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Wildtiere als Staubfänger

In Deutschland enden jährlich mehrere Zehntausend Wildtiere als Staubfänger in den Wohnzimmern von Jägern oder vermeintlichen Naturfreunden. Ob auf Holzbrettchen montierte Geweihe, fein säuberlich abgezogene Felle als Wandschmuck oder aber komplett ausgestopfte Vögel und Säugetiere - bei 300.000 Jägern in Deutschland boomt das Geschäft mit Tiertrophäen.

Geschmackloser Ramsch: Steinkäuze als StaubfängerGeschmackloser Ramsch: Steinkäuze als StaubfängerOb ein Jäger seine "Andenken" unbedingt über den Kamin hängen muss, ist wohl eine Frage des Geschmacks. Verboten ist es jedenfalls nicht. Aber viel Präparatoren hierzulande verkaufen unter dem Ladentisch fast alles, was Feld und Wald hergeben: Heimische Singvögel, Spechte, Eulen und Greifvögel, dazu Eichhörnchen, Bilche und Igel - allesamt geschützt oder zumindest Vermarktungsverboten unterliegend. Woher die Tiere stammen, ist in den meisten Fällen nicht mehr nachweisbar. Manche mögen eines natürlichen Todes gestorben sein, andere gezielt zum Ausstopfen geschossen oder gefangen.

Das Komitee recherchiert seit vielen Jahren in der Grauzone der Tierpräparatoren - und viele stichprobenhaft unter die Lupe genommene Betrieb arbeitet illegal. Unsere an die Artenschutzbehörden, den Zoll und die Polizei weitergegebenen Informationen haben schon zu Dutzenden Durchsuchungen und Gerichtsverfahren geführt. Ein Erfolg dieser Arbeit ist, dass die meisten Präparatoren heutzutage Neukunden sehr misstrauisch gegenüber eingestellt sind. Die illegalen Geschäfte werden nur noch mit persönlich bekannten Kunden abgewickelt - deutliche Gewinneinbußen und stetige Angst vor Kontrollen sind die Folgen.

Unsere Arbeit gegen ie illegale Tierpräparation ist nur mit Spendengeldern möglich. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über eine Spende.