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Vogelschutzcamp Brescia 01.10. – 13.11.2011

Abschlussbericht


Komitee-Mitarbeiter baut illegale Bogenfalle abKomitee-Mitarbeiter baut illegale Bogenfalle abDie oberitalienische Provinz Brescia (Lombardei) gehört zu den Brennpunkten der Wilderei in Europa. An keiner anderen Stelle in der EU gehen so viele Jäger und Wilderer auf die Vogelpirsch.
Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist seit dem Jahr 1984 in Brescia aktiv. In diesem Jahr hat vom 1.10. bis zum 13.11. unser 25. internationales Vogelschutzcamp in den Bergen Brescias stattgefunden. In der Kernzeit vom 1.10.2011 bis zum 30.10.2011 haben 72 Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa teilgenommen – in den beiden kurzfristig beschlossenen Verlängerungswochen bis zum 13.11.2011 waren es weitere fünf italienische Komitee-Mitglieder.
Insgesamt wurden 1.653 Vogelfallen und 94 Netze sichergestellt. 37 Wilderer konnten aufgrund unserer Hinweise von der Polizei überführt werden.

1. Methodik

Während wir bis Mitte der 1990er Jahre hinein Fallen und Netze ausschließlich abgebaut haben, liegt seither unser Augenmerk vor allem darauf, die Behörden beim Überführen der Wilderer zu unterstützen. Die Aufgabe unserer ehrenamtlichen Helfer besteht dabei vor allem darin, ihre ausgezeichneten Orts- und Fachkenntnisse für das Auffinden illegaler Fanggeräte einzusetzen und Polizeibeamte zu den Fangstellen zu führen. Diese legen sich an den von uns ausgekundschafteten Stellen auf die Lauer und überführen die Vogelfänger in flagranti.

Komitee-Mitglied (rechts) und Polizisten bei der Katalogisierung beschlagnahmter LockvögelKomitee-Mitglied (rechts) und Polizisten bei der Katalogisierung beschlagnahmter LockvögelDiese Vorgehensweise wurde mit den Jahren immer weiter verfeinert – inzwischen besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen den Mitarbeitern des Komitees und den in den Bergen Brescias eingesetzten Behörden. An erster Stelle ist hier die Staatliche Forstpolizei (Corpo Forestale dello Stato) zu nennen. Jedes Jahr im Herbst sind bis zu 50 Beamte der Sondereinheit zur Wilderei-Bekämpfung (NOA - Nucleo Operativo Antibracconaggio) in Brescia stationiert. Zudem arbeiten wir eng mit der lokalen Forstpolizei und mit der Provinzpolizei zusammen.

Die Teilnehmer des Vogelschutzcamps 2011 waren jeden Tag in kleinen Teams (ein bis drei Personen) eingesetzt und haben Vogelfallen und Fangnetze gesucht. Sie sind dabei versteckt vorgegangen, hatten unauffällige italienische Mietfahrzeuge zur Verfügung und haben sich vielfach nur abseits von Wegen oder Pfaden bewegt, um keine Aufmerksamkeit bei den Wilderern zu erregen.

Sobald sie fündig wurden, mussten die Komitee-Mitglieder eine Fülle von Informationen zu der Fangstelle sammeln. Dazu gehörte neben der Zahl der Fanggeräte vor allem das Auskundschaften der Zuwegung. Zudem musste festgestellt werden, ob ein Einsatz der Polizei am Tage oder nur in der Nacht möglich ist.

Fangstellen, die unerkannt auch am Tage für die Polizei erreichbar waren, wurden nach Möglichkeit umgehend den Beamten gezeigt. Für Stellen, die zum Beispiel wegen umliegender Häuser nur in der Dunkelheit zugänglich waren, wurden in täglichen Einsatzbesprechungen mit der Zentrale der Forstpolizei Termine festgelegt. Ein Team-Mitglied musste dann an einem der Folgetage die Polizisten zu der Fangstelle führen.

