Komitee gegen den Vogelmord e.V. Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Committee Against Bird Slaughter (CABS)

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Großbritannien: Wilderei im Land des Vogelschutzes

Großbritannien wird vielfach als Geburtsort des Vogelschutzes angesehen. In kaum einem anderen Land gibt es so viele Naturfreunde. Das macht sich auch beim Komitee gegen den Vogelmord bemerkbar: Nach Deutschen und Italienern kommen die meisten unserer ehrenamtlichen Helfer aus England.   

Und dennoch haben die britischen Inseln zwei Wilderei-Probleme: Die illegale Greifvogelverfolgung einerseits und den Vogelfang in seinen Militärgebieten auf Zypern andererseits.

Rotmilan
 Matthias Overmann 
Rotmilan

Die illegale Greifvogelverfolgung ist in Großbritannien - nicht anders als in Deutschland - eng mit Niederwildjagd und Geflügelhaltung verbunden. Sie kommt in allen Landesteilen vor, hat ihren Schwerpunkt aber im Norden Englands und in Schottland. Betroffen sind vor allem Habichte, Kornweihen und Steinadler. Die meisten Täter sind im Umfeld der großen Niederwildjagden zu finden, für die in Großbritannien in jedem Jahr millionen Fasane, Rot- und Schneehühner ausgesetzt werden. Vor allem die Adelshäuser legen viel Wert auf große Strecken und beschäftigen Jagdaufseher mit der Bekämpfung von allem, was dem entgegensteht. Die Kornweihe ist auf diesem Weg in England fast ausgerottet worden. Die RSPB - Europas größter Naturschutzverband - hat eine eigene Abteilung für das Thema, sie dokumentiert ähnlich dem Komitee-Projekt EDGAR alle Fälle illegaler Greifvogelverfolgung im Land. In jedem Jahr werden zwischen 80 und 130 Fälle bekannt, mehrheitlich handelt es sich dabei um Abschüsse und Vergiftungen.