Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

Komitee gegen den Vogelmord e. V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Vogelschutz-Blog

Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) berichtet auf den Sozialen Medien - vor allem während seiner Vogelschutzcamps - nahezu täglich über seine Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz.

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Seltene Streifenhyäne im Libanon abgeschossen

Seltene Streifenhyäne im Libanon abgeschossen

27.01.2022

Die Polizei im Bezirk West-Bekaa hat in dieser Woche drei Jäger verhaftet, nachdem die Männer im Osten des Landes eine streng geschützte Streifenhyäne abgeschossen haben. Die Behörden wurden tätig, nachdem Mitarbeiter des Komitees und die von uns finanzierte Anti-Wilderei-Einheit (APU) den Fall zur Anzeige gebracht und Druck auf die zuständigen Behörden ausgeübt hatten. Weil die Täter den Abschuss mit ihren Mobiltelefonen selbst gefilmt und anschließend mit dem toten Tier für Fotos posierten, ist die Beweislast erdrückend. Streifenhyänen – obwohl sehr selten geworden - werden in vielen Gegenden des Libanon immer noch als Schädlinge und Unglücksbringer angesehen und deshalb regelmäßig vergiftet oder geschossen.

Illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland

Illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland

14.01.2022

Die Karte zeigt das Ausmaß der illegalen Greifvogelverfolgung in Deutschland - 299 von 401 Landkreise und kreisfreie Städte betroffen. Das Komitee hat eine Karte und neue Zahlen zur illegalen Greifvogelverfolgung in Deutschland veröffentlicht. Abgebildet ist die Verteilung von 1.591 in den Jahren 2005 bis 2021 von unserer Erfassungsstelle EDGAR erfassten Fällen auf Kreisebene. Die Karte zeigt deutlich, dass es sich um ein bundesweites Problem handelt. Da die meisten Taten an abgelegenen Orten oder auf Privatgelände begangen werden, nehmen unsere Experten an, dass mehr als 90 % aller Nachstellungen unentdeckt bleiben. Weitere Daten finden Sie auf www.greifvogelverfolgung.de oder in unserem Vogelschutzblog.

Fahrzeug durch Sprengsatz auf Zypern beschädigt

Fahrzeug durch Sprengsatz auf Zypern beschädigt

10.01.2022

Gestern Abend wurde einer unserer Wagen auf der Mittelmeerinsel von Unbekannten durch einen Sprengsatz schwer beschädigt, der an der Windschutzscheibe angebracht worden war. Dieser Vorfall ist der jüngste in einer ganzen Serie von gewalttätigen Übergriffen und Morddrohungen auf unsere Teams durch kriminelle Banden. Zuvor hatte an Heiligabend ein polizeibekannter Wilderer einen Mitarbeiter des Komitees ins Gesicht geschlagen und die Beamten bedroht, nachdem sein Fangplatz gefunden wurde. Im November hatten bereits drei maskierte Fallensteller einen unserer Aktivisten fast bewusstlos geschlagen. 

Die Pressemeldung (in englischer Sprache) können Sie hier nachlesen.  


Tätigkeitsbericht für das Jahr 2021

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2021

22.12.2021

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen und wie erwartet hat das Corona-Virus die Welt wieder in Atem gehalten. Umso erfreulicher ist, dass wir trotz aller Schwierigkeiten in diesem Jahr wieder in allen Einsatzgebieten in gewohnter Stärke und über die gesamte Vogelzugsaison im Einsatz waren. 

26 Vogelschutzcamps in 7 Ländern, 142 Teilnehmer aus ganz Europa, 268 überführte Wilderer, 2.300 gerettete Vögel, 6.151 eingesammelte Vogelfallen, 255 Netze und 244 Lockgeräte – das ist das Ergebnis der Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord in den letzten 12 Monaten. 

Einzelheiten gibt´s in unserem Tätigkeitsbericht.

Abschlussbericht der Kampagne in Spanien

Abschlussbericht der Kampagne in Spanien

10.12.2021

Die diesjährigen Aktionen in Spanien sind abgeschlossen. Nach Hinweisen durch das Komitee konnten die Behörden in Katalonien, der Region Valencia und an der Straße von Gibraltar insgesamt 23 Wilderer überführen. Bei den Aktionen sind 11 Netze, 212 Fallen, 14 elektronische Lockanlagen und fast 2800 Leimruten beschlagnahmt worden. 167 lebende Vögel (vor allem Finken, Grasmücken sowie Laub- und Rohrsänger) und über 60 tote Vögel (meist Drosseln) wurden sichergestellt. Ein Großteil der kontrollierten Fangstellen geht auf das Online Vogelschutzcamp 'ORPHEUS' zurück. 

