Vogelschutz-Blog
Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz. Wenn Sie Facebook, Instagram, Mastodon & Co nicht nutzen, bleiben Sie mit unserem Vogelschutz-Blog trotzdem immer auf dem Laufenden - alle Posts werden hier ebenfalls veröffentlicht!
Komitee gegen den Vogelmord erhält EuroNatur-Preis

15.10.2026
Das Komitee gegen den Vogelmord ist heute mit dem EuroNatur-Preis ausgezeichnet worden. Wir erhalten die Ehrung für unseren jahrzehntelangen und oftmals gefährlichen Einsatz für den Zugvogelschutz. Mit dem Preis würdigt die Stiftung insbesondere unsere praktische Arbeit gegen Wilderei und Vogelfang. In ihrer Laudatio sagte EuroNatur-Vizepräsidentin Dr. Anna-Katharina Wöbse: „Sie riskieren Haut und Haar: Sie sind mit Beschimpfungen, Drohungen, physischer Gewalt, Schrotschüssen, zerstochenen Reifen, Verfolgungen konfrontiert. Für dieses Engagement und Ihre Unerschrockenheit zeichnen wir das Komitee gegen den Vogelmord heute mit dem EuroNatur Preis aus.“
Die Pressemeldung von EuroNatur finden Sie hier.
Halbzeit beim Zypern-Einsatz: 29 Wilderer überführt

14.10.2026
Unser Komitee-Herbsteinsatz auf Zypern läuft nun bereits seit 6 Wochen und unseren fleißigen Mitgliedern vor Ort geht noch immer nicht die Puste aus. Bisher konnten die Behörden nach unseren Hinweisen 29 Wilderer überführen. Dabei haben die Beamten 906 Leimruten, 68 Netze und 51 elektronische Lockgeräte beschlagnahmt. Unter den abgebauten Fangstellen waren auch einige große professionelle Fangeinrichtungen, in denen jeden Tag rund 100 Vögel gefangen wurden. Bei unseren Einsätzen konnten wir 629 Vögel lebend aus dem Leim und den feinen Maschen befreien und an sicherer Stelle freilassen. Unser Einsatz läuft noch bis zum Ende der Zugzeit Ende November.
Erfahren Sie hier mehr über unsere Zypern-Kampagne.
Libanon: 125 Netze im Bekaa-Tal abgebaut - neues Komiteevideo

08.10.2026
Bei einer Aktion des Komitees gegen den Vogelmord mit der Polizei und dem Geheimdienst des Libanons sind unsere Teams im Bekaa-Tal gegen den illegalen Vogelfang mit Netzen vorgegangen. Rund um die Stadt Baalbek haben drei Komitee-Teams und mehrere Dutzend schwer bewaffnete Beamte 125 Netze mit einer Gesamtlänge von fast zwei Kilometern abgebaut und 11 Personen angezeigt. Ein Mann wurde wegen Widerstands gegen die Beamten festgenommen. Bei dem Einsatz haben wir 100 frisch gefangene Vögel aus den Maschen befreit, darunter Rauchschwalben, Nachtigallen, Neuntöter, Maskenwürger, Gartenrotschwänze, Grauschnäpper und verschiedene Arten von Grasmücken und Rohrsängern. Weitere gemeinsame Aktionen mit unserem Team sind bereits in Planung.
Ein beeindruckendes YouTube-Video zu der Aktion finden Sie hier
Polizei geht gegen Greifvogel-Wilderei im Libanon vor

06.10.2026
Wir haben einen bekannten Greifvogelschlachtplatz an einer exponierte Warte im Gebirge bei Akkar über das Wochenende überwacht und konnten gemeinsam mit den libanesischen Sicherheitskräften vier Personen überführen, die geschützte Greifvögel geschossen hatten. Zwei Männer, von denen einer einen Sperber im Rucksack verstaut hatte, konnte von den Beamten noch vor Ort angetroffen werden. Sie wurden zur Polizeistation gebracht und die Waffen eingezogen. Zwei weitere Personen, die je einen Wespenbussard geschossen hatten, konnten wir bis zu ihren Häusern verfolgen. Wir haben der Polizei alle nötigen Informationen und Beweise für ein Strafverfahren übergeben. Je länger wir im Libanon arbeiten, desto klarer wird das ungeheuerliche Ausmaß der Greifvogeljagd.
Erster Vogelfänger beim Herbsteinsatz in Italien überführt

05.10.2026
Zum Auftakt unseres vierwöchigen Vogelschutzcamps in Norditalien ist uns ein spektakulärer Schlag gegen den professionellen Vogelfang gelungen: Auf einem abgelegenen Bergrücken unweit des Idrosees nahe der Grenze zum Trentino konnte die Polizei aufgrund unserer Hinweise einen Mann mit über 190 Schlagfallen für den Fang von Rotkehlchen auf frischer Tat stellen. Der Täter - ein lizenzierter Jäger - hatte einen ganzen Wald mit den kleinen Fallen bestückt und an dem Vormittag in nur wenigen Stunden bereits fast 30 Vögel gefangen. Komitee-Mitglieder waren dem Mann bereits seit dem Jahr 2020 auf der Spur. Jahrelange Recherchen und unser Einsatz im September haben nun zu dem erfolgreichen Polizeieinsatz geführt.
Mehr über unsere Arbeit in Brescia lesen Sie hier
Italien: 9 Wilderer überführt, 560 Vogelfallen sichergestellt

