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Unser Tagebuch von den Herbst-Einsätzen

Von Mitte August bis Dezember 2018 finden in Italien, Frankreich, Spanien, Serbien, auf Malta und Zypern sowie im Libanon wieder die Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord statt. Bei den insgesamt 13 Aktionen nehmen rund 150 ehrenamtliche Helfer aus ganz Europa teil. In unserem Camp-Tagebuch berichten wir wieder regelmäßig über die Einsätze, die wir gemeinsam mit unseren Partnerverbänden vor Ort und in Absprache mit den zuständigen Behörden durchführen.

Wenn Sie nachlesen wollen, was wann wo passiert ist - hier geht´s zum Tagebuch »»


Komitee-Vogelschutzcamp in Spanien erfolgreich abgeschlossen
6 Wilderer überführt, 400 Leimruten und 8 Netze sichergestellt (02.11.2018)

Bei unserem 10tägigen Einsatz im Osten Spaniens konnten wir dem illegalen Vogelfang eine empfindlichen Schlag versetzen. Rund um Valencia wurden 6 Wilderer aufgrund unserer Hinweise von der Polizei überführt. Insgesamt konnten 4 riesige Schlagnetze, 8 Stellnetze, etwa 400 Leimruten und eine Handvoll kleiner Lebendfallen zum Drosselfang sichergestellt werden. Die Vögel werden überwiegend für den Kochtopf gefangen, zwei der Vogelfänger hatten es aber auch lebende Finken abgesehen, die als "Haustiere" auf dem Schwarzmarkt verkauft werden sollten.

Mehr zu unseren Aktionen in Spanien erfahren Sie hier »»


46 Wilder überführt - 780 Fallen und Netze eingesammelt
Komitee-Aktion im norditalienischen Brescia beendet (29.10.2018)

46 überführte Wilderer, 392 Bogenfallen, 109 Netze, 279 Schlagfallen und 11 beschlagnahmte Flinten - das ist das Ergebnis unseres Vogelschutzcamps in Brescia (Italien). Vom 29. September bis zum 28. Oktober waren insgesamt 52 Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord aus Italien, Spanien, Deutschland, Großbritannien und den USA in der norditalienischen Provinz im Einsatz. Sie haben dabei 48 aktive Fangstellen gefunden und an die Polizei gemeldet. Mit dem Ende des Vogelzugs und dem nahenden Winter endet die Fangsaison, die verbliebenen Vogelfänger holen nun ihre Fallen und Netze ein. Ein großes Dankeschön an die Teilnehmer des Einsatzes, die Polizei und natürlich allen Unterstützern des Komitees gegen den Vogelmord!

Mehr über unser Vogelschutzcamp in Norditalien lesen Sie hier »»


Italien: Säckeweise Rotkehlchen für den Kochtopf
Polizei beschlagnahmt über 1.000 gerupfte Rotkehlchen (18.10.2018)

Bei einem Vogelfänger in Brescia (Norditalien) haben die Carabinieri über 1.000 größtenteils gerupfte Rotkehlchen gefunden. Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord hatten die Beamten auf die Fährte des Wilderers geführt, als sie eine Fangstelle mit illegalen Netzen gefunden und gemeldet hatten. Nachdem die Polizei den Täter dort inflagranti überführen konnten, brachte einen Hausdurchsuchung den grausigen Fund zutage. Die geschützten Vögel sind begehrte Delikatessen und waren für Restaurants bestimmt, wo sie an Ruhetagen oder in Hinterzimmern persönlich bekannten Gästen serviert werden. Fang und Verkauf von Singvögeln ist in Italien seit Langem verboten, vor allem für Restaurants sind hohe Strafen vorgesehen. Weil die Vögel aber auf keiner Speisekarte stehen, werden nur sehr selten Gaststättenbesitzer erwischt.


Das traurige Schicksal der Schwalben
Neues Komitee-Video zur Schwalbenjagd im Libanon (03.10.2018)

Das Schießen von durchziehenden Schwalben, Seglern und Bienenfressern ist im Mittleren Osten ein weit verbreiteter Volkssport, dem jedes Jahr Millionen Vögel zum Opfer fallen.
Unser aktuelles Video zeigt das schreckliche Ausmaß dieses Massakers, bewegend kommentiert von unserem Teammitglied Geraldine Attard aus Frankreich.

Das schockierende Video finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp in Brescia/Italien startet (29.09.2018)

Heute startet unser großes Vogelschutzcamp in Brescia (Norditalien). Mit etwa 45 Teilnehmern ist der vierwöchige Einsatz in den Bergen zwischen Gardasee und Iseosee die größte Aktion des Komitees gegen den Vogelmord in diesem Jahr. Unser Schwerpunkt liegt auf der Arbeit gegen den Fang von Singvögeln mit Fallen und Fangnetzen, aber auch auf der Bekämpfung der illegalen Zugvogeljagd mit der Flinte. Bis heute werden hunderttausende geschützte Tiere - insbesondere Rotkehlchen - in der italienischen Alpenprovinz gefangen und geschossen.

