Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

Komitee gegen den Vogelmord e. V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)

  • deutsch
  • english
  • italiano
Spenden-Button

Vogelschutz-Blog

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz.

Wenn Sie Facebook, Instagram, Twitter & Co nicht nutzen, bleiben Sie mit unserem Vogelschutz-Blog trotzdem immer auf dem Laufenden - alle Posts werden hier ebenfalls veröffentlicht!

Zum Vogelschutz-Blog geht´s hier ...

Herbsteinsatz auf Malta beendet – über 500 Vögel gerettet:

Herbsteinsatz auf Malta beendet – über 500 Vögel gerettet:

Seit Mitte September war ein Team aus rund 20 internationalen Vogelschützerinnen und Vogelschützern auf Malta und der kleinen Nachbarinsel Gozo im Einsatz, um den Vogelfang von Schlagnetzen als auch die Passage von geschützten Großvögeln wie Wespenbussarden, Rohrweihen oder Störchen zu überwachen. Während des Einsatzes konnten unsere Aktiven insgesamt 37 Wilderer schnappen. Dabei wurden 56 Paar Schlagnetze und andere Fangutensilien nach unseren Hinweisen von der Anti-Wilderei-Einheit (APU) der maltesischen Polizei beschlagnahmt und 540 Wildvögel konnten befreit werden. Ein Großteil der im Herbst überführten Wilderer steht in Verbindung mit dem zweifelhaften „Forschungsprojekt“ der maltesischen Regierung, was ganz offensichtlich die Vogelschutzrichtlinie ausgehebelt.

Mehr zu unseren Einsätzen auf Malta lesen Sie hier.

Vogelfang in Frankreich bleibt verboten!

Vogelfang in Frankreich bleibt verboten!

25.11.2022

Das höchste französische Verwaltungsgericht hat sich am 23.11.2022 nach einer Klage unseres französischen Partnerverbands LPO France und OneVoice gegen die Genehmigung des Vogelfangs ausgesprochen. Die Macron-Regierung wollte entgegen geltendem EU-Recht den Fang von über 100.000 Zugvögeln erlauben. Es ging um den Fang von Lerchen mit Lebendfallen in Aquitanien, von Kiebitzen mit Schlagnetzen in der Champagne und von brutalen Rosshaarschlingen für den Drosselfang in den Ardennen. Begründung: Der eigentlich schon seit 1979 in der gesamten EU verbotene Vogelfang sei eine "alte Tradition". Das Komitee gegen den Vogelmord hat seit Mitte der 1990er Jahre für ein Ende des Vogelfangs in Frankreich gekämpft. Der tolle Erfolg unserer Partner setzt nun hoffentlich einen endgültigen Schlusspunkt.


Riesenerfolg auf Zypern: 60 Wilderer überführt!

Riesenerfolg auf Zypern: 60 Wilderer überführt!

18.11.2022

Seit Anfang September haben 16 Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa an unserem Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel teilgenommen - nun ist der Einsatz abgeschlossen. Die Ergebnisse könne sich sehen lassen: Insgesamt haben Polizei und Jagdaufsicht aufgrund unserer Hinweise 60 Wilderer überführt (44 Vogelfänger und 16 Jäger). Bei ihnen wurden 1.882 Leimruten, 87 Fangnetze und 128 elektronische Lockanlagen beschlagnahmt. Aus Fallen und Netzen konnten wir 573 Vögel unversehrt befreien - überwiegend Grasmücken, Schnäpper, Rohrsänger und Rotschwänze, aber auch Pirole, Zwerg- und Waldohreulen und sogar einen Flughund. Singvögel sind nach wie vor eine begehrte Delikatesse - vor allem Grasmücken bringen auf dem Schwarzmarkt Höchstpreise. Die Strafen, die die Wilderer auf Zypern zahlen müssen, sind mit durchschnittlich über 4.000 € aber auch erfreulich hoch. 

Brescia: 41 Wilderer überführt, 695 Fanggeräte eingesammelt

Brescia: 41 Wilderer überführt, 695 Fanggeräte eingesammelt

14.11.2022

Unser Vogelschutzcamp im norditaliensichen Brescia ist nach 5 Wochen zuende gegangen. Seit Anfang Oktober haben insgesamt 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa das riesige Areal zwischen Iseeosee und Gardasee abgesucht und dabei Dutzende aktive Fangstellen gefunden. Die Polizei konnte aufgrund unserer Hinweise 41 Wilderer überführen. Bei ihnen wurden 273 Schlagfallen, 269 Bogenfallen, 12 Leimruten, 2 Schlagnetze und 39 Stellnetze gefunden, dazu kommen 7 Flinten, fast 200 Schuss Munition und 366 lebende Lockvögel (vor allem Feldlerchen und Singdrosseln). 32 der Täter hatten eine Jagdlizenz, die sie im Rahmen der eingeleiteten Strafverfahren wohl verlieren werden. Es ist weiterhin ein Komitee-Team vor Ort, um die letzten offenen Fälle abzuschließen und die einsetzende Winterjagd zu kontrollieren.

