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Malta: Polizei ignoriert nächtliche Wilderei
Offener Brief des Komitees an den Polizeichef (13.12.2017)

Auf Malta dürfen nach wie vor Goldregenpfeifer mit Netzen gefangen werden. Doch die winterliche Fangsaison ist - theoretisch - strikt reglementiert: Elektronischen Lockanlagen sind untersagt und der Vogelfang zur Nachtzeit verboten. Doch in jeder Nacht sind zahlreiche Fänger aktiv, Lockanlagen beschallen die ganze Insel. Die Polizei reagiert nur in den seltensten Fällen auf unsere Meldungen - nur 2 % der von uns gemeldeten Wilderer wurden überführt. In einem offenen Brief haben wir heute das Versagen der Polizei öffentlich gemacht, die maltesischen Medien berichten ausführlich.

Den offenen Brief an den Polizeichef lesen Sie hier (Englisch) hier »»


Immer aktuell informiert: Unser Tagebuch von den Herbst-Einsätzen

Von Mitte August bis Dezember 2017 finden wieder die Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord im Mittelmeerraum statt. Einsätze sind in Italien, Frankreich, Spanien, Serbien, auf Malta und Zypern sowie im Libanon geplant. Mit unserem Online-Tagebuch informieren wir Sie regelmäßig über den Fortgang der Aktionen.

Zum Online-Tagebuch geht´s hier »»


WDR berichtet über Komitee-Aktionen auf Malta (10.12.2017)

Im Frühling hat ein Kamerateam das Komitee gegen den Vogelmord auf Malta begleitet und unsere Aktionen gegen den illegalen Finkenfang dokumentiert. Am 10.12.2017 wurde der Beitrag in der WDR-Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" ausgestrahlt und ist jetzt in der Mediathek zu sehen:

"Illegale Vogeljagd auf Malta"


Sardinien-Einsatz abgeschlossen:
500 Rosshaarschlingen eingesammelt (09.12.2017)

Heute haben wir unser Vogelschutzcamp auf Sardinien abgeschlossen. Eine Woche lang waren fünf Komitee-Mitglieder zusammen mit Kollegen von der italienischen LAV im Einsatz und haben nach Rosshaarschlingen im Süden der Mittelmeerinsel gesucht. Insgesamt konnten wir 500 der hauchfeinen Vogelfallen und 100 Drahtschlingen zum Fang von Säugetieren finden und abbauen. Ein Wilderer wurde mit Hilfe einer versteckten Kamera überführt. Die Aktion war ein voller Erfolg: Vor 10 Jahren haben wir noch fast 10.000 Schlingen gefunden - der massive Rückgang der Wilderei ist schönes Ergebnis unserer Sardinien-Einsätze.

Wie deutlich der Vogelfang auf Sardinien seit dem Start unserer Arbeit auf der Mittelmeerinsel im Jahr 1995 zurückgegangen ist, zeigt ein Blick in unsere "Fallenstatistik" »»


Dezember-Einsatz auf Zypern:
Start des Vorweihnachts-Vogelschutzcamps (08.12.2017)

Zum ersten Mal führt das Komitee gegen den Vogelmord auf Zypern einen Einsatz in der Vorweihnachtszeit durch. Ziel ist es, das Ausmaß der Wilderei im Spätherbst zu dokumentieren und zusammen mit Polizei und Jagdaugfsicht gegen den Vogelfang vorzugehen. Wie weit verbreitet die Wilderei jetzt im Dezember ist, wissen wir nicht - im Januar (wenn unser Wintereinsatz startet) ist vor allem in den britischen Militärgebieten der Vogelfang mit Netzen sehr weit verbreitet. Die Aktion läuft bis zum 22.12. - am Heiligen Abend wollen die Teilnehmer wieder daheim sein!