Mehr zu unserem Einsatz in Norditalien lesen Sie hier »»


Aktion gegen den Singvogelfang in Baalbek/Libanon (21.09.2018)

Im Norden der Bekaa-Ebene - unmittelbar an der Grenze zu Syrien - liegt einer der Schwerpunkte des Vogelfangs im "Zedernstaat". Das Komitee gegen den Vogelmord ist hier das erste mal aktiv gewesen und konnte gleich einen Schlag gegen den Vogelfang verzeichnen: Am Stadtrand von Baalbek konnten sie zusammen mit der Polizei einen Vogelfänger mit 17 Fangnetzen (Gesamtlänge 2300 Meter!) erwischen. Mehrere Maskenwürger und ein Kurzfangsperber konnten befreit werden.

Hier ist unser Video zu dem Fall »»


Zypern: Vogelschutzcamp hat begonnen (01.09.2018)

Auf der Mittelmeerinsel Zypern hat unser diesjähriges Herbstcamp begonnen – mit 10 Wochen der längste Einsatz des Jahres. In den ersten Tagen konnten die Teams des Komitees gegen den Vogelmord im Südosten der Insel und in den britischen Militärgebieten bereits über 160 Leimruten und zwei Netze abbauen, zwei Wilderer wurden von Polizei und Jagdaufsicht überführt. Während sich die Kooperation mit der britischen Polizei zunehmend verbessert, wird die Unterstützung durch die zypriotische Polizei immer komplizierter. Obwohl der Vogelfang weiter dramatische Ausmaße hat, stehen immer weniger Beamte zur Verfügung. Gleichzeitig lässt die Regierung in Nikosia immer weniger politischen Willen erkennen, gegen die Wilderer – und damit die Wähler – vorzugehen.

Wie immer lesen Sie in unserem Online-Tagebuch, was während der Einsätze passiert.


Kein Sommerloch bei der illegalen Greifvogelverfolgung
Vergifteter Uhu in Soest, Habichtfang im Bugenlandkreis (17.7.2018)

Leider sind seit Monatsbeginn wieder zahlreiche Fälle von gezielten Nachstellungen bekannt geworden. Jüngstes Opfer ist ein Uhu aus dem Kreis Soest (NRW), in dessen Mageninhalt Carbofuran nachgewiesen wurde. Starker Vergiftungsverdacht besteht außerdem bei einem Habicht, der im Juni im Wiesbadener Stadtwald (Hessen) direkt neben einer toten Ködertaube gefunden wurde. Die Polizei hat in beiden Fällen Strafverfahren eingeleitet. Im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) ermitteln die Behörden gegen die Verantwortlichen einer Geflügelhaltung, in der ein Habicht mit einem Tellereisen gefangen wurde.

Alle aktuell bekannten Fälle illegaler Greifvogelverfolgung finden Sie in unserer Übersicht »»


Ein guter Tag für unsere Zugvögel:
EU-Gerichtshof verurteilt Malta wegen Vogelfang (21.06.2018)

Der Europäische Gerichtshof hat heute Malta wegen der Genehmigung des Vogelfangs verurteilt. Über Jahre hinweg hat die maltesische Regierung in jedem Herbst den Fang von 7 Finkenarten - darunter Stieglitze, Kernbeißer und Buchfinken - entgegen geltendem EU-Recht mit Netzen erlaubt. Die Vögel landeten zu zehntausenden in Käfigen auf dem Heimtiermarkt. Die von Malta vor Gericht vorgebrachten Argumente für den Vogelfang wurden von den Richtern samt und sonders verworfen. Malta hat nun keine andere Möglichkeit, als den Vogelfang endgültig zu verbieten! Das Komitee gegen den Vogelmord hat zusammen mit seinem Partner BirdLife Malta der EU viele entscheidende Fakten geliefert, die zu dem heutigen Urteil beigetragen haben.

Das komplette Urteil finden Sie hier »»


EU erlaubt Abschuss von 53 Millionen Wildvögeln
Neue Komitee-Studie zu Jagdstrecken in Europa veröffentlicht (23.04.2018)

In der Europäischen Union werden jedes Jahr mehr als 53 Millionen Wildvögel von Jägern legal abgeschossen, darunter auch zahlreiche Arten, die in Deutschland stark gefährdet sind. Das ist das Ergebnis einer Studie des Komitees, in deren Rahmen offizielle Jagstatistiken aus insgesamt 24 EU-Staaten sowie der Schweiz und Norwegen ausgewertet wurden. Im Einzelnen listet die Studie jährliche Abschüsse von zum Beispiel 4.995.083 Singdrosseln, 1.455.208 Turteltauben, 898.958 Feldlerchen 107.802 Kiebitzen auf. Die Ergebnisse sind ein weiterer Beleg dafür, dass die Jagd auf bestimmte Arten die Schutzbemühungen in anderen Ländern gefährdet oder sogar komplett zunichtemacht

Unsere Prerssemeldung dazu finden Sie hier »»
Eine Zusammenfassung der Studie lesen Sie hier