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Tagebuch von den Zugvogelschutzcamps

Von Anfang Oktober bis Mitte Dezember 2009 fanden in Italien wieder mehrere Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord und seiner italienischen Partner statt. Den Auftakt hat das große Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia vom 3.10. bis zum 01.11.09. gemacht. Gefolgt wurde es von zwei Camps auf Sardinien und mehreren Aktionen in Süditalien.

An dieser Stelle haben wir regelmäßig über den Fortgang der Aktionen berichtet.

Alle Camps und Einsätze wurden vom Komitee gegen den Vogelmord finanziert. Dabei fördert die Karl-Kaus-Stiftung für Tier und Natur mit einer großzügigen Zuwendung unsere Einsätze in Brescia, die Stiftung Pro Artenvielfalt hilft uns bei der Finanzierung der Aktionen auf Sardinien.

Ihre Spende macht den Unterschied

Unsere Einsätze für einen besseren Zugvogelschutz im Mittelmeerrraum sind kostspielig. Die An- und Abreise der Teilnehmer, deren Unterkunft, Mietfahrzeuge und Ausrüstung müssen finanziert werden - und auch Klagen gegen Abschußfreigaben und unsere Lobbyarbeit in Rom und Brüssel haben ihren Preis. Mit Ihrer Spende können Sie uns dabei helfen, unsere Arbeit noch mehr auszuweiten. Wie Sie uns unterstützen können, erfahren Sie hier.

Gesamtergebnis im Herbst 2009:

  • Eingesammelte Bogenfallen: 2.159
  • Eingesammelte Schlagfallen: 371
  • Eingesammelte sonstige Fallen: 56
  • Eingesammelte Schlingen: 11.310
  • Eingesammelte Netze: 173
  • Überführte Wilderer: 42
  • letzte Aktualisierung: 13.12.2009

13.12.2009

Heute sind die Teilnehmer des Vogelschutzcamps auf Sardinien abgereist - damit sind die Zugvogelschutz-Aktionen des Komitees gegen den Vogelmord und seiner Partner in Italien im Jahr 2009 abgeschlossen.// Bei den sechs Einsätzen in Brescia und auf Sardinien haben rund 160 Teilnehmer aus ganz Europa in den letzten drei Monaten rund 14.000 Vogelfallen und Fangnetze eingesammelt - 42 Wilderer wurden auf frischer Tat überführt.

12.12.2009

Letzter Einsatztag des 2. diesjährigen Vogelschutzcamps unseres Partners LAC auf Sardinien. Die 7 Teilnehmer haben fast nur verwaiste Fangstellen gefunden - lediglich 270 Rosshaarschlingen wurden abgebaut. Tote Vögel gab es zum Glück nicht.

11.12.2009

Heute war ein sehr ruhiger Tag auf Sardinien. Die Aktivisten der LAC waren den ganzen Tag in einem Naturpark in den Bergen im Süden der Mittelmeerinsel unterwegs - eine Stelle, an der in den letzten Jahren viele Dutzend Netze gefunden wurden. Heute stand hier kein einziges - alle Fangstellen waren vollkommen verwaist!
An einer Stelle konnten allerdings 200 Rosshaarschlingen gefunden und abgebaut werden.

10.12.2009

Heute gab es auf Sardinien wieder viel zu tun: Die 11 Teilnehmer des Vogelschutzcamps haben 450 Rosshaarschlingen zum Vogelfang und 3 Drahtschlingen für Säugetiere gefunden. In den Vogelfallen hatten sich 2 Singdrosseln und zwei Rotkehlchen stranguliert. 500 Fangstellen waren für den Vogelfang präpariert - hier standen noch keine Fallen.

09.12.2009

Heute hatten die Teilnehmer des Vogelschutzcamps alle Hände voll zu tun: Neben 200 Vogelfallen haben sie 32 Drahtschlingen zum Fang von Säugetieren und zwei große Fangnetze gefunden.
In den Vogelfallen hatten sich zwei Rotkehlchen verfangen - eines konnte freigelassen werden, für das andere kam jede Hilfe zu spät.

08.12.2009

Bei schönstem Wetter haben heute 11 Teilnehmer des Vogelschutzcamps auf Sardinien nach illegalen Vogelfallen gesucht - 1.600 Rosshaarschlingen wurden gefunden und abgebaut. Eine Blaumeise und ein Rotkehlchen konnten nur tot geborgen werden.
Wie auch schon in den Vortagen waren viele Fangplätze für den Vogelfang vorbereitet, ohne daß die feinen Schlingen platziert worden waren. Diese präparierten Stellen - heute waren es fast 1.000 - wurden zerstört, damit der Vogelfänger nicht ohne weiteres dort seine Fallen aufstellen kann.
Insgesamt wurden 7 Drahtschlingen zum Fang von Hirschen und anderen Säugetieren gefunden. In einer der brutalen Schlingen befand sich ein noch sehr gesundes Wildschein, das nach seiner Befreiung eine Vogelschützerin über den Haufen rannte. Sie liegt nun mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus - dem Schwein geht es vermutlich gut!

