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Malta: Erstes Vogelschutzcamp des 2.Halbjahres startet (11.08.2018)

Mit dem einsetzenden Vogelzug starten auch die Komitee-Aktionen im Mittelmerraum: Auf Malta hat nun das erste Vogelschutzcamp des 2. Halbjahres begonnen. Unser Schwerounkt im August liegt auf der Arbeit gegen den illegalen Fang von Watvögeln mit riesigen Schlagnetzen. Allerdings gibt es auch erste Abschüsse geschützter Vogelarten: Am 10. August wurden 3 Weißstörche abgeschossen, der Rest des ehemals 18 Tiere zählenden Storchenschwarms wird jetzt von unseren Mitgliedern und der Polizei rund um die Uhr bewacht!

Mehr zu unseren Aktionen und Kampagnen auf Malta lesen Sie hier »»


Wachtberg (NRW): Blasrohr-Attacke auf Singvögel (03.08.2018)

Brutale Tierquälerei in Wachtberg (NRW): In Villiprott schießt ein Unbekannter mit einem Blasrohr auf Vögel. Eine Singdrossel, der ein 8 cm langer Stahlpfeil im Hals steckt, wird seit Tagen in dem Dorf südlich von Bonn beobachtet. Das Komitee gegen den Vogelmord hat einen Experten für Vogelrettung hinzugezogen, dem es trotz ganztägigem Einsatz gestern nicht gelang, das verletzte Tier zu fangen. Wir haben Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und bitten die Bürger in Villiprott, auf etwaige andere verletzte Tiere zu achten. Hinweise sammeln die Polizei, das Ordnungsamt der Gemeinde Wachtberg und wir. Fälle wie dieser nehmen in Deutschland zu, zuletzt wurde in Augsburg und Köln mit Blasrohren auf Vögel geschossen.

Foto © Reinhard Vohwinkel


Kein Sommerloch bei der illegalen Greifvogelverfolgung
Vergifteter Uhu in Soest, Habichtfang im Bugenlandkreis (17.7.2018)

Leider sind seit Monatsbeginn wieder zahlreiche Fälle von gezielten Nachstellungen bekannt geworden. Jüngstes Opfer ist ein Uhu aus dem Kreis Soest (NRW), in dessen Mageninhalt Carbofuran nachgewiesen wurde. Starker Vergiftungsverdacht besteht außerdem bei einem Habicht, der im Juni im Wiesbadener Stadtwald (Hessen) direkt neben einer toten Ködertaube gefunden wurde. Die Polizei hat in beiden Fällen Strafverfahren eingeleitet. Im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) ermitteln die Behörden gegen die Verantwortlichen einer Geflügelhaltung, in der ein Habicht mit einem Tellereisen gefangen wurde.

Alle aktuell bekannten Fälle illegaler Greifvogelverfolgung finden Sie in unserer Übersicht »»


Ein guter Tag für unsere Zugvögel:
EU-Gerichtshof verurteilt Malta wegen Vogelfang (21.06.2018)

Der Europäische Gerichtshof hat heute Malta wegen der Genehmigung des Vogelfangs verurteilt. Über Jahre hinweg hat die maltesische Regierung in jedem Herbst den Fang von 7 Finkenarten - darunter Stieglitze, Kernbeißer und Buchfinken - entgegen geltendem EU-Recht mit Netzen erlaubt. Die Vögel landeten zu zehntausenden in Käfigen auf dem Heimtiermarkt. Die von Malta vor Gericht vorgebrachten Argumente für den Vogelfang wurden von den Richtern samt und sonders verworfen. Malta hat nun keine andere Möglichkeit, als den Vogelfang endgültig zu verbieten! Das Komitee gegen den Vogelmord hat zusammen mit seinem Partner BirdLife Malta der EU viele entscheidende Fakten geliefert, die zu dem heutigen Urteil beigetragen haben.

Das komplette Urteil finden Sie hier »»


Protestaktion: Nein zur Massenaussetzung von Jagdfasanen
Schreiben Sie an NRW-Ministerpräsident Laschet! (08.06.2018)

Hat das noch was mit Jagd zu tun? Die neue nordrhein-westfälische Landesregierung will Jägern wieder erlauben, handzahme Fasane und Enten aus Zuchtbetrieben in ihren Revieren auszusetzen und anschließend abzuschießen. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Gesetzesentwurf zum Landesjagdgesetz hervor, den CDU und FDP vor kurzem vorgelegt haben. Langwierig zwischen Jägern und Naturschützern ausgehandelte Verbesserungen - erst 2016 in Kraft getreten und seinerzeit als bundesweit vorbildlich gesehen - sollen wieder zurückgenommen werden!