Mehr Informationen zu unseren Aktionen in Spanien finden Sie hier


Vogelschutzcamp in Zypern abgeschlossen

Vogelschutzcamp in Zypern abgeschlossen

06.12.2021

Das große Vogelschutzcamp auf Zypern ist beendet. Leider war in diesem Jahr der illegale Vogelfang mit Netzen und Leimruten sowie die Jagd mit illegalen elektronischen Lockgeräten weiter verbreitet als je zuvor. Seit Anfang September waren 15 Naturfreunde aus allen Teilen Europas auf Zypern aktiv, um so viele Vögel wie möglich zu retten. Unsere Teams haben insgesamt 139 aktive Fangplätze und 60 Jagdplätze mit Verstößen angezeigt. Dabei wurde eine Rekordzahl von 61 Wilderern überführt (46 Fallensteller und 15 wegen der Jagd auf geschützte Arten). Zusätzlich sind 1893 Leimruten, 110 Netze, 107 elektronische Lockgeräte beschlagnahmt worden. Dabei konnten 1359 Vögel aus Fallen befreit werden und unzählige andere konnten ihren Zug nach Afrika fortsetzen. Einen Überblick über unsere Aktionen auf der Mittelmeerinsel bekommen Sie hier

Sondereinsatz in den Lagunen vor Venedig

Sondereinsatz in den Lagunen vor Venedig

28.11.2021

Im Po-Delta sind Mitarbeiter des Komitees zusammen mit Beamten der Carabinieri in den letzten Tagen gegen illegale Massenabschüsse von überwinternden Krickenten, Gänsen und anderen Wasservögeln vorgegangen. Dabei wurden insgesamt sieben Jäger erwischt, die trotz Verbote elektronische Lockgeräte benutzten und auf geschützte Gänsearten schossen. Neben fünf Schrotflinten und mehreren hundert Schuss Munition wurden 40 frisch geschossene Krickenten und eine Graugans (in Italien eine geschützte Art) sichergestellt. Das Po-Delta ist eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete für europäische Wasservögel südlich der Alpen. Um die dort rastenden Trupps besser vor Wilderei zu schützten, führt das Komitee seit drei Jahren gemeinsame Einsätze mit den Behörden durch. Für Dezember sind weitere Aktionen geplant.

Die internationale Dimension der illegalen Vogeljagd im Libanon

Die internationale Dimension der illegalen Vogeljagd im Libanon

15.11.2021

Fang und Abschuss im Libanon kosten jedes Jahr Millionen europäischer Zugvögel das Leben. Um zu untersuchen, welche Populationen besonders betroffen sind, haben Biologen im Auftrag des Komitees 570 Wiederfunde von in Europa beringten und im Libanon getöteten Zugvögeln statistisch ausgewertet. Zur Verfügung gestellt wurden die Daten von EURING, der Dachorganisation aller europäischen Vogelwarten. Die mit Abstand meisten Vögel (68% aller Funde) stammen aus Finnland, Schweden, Deutschland, Israel und Tschechien. Insgesamt liegen Wiederfunde aus 28 verschiedenen Ländern vor. Die Studie wurde in der Zeitschrift „Sandgrouse“ der Ornithologischen Gesellschaft des Nahen Ostens (OSME) publiziert und kann hier heruntergeladen werden.

Reportage zum illegalen Vogelfang im Deutschlandfunk

Reportage zum illegalen Vogelfang im Deutschlandfunk

08.11.2021

Viele denken beim illegalen Vogelfang an den Mittelmeerraum, dabei wird schnell vergessen, dass auch in Deutschland der Fang von Singvögeln noch immer weit verbreitet ist. Besonders die Finken, darunter Stieglitze, Buchfinken, Gimpel, Grünfinken, Zeisige und Girlitze stehen im Fokus der Vogelfänger. Komiteesprecher Axel Hirschfeld erläutert im Deutschlandfunk Motive und Hintergründe der Täter und erzählt von unserer Arbeit. Auch Experten vom Bundesamt für Naturschutz, der Stadt Köln und dem Museum Koenig kommen zu Wort und beleuchten verschiedene Aspekte des Themas. 

Hier lässt sich die Reportage beim Deutschlandfunk nachlesen und reinhören 

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Erst Ihre Unterstützung gibt uns die Möglichkeit, europaweit Vogelschutzcamps zu organisieren und mit Kampagnen und Projekten für einen besseren Schutz unserer Zugvögel zu kämpfen. Wir finanzieren unsere Aktionen ausschließlich über private Spenden, Zuwendungen von Stiftungen oder anderen Organisationen und durch Testamente für die Vogelwelt. Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist behördlich als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt - Spenden sind steuerlich absetzbar.


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