07.12.2009

Heute war es ziemlich ruhig auf Sardinien. Die Vogelschützer der LAC haben fast nur verwaiste Fangstellen der Vorjahre gefunden. 250 aktive Schlingen konnten abgebaut werden, 500 für den Vogelfang vorbereitete Stellen ohne Fanggeräte wurden zerstört.
Zudem konnten die Naturfreunde 3 Drahtschlingen für Wildschweine finden und abbauen.

06.12.2009

Am heutigen 1. Einsatztag haben 13 italienischen Vogelschützer im Südosten Sardiniens insgesamt 180 Rosshaarschlingen gefunden und abgebaut. Weitere 400 vorbereitete Fangplätze, an denen (noch) keine Schlingen montiert waren, wurden zerstört.
Drei Singdrosseln und ein Rotkehlchen wurden tot in den Fallen gefunden.

05.12.2009

Vom 5. bis 13. Dezember 2009 findet auf Sardinien wieder ein Vogelschutzcamp unseres italienischen Partnerverbandes LAC statt - es ist bereits das 2. in diesem Jahr auf der Insel. Die 13 Teilnehmer werden Rosschaarschlingen und Netze, die im Süden der Insel illegal zum Vogelfang aufgestellt werden, suchen und abbauen. Das Komitee gegen den Vogelmord finanziert den Einsatz.
Heute sind die Aktivisten angereist.

21.11.2009

Heute war der letzte Tag des Vogelschutzcamps auf Sardinien. Die Teilnehmer haben in dem Bereich, in dem sie gestern Abend bis zur Dunkelheit Fallen abgebaut haben und wegen Dunkelheit abbrechen mussten, heute weitergearbeitet. Insgesamt konnten sie dabei 490 Rosshaarschlingen abbauen. Der einzige Vogel, der sich in den Fallen verfangen hatte - eine Amsel - konnte unversehrt freigelassen werden!
Während dieses ersten Einsatzes haben die 14 Teilnehmer der beiden italienischen Naturschutzverbände LIPU und LAC seit dem 14.11. insgesamt fast 9.000 illegale Fangschlingen abgebaut.
Der nächste Einsatz auf Sardinien, der vom Komitee gegen den Vogelmord finanziell unterstützt wird, ist das LAC-Vogelschutzcamp Anfang Dezember.

20.11.2009

Am heutigen vorletzten Tag des ersten diesjährigen Vogelschutzcamps auf Sardinien waren nur 5 Teilnehmer im Gelände im Einsatz. Sie haben unweit der Provinzhauptstadt Cagliari 600 Schlingen gefunden und abgebaut - ein totes Rotkehlchen und eine tote Singdrossel wurden geborgen. 5 LIPU-Mitarbeiter haben dafür gesorgt, dass für viele Schüler in Sardinien heute Vogelschutz auf dem Stundenplan stand: Sie hatten Termine in Schulen im Vogelfang-Gebiet und haben dort für einen besseren Vogelschutz geworben.

19.11.2009

Nach der gestrigen Schwerstarbeit war heute wieder ein ruhigerer Tag. Zwei Gruppen waren im Gelände - eine hat ausschließlich verwaiste alte Pfade gefunden, die andere 300 aktive Fangschlingen. Es befanden sich keine Vögel in den Fallen.

18.11.2009

Viel Arbeit auf Sardinien: In einem bislang gänzlich unbekannten Gebiet, das noch nie zuvor von Vogelschützern besucht wurde, haben die 12 Teilnehmer des Vogelschutzcamps heute sage und schreibe 3.520 Rosshaarschlingen gefunden. Die Fallen gehörten offensichtlich einem einzigen - hochprofessionellen - Wilderer. Es handelt sich um eine der größten Fangstellen, die je auf Sardinien gefunden wurde.
Wegen eines nur schleppenden Vogelzuges (in Mittel- und Südeuropa ist es zu warm) fanden sich zum Glück nur 12 tote Vögel in den Schlingen: 2 Amseln, 9 Singdrosseln und 1 Sperber. Bei anderem Wetter hätten es viele Dutzend sein können!

17.11.2009

Die 11 Teilnehmer des Camps konnten heute 1.550 Rosshaarschlingen finden und abbauen. 5 tote Vögel (3 Amseln und 2 Singdrosseln) wurden in den Fallen gefunden, eine weitere Amsel und ein Eichelhäher konnten unversehrt freigelassen werden.
Gegen 15 Uhr wurden die Tierfreunde von einem Wilderer überrascht, der unvermittelt Steine nach ihnen warf. Es gab keine Verletzungen, die Aktivisten sind mit dem Schrecken davon gekommen.

