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Vogelschutz-Blog

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz. Wenn Sie Facebook, Instagram, Mastodon & Co nicht nutzen, bleiben Sie mit unserem Vogelschutz-Blog trotzdem immer auf dem Laufenden - alle Posts werden hier ebenfalls veröffentlicht!

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Greifvogelwilderer in Niedersachsen erwischt

Greifvogelwilderer in Niedersachsen erwischt

01.07.2026

Im Landkreis Schaumburg hat die Polizei auf dem Gelände eines Taubenzüchters einen aktiven Habichtfangkorb sichergestellt. Die Beamten hatten das Gerät im unmittelbaren Umfeld des Taubenschlags vorgefunden. Ausgelöst wurde der Einsatz durch eine Meldung des Komitees, das die Behörden informiert hatte. Die Benutzung von Habichtfangkörben ist zwar streng verboten, dennoch sind die Fallen frei verkäuflich und bei Jagdausstattern und Versandhändlern für Geflügelzucht einfach online zu bestellen. Die Käufer werden lediglich darauf hingewiesen, bei der Verwendung der Falle die "gesetzlichen Regelungen" einzuhalten. Dass sie das vielfach nicht tun, zeigt unsere Statistik: Seit dem Jahr 2005 haben wir bereits 207 Fälle der illegalen Verwendung von Habichtfangkörben in Deutschland nachgewiesen!

Weihenprojekt in Deutschland: Gerstenernte hat begonnen

Weihenprojekt in Deutschland: Gerstenernte hat begonnen

26.06.2026

Wiesen- und Rohrweihen bauen ihre Nester in Getreidefeldern, wo die Jungen Gefahr laufen, bei der Ernte im Mähdrescher zu enden. In der Zülpicher Börde zwischen Köln und Aachen suchen wir die Nester der gefährdeten Zugvögel und schützen sie zusammen mit den Landwirten - eine Horstschutzzone bleibt bei der Mahd stehen. Bei Rekordtemperaturen von bis zu 40 Grad hat nun die Ernte der Gerste begonnen - rund die Hälfte der bislang gefundenen 16 Nester sind in Gerstenfeldern. Zum Schutz vor Prädation müssen wir noch am Erntetag einen Elektrozaun um das Nest aufbauen - bis jetzt stehen sechs Zäune, weitere folgen in den nächsten Tagen. Nach aktuellem Stand der Dinge haben wir mit der Aktion bereits 22 Küken der gefährdeten Greifvögel vor dem Tod im Mähdrescher gerettet.

Mehr zu unserem Weihenprojekt in Deutschland erfahren Sie hier

Libanon: Bedrohte Raritäten als Haustiere

Libanon: Bedrohte Raritäten als Haustiere

19.06.2026

Im Libanon hat ein Team des Komitees gegen den Vogelmord und seines Partners MECSHAP bei einer Kontrolle von Zoogeschäften in der Stadt Baalbeck streng geschützte Vögel gefunden. Der Händler hatte neben vier Kappenammern auch zwei Zederngirlitze im Angebot - ein Endemit, der in einem winzigen Verbreitungsgebiet in den Bergen an der syrisch-libanesischen Grenze und in Jordanien brütet. Der Weltbestand des kleinen Finken wird auf 4.000 Individuen geschätzt, entsprechend begehrt ist er bei Tiersammlern. 

Aufgrund der äußerst angespannten Sicherheitslage in der Region Baalbeck war es nicht möglich, die Polizei zu informieren. Der Händler übergab die Vögel, nachdem wir ihm die Rechtslage erläutert haben - sie wurden bei Deir El Ahmar im Bekaa-Teal unversehrt freigelassen.

Bilanz der Frühlings-Aktionen: 97 Wilderer geschnappt

Bilanz der Frühlings-Aktionen: 97 Wilderer geschnappt

06.06.2026

Seit Februar haben sich rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei unseren Aktionen in Italien, Griechenland, auf Malta und Zypern, im Libanon und in Deutschland beteiligt. Insgesamt konnten wir 97 Wilderer überführen. Die Behörden haben bei ihnen 58 Stellnetze, 43 Paar Schlagnetze, 362 Leimruten, 107 sonstige Fallen, 29 elektronische Lockgeräte, 16 Flinten, 564 Schuss Munition und fast 400 lebende Vögel sichergestellt. Auf den ersten Blick mögen diese Zahlen erschreckend klingen, doch tatsächlich belegen sie den deutlichen Rückgang der Wilderei im Frühling. So wenige Fallen wir in diesem Frühjahr hatten wir noch nie! Besonders auffällig ist das Verschwinden des Vogelfangs auf den Inseln Süditaliens und auf Zypern, auch die Abschüsse geschützter Arten auf Malta ist rückläufig.

Unseren englischsprachigen "Spring Report" mit allen Ergebnissen finden Sie hier

28 Wilderer auf Malta erwischt - Einsatz beendet

28 Wilderer auf Malta erwischt - Einsatz beendet

20.05.2026

Unser Vogelschutzcamp auf Malta ist nach 10 Wochen Länge abgeschlossen. Insgesamt konnten wir 28 Wilderer überführen: 24 davon hatten Schlagnetze und Vogelfallen in Benutzung und wollten damit vor allem Finken, aber auch andere Singvögel, Wachteln und Turteltauben fangen. Vier Personen wurden wegen illegaler Jagd angezeigt. Sie hatten auf Turmfalken, Turteltauben und Watvögel geschossen, einer wurde in einem jagdfreien Schutzgebiet erwischt. Die Polizei hat bei den Tätern insgesamt 42 Paar Schlagnetze, eine Käfigfalle, 12 elektronische Lockgeräte und 61 Vögel sichergestellt. Mit dem Ende des Vogelzugs haben nun auch die Jäger und Wilderer eine Pause - weiter geht es bei uns auf Malta mit dem Einsatz gegen den illegalen Watvogelafng im August.