2. Ergebnisse

Die brutalen Bogenfallen brechen den gefangenen Vögeln die BeineDie brutalen Bogenfallen brechen den gefangenen Vögeln die BeineDie Teilnehmer des Vogelschutzcamps 2011 haben 99 aktive Fangstellen gefunden. Hier standen insgesamt 1.065 Bogenfallen, 588 Schlagfallen und 94 Fangnetze. 63 Fangstellen waren für Einsätze der Polizei geeignet und wurden den Beamten gezeigt. Weil an sieben dieser Fangstellen zum Zeitpunkt des Eintreffens der Polizei die Fanggeräte nicht mehr zu finden waren (sie müssen von den Wilderern abgebaut worden sein) fand an nur 56 ein Ansitz statt. Dabei wurden 37 Wilderer in flagranti überführt. An den übrigen 19 Fangstellen blieb der Polizei-Einsatz erfolglos - die Wilderer hatten ihre Fallen und Netze aufgegeben. An den 36 Fangstellen, die nicht für eine Polizei-Aktion geeignet waren, haben die Komitee-Mitarbeiter alles eingesammelt.

2.1 Bogenfallen

Mit nur 1.065 Bogenfallen haben wir so wenige Exemplare dieses brutalen Fallentyps eingesammelt, wie noch nie während unseres Vogelschutzcamps. Im Jahr 2001 waren es in nur drei Einsatzwochen 12.104 Bogenfallen, im letzten Jahr bei erstmals fünf Wochen noch 1.228 Stück.
Diese traditionelle Jagdmethode ist ganz offensichtlich auf dem besten Wege, endgültig auszusterben.

2.2 Schlagfallen

Dieser erstmals im Jahr 1998 in Brescia gefundene Fallentyp hat vor einigen Jahren bei den Vogelfängern rasant an Beliebtheit gewonnen. Waren es 1998 nur 4 Stück, so konnten wir im Jahr 2008 mit 949 Schlagfallen einen traurigen Rekord aufstellen. Mit 588 Fallen liegen wir in diesem Jahr im Mittelmaß. Die Zunahme dieser Falle hat ihre Ursache darin, dass sie sehr versteckt aufgestellt werden kann. Während die traditionellen Bogenfallen mit roten Beeren beködert in etwa einem Meter Höhe im Gebüsch hängen und dort leicht auszumachen sind, werden Schlagfallen vornehmlich auf dem Boden aufgestellt. Die Geräte sind aus Metall und deswegen oft angerostet und damit nahezu erdfarben, als Köder dient ein unscheinbarer Mehlwurm (siehe 3.1).

2.3 Netze

Glück gehabt: Dieses Rotkehlchen konnte aus dem Fangnetz befreit werdenGlück gehabt: Dieses Rotkehlchen konnte aus dem Fangnetz befreit werdenDie Zahl der während unserer Vogelschutzcamps in Brescia gefundenen Netze schwankt immer stark. So haben wir im Jahr 2005 mit 174 Netzen einen Rekord aufgestellt, 2008 waren es nur 106, im letzten Jahr 115. Die in diesem Jahr gefundenen und abgebauten 94 Netzen sind so wenige wie seit 2004 nicht mehr. Der Grund für die Abnahme in den letzten zwei Jahren liegt wohl in der großen Zahl der an Netzen überführten Wilderer der Jahre 2008 und 2009.
Wie auch in den Vorjahren haben wir eine deutliche Abnahme der an den Netzen aufgefundenen Lockvögel beobachtet. Die Wilderer benutzen in kleinen Käfigen gehaltene Vögel dazu, Artgenossen in die Netze zu locken. Die Netze sind damit sehr viel effektiver und der Schaden in der Natur umso größer. In diesem Jahr haben wir nur noch 31 an den Netzen postierte Lockvögel gefunden – ein historischer Tiefstand!

2.4 Überführte Wilderer

Das Hauptziel unserer Aktionen in Brescia ist es, den Behörden beim Überführen der Wilderer zu helfen. Bis zum Jahr 2007 haben sich die Beamten ausschließlich an besonders großen Fangstellen auf die Lauer gelegt. Dabei wurden jährlich zwischen 12 und 25 Wilderer dingfest gemacht. Seit 2007 gibt es Polizei-Einsätze auch an kleineren Fangstellen, so dass zwischenzeitlich die Zahl der überführten Wilderer bis auf 57 (2008) anstieg. Die im Jahr 2011 in flagranti erwischten 37 Vogelfänger sind vergleichsweise wenig. Die Zahl spiegelt zum einen den allgemeinen Rückgang der Wilderei wider, zeigt aber auch, dass die Täter immer argwöhnischer werden (siehe 3.2).

