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Italien: Protestaktion gegen neues Jagdgesetz

Nein zur Verlängerung der Jagdzeiten in Italien!

Silvio Berlusconi Seit Silvio Berlusconi im Jahr 2008 erneut zum Ministerpräsidenten Italiens gewählt wurde, hat seine jagdfreundliche Regierung mehrfach zum Generalangriff auf das italienische Jagdgesetz geblasen. Drei Initiativen sind bislang gescheitert, weil die haarsträubenden Gesetzes-Vorschläge zu erheblichem Widerstand geführt hatten. Erst im Sommer 2009 konnten wir Senator Franco Orsi stoppen - er hatte unter anderem eine Ausweitung der Jagdzeiten, Jagd in Schutzgebieten, mehr zum Abschuss freigegebene Arten und den Jagdschein für 16jährige vorgeschlagen.

Nachdem der Berlusconi-Administration der "große Schlag" nicht gelingen wollte, ist man nun zur Salami-Taktik übergegangen. Im Dezember 2009 hat der Senator Giacomo Santini von Berlusconis Partei PDL einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der eine erhebliche Ausweitung der Jagdzeiten zum Inhalt hat.
Nach der derzeit gültigen Regelung ist die Jagd vom 3. Sonntag im September bis Ende Januar erlaubt. Italien hat damit eine der kürzesten Jagdzeiten in Europa! Der Santini-Entwurf sieht vor, die die Jagd auf Turteltauben und Wachteln bereits Anfang August zu genehmigen und den Abschuss von Amseln und anderen Singvögeln bis Ende Februar zu erlauben!

Die italienischen Natur- und Tierschutzverbände haben gegen die immer neuen Initiativen zur Aufweichung des Jagdrechts eine Allianz geschmiedet und rufen zu Protesten auf.

Machen Sie mit: 3 Minister - 3 Mails

Unsere aktuelle Protestaktion wendet sich an drei Minister der Berlusconi-Regierung. Sie haben Schlüsselpositionen inne und werden über den Erfolg oder Misserfolg der Jagdzeitenausweitung maßgeblich entscheiden.

Bitte senden Sie an alle drei Politiker Ihre Protestmail:

Mail an Andrea Ronchi, Minister für EU-Recht .... klicken Sie hier »»
Mail an Stefania Prestigiacomo, Umweltministerin .... klicken Sie hier »»
Mail an Gianni Letta, Stellvertretender Ministerpräsident .... klicken Sie hier »»

Update vom 8. Februar 2010:
Italiens Vizepräsident Letta reagiert auf Protestkampagne

Der stellvertretende Ministerpäsident Gianni Letta, einer der Empfänger unserer aktuellen Protestkampagne, hat sich beim Komitee gegen den Vogelmord gemeldet. Am 4. Februar - also nur einen Tag nach dem Start der Protestaktion - erhielten wir eine kurze und wenig diplomatische Email von Berlusconis Vize. In der elektronischen Depesche aus dem Regierungspalast ist nur zu lesen:

"BASTAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!! Basta, con queste innumerevoli mail!" - übersetzt: "SCHLUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUSS!!!!! Schluss mit diesen zahllosen Mails!"

Es sieht so aus, als würde sich in Rom jemand über die Post ärgern - unsere Kampagne zeigt erste Wirkung! Bis zum Mittag des 8. Februar waren über die Komitee-Seite mehr als 3.000 Mails nach Italien abgeschickt worden ....