Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

Komitee gegen den Vogelmord e. V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Handel mit lebenden Singvögeln

Stieglitze, Finken und andere Arten sind in vielen Ländern beliebte Ziervögel, die vielerorts ganz offen auf lokalen Märkten, in Zoohandlungen oder im Internet zum Verkauf angeboten werden. Um illegal gefangene Wildvögel zu „waschen“, werden sie häufig als Nachzuchten deklariert. Schwerpunkt des Handels mit lebenden Singvögeln ist der Mittelmeerraum, wo das Komitee gegen den Vogelmord seit Jahren in den Hochburgen der Vogelfänger aktiv ist. 

Bei der Suche nach illegalen Angeboten recherchieren unsere Mitarbeiter auf Tiermärkten und Vogelbörsen, besuchen verdächtige Zoohandlungen und kontrollieren einschlägige Seiten im Internet. Unsere dabei gesammelten Beweise und Informationen haben in den letzten Jahren allein in Italien, Malta und Deutschland zur Verurteilung von mehr als 100 Vogelhändlern sowie zur Beschlagnahme von rund 5.000 lebenden Singvögeln geführt. Dass Fang und Handel von Wildvögeln keine ausschließlich südeuropäischen Probleme sind, zeigt das Beispiel Deutschland, wo Mitarbeiter des Komitees seit mehr als 40 Jahren den Handel mit einheimischen „Waldvögeln“ und illegal der Natur entnommenen Greifvögeln wie Habichten und Falken überwachen. Angeboten und gehandelt werden dabei sowohl aus Süd- und Osteuropa eingeschmuggelte Tiere als auch Vögel, die direkt in Deutschland mit Netzen oder Lebendfallen gefangen wurden. Durch Strafanzeigen des Komitees sind in den letzten Jahren zahlreiche Strafverfahren gegen kriminelle Vogelhändler, Falkner und Singvogelfänger ins Rollen gebracht und zahlreiche Täter verurteilt worden.