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Frühlings-Vogelschutzcamps 2015 abgeschlossen
Zusammenfassung der Einsätze jetzt online (18.05.2015)

Vom 6. März bis zum 17. Mai 2015 haben insgesamt 10 Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord bzw. von uns finanziell unterstützte Aktionen unserer Partnerverbände im Mittelmeerraum stattgefunden. Es waren unsere bislang erfolgreichsten Aktionen seit Bestehen des Komitees im Jahr 1975 – noch nie war die Situation so ruhig wie im Frühling 2015, niemals zuvor hatten wir so wenige Fälle von Wilderei. Insgesamt konnten rund 1.800 Vogelfallen und 65 Fangnetze beschlagnahmt werden, 58 Wilderer wurden überführt.

Eine Zusammenfassung aller Aktionen mit den genauen Ergebnissen finden Sie hier »»


Italien: Komitee-Einsatz auf Ischia beendet (11.05.2015)

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Ischia ist unser Vogelschutzcamp gestern zuende gegangen. Zusammen mit unseren italienischen Kollegen vom WWF und der ENPA haben wir insgesamt 8 aktive Fangstellen für Braunkehlchen, Nachtigallen und andere Spätzieher gefunden. Zwei Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise von den Carabinieri überführt, 122 Schlagfallen konnten sichergestelt werden. In den 1990er Jahren haben wir auf der kleinen Insel noch bis zu 1.200 Fallen im Jahr abgebaut - auch hier macht sich also unsere Arbeit deutlich bemerkbar. "La Repubblica", die größte italienische Tageszeitung, berichtet aktuell über das Komitee-Vogelschutzcamp:

La Repubblica: "Bracconaggio a Ischia, maxi sequestro di trappole"


Komitee-Vogelschutzcamp auf Malta abgeschlossen
Erfolgreichster Frühlingseinsatz auf der Insel seit 2001 (04.05.2015)

Gestern ist das große Komitee-Vogelschutzcamp auf Malta zuende gegangen. Zwei Wochen lang waren insgesamt 28 Komitee-Mitglieder aus Groß-Britannien, Frankreich, Malta und Deutschland im Einsatz. So wenige Jagdverstöße wie in diesem April haben wir noch nie beobachtet, auf Malta findet ein deutlicher Wandel statt. Vor allem nachdem die Frühlingsjagd wegen mehrerer von uns dokumentierten Abschüsse von Kuckucken und Turmfalken am 27.4. vorzeitig beendet wurde, konnten die Zugvögel fast ungestört die Insel überqueren. Die Aktion war ein voller Erfolg. Danke an alle Teilnehmer, Helfer und Spender!

Mehr Infos zu unseren Aktionen auf Malta finden Sie hier »»


Nach Turmfalken- und Kuckuckabschüssen:
Maltesische Regierung beendet Jagdsaison vorzeitig (28.04.2015)

Auf Malta ist uns ein großer Erfolg gelungen: Die Frühlingsjagd auf Turteltauben und Wachteln, die vor zwei Wochen entgegen EU-Recht eröffnet wurde, ist gestern vorzeitig beendet worden. Das Komitee gegen den Vogelmord hat in den letzten Tagen mehrere geschossene Kuckucke (Foto) gefunden und damit den Druck auf die maltesische Regierung erhöht. Ein am gestrigen Montag zur großen Pause auf einem Schulhof gelandeter angeschossener Turmfalke brachte dann das Fass zum überlaufen: Maltas Premierminister Muscat hat die Jagdsaison umgehend für beendet erklärt. Am heutigen Dienstagmorgen schwiegen überall auf der Insel die Waffen - Bienenfresser, Rötelfalken und Rohrweihen konnten ungestört weiterziehen!

Einen aktuellen Artikel in der "Times of Malta" zum Thema finden Sie hier »»


Zypern: 10. Wilderer des Vogelschutzamps überführt
879 Leimruten und 19 Netze in 3 Wochen sichergestellt (27.04.2015)

Unser Vogelschutzcamp auf Zypern geht in die vierte Woche - heute wurde der 10. Wilderer des diesjährigen Frühlingseinsatzes überführt. Der Mann hatte bei Paralimni in seinem Garten 19 Leimruten ausgelegt, weitere 142 der Fallen und 18 tiefgefrorene Mönchsgrasmücken wurden bei einer Hausdurchsuchung gefunden. In den ersten drei Wochen des Einsatzes sind damit insgesamt 879 Leimruten, 19 Netze und 5 elektronische Lockanlagen beschlagnahmt worden. Der Rückgang der Wilderei gegenüber den Vorjahren ist bemerkenswert: Im Jahr 2014 hatten wir während des Frühlingscamps noch fast 2.700 Leimruten gefunden, 2013 waren es sogar über 3.200! Der stetige Druck durch unsere Aktionen macht sich deutlich bemerkbar.

