Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

Komitee gegen den Vogelmord e. V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Vogelschutz-Blog

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz.

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Wintereinsatz gegen den Vogelfang im Osten Spaniens

Wintereinsatz gegen den Vogelfang im Osten Spaniens

20.02.2024

In den letzten zwei Wochen hat ein Komitee-Team in der Provinz Alicante mehrere Kontrollen von Fangplätzen durchgeführt. Dabei wurden von unseren Vogelschützerinnen und Vogelschützern rund 50 Stellen auf Aktivitäten geprüft. An fünf aktiven Standorten wurden fangbereite Schlagnetze und frische Lockmittel gefunden. An zwei dieser Stellen gelang es den Beamten der Regionalpolizei, nach unseren Hinweisen zwei Vogelfänger auf frischer Tat zu überführen und ihre Netze zu beschlagnahmen. Viele Fangstellen blieben in diesem Winter verwaist, das hatte sich in den letzten Jahren bereits angedeutet und ist eine besonders schöne Entwicklung für den Vogelschutz in der Region.

Attacke auf das italienische Naturschutzrecht

Attacke auf das italienische Naturschutzrecht

16.02.2024

Ungeachtet der Versuche seitens der Europäischen Union, Italien zur Umsetzung von Maßnahmen gegen die weit verbreitete Wilderei zu bewegen, hat die rechtsextreme Lega einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Naturschutz untergräbt. In dem Papier zur Novelle des Jagdgesetzes ist unter anderem die Ausweitung der Jagd von jetzt 5 auf 7 Wochentage vorgesehen sowie unter Einsatz von Wärmebildkameras. Auch die Jagd in Schutzgebieten soll erlaubt und die Jagdsaison verlängert werden, zudem soll die Kontrolle von Zuchtringen bei Lockvögeln eingeschränkt werden. Besonders perfide ist der Plan, das Klagerecht der Naturschutzverbände massiv zu beschneiden. Eine Protestaktion in Italien ist angelaufen.

Mehr als 100 Höckerschwäne zerlegt und illegal verkauft

Mehr als 100 Höckerschwäne zerlegt und illegal verkauft

08.02.2024

Ein Mitarbeiter des Sächsischen Landesamtes für Umwelt (LfULG) hat jahrelang einen umfangreichen illegalen Handel mit dem Fleisch geschossener Höckerschwäne betrieben. Eine entsprechende Anzeige wurde heute durch das Komitee gegen den Vogelmord bei der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Bautzen gestellt. Der Beschuldigte steht unter Verdacht seit 2016 mehr als 100 von ihm erlegte Höckerschwäne geschlachtet und deren geräuchertes Brustfleisch illegal an Gourmets in einem Online-Forum verkauft zu haben. Bei dem Mann handelt es sich um einen Jagdscheininhaber, der zuletzt Anfang des Monats "geräucherte Schinken aus Schwanenbrust" zum Verkauf angeboten hatte. Unsere Pressemeldung und weitere Informationen finden Sie hier verlinkt

Abschluss unserer Einsätze im Delta des Po

Abschluss unserer Einsätze im Delta des Po

05.02.2024

Die Lagunen an der Adria südlich von Venedig (Norditalien) gehören zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Europas und bilden das Überwinterungsgebiet von mehreren Millionen Wasservögeln. Immer wieder kommen bei der Jagd im Gebiet auch illegale elektronische Lockgeräte zum Einsatz. Seit Jahresbeginn haben Komitee-Teams gemeinsam mit der italienischen Polizei Einsätze durchgeführt und insgesamt 11 Jäger bei der Benutzung von Lockgeräten, dem Abschuss von geschützten Arten und der Verwendung von nicht genehmigten Waffen überführt. 12 weitere Jäger wurden wegen der Nutzung von mittlerweile verbotener Bleimunition in Feuchtgebieten angezeigt. Insgesamt wurden auch 7 Flinten und 40 geschossene Krick- und Stockenten sichergestellt.

Vogelfänger bei Lübbecke/NRW überführt

Vogelfänger bei Lübbecke/NRW überführt

26.01.2024

Nach einem Hinweis des Komitees haben Polizeibeamte am Mittwoch in der Gemeinde Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke, NRW) eine Anlage für den Fang geschützter Greifvögel stillgelegt. Die rund fünf Kubikmeter große Leiterfalle ähnelt einer Voliere und funktioniert nach dem Prinzip einer Reuse. Die durch Schlachtabfälle angelockten Vögel gelangen in die Falle hinein, kommen aber nicht wieder heraus. Ein Kamerateam des WDR, das die Falle am 26.1. für die Lokalzeit filmen wollte, traf den mutmaßlichen Täter - den Bruder des Jagdpächters - zufällig vor Ort an. Der Mann hat vor laufender Kamera zugegeben, die Falle für den Vogelfang zu verwenden.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall finden Sie hier