16.11.2009

Heute waren die 8 Teilnehmer des Vogelschutzcamps bei strahlendem Sonnenschein und 22 Grad in einem von den Vorjahren als gefährlich bekanntem Gebiet unterwegs. Die Vogelfänger ließen sich allerdings nicht blicken - die Naturfreunde konnten heute ohne Zwischenfälle 700 Fangschlingen abbauen. Und auch wenn es sich viel anhört: Zahlreiche Fallenpfade waren verwaist, während der vergangenen Aktionen wurden hier weit mehr Schlingen gefunden.
5 tote Vögel wurden gefunden: 2 Rotkehlchen, 1 Buchfink, 1 Amsel und 1 Wacholderdrossel.

15.11.2009

Der erste Einsatztag auf Sardinien. Die 8 italienischen Vogelschützer haben heute 500 illegale Schlingen gefunden und abgebaut - 200 weitere Fangstellen waren für den Vogelfang vorbereitet.
Insgesamt wurden 15 Vögel in den brutalen Schlingen gefunden, nur eine Wacholderdrossel lebte noch und konnte befreit werden.

14.11.2009

Heute sind die Teilnehmer zum ersten diesjährigen Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel Sardinien angereist. Am Nachmittag wurden bei spätsommerlichen 21 Grad erste Bereiche nahe der Unterkunft kontrolliert - es konnten nur alte und verwaiste Fangstellen gefunden werden. Morgen früh beginnt der eigentliche Einsatz!

07.11.2009

Sonntagseinsatz unseres Partnerverbandes LAC in Brescia:
Zwei Teams waren im Hochgebirge nordöstlich des Iseosees im Einsatz und haben dort zwei Netze und 31 Schlagfallen gefunden und abgebaut. Aus den Netzen konnten zwei Rotkehlchen befreit werden, in einer der Fallen war ein Siebenschläfer gefangen, der verletzt geborgen werden konnte.

01.11.2009

Heute ist das große Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord in den Bergen der Provinz Brescia zu Ende gegangen. Während ein Teil der Komiteemitglieder am Morgen abgereist sind, war ein Team aus 4 Teilnehmern noch den ganzen Tag im Einsatz.
Sie haben im Hochgebirge zwischen Iseosee und dem oberen Val Trompia ein letztes Mal nach Fallen und Netzen gesucht, allerdings erfolglos. Das ehemals von Wilderern intensiv genutzte Fanggebiet ist heute vollkommen frei von Vogelfallen - ein schönes Ergebnis unserer langjährigen Bemühungen!

31.10.2009

Der heutige vorletzte Einsatztag führte uns erneut nach Lumezzane. 4 Komitee-Teams kontrollierten die Jagdhütten im Süden der Stadt und wurden fündig - 10 Fangnetze mit einer Gesamtlänge von fast 170 m konnten abgebaut werden. Die 8 an ihnen postierten Lockvögel (Heckenbraunellen, Rotkelchen und Buchfinken) wurden freigelassen, dazu über 20 in den Netzen gefangene Vögel.
Ein Team wurde von Jägern bedroht - der erste ernste Zwischenfall während des diesjährigen Vogelschuzcamps. Die drei italienischen Komiteemitarbeiter waren beim Abbau eines Netzes von dem Besitzer einer nahgelegenen Jagdhütte überrascht worden. Binnen einer Minute waren 4 weitere Waffenträger zuammengelaufen (die Jäger stehen in stetigem Kontakt über Funkgeräte) und versperrten den Vogelschützern den Weg. Als die drei sich weigerten, wie verlangt ihre Ausweispapiere vorzuzeigen und ihre Rucksäcke zur "Kontrolle" abzugeben, begann eine hitzige Dikussion und binnen kürzester Zeit wurden die Komiteemitglieder wüst beschimpft. Zwei Jäger fuchtelten mit ihren Waffen herum, ein weiterer kam bedrohlich nah heran und wollte handgreiflich werden. Nur das besonnene Verhalten der drei Vogelschützer und das Eingreifen eines freundlicheren Jägers half, die Situation zu entspannen.

30.10.2009

Die Stadt Lumezzane macht ihren (noch) inoffiziellen Titel "Wildererhaupstadt Europas" alle Ehre: Auch heute konnten drei Teams, die in den Bergen rund um die Stadt unterwegs waren, 9 große Netze finden und abbauen. Es handelte sich um professionelle Fanganlagen, die direkt an den Jagdhütten der lizenzierten Jäger aufgestellt und mit insgesamt 13 Lockvögeln (Rotkehlchen und Heckenbraunellen) ausgestattet waren. 14 Vögel (Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Singdrosseln und Amseln), die sich in den Netzen verfangen hatten, wurden befreit - ebenso alle Lockvögel. 12 Tiere wurden tot geborgen, darunter Buchfinken, Zaunkönige und ein Siebenschläfer.
In Lumezzane wurden damit innerhalb von 2 Wochen insgesamt 46 Netze gefunden, 8 Wilderer konnten überführt werden! Die Industriestadt im Norden von Brescia führt damit die Tabelle der diesjährigen Wilderei-Standorte unangefochten an!

