Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Vogelfang und Frühlingsjagd auf Ponza und Palmarola

In Schlagfalle gestorbener Gartenrotschwanz
In Schlagfalle gestorbener Gartenrotschwanz

Die kleinen Inseln Ponza und Palmarola liegen weit vor der Küste der Region Lazien. Viele Vögel, die an der italienischen Küste entlangziehen, rasten hier. Dieser Umstand und die Lage fernab vom Schuss haben beide Inseln zu einem Eldorado der Wilderei gemacht - jedenfalls bis zum Start der Komitee-Vogelschutzcamps in den 1990er Jahren. 

Wenn im April und Mai die spätziehenden Insektenfresser wie Braunkehlchen, Gartenrotschwänze, Trauerschnäpper, Steinschmätzer und Nachtigallen auf ihrem Weg in die Brutgebiete in Italien eintreffen, stellen die Vogelfänger auf Ponza und Palmarola kleine Schlagfallen auf. Die mit Fliegenmaden beköderten Fanggeräte aus Metall stehen in Gärten und auf Küstenklippen und brechen den gefangenen Vögeln das Genick. Zum Teil werden auch Netze und Fangkäfige verwendet. Die Singvögel gelten vor allem in der Osterzeit als regionale Delikatesse.