Eine Statistik zu unseren Einsätzen von 2001 bis 2014 finden Sie hier »»


Malta: Komitee deckt neue Jagdvergehen auf (26.04.2015)

Am Samstag (25.04.2015) haben Komitee-Mitarbeiter während des Vogelschutzcamps auf Malta gleich drei Fälle von Wilderei aufgedeckt und dokumentiert: In der Nähe des Internationalen Flughafens wurden in einer Jagdverbotszone Schüsse auf einen Turmfalken abgegeben, im Jagdgebiet "Mizieb" haben die Vogelschützer einen geschossenen Kuckuck gefunden, ganz in der Nähe war ein Jäger außerhalb der Jagdzeit auf der Vogelpirsch. Videos und Fotos wurden der Umweltpolizei A.L.E. übergeben. Die maltesischen Tageszeitungen berichten über die Fälle.

Unsere englische Pressemeldung dazu finden Sie hier »»


Kalabrien + Ischia (Italien):
Startschuss für zwei Komitee-Einsätze (25.04.2015)

Heute haben zwei weitere Komitee-Einsätze in Italien begonnen: An der Straße von Messina ist heute das große Komitee-Vogelschutzcamp gestartet. Bis Mitte Mai werden unsere Teams in enger Kooperation mit der italienischen Forstpolizei den Greifvogeldurchzug kontrollieren und Einsätze gegen den illegalen Finkenfang mit Netzen durchführen. Auf der süditalienischen Ferieninsel Ischia sind seit heute zwei Wochen lang die Jagdaufseher von WWF und ENPA mit Finanzierung durch das Komitee im Einsatz. Hier geht es um illegale Schlagfallen zum Fang von Singvögeln und die illegale Frühlingsjagds auf Turteltauben und Wachteln.

Mehr zu unseren Aktionen in Süditalien lesen Sie hier »»


Italien: Weitere Komitee-Aktionen starten
Einsätze auf den Mittelmeerinseln Ponza und Ischia (13.04.2015)

In Italien starten heute zwei weitere Vogelschutzaktionen: Auf der kleinen Mittelmeerinsel Ponza (Region Lazien) sind von heute an unsere Partner von der Lega Abolizione Caccia (LAC) vier Wochen im Einsatz. Sie besetzen alle wichtigen Durchzuggebiete auf dem felsigen Eiland und verhindern so die traditionelle, aber längst verbotene Frühlingsjagd auf Zugvögel. Auf Ischia (Region Kampanien) gibt es einen Kurzeinsatz des Komitees - hier geht es um die Suche nach illegalen Schlagfallen. Unsere dauerhaft auf Ischia tätigen Partner von der ENPA haben am vergangenen Wochenende bereits 32 der illegalen Fallen entdeckt und abgebaut.

Mehr über unsere Einsätze in Süditalien lesen Sie hier »»


Malta: Volksamstimmung zur Frühlingsjagd:
Knappe Mehrheit für Jagdbefürworter - Jagd beginnt am 14.4. (13.4.2015)

Die Malteser haben am Samstag über die Zukunft der Frühlingsjagd abgestimmt und sich mit einer knappen Mehrheit für die Fortsetzung der "Tradition" ausgesprochen. 49,2 % der Wähler haben für die Abschaffung der Frühlingsjagd gestimmt, es fehlten nur 2.220 Stimmen für einen Sieg der Natur- und Tierschützer! Die Regierung hat angekündigt, die Jagd auf Turteltauben und Wachteln am m 14.4. zu eröffnen. Malta ist damit das einzige EU-Land, in dem Zugvögel auf dem Rückzug in ihre Brutgebiete geschossen werden dürfen! Wie immer werden aber vor allem Greifvögel, Störche und Schwalben die Leidtragenden sein, denn auf sie haben es viele der Jäger abgesehen.

Das Komitee gegen den Vogelmord wird davon unbeeindruckt an diesem Freitag mit seinem großen Vogelschutzcamp auf Malta beginnen.


Mettmann (NRW): Polizei lässt Singvogelfänger auffliegen
Illegale Fallen und lebende Lockvögel beschlagnahmt (09.04.2015)

In der Mettmanner Teichstraße hat ein Vogel-Wilderer wochenlang geschützten Singvögel mit verbotenen Käfigfallen nachgestellt. Der Mann zu diesem Zweck einen Teil des Balkons seiner Wohnung zu einer regelrechten Fanganlagen umgebaut. Nach einer Anzeige des Komitees, dessen Mitarbeiter das Treiben des Fängers mehrere Tage lang beobachteten, schritten heute Morgen die Behörden ein und durchsuchten die Wohnung und den Balkon des Verdächtigen. Dabei wurden mehrere Fallen sowie drei lebende Stieglitze entdeckt und sichergestellt.

Mehr lesen Sie in unsere aktuellen Pressemeldung »»


Schlag gegen die Wilderei in Süditalien (24.03.2015)

Unseren Kollegen von der ENPA ist auf der süditalienischen Insel Ischia ein Schlag gegen die Wilderei gelungen: Nach den Recherchen der Vogelschützer konnten die Carabinieri bei einem Jäger ein Dutzend lebende Lockvögel, etwa 40 tiefgefrorene Vögel und eine illegale Jagdwaffe samt Munition sicherstellen. Die lebenden Tiere wurden umgehend freigelassen. Es ist bereits der dritte Wilderer, der in den letzten Wochen auf der kelinen Mittelmeerinsel überführt wurde. Das Komitee unterstützt die Aktionen der ENPA auf Ischia finanziell.