29.10.2009

Gestern konnten wir im Gebirge westlich des Iseosees an fünf Fangstellen insgesamt 155 Bogenfallen abbauen. In diesem Bereich sind in den letzten dreieinhalb Wochen bereits mehr als 400 Fallen gefunden und 5 Wilderer von der Polizei überführt worden! Nach dem gestrigen sehr anstrengenden Einsatz sind wir sicher, daß keine Fanggeräte mehr in dem unübersichtlichen Berggebiet stehen. Zusätzlich zu den Vogelfallen wurden 6 Drahtschlingen zum Fang von Füchsen gefunden.
Die Suche nach Fallen und Netzen am heutigen 29.10. im Voralpenland bei Brescia blieb erfolglos. Das ehedem traditionelle Fanggebiet ist völlig verwaist - ein Erfolg unserer langjährigen Einsätze!

27.10.2009

Gestern und heute konnten die derzeit 12 Teilnehmer des Komitee-Vogelschutzcamps in Brescia bei schönstem Herbstwetter viele Netze finden und abbauen.
Dabei gelang erneut ein Schlag gegen die Jäger von Lumezzane: Im Gebirge nahe der Industriestadt wurden insgesamt 23 Fangnetze mit einer Gesamtlänge von mehr als 300 Metern abgebaut. 14 Lockögel (Rotkehlchen, Heckenbraunellen und Kernbeißer) konnten freigelassen werden, zudem zwei Dutzend in den Netzen gefangene Vögel (vor allem Rotkehlchen). Alle illegalen Fanggeräte standen direkt an offiziellen Jagdhütten! Im Bereich des Val Sabbias wurden weitere 5 Netze gefunden, bei Collio (Val Trompia) zudem 35 Schlag- und 33 Bogenfallen.

25.10.2009

Heute ist der diesjährige Einsatz der Sondereinheit zur Wildereibeämpfung der Staatlichen Forstpolizei zuende gegangen - wegen politischer Gründe 3 Tage früher als geplant. Wir hatten in den letzten Tagen die Beamte noch zu 6 Fangstellen geführt, an denen die Ansitze nun leider abgebrochen werden mussten. Die dort stehenden 6 Netze, 56 Bogen- und 42 Schlagfallen wurden abgebaut.
Wie gestern waren auch heute die WWF-Jagdaufsehr im Einsatz und haben an zwei Netze in der Nähe von Brescia zwei Wilderer gestellt - einer davon war ein lizenzierter Jäger.
Die anderen derzeit 13 Teilnehmer des Vogelschutzcamps haben im Val Sabbia und Val Trompia 43 Bogenfallen und 6 Fangnetzte gefunden und zerstört (darunter 5 Netze eines professionellen Vogelfängers bei Vobarno).
Die Polizei hat heute den gestrigen Aufgriff in Lumezzane etwas näher erläutert. Dabei stellte sich heraus, daß die Informationen von gestern korrigiert werden müssen: An dem gestern erwähnten Restaurant konnte der Betreiber der Gaststätte mit zwei Netzen aufgrund unseres Hinweises überführt werden. Die restlichen drei Wilderer waren ohne unsere Hilfe gestellt worden. Sie waren nur in der Nähe des Restaurants auf der Pirsch - die bei ihnen sichergestellten Fallen und Flinten werden dementsprechend aus unserer Statistik gelöscht.

24.10.2009

Der heutige Samstag war sehr erfolgreich. 5 Wilderer konnten aufgrund unserer Hinweise überführt werden.
Wieder war Lumezzane (Val Trompia) im Zentrum der Ereignisse: Nach gemeinsamer Recherche des Komitees und des italienischen Naturschutzvereins LIPU konnte die Forstpolizei bereits gestern zu Netzen und Fallen geführt werden, die direkt an einem Resturant aufgestellt waren. Heute Mittag schlugen die Beamte zu - an den 2 Netzen und 30 Schlagfallen wurden gleich 4 Wilderer gleichzeitig gestellt. Die Brüder sind die Betreiber der Gaststätte! Bei ihnen konnten zudem 7 illegale Schusswaffen beschlagnahmt werden.
In Gardone (Val Trompia) fand ein italinisches Komitee-Team zwei Netze am Rande eines Gartens. Die sofort gerufene Polizei konnte den Täter kurze Zeit später stellen.
Weitere Komitee-Teams haben im Bereich des oberen Val Trompias heute zudem 5 Netze und 22 Schlagfallen gefunden und abgebaut.
Die WWF-Jagdaufseher waren heute das erste Mal in diesem Herbst in Brescia im Einsatz. Die drei ehrenamtlichen Naturschützer haben trotz der erheblichen bürokratischen Hürden, die die jagdfreundliche Provinzverwaltung aufgebaut hat, Jäger kontrolliert. Nordöstlich von Brescia wurden 7 Waffenträger angezeigt, weil sie geschützte Rotkehlchen geschossen hatten und mit illegalen elektronischen Lockgräten auf der Pirsch waren! Die Jagdaufseher sind in den vom Komitee für das Vogelschutzcamp gemieteten Appartments untergebracht.