19.09.2026
In der Bergregion zwischen dem Iseosee und dem Gardasee haben wir unseren Einsatz gegen den Fang von Trauerschnäppern, Baumpiepern und Gartenrotschwänzen beendet und das bisher beste Ergebnis erzielt, das wir jemals hatten. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden haben unsere Teams mit Ehrenamtlichen aus England, Deutschland, der Schweiz und Italien insgesamt neun Wilderer auf frischer Tat überführt. Die Beamten konnten 543 Schlagfallen, 19 Netze, drei Lockgeräte, eine Käfigfalle und 157 tote Vögel beschlagnahmen. 58 lebende Vögel wurden nach unseren Hinweisen freigelassen oder in Auffangstationen gebracht. Bei dem Einsatz haben wir mehr Fallen als im gesamten letzten Jahr eingesammelt, was für unser Spätsommereinsatz äußerst bemerkenswert ist.
Massenabschüsse von Turteltauben auf Malta

16.09.2026
In den letzten Tagen haben Jäger auf Malta hunderte europaweit gefährdete Turteltauben beim Zug in ihr Winterquartier getötet. Bei einer Kontrolle in Mizieb - Maltas größtem Waldgebiet – fanden unsere Bird Guards gestern die Überreste von mehr als 60 frisch geschossenen Exemplaren dieser global gefährdeten Art. Ob sie vor oder nach dem offiziellen Erreichen der Jagdquote von 500 Vögeln am Montag geschossen wurden, können wir nicht beweisen. Fest steht: Die Turteltaube kämpft in ganz Europa ums Überleben. Jedes einzelne tote Tier ist ein herber Schlag für den Artenschutz. Das Komitee wird in den nächsten Wochen weiter vor Ort sein, um unverantwortliche Jagdpraktiken zu dokumentieren und zusammen mit der Polizei gegen den illegalen Vogelfang vorzugehen
Seltener Einblick in die Kinderstube der Kornweihe

11.09.2026
Das Komitee hat heute Videomaterial veröffentlicht, das erstmals die Aufzucht von Kornweihen-Jungvögeln durch ein „alleinerziehendes“ Männchen belegt. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten videografischen Beleg für dieses Verhalten bei dieser Art. Zu sehen ist, wie das Männchen nach dem Verschwinden des Weibchens seine Beute zerlegt und die Jungvögel von Schnabel zu Schnabel füttert, sie vor der Sonne schützt und nachts wärmt. Aufgaben, die sonst nur die Weibchen übernehmen. Die Kornweihenbrut in der Zülpicher Börde ist eine von weniger als 10 Bruten der Art deutschlandweit und die erste seit 135 Jahren in der Region.
Den Link zum Video, das die gesamte Geschichte zeigt, finden Sie hier.
Und hier kommen Sie zur WDR-Lokalzeit aus Köln, wo Sie unseren Beitrag ab ca. Minute 13 ansehen können.
Sensation: Erfolgreiche Kornweihenbrut im Rheinland

18.08.2026
In unserem Weihenprojektgebiet hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein Paar der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Kornweihe gebrütet. Es handelte sich dabei um eines von bundesweit weniger als zehn Brutpaaren und die erste Brut in der Zülpicher Börde seit 1891. Weil das Weibchen kurz nach dem Schlupf der Jungen verschwand, hat sich das Männchen um die Aufzucht gekümmert - ein für ein Weihen sehr ungewöhnliches Verhalten. Letzte Woche wurde die erste Kornweihe seit mehr als 130 Jahren in der Zülpicher Börde flügge!
Unsere Pressemeldung zu dem schönen Erfolg lesen Sie hier.
Die regionalen Medien haben ausfühlich berichtet - hier finden Sie einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger.
Für ein starkes Europa!
Rechtsradikale und Populisten gefährden unsere Demokratie und schaden dem Natur- und Tierschutz. Das Komitee gegen den Vogelmord setzt sich für eine bunte, tolerante und weltoffene Gesellschaft ein, wir sind für eine Stärkung der EU und ein Europa ohne Grenzen.
Was wir tun, wer wir sind
Wir schreiten dort ein, wo wildlebende Vögel von Jagd, Wilderei und Tierhandel bedroht sind. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Kooperation mit den zuständigen Behörden in den Brennpunkten der Wilderei im Mittelmeerraum.
Vogelschutzcamps 2026
In den Brennpunkten der Wilderei führen wir auch im Jahr 2026 wieder zahlreiche Vogelschutzacmps durch. Die Einsätze in Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, auf Malta, Zypern und im Libanon finden während des Vogelzuges im Frühling und Herbst statt.
Ihre Spende macht den Unterschied!
Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.