Riesige Fanganlagen für Zugvögel im Libanon zerstört

Riesige Fanganlagen für Zugvögel im Libanon zerstört

11.11.2022

Bodycam-Video zeigt Einsatz mit der Polizei in der Bekaa-Ebene: In der Nähe der Stadt Baalbek haben Teams des Komitees mit den Partner SPNL un MESHC in Zusammenarbeit mit der Polizei bereits Ende Oktober 26 riesige Netze und mehrere elektronische Lockanlagen an vier Standorten abgebaut. Die Bekaa-Ebene befindet sich im Landesinneren des Libanons und gilt als wichtiger Korridor für Zugvögel abseits der Küste. Diese ländliche Region gilt gleichermaßen als Wilderer-Hotspot, denn in den Dörfern werden jedes Jahr hunderttausende Vögel illegal mit Netzen gefangen, die anschließend verkauft oder für den Verzehr vorgesehen sind.

Das aktuelle Video finden Sie hier auf unserem YouTube-Kanal.


RiffReporter berichtet über Komitee-Aktionen im Libanon

RiffReporter berichtet über Komitee-Aktionen im Libanon

09.11.2022

Das Online-Magazin RiffReporter berichtet über die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord für einen besseren Vogelschutz im Libanon. Am 9. November wurde ein Interview mit Komitee-Pressesprecher Axel Hirschfeld verröffentlicht - es geht um die aktuelle Situation rund um die Zugvogeljagd im krisengeschüttelten "Zedernstaat", die Ausweitung der Vogelschutzcamps in den Nordlibanon, die Probleme bei der Bekämpfung der Wilderei, aber auch um die ersten Erfolge.

Den Artikel finden Sie auf der Internetseite der RiffReporter:

Vogeljagd im Libanon: Alptraum und Hoffnungsschimmer liegen nahe beieinander

Vogelschutzcamp Malta: Bereits 23 Vogelfänger erwischt

Vogelschutzcamp Malta: Bereits 23 Vogelfänger erwischt

01.11.2022

Die derzeit auf Malta eingesetzten Teams des Komitees gegen den Vogelmord kontrollieren die Einhaltung der Fangbestimmungen und stellen dabei fast täglich Verstöße fest. Alleine in den letzten Tagen haben sie vier Wilderer erwischt - sie hatten ohne Erlaubnis ihre Fangnetze ganz in der Nähe der staatlich genehmigten "wissenschaftlichen Fanganlagen" aufgebaut oder aber mehr als das jeweils eine erlaubte Netz in Benutzung. Insgesamt haben wir während dieses Herbsteinsatzes damit schon 23 Vogelfänger auf frischer Tat geschnappt, die Polizei hat 34 Schlagnetze und 267 Lockvögel sichergestellt. 

Mehr Infos zu den laufenden Aktionen finden Sie im Vogelschutz-Blog

ZDF-Bericht über Wilderei bei "planet e"

ZDF-Bericht über Wilderei bei

23.10.2022

Das ZDF hat am 23.10.2022 in seiner Umwelt-Dokumentationsserie „planet e“ einen Beitrag über die Wilderei ausgestrahlt. Unter dem Titel „Tod in der Wildnis“ zeigt der Film Polizisten, Forensiker und Naturschützer bei ihrer Suche nach Giftlegern und Fallenstellern. 

Auch die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord in Deutschland für einen besseren Schutz von Greifvögeln vor illegaler Verfolgung wurde vorgestellt.

Der Beitrag ist in der ZDF-Mediathek abrufbar - schauen Sie mal rein:

Tod in der Wildnis - auf der Suche nach Giftmördern und Fallenstellern

Singvögel wieder in italienischen Restaurants!

Singvögel wieder in italienischen Restaurants!

11.10.2022

Über 40 Jahre nach Inkrafttreten der EU-Vogelschutzrichtlinie werden in norditalienischen Restaurants jetzt erstmals wieder Singvögel angeboten – und zwar ganz legal! Die in der Lombardei regierende rechtpopulistische und jagdfreundliche Partei „Lega“ hat dazu ein Gesetz erlassen und sich eines besonders billigen – aber sehr effektiven - Tricks bedient: Da der Verkauf von Singvögeln überall in der EU verboten ist, darf jeder Jäger in Norditalien nun bis zu 150 legal geschossene Amseln und Drosseln an Restaurants „verschenken“. Diese servieren den Gästen dann die Vögel ebenfalls kostenfrei und verlangen lediglich (reichlich) Geld für Getränke und Reservierung. Das Komitee gegen den Vogelmord hat rechtliche Schritte gegen die lombardische Regierung eingeleitet und die EU-Kommission eingeschaltet.

Ihre Spende macht den Unterschied!

Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.


Ich möchte spenden

Vogelschutz ist wichtig!