23.10.2009

Heute konnten wir 2 weitere überführte Wilderer unserer Statistik hinzufügen - es sind nun 38 innerhalb von 3 Wochen:
Die Polizei hat heute mitgeteilt, daß sie bereits am 20.10. einen Mann in Pertica Alta (Val Sabbia) an seinen 52 Bogen- und 10 Schlagfallen erwischt hat. Die Stelle war von einem Komitee-Team bereits am 12.10. gefunden worden.
Zudem wurde heute ein Wilderer in der Innenstadt von Lumezzane (Val Trompia) an seinem Fangnetz gestellt. Ein Komiteemitarbeiter hatte es am Mittag an einem als Abwasserkanal genutzten Bach gefunden und die Forstpolizei umgehend dort postiert.
Zudem wurden im Val Sabbia und Val Camonica 4 weitere Netze und 3 Schlagfallen gefunden und abgebaut.

22.10.2009

Nur 2 Tage, nachdem wir der Jagdmafia von Lumezzane mit dem Aufgriff von 5 Wilderern einen schweren Schlag zufügen konnten (siehe 19.10.) wurde bekannt, daß der für die Forstpolizei zuständige Landwirtschaftsminister Luca Zaia die Sondereinheit zur Wildereibekämpfung aus den Bergen Brescias vorzeitig abziehen will. Der Grund: Plötzliche Finanznot! Anstatt bis zum 28.10. sollten die Beamten nun bereits am heutigen 22.10. ihre Sachen packen.
Nach dieser skandalösen Entscheidung haben die fünf großen Natur- und Tierschutzverbände Italiens (LAC, LAV, WWF, LIPU und Legambiente) eine gemeinsame Presseerklärung verfasst und die Regierung aufgerufen, die Polizei wie geplant im Einsatz zu belassen. Die Polizeigewerkschaft hat sich dem Aufruf angeschlossen - gestern war die gesamte Geschichte landesweit in allen großen Zeitungen zu lesen. Zudem wurde das Thema am 21.10 im Parlament behandelt und eine der wichtigsten Fernsehsendungen des Landes ("Strisca - la notizia", Canale 5) begleitete gestern eines unserer Teams den gesamten Tag bei der Fallensuche.
Das Ergebnis: Nach 2 Tagen erheblichen Drucks hat Minister Zaia nun doch etwas Geld für weitere Einsatztage gefunden - die Sondereinheit zur Wildereibekämfung der Forstpolizei bleibt nun bis zum 27.10.09 in Brescia!!!
Heute wurden trotz langer Suche lediglich 3 Neze gefunden. Weil die Wilderer uns bemerkt hatten, haben wir alle drei Fanggeräte abgebaut.

21.10.2009

Am Abend des 19.10. wurde nach dem Tagebuch-Update noch bekannt, daß am Tage drei weitere Wilderer überführt werden konnten: 2 Männer bei Nave (nördl. Brescia) mit 5 bzw. 6 Schlagfallen und ein Mann mit einem Netz bei Sulzano (Iseosee).
Am gestrigen 21.10. hat ein italienischer Komiteemitarbeiter eine Polizeipatrouille ins Gebirge östlich des Iseosees geführt und an 33 Bogenfallen postiert. Als der Täter gestellt wurde, staunten die Beamten nicht schlecht - derselbe Jäger war bereits am 09.10.2009 mit 153 Fallen erwischt worden!
Gestern gelang zudem der größte Fund von Bogenfallen der letzten Jahre: In der Nähe von Vobarno (Val Sabbia) entdeckte ein Komitee-Team einen Hang mit 418 Bogenfallen! Zudem waren hier 4 weitere Fallen für Drosseln und 5 Fangnetze postiert. Da der Einsatz der Forstpolizei leider vor dem Abschluss steht, konnte der Fangplatz den Beamten nicht mehr gezeigt werden - alle Fallen wurden abgebaut.
Zudem habe die derzeit 16 Teilnehmer des Camps am 20. und 21.10. weitere 3 Netze, 167 Bogen- und 15 Schlagfallen eingesamelt.

19.10.2009

Gestern und heute wurden weitere 4 Wilderer gestellt - insgesamt sind es nun 32 aufgrund unserer Hinweise!
Gestern konnte im Hochgebirge bei Collio (Val Trompia) ein Mann mit insgesamt 68 Bogenfallen in flagranti erwischt werden. Ebenfalls gestern haben die Beamten der Forstpolizei bei Sabbio Chiese (Val Sabbia) einen Wilderer mit 10 Bogenfallen und bei Lumezzane (Val Trompia) mit 4 Netzen gestellt.
Heute gelang bei Sale Marasino erneut der Aufgriff eines Wilderers an einem Fangnetz.
Ein Komitee-Team hat gestern bei Vobarno (Val Sabbia) einen riesigen Fallenpfad entdeckt, der seit etwa 2 Jahren aufgegeben ist - hier standen vermutlich über 300 Bogenfallen. Einige Fallen-Bauteile, die in der Nähe in einer Höhle gelagert waren, wurden zerstört.
Im Val Trompia und Val Sabbia wurden heute zudem 4 Schlagfallen, 20 Bogenfallen und 2 Fangnetze gefunden und abgebaut. Weitere Fanggeräte an einem halben Dutzend Stellen wurde für Einsätze der Polizei stehen gelassen.