3. Bewertung der Ergebnisse

Die Wilderei in Brescia ist in nahezu jedem Aspekt auf dem Rückzug. Im Jahr 2011 haben wir so wenige Bogenfallen gefunden wie noch nie seit Bestehen der Aktionen, so wenige Netze wie 2011 haben wir zuletzt im Jahr 2004 gefunden und bei den Schlagfallen bewegen wir uns deutlich unter der im Jahr 2008 eingesammelten Rekordmenge. Die Zahl der überführten Wilderer liegt so niedrig wie zuletzt im Jahr 2007. Mehrere Aspekte bereiten uns allerdings Kopfzerbrechen und werden wahrscheinlich zu einer Strategie-Änderung in den kommenden Jahren führen.

3.1 Schlagfallen werden nur noch unregelmäßig aufgestellt

An Bäumen montierte Schlagfallen werden zu einem immer größeren Problem - sie sind fast unauffindbarAn Bäumen montierte Schlagfallen werden zu einem immer größeren Problem - sie sind fast unauffindbarSchlagfallen sind klein und einfach aufzustellen, so dass die Fänger zunehmend die Geräte nicht an Ort und Stelle belassen, um die Gefahr erwischt zu werden zu minimieren. Anders als bei den komplizierten Bogenfallen liegen die Schlagfallen immer öfter nur an wenigen Tagen aus. Wenn ein Einsatz der Polizei an solchen Fallenstandorten nicht unmittelbar stattfinden kann, ist eine weitere Aktion zu einem späteren Zeitpunkt deswegen fast immer zum Scheitern verurteilt.
Zunehmend montieren die Wilderer die Schlagfallen auch senkrecht an Äste oder Baumstämme, wo sie für uns fast unauffindbar sind. Ab 2012 werden wir Standorte mit Schlagfallen nur noch dann für die Polizei stehen lassen, wenn sich ein Ansitz noch am selben Tag realisieren lässt. Wenn dies nicht möglich sein sollte, werden die Fallen umgehend eingesammelt

3.2 Misstrauische Wilderer

Seit dem Jahr 1999 wurden in Brescia aufgrund unserer Hinweise 343 Wilderer in flagranti überführt. Diese große Zahl von Aufgriffen hat dazu geführt, dass die Vogelfänger von Jahr zu Jahr misstrauischer werden.
Unsere Teams befolgen inzwischen eine ganze Reihe von Verhaltensregeln, die verhindern sollen, dass die Vogelfänger von unseren Aktionen erfahren. Dazu gehört die Benutzung von Fahrzeugen mit italienischen Nummernschildern, das Parken außerhalb des Einsatzgebietes und das Meiden von Wegen und Pfaden. Zudem wird viel Zeit darauf verwendet, eine gute Zuwegung zu den Fallen oder Netzen zu finden, damit man die Polizeibeamten unentdeckt zu den Fangstellen führen kann. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen steigt die Zahl fehlgeschlagener Einsätze Jahr für Jahr an. Die Wilderer erkennen inzwischen selbst kleinste Hinweise auf unsere Anwesenheit und geben ihre Fallen oder Netze auf.
Wir werden dieser Entwicklung Rechnung tragen und ab 2012 unsere Strategie etwas ändern. Dazu gehört, dass die Teilnehmer künftig auch farbige Kleidungsstücke mit sich führen werden, damit sie sich – vor allem in der Nähe von Ortschaften – als Touristen „tarnen“ können.