Mehr über unsere Aktionen auf Zypern lesen Sie hier »»


Malta: 177 illegale Fangstellen gefunden (28.11.2017)

Das Komitee gegen den Vogelmord hat der maltesischen Naturschutzbehörde WBRU eine Liste von 177 illegalen Fanganlagen übermittelt. Sie ist das Ergebnis unserer Recherchen in den letzten Wochen - die Netze zum Finkenfang sind vor allem auf unter Naturschutz stehender Macchia oder im Bereich archäologischer Stätten errichtet (das Foto zeigt 3 Schlagnetze auf der 200 Jahre alten "Notre Dame-Bastion" bei Valletta). WBRU hat dem Komitee nun mitgeteilt, sie hätten keine Zeit, sich mit der Kontrolle der illegalen Fanganlagen zu beschäftigen. Gegenüber der Europäischen Union beteuert die gleiche Behörde, die 6.000 entgegen EU-Recht vergebenen Vogelfang-Lizenzen "strikt zu kontrollieren". Brüssel klagt derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Malta wegen der Genehmigung des Vogelfangs. Die nun durch uns dokumentierte Untätigkeit der Behörden trägt hoffentlich dazu bei, dass die Richter den Vogelfang bald beenden!


Vogelschutzcamp in Norditalien beendet:
48 Wilderer überführt, über 700 Fallen und Netze abgebaut (05.11.2017)

Nun ist auch das Komitee-Vogelschutzcamp in Brescia abgeschlossen: Pünktlich zum Wintereinbruch in den Alpen haben wir am heutigen Sonntag unseren 5wöchigen Einsatz in den Bergen zwischen Gardasee und Iseosee beendet. Die rund 50 Teilnehmer haben an 73 Standorten insgesamt 96 Bogen- und 630 Schlagfallen, 41 Fangnetze und 15 kleine Schlagnetze sowie 7 Käfigfallen gefunden. Die Polizei hat 48 Wilderer aufgrund unserer Hinweise überführt. Bei Hausdurchsuchungen wurden weitere 62 Fangnetze und rund 450 tiefgefrorene Singvögel sichergestellt. Bei Jägern und Vogelhändlern haben die Beamten mehr als 800 lebende Finken, Drosseln, Meisen und Rotkehlchen beschlagnahmt und dem Komitee zur Freilassung übergeben.

Eine Übersicht über die Ergebnisse unserer Einsätze in Brescia seit 1984 finden Sie hier »»


Zypern: Fast 3.500 Vogelfallen eingesammelt!
Komitee-Vogelschutzcamp abgeschlossen (04.11.2017)

Heute geht das Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord auf Zypern zuende. Seit Ende August waren mehr als 30 Natur- und Tierfreunde aus Groß-Britannien, Deutschland, Italien, Slowenien, Frankreich und den USA auf der Mittelmeerinsel im Einsatz. In den 9 Wochen haben sie 3.353 Leimruten, 143 Fangnetze und 96 elektronische Lockanlagen gefunden und zusammen mit der Polizei abgebaut. 20 Wilderer konnten aufgrund unserer Hinweise überführt werden. 420 Vögel wurden aus den illegalen Fanggeräten befreit. Ein großer Dank an allen Helfer für die tolle und nicht ungefährliche Arbeit und natürlich auch an alle Unterstützer, ohne deren Spenden ein so langer Einsatz gar nicht möglich gewesen wäre!

Mehr dazu lesen Sie hier »»


Doku-Serie zum Vogelmord auf Zypern (20.10.2017)

In diesem Herbst veröffentlicht der britische Fernseh-Moderator und Naturschützer Chris Packham mehrere Kurzreportagen über den Vogelfang auf Zypern. Er ist dabei auch mit Teams des Komitees gegen den Vogelmord unterwegs gewesen und hat die teilweise sehr mühsamen und auch gefährlichen Umstände, unter denen wir dort täglich arbeiten, dokumentiert. Die insgesamt 7 Teile (in engslicher Sprache) erscheinen nach und nach auf der Internetseite von Chris Packham:

"Cyprus: Massacre On Migration 2017"


Schockierende Szenen auf dem Mount Lebanon:
Komitee dokumentiert Wespenbussardjagd - neues Video (12.9.2017)

Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord haben im Libanon ein Greifvogelmassaker jenseits aller Vorstellungskraft dokumentiert. Nachdem wir bei Aghbeh schon vor einigen Tagen zahlreiche tote Wespenbussarde gefunden und die Behörden informiert hatten, sind wir am Sonntag zurückgekehrt, um zu prüfen, ob sich die Situation dort verbessert hat. Leider ist das Gegenteil der Fall: Bei starkem Vogelzug haben wir die Überreste weiterer 70 Greifvögel gefunden. Während wir die traurigen Funde dokumentierten, haben die schwer bewaffneten Jäger um unserer Teams herum weiter ungeniert auf die geschützten Vögel geschossen.