17.10.2009

Heute war der bislang erfolgreichste Tag des diesjährigen Vogelschutzcamps in Brescia: 9 Wilderer konnten aufgrund unserer Hinweise überführt werden!
Ein besonderer Schlag gelang gegen die Jagd-Mafia von Lumezzane (Val Trompia). Auf einem Berg nahe der Industriestadt haben Jäger Hunderte Jagdhütten errichtet und kontrollieren seit Jahren alle Zufahrtsstraßen. Kontrollen sind so unmöglich - die Wilderei mit Netzen, Fallen und der Flinte war hier völlig aus dem Ruder gelaufen. Gestern hatte ein Team besonders erfahrener Teilnehmer des Vogelschutzcamps den langen Weg aus einem Nachbartal auf sich genommen und es geschafft, von den Jägern und Wilderern unbeobachtet Fangnetze an den Jagdhütten ausfindig zu machen. Heute Morgen um 3:30 Uhr begannen 2 Komiteemitarbeiter gemeinsam mit 10 Forstpolizisten den mühsamen Aufstieg zu den 4 ausgekundschafteten Stellen. Und der Einsatz hat sich gelohnt: Bis 17 Uhr waren 5 Jäger an insgesamt 10 Fangnetzen überführt worden!
Am Iseosee nördlich von Iseo wurde ein Mann an einem Fangnetz erwischt, im Gebirge nordöstlich des Sees ein Wilderer mit 25 Schlagfallen und 50 Bogenfallen und am Nordufer des Iseosees bei Pisogne gleich 2 Täter: Einer mit einem Netz und ein weiterer mit 5 Schlagfallen.
Zudem wurden im Hochgebirge zwischen Val Trompia und Val Camonica 4 Fangnetze und 139 Bogenfallen eingesammelt.

17.10.2009 - Nachtrag zum 16.10.2009

  • Dort, wo am 14.10. ein Wilderer mit 16 Fangnetzen überführt wurde, konnten gestern nicht nur weitere 19 Netze gefunden werden (wie zunächst gemeldet), sondern sogar 23! Noch nie wurden so viele Netze bei einem einzelnen Jäger sichergestellt.
  • Gestern wurde zudem "unserer" 19. Wilderer überführt: Bei Lodrino (Val Trompia) hatte ein italienischer Komiteemitarbeiter vor wenigen Tagen einen großen Fallenpfad gefunden. Am gestrigen 16.10. hat er Beamte der Forstpolizei an die Stelle geführt, Abends konnte der Täter gefaßt werden. Er hatte sage und schreibe 248 Bogenfallen und 3 Netze aufgestellt - auch dies ein Superlativ: Noch nie konnte aufgrund eines Hinweises des Komitees gegen den Vogelmord ein Wilderer mit derart vielen Vogelfallen überführt werden!
  • Ebenfalls gestern wurde bei dem Mann, der am 15.10. bei Marone vor der Polizei geflohen war, eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Es wurden zwar keine Fallen oder tote Vögel gefunden (der Täter hatte genügend Zeit, diese beiseite zu schaffen), wohl aber eine nicht ordnungsgemäße Jagdwaffe. Ein Verfahren wurde eingeleitet.

16.10.2009

Auch heute gab es in den Bergen Brescias wieder viel zu tun: Der jagdfreie Tag (Dienstags und Freitags ist die Jagd in Italien verboten) wurde dazu genutzt, Netze und Fallen in Gebieten zu suchen, die bei Anwesenheit der Jäger zu gefährlich sind.
Im Hochgebirge zwischen Val Trompia und Val Camonica - dort, wo am 14.10. der Wilderer mit 98 Bogenfallen und insgesamt 16 Netzen von der Polizei überführt wurde - hat ein Team des Komitees heute weitere 19 Netze abgebaut! Zahlreiche Vögel konnte befreit werden, darunter Kernbeißer und Rotkehlchen. Wir gehen davon aus, daß auch diese Netze dem selben Mann gehören - es ist damit einer der größten Fälle der letzten Jahre in Italien.
An einer anderen Stelle konnte ein Komitee-Team viele Netze mit zahlreichen Lockvögeln ausmachen. Da die Forstpolizei hier noch nicht aktiv werden konnte, halten wir zunächst weitere Informationen zu dem großen Fund zurück. Sobald der oder die Täter überführt sind, werden wir darüber berichten.
Weitere 6 Standorte mit illegalem Fanggerät wurden für Einsätze der Polizei gefunden - zudem haben die Komitee-Mitarbeiter heute 40 Bogenfallen und eine Schlagfalle abgebaut.

