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Libanon – neues Komitee-Video zeigt die Nachtjagd auf Zugvögel (08.11.2019)

Während unseres Vogelschutzcamps im Libanon haben Komitee-Mitarbeiter das Ausmaß der illegalen Nachtjagd auf Zugvögel dokumentiert. Bei Danniyeh wurden dutzende Jäger beobachtet, die mit Hilfe elektronischer Lockgeräte und starker Suchscheinwerfer Jagd auf geschützte Eulen, Ziegenmelker, Wachtelkönige und viele weitere Zugvogelarten gemacht haben. Unser neues Komitee-Video zeigt erstmals dieses schockierende Filmmaterial. Wir hoffen, mit der Veröffentlichung ein größeres Augenmerk der Öffentlichkeit wie auch der Behörden für diese kaum beachtete Form der Umweltkriminalität zu richten. Gerade jetzt, wo täglich Menschen im Libanon gegen Korruption und für mehr Demokratie auf die Straße gehen, werden auch Umweltthemen mehr wahrgenommen.

Das Video finden Sie hier auf Youtube »»


Malta: 38 illegale Schlagnetze für Finken entdeckt
Neues Komitee-Video zeigt flüchtende Wilderer (30.10.2019)

In den letzten 10 Tagen haben die auf Malta eingesetzten Teams des Komitees gegen den Vogelmord ganze Arbeit geleistet. An 18 von insgesamt 38 entdeckten Anlagen für den illegalen Fang geschützter Finken gab es bereits Polizei-Einsätze. Hier wurden fünf Vogelfänger auf frischer Tat erwischt, 15 Schlagnetze und rund 50 lebende Lockvögel konnten sichergestellt werden. 13 Wilderern gelang die Flucht, sie wurden aber von uns gefilmt - das Videomaterial reicht vermutlich aus, um auch diese Täter zu identifizieren und vor Gericht zu bringen. 20 weitere aktive Fangstellen wurden an die Behörden gemeldet. Finken wie Stieglitze, Hänflinge und Kernbeißer sind beliebte Käfigvögel auf Malta, unter "Kennern" erzielen die wildgefangenen Tiere Höchstpreise. Unser aktuelles Video zeigt Teile des Beweismaterials - zu sehen sind neben fliehenden und maskierten Vogelfängern auch ein Wilderer, der seine Lockvögel mit runtergelassener Hose einsammelt!

Unsere aktuelle Pressemeldung und das neue Video finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp in Italien:
40 Wilderer in den ersten drei Wochen überführt (21.10.2019)

Im norditalienischen Brescia konnte die Polizei aufgrund unserer Hinweise in den ersten drei Wochen unseres insgesamt vierwöchigen Vogelschutzcamps 40 Wilderer überführen. 31 Personen wurden wegen der Verwendung von Fallen oder Netzen angezeigt, 9 hatten während der Jagd geschützte Vögel geschossen Bislang wurden 32 Netze, 217 Schlagfallen und 204 Bogenfallen sowie 37 lebende Lockvögel und rund 1.200 tiefgefrorene Singvögel sichergestellt.

Unser Einsatz in den Bergen Brescias läuft noch bis Anfang November.


Erfolg vor Gericht: Kein Vogelfang in Italien! (11.10.2019)

Das Verwaltungsgericht in Mailand hat gestern am späten Nachmittag die geplante Vogelfanggenehmigung in der Lombardei gekippt. Die Regierung dort hatte den Fang von insgesamt 12.700 Amseln, Sing-, Rot- und Wacholderdrosseln mit Netzen erlaubt. Die Tiere sollten als lebende Lockvögel bei der Singvogeljagd eingesetzt werden. Nachdem die EU-Kommission Italien erst vor wenigen Tagen eindringlich davor gewarnt hat, den Fang zu erlauben, hat das Gericht gestern das Gesetz wegen Inkompatibilität mit der EU-Vogelschutzrichtlinie endgültig verworfen. Der große Erfolg war nur durch eine Klage des Komitees gegen den Vogelmord und seines italienischen Partners LAC möglich. Ein guter Tag für die Vögel!


Libanon: Umweltminister und europäische Botschafter besuchen Komitee-Vogelschutzcamp (08.10.2019)

Heute haben der Libanesische Umweltminister Fadi Jreissati, die Botschafter von Polen, Dänemark, Österreich und Deutschland ebenso wie der Leiter des EU-Büros für Wirtschaft und Entwicklung sowie weitere Diplomaten in Eghbe - einem der Brennpunkte der Wilderei östlich von Beirut - das Komitee-Vogelschutzcamp besucht. In den letzten 20 Tagen konnten wir zusammen mit der Polizei 38 Fangnetze und 16 elektronische Lockvögel sicherstellen, 19 Wilderer wurden überführt. Unabhängig von diesen ersten Erfolgen haben das Komitee und seine lokalen Partner SPNL, MESHC und ABCL die Gelegenheit genutzt, um mehr Engagement der Behörden in den anderen Brennpunkten der Wilderei wie etwa in den Regionen Akkar und Dennieh zu fordern.