Mehr zu unseren Vogelschutzeinsätzen in Süditalien erfahren Sie hier »»


Brescia-Frühlingseinsatz beendet
6 Wilderer überführt, 15 Netze und 190 Fallen sichergestellt (21.03.2015)

Schöner Erfolg unseres Einsatzes in Brescia/Norditalien: In den letzten Tagen konnte die Forstpolizei aufgrund unserer Hinweise sechs Wilderer überführen - 15 Netze, 190 Bogenfallen, eine Krähenfalle und 17 Drahtschlingen (zum Fang von Füchsen) wurden beschlagnahmt. Aus den Netzen wurden 8 Vögel befreit (darunter die Amsel auf dem Foto rechts), zudem konnten zwei Dutzend illegal gehaltene und etwa 80 tiegefrorene Singvögel sichergestellt werden. In Brescia führen wir üblicherweise unser großes Vogelschutzcamp im Herbst durch. Die Wilderer dort hatten mit einer Aktion im Frühling nicht gerechnet und waren richtiggehend überrumpelt.

Mehr zu unseren Einsätzen in Norditalien lesen Sie hier »»


Schleswig-Holstein: Wer zerstörte das Adlernest in Angeln?
3.000 Euro Belohnung ausgesetzt (10.03.2015)

Im Falle des gezielt gefällten Nestbaums des Seeadlerpaares in Angeln (Kreis Schleswig-Flensburg) hat das Komitee gegen den Vogelmord eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Überführung des Täters führen. Zeugen, die Angaben zum Tatverlauf oder zu verdächtigen Personen machen können, werden gebeten, sich direkt an die Polizei in Kappeln oder an das Büro des Komitees in Preetz zu wenden (Foto: Seeadler © Hans Glader).

Mehr zu dem Fall lesen Sie hier »»


Komitee deckt illegalen Handel mit Goldregenpeifern auf
10 Vogelhändler auf Malta verhaftet (03.03.2015)

Zehn Wilderer auf einen Streich! Auf Malta ist dem Komitee und Beamten der Umweltpolizei ein empfindlicher Schlag gegen den illegalen Handel mit seltenen Goldregenpfeifern und anderen Watvögeln gelungen. Zehn Männer, die an dem illegalen Verkauf der Vögel beteiligt waren, wurden in den letzten Tagen verhaftet und sollen in einem Eilverfahren noch in den nächsten Wochen angeklagt werden. Bei einer Reihe von Hausdurchsuchungen wurden mehrere Dutzend lebende Vögel beschlagnahmt. Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen durch eine Anzeige des Komitees, das die Aktivitäten der Männer auf einer Internet-Verkaufsbörse beobachtet und deren Daten an die Polizei übermittelt hatte. Den verhafteten Vogelhändlern und -fängern drohen hohe Geldstrafen und der Entzug der Fang- oder Jagdlizenz.(Foto: © Vijay Sonar Photography/Wikimedia)

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Hertingshausen (Hessen): Illegale Falle für Greifvögel entdeckt
Polizei beschlagnahmt Habichtfangkorb (11.02.2015)

Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord haben gestern in Hertingshausen (Wohratal/Hessen) eine verbotene Fangeinrichtung für den Fang streng geschützter Greifvögel entdeckt und die Polizei alarmiert. Bei der Falle handelt es sich um einen so genannten Habichtfangkorb, der fest auf dem Dach einer Scheune in der Hugenottenstraße montiert worden war. Um Habichte und andere Greifvögel anzulocken, hatte der noch unbekannte Täter zwei lebende Brieftauben als Köder in einen Käfig unter der Falle gesetzt.

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Leitfaden Greifvogelverfolgung
Komitee, NABU und NWO veröffentlichen Tipps für Naturfreunde und Behörden (15.11.2010)

Immer wieder werden in NRW Greifvögel geschossen, gefangen, vergiftet, ausgehorstet, Bruten gestört oder gar Brutplätze beseitigt - dabei sind Bussard, Milan, Habicht & Co. gesetzlich geschützt. Leider kommen viele Fälle gar nicht zur Anzeige, weil die Taten nicht als solche erkannt werden. Um Bürgern und Behörden eine Hilfe an die Hand zu geben, was im Falle illegaler Greifvogelverfolgung oder eines solchen Verdachtsfalles zu tun ist, haben das Komitee gegen den Vogelmord, die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) und der Naturschutzbund (NABU NRW) jetzt mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums gemeinsam einen Leitfaden mit ausführlichen Hintergrundinformationen veröffentlicht.

Die Broschüre kann jetzt bestellt oder direkt heruntergeladen werden.
Mehr dazu finden Sie hier »»