15.10.2009

Die letzten drei Tage verliefen sehr erfolgreich - insgesamt konnten 7 Wilderer aufgrund unserer Hinweise überführt werden:
Am gestrigen 14.10. gelang ein großer Schlag gegen den Vogelfang im Hochgebirge zwischen Iseosee und Val Trompia. Dort hatten Komiteemitarbeiter Netze und Fallen gefunden. Nachdem der Wilderer in flagranti überführt war, fanden die Beamten der Forstpolizei insgesamt 98 Bogenfallen und 6 Fangnetze - in der Jagdhütte des lizenzierten Jägers wurden weitere 10 noch verpackte Netze sichergestellt. Nahe Odolo (Val Sabbia) wurde ebenfalls gestern ein weiterer Jäger geschnappt - er hatte 2 Fangnetze mit mehreren Lockvögeln (Singdrosseln und Heckenbraunellen) nahe seiner Jagdhütte aufgestellt.
Bei Gardone (Val Trompia) konnte ein Wilderer an einem Netz gestellt werden, das Komiteemitglieder in einem Garten gefunden hatten.
Auch heute ging der Polizei ein ganz dicker Fisch ins Netz: Bei Marone (Val Camonica) konnten zwei Wilderer nach einem Hinweis des Komitees gestellt werden, die mit Motorrädern gerade aus dem Fanggebiet kamen. Einer entzog sich zunächst durch Fucht der Kontrolle - über das Nummernschild konnten seine Personalien aber festgestellt werden. Der andere widersetzte sich zunächst der Kontrolle und verletzte einen Beamten. Er hatte einen Sack mit frisch toten Rotkehlchen bei sich - bei einer umgehend durchgeführten Hausdurchsuchung wurden weitere 80 tiefgfrorene Rotkehlchen und Zaunkönige gefunden, eine Flinte sowie Munition wurden beschlagnahmt.
Ebenfals heute wurde unweit Lavenone (Val Sabbia) ein weiterer Wilderer mit einem Netz überführt. Die Stelle nahe des Idrosees war so abgelegen, daß der Komiteemitarbeiter, der die Beamten zu der Fangstelle geführt hat, bereits um 3 Uhr in der Nacht aufstehen mußte und erst um 9:30 Uhr morgens zurückkehrte.
Im Val Trompia bei Bovegno gelang es heute, einen Wilderer mit 85 Bogenfallen im Wald zu stellen - der Fangplatz war erst gestern von uns entdeckt worden.
Ein großes Fangnetz mit 4 Kernbeißern als Lockvögel mußte gestern leider von uns abgbaut werden. Als die beiden deutschen und italienischen Komiteemitarbeiter an den Fangplatz kamen, war der Wilderer gerade dabei, die Vögel zu füttern. Der Mann flüchtete überstürzt - ein Ansitz der Polizei war leider nicht möglich.
Einen Nachtrag gibt es für den 11.10.: Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde nahe Vestone (Val Sabbia) ein Jäger an einem Fangnetz geschnappt. Die Stelle war zuvor von einem italienischen Komiteemitarbeiter gefunden worden.
Die Forstpolizei hat zudem die Zahlen der beschlagnahmten Fallen einzelner Aufgriffe etwas präzisiert, so daß wir am heutigen 15.10. nach 12 Einsatztagen auf insgesamt 623 Bogenfallen, 179 Schlagfallen, 29 Fangnetze und eine Drahtschlinge für Wildschweine kommen.

12.10.2008

Am gestrigen Sonntag hatte das Komitee gegen den Vogelmord prominente Unterstützung beim Fallensuchen: Der bayerische Umweltminister Dr. Markus Söder hat sich an den Aktionen beteiligt und in der Nähe von Nave (nördlich der Provinzhauptstadt Brescia) insgesamt ein Dutzend Bogenfallen und ein 8 m langes Fangnetz abgebaut.
Darüber hinaus wurden gestern und heute 2 Wilderer aufgrund unserer Hinweise überführt: Am gestrigen 11.10.2009 hat ein italienischer Komiteemitarbeiter um 4 Uhr Morgens eine Einheit der Forstpolizei ins Hochgebirge östlich des Iseosees geführt. Im Morgengrauen erschien der Wilderer und wurde in flagranti bei der Kontrolle seiner 30 Bogenfallen erwischt.
Heute wurde in Sale Marasino am Iseosee ein Wilderer an seinem Fangnetz überführt - die Stelle wurde gestern von uns entdeckt und heute Morgen noch vor der Dämmerung der Polizei gezeigt.
Weitere 7 Bogenfallen wurden abgebaut. Alleine am heutigen Montag konnten wir 7 Standorte von Fallen und Netzen für Einsätze der Forstpolizei ausmachen!