Wintercamp auf Zypern - erste Wilderer überführt

Wintercamp auf Zypern - erste Wilderer überführt

19.01.2024

Innerhalb der ersten Woche während des Wintercamps auf Zypern wurden 10 Wilderer geschnappt. Unsere Teams beobachten überall im Südosten der Insel Jäger, die die Zugvögel mithilfe illegaler elektronischer Lockgeräte vor ihre Flinten locken, und auch die Vogelfänger haben auf den Drossel-Einflug reagiert und Netze gespannt. Die von uns informierte Jagdaufsicht hat in den letzten Tagen insgesamt 17 Lockgeräte und 7 Fangnetze sichergestellt, 13 Singdrosseln wurde lebend befreit. Leider sind die Strafen für die Verwendung der Lockgeräte mit nur 500 € sehr niedrig. Positiv ist dagegen der Rückgang des Vogelfangs mit Netzen, hier machen sich unsere hartnäckigen Kontrollen inzwischen deutlich bemerkbar.


Lesenswerter Artikel über die Komitee-Einsätze im Libanon

Lesenswerter Artikel über die Komitee-Einsätze im Libanon

06.01.2024

Im Herbst 2023 hat eine australische Journalistin unser Vogelschutzcamp im Libanon besucht und die Teams mehrere Tage begleitet. Sie hat spektakuläre Einsätzen gegen die Greifvogel-Wilderei an der syrischen Grenze im Norden des Landes ebenso miterlebt wie unsere Arbeit gegen den Singvogelfang mit illegalen Netzen im Süden von Beirut. Herausgekommen ist ein sehr lesenswerter Artikel in der Zeitschrift der US-amerikanischen Umweltstiftung Earth Island Institut. Der Artikel (englisch) ist im Dezember im Earth Island Journal erschienen und jetzt im Internet frei verfügbar:

Overwatch - In Lebanon, a small team of bird lovers is protecting vulnerable species.

Tätigkeitsbericht 2023 - unsere Jahresbilanz

Tätigkeitsbericht 2023 - unsere Jahresbilanz

17.12.2023

Im Jahr 2023 haben wir 29. Vogelschutzcamps in 8 Ländern organisiert und dabei 314 Wilderer überführt. Bei den Aktionen wurden insgesamt 1.583 Vogelfallen, 4.102 Leimruten, 437 Netze, 80 Schrotflinten und 195 elektronische Lockgeräte abgebaut oder von Polizei und Jagdaufsicht beschlagnahmt. 2.832 Wildvögel – vom Rotkehlchen bis zum Weißstorch – konnten von unseren 220 ehrenamtlich teilnehmenden Vogelschützerinnen und Vogelschützern direkt aus den Fanggeräten gerettet werden.

Nähere Infos zu allen Einsätzen und Kampagnen finden Sie im Tätigkeitsbericht 2023

Komitee lässt internationalen Vogelschmugglerring auffliegen

Komitee lässt internationalen Vogelschmugglerring auffliegen

05.12.2023

Hinweise des Komitees gegen den Vogelmord an die polnische Polizei haben zur Aufdeckung eines Tierschmuggels von internationaler Dimension geführt. Bei einem Großeinsatz auf einem Grundstück in der Nähe von Danzig entdeckten Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft zahlreiche Käfige, in denen insgesamt 465 frisch gefangene Sing-, Rot- und Wacholderdrosseln gehalten wurden. Die Vögel sowie umfangreiche Ausrüstung zum Fang der Tiere wurden beschlagnahmt. Gegen den Grundstücksbesitzer - einen 54jährigen Italiener - wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Ihm droht eine Gefängnisstrafe.

Unsere Pressemeldung dazu finden Sie hier.


"Nie wieder" ist jetzt!

Rechtsradikale und Populisten gefährden unsere Demokratie und schaden dem Natur- und Tierschutz. Das Komitee gegen den Vogelmord setzt sich für eine bunte, tolerante und weltoffene Gesellschaft ein, wir sind für eine Stärkung der EU und ein Europa ohne Grenzen.

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Was wir tun, wer wir sind

Wir schreiten dort ein, wo wildlebende Vögel von Jagd, Wilderei und Tierhandel bedroht sind. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Kooperation mit den zuständigen Behörden in den Brennpunkten der Wilderei im Mittelmeerraum.

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Vogelschutzcamps 2024

In den Brennpunkten der Wilderei führen wir auch im Jahr 2024 wieder zahlreiche Vogelschutzacmps durch. Die Einsätze in Spanien, Frankreich, Italien, auf Malta, Zypern und im Libanon finden während des Vogelzuges im Frühling und Herbst statt.

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Ihre Spende macht den Unterschied!

Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.


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