3.3 Wilderei in der „Nebensaison“

Buntspecht in FangnetzBuntspecht in FangnetzAufgrund unserer erfolgreichen Einsätze hat sich die „Fangsaison“ in Norditalien deutlich verkürzt. Während in den 1980er Jahren die Wilderer von etwa Ende August bis Anfang Dezember aktiv waren, findet man heute Fallen und Netze in der Regel nur noch von Ende September bis Anfang November. Die Kernzeit des Rotkehlchen-Durchzuges von etwa 5. bis 25. Oktober ist die wichtigste Fallensaison und wird von unserem vierwöchigen Vogelschutzcamp komplett abgedeckt. 2010 und 2011 hatten wir eine kleine „Nachhut“, die auch noch in den ersten beiden Novemberwochen im Einsatz war. Einige Wilderer sind wieder dazu übergegangen, in der „Nebensaison“ Fallen und Netze aufzustellen. Dies gilt insbesondere für die mittlere September-Dekade und für die erste November-Dekade. Zwar ist die Fangrate in dieser Zeit wegen des schlechteren Vogelzuges sehr viel niedriger als in der Kernzeit, aber die Gefahr erwischt zu werden geht gegen null.

Wir möchten dieser Entwicklung entgegenwirken und werden deswegen unser Haupt-Vogelschutzcamp auf fünf Wochen in den November hinein ausdehnen. Zudem werden wir versuchen, Mitte September einen Einsatz unserer italienischen Partner von der Lega Abolizione Caccia (LAC) zu organisieren und finanzieren.

4. Jagdfreigaben und Vogelfang-Genehmigungen in der Lombardei

Wie schon in den Vorjahren hat die Regierung der Region Lombardei, in der die Provinz Brescia liegt, umfangreiche Ausnahmen für die Jagd auf eigentlich geschützte Arten und den Betrieb von Netzfanganlagen zum Vogelfang erlassen.

Schießorgie auf dem Gebirgspass Colle San Zeno am 16.10.2011Schießorgie auf dem Gebirgspass Colle San Zeno am 16.10.2011So wurde per Gesetz die Jagd auf Buch- und Bergfinken, Wiesenpieper und Kernbeißer erlaubt. In den Vorjahren konnten wir gegen die Jagdfreigaben vor Gericht klagen und haben in der Regel auch gewonnen. Da man in Italien allerdings nur gegen Sondergenehmigungen klagen kann, nicht aber gegen Gesetze, war uns der rechtliche Weg im Jahr 2011 verwehrt. Für Gesetze gibt es einen Mechanismus, der zwischen Regionalregierung und der Zentralregierung in Rom greifen würde. Die jagdfreundliche Lega Nord hat diesen Mechanismus aber außer Kraft gesetzt und damit erreicht, dass die Jäger in der Lombardei bis zum Ende des Vogelzugs weiter auf die geschützten Vögel schießen durften.

Am 16. und 23.10 2011 haben Teilnehmer des Vogelschutzcamps und unseres Partnerverbandes LAC auf dem Gebirgspass Colle San Zeno gegen die Finken- und Pieperjagd demonstriert und wurden dabei Zeugen eines wahren Massakers an Zugvögeln. Die deutschen und italienischen Vogelschützer gerieten dabei mehrfach in den Schrothagel der rücksichtslosen Jäger – das hierbei erstellte Videomaterial ist seit November 2011 in Youtube zu sehen und haben.

Erfolgreich war unsere Klage gegen die Sondergenehmigung zum Vogelfang mit Netzen. Die Lombardei hatte erlaubt, in den 21 Netzfanganlagen der Provinz Brescia Drosseln und Lerchen zu fangen, die als lebende Lockvögel für die Jagd verwendet worden wären. Tatsächlich waren die riesigen Anlagen mit jeweils mehreren Hundert Metern Netzen nur drei Wochen in Betrieb. Am 28.10.2011 mussten die Anlagen geschlossen werden, nachdem die Richter des Verwaltungsgerichtes in Mailand unserer Argumentation gefolgt waren und den Vogelfang für illegal erklärt hatten.

