Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Lebende Lockvögel für die Jagd

Buch- und Bergfinken als Lockvögel für die Singvogeljagd in Italien
Buch- und Bergfinken als Lockvögel für die Singvogeljagd in Italien

In Ländern, in denen der Abschuss von Zugvögeln erlaubt ist, werden zusätzlich jedes Jahr hunderttausende wildgefangene Drosseln, Finken, Tauben, Enten und andere Wasservögel gefangen, um sie anschließend als Lockvögel für die Jagd einzusetzen. Dies betrifft vor allem Drosseln, Lerchen und Finken, aber auch andere Arten wie zum Beispiel Turteltauben, Goldregenpfeifer und andere Watvögel, die zum Beispiel in Italien und Frankreich immer noch bejagt werden dürfen.  

Das Komitee gegen den Vogelmord und seine Partnerverbände haben mit ihren Kampagnen bereits erreicht, dass die tierquälerische Verwendung und Haltung lebender Lockvögel in diesen Ländern stark eingeschränkt werden musste. So haben wir zum Beispiel durch Klagen bei italienischen Verwaltungsgerichten erreicht, dass in Norditalien keine Finken, Lerchen und Drosseln mehr gefangen dürfen, um sie anschließend als Lockvögel an Jäger zu verkaufen. Entsprechende Gesetzesentwürfe der Regionalregierung sind von den Richtern bisher regelmäßig einkassiert worden. Parallel dazu werden bei den Kontrollen unserer Einsatzteams immer wieder wildgefangene Lockvögel bei Jägern festgestellt und anschließend beschlagnahmt. So werden alleine bei den Vogelschutzcamps im norditalienischen Brescia in jedem Herbst mehr als 500 lebende Lockvögel bei Jägern beschlagnahmt, die entweder gar nicht beringt sind oder mit gefälschten Ringen versehen wurden.

Auch auf Malta führen Meldungen des Komitees an die Polizei regelmäßig zu Strafverfahren und Urteilen gegen Lockvogelhändler. So wurde zum Beispiel erfolgreich gegen eine Gruppe Männer ermittelt, die in großem Stil Goldregenpfeifer gefangen und anschließend im Internet verkauft hatte.