Mehr Infos zu dem Skandal und die Emailadresse von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet finden Sie hier »»


Frühlingsaktionen 2018 abgeschlossen
Erfolge in Italien, auf Malta, Zypern und im Libanon (28.5.2018)

Von Anfang März bis Ende Mai 2018 haben 10 Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord im Mittelmeerraum stattgefunden. Insgesamt haben wir dabei in Italien, auf Malta, Zypern und im Libanon 305 Leimruten, 80 Schlagfallen, 37 Netze und 13 Käfigfallen gefunden, 31 Wilderer wurden überführt und vor Gericht gestellt, 5 Flinten und 400 Schuss Munition wurden beschlagnahmt. Mehr als 300 Vögel konnten freigelassen werden.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse unserer Aktionen im Frühling 2018 finden Sie hier »»


Große Aktion gegen Wilderei in Kalabrien
7 Wilderer und Tierhändler festgenommen (26.5.2018)

In Kalabrien - der "Stiefelspitze" Italiens - hat die Staatsanwaltschaft von Reggio Calabria Haftbefehle gegen 7 Männer im Alter zwischen 27 und 70 Jahren erlassen. Der Bande wird zur Last gelegt, mindestens 13.000 Singvögel gefangen und geschmuggelt und damit einen Umsatz von rund einer Million Euro erzielt zu haben. Lebende Vögel - Finken wie Kernbeißer und Stieglitze - wurden vor allem nach Malta geschafft, um dort den Schwarzmarkt zu bedienen. Tote Vögel gingen an Restaurants in Norditalien. Den entscheidenden Tipp erhielten die Behörden vom Komitee gegen den Vogelmord im Jahr 2016. Carabinieri und Staatsanwaltschaft haben in den letzten 2 Jahren eine tolle Arbeit gemacht!

Mehr zum Einsatzgebiet in Süditalien lesen Sie hier »»


Nordrhein-Westfalen: Greifvögel vergiftet (22.05.2018)

Im Kreis Borken (NRW) haben Unbekannte erneut zwei Greifvögel mit Giftködern gezielt getötet. In einen Mäusebussard und einem Rotmilan wurden hohe Dosen des als "Schwiegermuttergift" bekannten E605 nachgewiesen. Die beiden streng geschützten Tiere wurden Anfang April tot auf einem Acker an der Schöppinger Landstraße bei Ahaus von Spaziergängern gefunden, das Ergebnis der toxikologischen Analyse liegt nun vor. Der Kreis Borken gehört zu den Schwerpunkten der illegalen Greifvogelverfolgung in Deutschland - alleine aus der Zeit seit 2005 sind mehr als 40 Fälle bekannt!

Einen Überblick über die aktuellen Fälle illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp auf Zypern abgeschlossen
Rückgang der Wilderei: Nur 305 Leimruten gefunden! (20.05.2018)

Mit dem Ende des Vogelzugs ist jetzt auch unser Vogelschutzcamp auf Zypern nach 8 Wochen abgeschlossen. Seit Mitte März waren Komitee-Teams auf der Mittelmeerinsel im Einsatz und haben insgesamt 305 Leimruten und 9 Netze gefunden - so wenige wie noch nie! Zum Vergleich: Im letzten Jahr haben wir im gleichen Zeitraum noch 1.834 Leimruten und 19 Netze gefunden. Zwei Wilderer wurden überführt, sie müssen 8.540 € bzw. 8.400 € Strafe zahlen. Die Kombination aus unserer hartnäckigen Arbeit und den hohen Strafen hat den Vogelfang im Frühling erheblich zurück gedrängt. Doch die Wildererlobby schläft nicht: Schon werden Gesetzesinitiativen zu einer Reduzierung der Strafen und für eine offizielle Jagdzeit auf Mönchsgrasmücken diskutiert!

Mehr über Die Einsätze auf Zypern lesen Sie hier »»


EU erlaubt Abschuss von 53 Millionen Wildvögeln
Neue Komitee-Studie zu Jagdstrecken in Europa veröffentlicht (23.04.2018)

In der Europäischen Union werden jedes Jahr mehr als 53 Millionen Wildvögel von Jägern legal abgeschossen, darunter auch zahlreiche Arten, die in Deutschland stark gefährdet sind. Das ist das Ergebnis einer Studie des Komitees, in deren Rahmen offizielle Jagstatistiken aus insgesamt 24 EU-Staaten sowie der Schweiz und Norwegen ausgewertet wurden. Im Einzelnen listet die Studie jährliche Abschüsse von zum Beispiel 4.995.083 Singdrosseln, 1.455.208 Turteltauben, 898.958 Feldlerchen 107.802 Kiebitzen auf. Die Ergebnisse sind ein weiterer Beleg dafür, dass die Jagd auf bestimmte Arten die Schutzbemühungen in anderen Ländern gefährdet oder sogar komplett zunichtemacht

Unsere Prerssemeldung dazu finden Sie hier »»
Eine Zusammenfassung der Studie lesen Sie hier


Tätigkeitsbericht 2017 jetzt online (22.12.2017)

Das zurückliegende Jahr 2017 war eines der arbeitsintensivsten und erfolgreichsten in der Geschichte des Komitees gegen den Vogelmord. Mit 25 Vogelschutzcamps in 9 Ländern hatten wir so viele Einsätze wie noch nie. Wir haben dabei rund 8.000 Fallen und Netze eingesammelt und der Polizei dabei geholfen, weit über 100 Wilderern das Handwerk zu legen. Das Highlight des Jahres war unser erster Einsatz im Libanon. Wie immer resümieren wir am Ende des Jahres mit unserem Tätigkeitsbericht - eine schöne Gelegenheit, noch einmal nachzulesen, was alles passiert ist.

Jetzt ist unser Bericht 2017 online - schauen Sie mal rein!