5. Rechtsradikale demonstrieren gegen Forstpolizei

Die rechtsextreme Lega Nord, die bis Mitte November der wichtigste Koalitionspartner in der Berlusconi-Regierung war und den italienischen Umweltminister gestellt hatte, hat am 22.10.2011 zu einer Demonstration gegen die Anwesenheit der Antiwilderer-Einheit der Forstpolizei in den Bergen Brescias aufgerufen.
Zu der Veranstaltung in dem Bergdorf Collio (Val Trompia) war nur eine Hand voll Teilnehmer gekommen – die Tageszeitungen haben aber ausführlich darüber berichtet und damit das politische Anliegen verbreitet. Wenn diese Demonstration auch keinen direkten Einfluss auf die Arbeit der Polizei hatte, zeigt sie doch, welche Haltung die in den Kommunen der Provinz Brescia fast überall mitregierende Lega Nord gegenüber der Jagd einnimmt. Sie ist es auch, die die jährlich illegal erlassenen Jagd- und Vogelfanggenehmigungen in Norditalien verschuldet (siehe 4.).

6. Einsätze der Jagdaufseher

Bei Jägern sichergestellter Lockvogel (Kernbeißer)Bei Jägern sichergestellter Lockvogel (Kernbeißer)Der Einsatz der ehrenamtlichen Jagdaufseher unserer Partnerverbände LAC und WWF ist durch neue Regelungen der regionalen Regierungen in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden. Wochenlange Camps mit bis zu 50 Teilnehmern - wie bis zum Jahr 2007 - sind heute nicht mehr durchführbar.
Die Jagdaufseher des WWF waren im Herbst 2011 an allen Wochenenden und an einzelnen Wochentagen in Brescia im Einsatz. Die Jagdaufseher der LAC haben an jedem Wochenende die Jagd auf dem Gebirgspass Colle San Zeno überwacht. Das Komitee gegen den Vogelmord hat den Jagdaufsehern Übernachtungsplätze bereit gestellt und zum Teil Fahrtkosten übernommen.

7. Zwischenfälle

Erfreulicherweise hat es in diesem Jahr keine nennenswerten Zwischenfälle während des Vogelschutzcamps gegeben. Es gab erstmals seit 1984 keine Attacken auf Komitee-Mitglieder und keine Beschädigung von Mietfahrzeugen.
Direkt zu Beginn unseres Einsatzes wurde allerdings ein Forstpolizist unweit von Iseo von einem Jäger angeschossen – dem Beamten mussten zahlreiche Schrotkugeln aus einem Knie operiert werden. Der Jäger konnte offenbar glaubhaft machen, dass es sich um ein Versehen handelte, denn er wurde nicht angezeigt!

8. Kosten

Die Gesamtkosten für den Einsatz betragen rund 23.000 €. Dazu kommen Gerichtsgebühren und Anwaltshonorare in Höhe von etwa 8.500 € für unsere Klagen vor den Verwaltungsgerichten gegen die Jagdfreigaben und Vogelfang-Genehmigungen in der Lombardei und in Venetien. Abb. 9: An Bäumen montierte Schlagfallen sind nur schwer zu finden – außer für die Vögel Die Karl-Kaus-Stiftung für Tier und Natur (Bremen) fördert das Vogelschutzcamp im Jahr 2011 mit einer Zuwendung in Höhe von 9.000 €.

9. Planungen für 2012

Das große Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord in Brescia wird im kommenden Jahr vom 29.09. bis zum 04.11. stattfinden. Zusätzlich werden ab Mitte September bis Ende November 2012 wieder unsere Partner von der LAC und die Jagdaufseher des WWF an den Wochenenden in der Provinz Brescia im Einsatz sein.

Wer Interesse an einer Teilnahme an der Aktion hat, kann sich hier über die Bedingungen informieren oder sich per Brief oder auch telefonisch in der Bonner Geschäftsstelle des Komitees melden.

9. Danksagung

Unser Dank gilt den Beamten der Sondereinheit zur Wilderei-Bekämpfung, den lokalen Forstpolizei-Dienststellen in Brescia und der Provinzpolizei Brescia, den Mitgliedern unseres Partnerverbandes LAC, dem Wildtierzentrum des Centro Soccorso Animali in Modena, den Jagdaufseher des der LAC, des WWF und der LIPU, der Anwaltskanzlei Claudio Linzola (Mailand), all unseren Förderern, Spendern und Mitgliedern und der Karl-Kaus-Stiftung für Tier und Natur (Bremen).

Alexander Heyd, November 2011


Abschlussbericht 2011 zum Download

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