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Vogelschutz-Blog

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz. Wenn Sie Facebook, Instagram, Mastodon & Co nicht nutzen, bleiben Sie mit unserem Vogelschutz-Blog trotzdem immer auf dem Laufenden - alle Posts werden hier ebenfalls veröffentlicht!

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Rekord beim Weihenprojekt: Fast 50 Junge flügge!

Rekord beim Weihenprojekt: Fast 50 Junge flügge!

03.08.2026

Die Brutsaison der Rohr- und Wiesenweihen ist weitgehend abgeschlossen. Insgesamt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Komitees seit Ende April 29 Nester der bodenbrütenden Greifvögel in den Feldern gefunden – 20 Rohrweihen und 9 Wiesenweihen. Bei 7 Bruten der Wiesenweihe und bei 10 der Rohrweihe musste für die Nester eine 20x20 Meter große Horstschutzzone eingerichtet werden, damit sie nicht im Mähdrescher landen. Mindestens 23 junge Wiesenweihen und 26 Rohrweihen sind ausgeflogen. Es ist das beste Ergebnis, das wir seit Projektbeginn im Jahr 2004 hatten!

Lesen Sie hier unsere Pressemeldung.

Gericht stoppt die Turteltaubenjagd in Sizilien

Gericht stoppt die Turteltaubenjagd in Sizilien

30.07.2026

In Sizilien dürfen aufgrund eines Gerichtsurteils erstmal keine Turteltauben geschossen werden! Die Jagd in Italien startet immer am 3. Sonntag im September – in diesem Jahr der 20.9.. Die gefährdete Turteltaube gehört zu den ersten Arten, die im Spätsommer nach Afrika ziehen – wenn sie über Sizilien fliegt, ist die Jagd noch nicht erlaubt. Damit die Jäger den begehrten Zugvögel dennoch schießen können, erlaubt die Region Sizilien jedes Jahr eine Vorverlegung des Jagdbeginns. Dieses Jahr wird daraus nichts, denn das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) hat zusammen mit seinen italienischen Partnern Green Impact, Federazione Nazionale Pro Natura und LEAL gegen die Vorverlegung geklagt und Recht bekommen! 

Das Komitee bei der Global Birdfair

Das Komitee bei der Global Birdfair

13.07.2026

Ein internationales Team des Komitees hat am letzten Wochenende einen Infostand auf der weltweit größten Messe für Ornithologie und Vogelschutz, der Global Birdfair, im englischen Rutland betreut. Wie jedes Jahr haben wir wieder hunderten vogelbegeisterten Menschen über unsere Aktionen zum Schutz von Zugvögeln vor Wilderei berichtet. Unterstützt wurden wir dabei auch von Megan McCubbin, die zu den prominentesten Stimmen für den Naturschutz im Vereinigten Königreich zählt. Sie hat uns auch schon auf unser Vogelschutzcamp in Zypern begleitet. Wir bedanken uns vor allem bei Megan, dem Veranstalter und bei allen Gästen für die vielen netten Gespräche. So viel Zuspruch und lobende Worte tun wirklich gut und motivieren für die nächsten Einsätze im Herbst!

Greifvogelwilderer in Niedersachsen erwischt

Greifvogelwilderer in Niedersachsen erwischt

01.07.2026

Im Landkreis Schaumburg hat die Polizei auf dem Gelände eines Taubenzüchters einen aktiven Habichtfangkorb sichergestellt. Die Beamten hatten das Gerät im unmittelbaren Umfeld des Taubenschlags vorgefunden. Ausgelöst wurde der Einsatz durch eine Meldung des Komitees, das die Behörden informiert hatte. Die Benutzung von Habichtfangkörben ist zwar streng verboten, dennoch sind die Fallen frei verkäuflich und bei Jagdausstattern und Versandhändlern für Geflügelzucht einfach online zu bestellen. Die Käufer werden lediglich darauf hingewiesen, bei der Verwendung der Falle die "gesetzlichen Regelungen" einzuhalten. Dass sie das vielfach nicht tun, zeigt unsere Statistik: Seit dem Jahr 2005 haben wir bereits 207 Fälle der illegalen Verwendung von Habichtfangkörben in Deutschland nachgewiesen!

Libanon: Bedrohte Raritäten als Haustiere

Libanon: Bedrohte Raritäten als Haustiere

19.06.2026

Im Libanon hat ein Team des Komitees gegen den Vogelmord und seines Partners MECSHAP bei einer Kontrolle von Zoogeschäften in der Stadt Baalbeck streng geschützte Vögel gefunden. Der Händler hatte neben vier Kappenammern auch zwei Zederngirlitze im Angebot - ein Endemit, der in einem winzigen Verbreitungsgebiet in den Bergen an der syrisch-libanesischen Grenze und in Jordanien brütet. Der Weltbestand des kleinen Finken wird auf 4.000 Individuen geschätzt, entsprechend begehrt ist er bei Tiersammlern. 

Aufgrund der äußerst angespannten Sicherheitslage in der Region Baalbeck war es nicht möglich, die Polizei zu informieren. Der Händler übergab die Vögel, nachdem wir ihm die Rechtslage erläutert haben - sie wurden bei Deir El Ahmar im Bekaa-Teal unversehrt freigelassen.