10.10.2009

In den vergangenen zwei Tagen konnte die Forstpolizei aufgrund unserer Hinweise 4 Wilderer überführen: Bei Tavernole (Val Trompia) haben die Beamten am 8. Oktober 51 Schlagfallen in einem eingezäunten Garten sichergestellt, der Eigentümer des Grundstückes wurde angezeigt. Die Fallen waren von einem Komiteemitarbeiter von der Hauptstraße aus entdeckt worden!
Ebenfalls bei Tavernole konnte am gestrigen 9.10. ein Jäger der Wilderei berführt werden: Ein Team hatte 25 Schlagfallen gefunden und die Polizei Mittags zu der Stelle geführt. Als sie eintrafen, stand der Täter auf dem Fallenpfad und war geständig. Auf dem Gelände seiner nah gelegen Jagdhütte stand zudem ein illegales Fangnetz - in seiner Tiefkühltruhe waren Rotkehlchen.
Im Hochgebirge bei Marone (nahe des Iseosees) wurden gestern zudem 2 von uns gemeldete Wilderer im Abstand von 300 m erwischt: Der eine hatte 153 Bogenfallen aufgestellt, der andere 30 Schlagfallen.
Zudem wurden 2 weitere Netze nebst rund 50 Bogen- und Schlagfallen abgebaut. Insgesamt haben die Komitee-Teams in den letzten 2 Tagen eun gutes Dutzend Fangstellen mit Netzen und Fallen an die Polizei gemeldet - mehrere Ansitze laufen derzeit.

08.10.2009

Heute konnten 2 Wilderer aufgrund unserer Hinweise überführt werden:
Auf Monte Isola, der Insel im Iseosee, hatten Komiteemitarbeiter vorgestern ein Netz gefunden (an einer Stelle, an der wir in den Vorjahren immer ein gutes Dutzend abgebaut hatten). Heute Morgen haben sich Forstpolizisten auf die Lauer gelegt und den Mann in flagranti erwischt.
Ein besonderer Schlag gelang uns in Casto (Val Sabbia). Dort hatte ein Komitee-Team gestern 4 Netze gefunden. Noch vor der Morgendämmerung haben wir eine Patrouille der Forstpolizei zu dem Fangplatz geführt - der Wilderer wurde sehr bald darauf gestellt. Aufgrund der großen Zahl von Netzen haben die Beamten eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der insgesamt 421 tote Vögel in einer Tiefkühltruhe entdeckt wurden. Im einzelnen handelt es sich um

  • 51 Rotkehlchen
  • 31 Amseln
  • 27 Buchfinken
  • 24 Mönchsgrasmücken
  • 23 Kohlmeisen
  • 22 Italiensperlinge
  • 14 Wintergoldhähnchen
  • 12 Grünfinken
  • 8 Heckenbraunellen
  • 5 Singdrosseln
  • 2 Schwanzmeisen
  • 1 Bergfink
  • 1 Zaunkönig
  • 200 gerupfte Singvögel (unbestimmbar)

Weiterhin wurden 31 Bogenfallen und eine Schlagfalle abgebaut. Weitere Fangplätze mit Fallen und Netzen konnten gefunden werden - sie werden der Polizei baldmöglichst gezeigt.

07.10.2009

Am gestrigen Dienstag wurden die ersten Wilderer dieses Einsatzes überführt: An zwei Stellen nahe Tavernole (Val Trompia) hatten Komitee-Mitarbeiter bereits im November 2008 Bogenfallen gefunden, ein Einsatz mit der Polizei schlug damals leider fehl. Direkt in den ersten Tagen dieses Oktobers wurden die Stellen erneut kontrolliert - beide Vogelfänger hatten ihre Fallen wieder aufgestellt. Gestern Morgen wurden noch während der Dunkelheit Polizisten zu den Fangstellen geführt, bis 10 Uhr waren beide Wilderer auf frischer Tat ertappt! Eine genaue Zahl der sichergestellten Fallen haben wir derzeit noch nicht.
Unterdessen wurden weitere Fangstellen mit Schlag- und Bogenfallen an die Forstpolizei gemeldet.

04.10.2009

Das große Vogelschutzcamp des Komitees in Brescia hat am Samstag (03.10.09) mit der Anreise der Teilnehmer begonnen. Seit Sonntag sind 17 Vogelschützer aus Italien, Deutschland und den USA im Einsatz.
Am Sonntag und Montag konnten insgesamt 9 Fangplätze mit Schlagfallen, Bogenfallen und Fangnetzen ausfindig gemacht werden. Alle Fanggerätre wurden für Einsätze der Forstpolizei an Ort und Stelle belassen - ab dem morgigen 5. Oktober beginnen wir, die Beamten nachts zu den ausgekundschafteten Stellen zu führen.
Die Polizei hat in den letzten Tagen bereits 26 illegale Lockvögel beschlagnahmt, darunter 3 Kernbeißer und 1 Zippammer. Die Vögel wurden heute in Komitee-Obhut gegeben und werden in diesen Tagen in das große Auffangzentrum "Centro Fauna Selvatica" nach Modena gebracht.