Unsere aktuelle Pressemeldung - in englischer und arabischer Sprache - finden Sie hier »»


Neues Komitee-Video über den Lerchenfang in Frankreich (13.09.2019)

Die Jagd auf Feldlerchen und Turteltauben ist in vollem Gange. Trotz europaweit zurückgehender Bestände haben Frankreich, Spanien und Italien in diesem Monat wieder Millionen Feldlerchen und Turteltauben für die Jagd freigegeben. Das Komitee gegen den Vogelmord hat deswegen heute eine umfangreiche Umweltbeschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Der Abschuss dieser Arten auf dem Zug ist nicht nachhaltig und beschleunigt den Rückgang der Brutvögel in Deutschland und anderswo. An der französischen Atlantikküste dürfen Feldlerchen zusätzlich noch mit riesigen Schlagnetzen gefangen werden. Ein vom Komitee heute veröffentlichtes Video zeigt erstmals, wie Feldlerchen von französischen Jägern gefangen und anschließend getötet werden.

Das neue Video finden Sie hier »»


Malta: Schüsse auf Komitee-Mitglieder
Komitee setzt 2.500 € Belohnung für Hinweise aus (10.09.2019)

Gestern wurden gleich zwei Komitee-Teams auf Malta unter Beschuss genommen. Der erste Zwischenfall ereignete sich bei Bingemma, wo die Vogelschützer in einen Schrothagel gerieten, als sie eine verdächtige Person beobachteten. Ein anderes Team stellte bei der Rückkehr zu ihrem Fahrzeug, das sie auf der Hauptstraße im Girgenti-Tal geparkt hatten, fest, dass dieses in ihrer Abwesenheit mit einer Schrotladung völlig zerschossen wurde. An genau dieser Stelle gab es drei Tage zuvor einen Polizei-Einsatz, nachdem wir den Abschuss eines Bienenfressers an die Behörden gemeldet hatten. Es wurde niemand verletzt, die Polizei ermittelt. Das Komitee gegen den Vogelmord hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 2.500 € ausgesetzt.

Unsere aktuelle Pressemeldung zu dem Fall finden Sie hier »»


Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern hat begonnen (27.08.2019)

Auf Zypern hat die Vogelfang-Saison begonnen. Ab jetzt stellen die Wilderer wieder Leimruten und Netze auf, um Grasmücken, Nachtigallen, Schnäpper und andere Singvögel zu fangen. Die Tiere landen als traditionelle Speise auf den Tellern fragwürdiger Gourmets. Pünktlich zum Start der Saison hat das Komitee gegen den Vogelmord sein Vogelschutzcamp auf Zypern begonnen, in den letzten Tagen haben wir bereits 33 Leimruten eingesammelt. Wir werden bis zum Ende der Zugzeit im November auf der Insel sein!

Mehr über unsere Einsätze auf der Mittelmeerinsel lesen Sie hier »»


Finkenschmuggel zwischen Malta und Italien
National Geographic berichtet über Komitee-Aktionen (15.05.2019)

Mit Finken wie Erlenzeisigen, Gimpeln und Stieglitzen lässt sich viel Geld verdienen. Statt die beliebten Käfigvögel zu züchten, fangen Wilderer die Tiere illegal mit Fallen und Netzen in der freien Natur und haben Netzwerke aufgebaut, mit denen sie den Tiermarkt über die Grenzen hinweg in Italien und Malta bedienen. National Geographic berichtet aktuell über das Problem, die Tricks der Schmuggler und wie das Komitee gegen den Vogelmord und seine Partner dagegen vorgehen.

Den spannenden und ausführlichen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier »»


Hamburg: Polizei befreit Vögel aus illegalen Fallen - Jäger unter Verdacht (02.05.2019)

In einer Großaktion haben Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord zusammen mit der Polizei und Beamten des Veterinäramtes eine Vogelfanganlage für Raben- und Greifvögel in Hamburg-Bergedorf stillgelegt. Zwei aktive Fallen wurden sichergestellt und 5 Lockvögel (4 Elstern und eine Rabenkrähe) sofort befreit. Eine weitere Rabenkrähe, die als Lockvogel in einer der Fallen saß, war nicht flugfähig und musste zum Tierarzt gebracht werden. Bei einer gründlichen Durchsuchung des Geländes wurden in einem Reisighaufen 5 tote Krähen, 2 Elstern und die Überreste eines Mäusebussards gefunden. Auf dem kaum 5000 Quadratmeter großen Grundstück stehen neben einem Hochsitz und einer Niederwildfütterung auch ein halbes Dutzend vermutlich legaler Säugetierfallen. Die Polizei hat den Eigentümer der Fläche bereits ausfindig gemacht, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall lesen Sie hier »»


Gefährliches Engagement: Bericht über Gewalt gegen Komitee-Mitglieder auf Zypern (02.04.2019)

Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord setzen bei unseren Vogelschutzcamps nicht selten ihre Gesundheit aufs Spiel. Besonders auf Zypern sind wir dabei immer wieder die Zielscheibe krimineller Wilderer. Im besten Falle werden wir nur beschimpft und bedroht oder unsere Fahrzeuge beschädigt, im schlimmsten Falle landen die Teilnehmer im Krankenhaus (siehe Fotos von den Einsätzen auf Zypern). Die Polizei wird unterdessen mehr und mehr aus der Wildereibekämpfung abgezogen, immer weniger Täter landen vor Gericht, Politiker unterstützen unverhohlen die anachronistischen und EU-weit verbotenen Vogelfangpraktiken.

Die Internetplattform in-cyprus hat jetzt einen lesenswerten Artikel über die Gewalt gegen unsere Mitglieder veröffentlicht »»