogel-Wilderei im Libanon vor

06.10.2026

Wir haben einen bekannten Greifvogelschlachtplatz an einer exponierte Warte im Gebirge bei Akkar über das Wochenende überwacht und konnten gemeinsam mit den libanesischen Sicherheitskräften vier Personen überführen, die geschützte Greifvögel geschossen hatten. Zwei Männer, von denen einer einen Sperber im Rucksack verstaut hatte, konnte von den Beamten noch vor Ort angetroffen werden. Sie wurden zur Polizeistation gebracht und die Waffen eingezogen. Zwei weitere Personen, die je einen Wespenbussard geschossen hatten, konnten wir bis zu ihren Häusern verfolgen. Wir haben der Polizei alle nötigen Informationen und Beweise für ein Strafverfahren übergeben. Je länger wir im Libanon arbeiten, desto klarer wird das ungeheuerliche Ausmaß der Greifvogeljagd.

Italien: 9 Wilderer überführt, 560 Vogelfallen sichergestellt

Italien: 9 Wilderer überführt, 560 Vogelfallen sichergestellt

19.09.2026

In der Bergregion zwischen dem Iseosee und dem Gardasee haben wir unseren Einsatz gegen den Fang von Trauerschnäppern, Baumpiepern und Gartenrotschwänzen beendet und das bisher beste Ergebnis erzielt, das wir jemals hatten. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden haben unsere Teams mit Ehrenamtlichen aus England, Deutschland, der Schweiz und Italien insgesamt neun Wilderer auf frischer Tat überführt. Die Beamten konnten 543 Schlagfallen, 19 Netze, drei Lockgeräte, eine Käfigfalle und 157 tote Vögel beschlagnahmen. 58 lebende Vögel wurden nach unseren Hinweisen freigelassen oder in Auffangstationen gebracht. Bei dem Einsatz haben wir mehr Fallen als im gesamten letzten Jahr eingesammelt, was für unser Spätsommereinsatz äußerst bemerkenswert ist. 


Für ein starkes Europa!

Rechtsradikale und Populisten gefährden unsere Demokratie und schaden dem Natur- und Tierschutz. Das Komitee gegen den Vogelmord setzt sich für eine bunte, tolerante und weltoffene Gesellschaft ein, wir sind für eine Stärkung der EU und ein Europa ohne Grenzen.

Mehr lesen …

Was wir tun, wer wir sind

Wir schreiten dort ein, wo wildlebende Vögel von Jagd, Wilderei und Tierhandel bedroht sind. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Kooperation mit den zuständigen Behörden in den Brennpunkten der Wilderei im Mittelmeerraum.

Mehr lesen …

Vogelschutzcamps 2026

In den Brennpunkten der Wilderei führen wir auch im Jahr 2026 wieder zahlreiche Vogelschutzacmps durch. Die Einsätze in Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, auf Malta, Zypern und im Libanon finden während des Vogelzuges im Frühling und Herbst statt.

Mehr lesen …

Ihre Spende macht den Unterschied!

Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.


Ich möchte spenden

Vogelschutz ist wichtig!