Bilanz der Frühlings-Aktionen: 97 Wilderer geschnappt

Bilanz der Frühlings-Aktionen: 97 Wilderer geschnappt

06.06.2026

Seit Februar haben sich rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei unseren Aktionen in Italien, Griechenland, auf Malta und Zypern, im Libanon und in Deutschland beteiligt. Insgesamt konnten wir 97 Wilderer überführen. Die Behörden haben bei ihnen 58 Stellnetze, 43 Paar Schlagnetze, 362 Leimruten, 107 sonstige Fallen, 29 elektronische Lockgeräte, 16 Flinten, 564 Schuss Munition und fast 400 lebende Vögel sichergestellt. Auf den ersten Blick mögen diese Zahlen erschreckend klingen, doch tatsächlich belegen sie den deutlichen Rückgang der Wilderei im Frühling. So wenige Fallen wir in diesem Frühjahr hatten wir noch nie! Besonders auffällig ist das Verschwinden des Vogelfangs auf den Inseln Süditaliens und auf Zypern, auch die Abschüsse geschützter Arten auf Malta ist rückläufig.

Unseren englischsprachigen "Spring Report" mit allen Ergebnissen finden Sie hier

28 Wilderer auf Malta erwischt - Einsatz beendet

28 Wilderer auf Malta erwischt - Einsatz beendet

20.05.2026

Unser Vogelschutzcamp auf Malta ist nach 10 Wochen Länge abgeschlossen. Insgesamt konnten wir 28 Wilderer überführen: 24 davon hatten Schlagnetze und Vogelfallen in Benutzung und wollten damit vor allem Finken, aber auch andere Singvögel, Wachteln und Turteltauben fangen. Vier Personen wurden wegen illegaler Jagd angezeigt. Sie hatten auf Turmfalken, Turteltauben und Watvögel geschossen, einer wurde in einem jagdfreien Schutzgebiet erwischt. Die Polizei hat bei den Tätern insgesamt 42 Paar Schlagnetze, eine Käfigfalle, 12 elektronische Lockgeräte und 61 Vögel sichergestellt. Mit dem Ende des Vogelzugs haben nun auch die Jäger und Wilderer eine Pause - weiter geht es bei uns auf Malta mit dem Einsatz gegen den illegalen Watvogelafng im August.

Mehr zu unserer Arbeit auf Malta lesen Sie hier.

Vogelschutzcamp Zakynthos: 21 Wilderer überführt!

Vogelschutzcamp Zakynthos: 21 Wilderer überführt!

12.05.2026

Unser Einsatz auf der griechischen Insel Zakynthos ist nach vier Wochen beendet. Die Teams des Komitees gegen den Vogelmord haben in Kooperation mit Polizei und Jagdaufsicht seit Mitte April insgesamt 11 Wilderer auf frischer Tat ertappt, 10 weitere wurden aufgrund von Videobeweisen angezeigt. Die Beamten konnten bei den Tätern 10 Jagdwaffen und 514 Schuss Schrotmunition sicherstellen. Alles in allem waren wir weit erfolgreicher als im Jahr 2025: Wir haben drei Mal mehr Täter überführen können und – anders als letztes Jahr – es gab es keine Aggressionen gegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vogelschutzcamps.

Unsere Pressemeldung vom 23. April ist von den lokalen Medien aufgegriffen worden und verstärkt den Abschreckungseffekt unseres Einsatzes.

Vogelfanganlage in Schleswig-Holstein stillgelegt

Vogelfanganlage in Schleswig-Holstein stillgelegt

05.05.2026

Nach einem Hinweis hat ein Team des Komitees gegen den Vogelmord im Landkreis Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein) eine Leiterfalle entdeckt. Das riesige Fanggerät war mit einem bereits stark verwesten Reh, einer toten Graugans und drei lebenden Rabenkrähen beködert. Die gerufene Polizei, die schnell vor Ort war, konnte einen Verdächtigen - einen Jäger - nach kurzer Zeit ermitteln. Er hat nicht nur die Rabenvögel gefangen, sondern mit der Falle auch Greifvögeln nachgestellt. Sie wurde mittels eines Kranwagens sichergestellt, ein Strafverfahren wegen Tierquälerei und Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz ist eingeleitet worden.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall finden Sie hier


Für ein starkes Europa!

Rechtsradikale und Populisten gefährden unsere Demokratie und schaden dem Natur- und Tierschutz. Das Komitee gegen den Vogelmord setzt sich für eine bunte, tolerante und weltoffene Gesellschaft ein, wir sind für eine Stärkung der EU und ein Europa ohne Grenzen.

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Was wir tun, wer wir sind

Wir schreiten dort ein, wo wildlebende Vögel von Jagd, Wilderei und Tierhandel bedroht sind. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Kooperation mit den zuständigen Behörden in den Brennpunkten der Wilderei im Mittelmeerraum.

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Vogelschutzcamps 2026

In den Brennpunkten der Wilderei führen wir auch im Jahr 2026 wieder zahlreiche Vogelschutzacmps durch. Die Einsätze in Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, auf Malta, Zypern und im Libanon finden während des Vogelzuges im Frühling und Herbst statt.

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Ihre Spende macht den Unterschied!

Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.


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