Mehr zu unserer Arbeit auf Malta lesen Sie hier.

Vogelschutzcamp Zakynthos: 21 Wilderer überführt!

Vogelschutzcamp Zakynthos: 21 Wilderer überführt!

12.05.2026

Unser Einsatz auf der griechischen Insel Zakynthos ist nach vier Wochen beendet. Die Teams des Komitees gegen den Vogelmord haben in Kooperation mit Polizei und Jagdaufsicht seit Mitte April insgesamt 11 Wilderer auf frischer Tat ertappt, 10 weitere wurden aufgrund von Videobeweisen angezeigt. Die Beamten konnten bei den Tätern 10 Jagdwaffen und 514 Schuss Schrotmunition sicherstellen. Alles in allem waren wir weit erfolgreicher als im Jahr 2025: Wir haben drei Mal mehr Täter überführen können und – anders als letztes Jahr – es gab es keine Aggressionen gegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vogelschutzcamps.

Unsere Pressemeldung vom 23. April ist von den lokalen Medien aufgegriffen worden und verstärkt den Abschreckungseffekt unseres Einsatzes.

Vogelfanganlage in Schleswig-Holstein stillgelegt

Vogelfanganlage in Schleswig-Holstein stillgelegt

05.05.2026

Nach einem Hinweis hat ein Team des Komitees gegen den Vogelmord im Landkreis Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein) eine Leiterfalle entdeckt. Das riesige Fanggerät war mit einem bereits stark verwesten Reh, einer toten Graugans und drei lebenden Rabenkrähen beködert. Die gerufene Polizei, die schnell vor Ort war, konnte einen Verdächtigen - einen Jäger - nach kurzer Zeit ermitteln. Er hat nicht nur die Rabenvögel gefangen, sondern mit der Falle auch Greifvögeln nachgestellt. Sie wurde mittels eines Kranwagens sichergestellt, ein Strafverfahren wegen Tierquälerei und Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz ist eingeleitet worden.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall finden Sie hier

Protestaktion gegen die Frühlingsjagd auf Zakynthos

Protestaktion gegen die Frühlingsjagd auf Zakynthos

11.04.2026

Auf der griechischen Insel Zakynthos werden in jedem Frühling zehntausende geschützte Zugvögel illegal geschossen. In diesem Jahr wollen wir unsere Teams, die vom 10.4. bis 4.5. vor Ort sind, mit einer Protestaktion unterstützen. Dabei greifen wir zusammen mit BirdLife Griechenland auf die etwas altmodische Methode der Protestpostkarte zurück. Wir haben uns ganz bewusst gegen eine Online-Petition entschieden, denn diese sind weitgehend wirkungslos und ein mit Postkarten verstopfter Briefkasten macht weit mehr Eindruck als digitale Unterschriften. Postkarten sind ein sichtbarer Ausdruck von Protest – diesen Effekt wollen wir nutzen!

Wenn Sie mitmachen möchten, schicken Sie usn eine kurze Nachricht über unser Kontaktformular.

Einsatz gegen die Storchenjagd im Libanon

Einsatz gegen die Storchenjagd im Libanon

06.04.2026

Unser Einsatz läuft inzwischen seit drei Wochen, der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf der Bergregion im Nordwesten unweit der Hafenstadt Tripoli. Wegen starker Regenfälle war die Jagd fast eine Woche nicht möglich, so dass viele Vögel ungehindert das Land überfliegen konnten. Dass vereinzelt doch gejagt wurde, zeigen die Funde toter Störche. So haben wir unweit von Terbol die Überreste von 24 Weißstörchen an die Polizei gemeldet. Nach Zeugenaussagen ist es bei Kfar Hazir vor drei Wochen zu einem regelrechten Massaker gekommen - hier haben Jäger aus Tripoli über 300 Störche an nur einem Morgen abgeschossen. Dort konnten wir vier schon stark verweste Tiere feststellen. Nachdem der Storchenzug nun durch ist, konzentrieren wir uns auf den beginnenden Durchzug der Greifvögel.


Für ein starkes Europa!

Rechtsradikale und Populisten gefährden unsere Demokratie und schaden dem Natur- und Tierschutz. Das Komitee gegen den Vogelmord setzt sich für eine bunte, tolerante und weltoffene Gesellschaft ein, wir sind für eine Stärkung der EU und ein Europa ohne Grenzen.

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Was wir tun, wer wir sind

Wir schreiten dort ein, wo wildlebende Vögel von Jagd, Wilderei und Tierhandel bedroht sind. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Kooperation mit den zuständigen Behörden in den Brennpunkten der Wilderei im Mittelmeerraum.

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Vogelschutzcamps 2026

In den Brennpunkten der Wilderei führen wir auch im Jahr 2026 wieder zahlreiche Vogelschutzacmps durch. Die Einsätze in Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, auf Malta, Zypern und im Libanon finden während des Vogelzuges im Frühling und Herbst statt.

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Ihre Spende macht den Unterschied!

Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.


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