Unser eindrückliches Video finden Sie hier »»


Libanon: Komitee-Team dokumentiert Zugvogelmassaker
Video von Wespenbussard-Abschüssen jetzt online (07.09.2017)

Heute Morgen ist ein Komitee-Team Zeuge eines Greifvogelmassakers auf dem Mount Lebanon geworden. In den Wäldern des Gebirgszugs östlich von Beirut hatten hunderte Wespenbussarde übernachtet. Am frühen Morgen haben die hier versammelten Jäger die hochgradig gefährdeten Vögel unter Beschuss genommen und dabei mindestens 50 Bussarde abgeschossen. Die Tiere fielen zum Teil vor die Füße unseres Teams.

Das schockierende Video mit aktuellen Aufnahmen finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp im Libanon:
Erster Komitee-Einsatz im Nahen Osten (01.09.2017)

Um die libanesische Regierung im Kampf gegen die Wilderei zu unterstützen, organisieren des Komitee gegen den Vogelmord und die SPNL im September 2017 erstmals ein Vogelschutzcamp im Zedernstaat. Der Einsatz wird während des Höhepunktes des Durchzugs der Weißstörche vom 1. bis zum 15. September durchgeführt. Unterstützt von einheimischen Vogelschützern werden sechs Komitee-Experten aus Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und der Türkei bekannte Zentren der Wilderei überwachen und alle Abschüsse geschützter Arten dokumentieren und an die Polizei melden. Die Aktion an der Grenze zum syrischen Bürgerkriegsgebiet ist die bislang gefährlichste in unserer Vereisgeschichte.

Mehr zur Zugvogeljagd im Libanon erfahren Sie hier »»


Malta: Erster Einsatz des 2. Halbjahres abgeschlossen:
Watvogelfang fast völlig zum Erliegen gekommen (21.08.2017)

Positive Bilanz des Komitee-Sommereinsatzes auf Malta: In den letzten 2 Wochen haben Komitee-Teams auf der Mittelmeerinsel nach Fanganlagen für geschützte Regenpfeifer, Strandläufer und andere Watvögel gesucht. 2014 hatten wir noch 22 mit riesigen Schlagnetzen bestückte Fangstellen gefunden, jetzt im August waren es nur noch drei! Ein Vogelfänger wurde nach unserem Hinweis von der Polizei überführt, mindestens zwei Schlagnetze wurden sichergestellt. Die Zugvögel werden mit elektronischen Lockgeräten in die Netze gelockt - 2014 hatten wir noch 18 solcher Geräte gefunden, dieses Jahr nur noch vier. Wir haben das Phänomen des Watvogelfangs auf Malta nach wenigen Jahren intensiver Arbeit unter Kontrolle bekommen - ein tolles Ergebnis!

Mehr zum Thema lesen Sie hier »»


“Europas tödlichster Ort für Wildvögel”
BBC-Dokumentation über die Komitee-Aktionen auf Zypern (01.06.2017)

Im Januar 2017 hat das Komitee gegen den Vogelmord eine große Aktion gegen den illegalen Vogelfang mit Netzen in den britischen Militärgebieten auf Zypern durchgeführt. Zwei Tage lang haben wir die illegalen Fanganlagen in dem Sperrgebiet auf der Mittelmeerinsel kontrolliert und 424 Netze abbauen können, 437 Vögel wurden befreit. Ein Kameratem des britischen Fernsehsenders BBC hat uns dabei begleitet - am 31. Mai 2017 wurde die sehenswerte Dokumentation in der Sendung "Undercover Tourist" ausgestrahlt.

Sie können den Film hier sehen »»


Komitee-Frühlingsaktionen abgeschlossen
41 Wilderer überführt, 2.000 Fallen und Netze sichergestellt (23.05.2017)

Vom 18. Februar bis zum 21. Mai fanden die diesjährigen Frühlingseinsätze des Komitees gegen den Vogelmord satt. An den 9 Vogelschutzcamps in Italien, auf Malta und Zypern haben sich insgesamt rund 60 Komitee-Mitglieder beteiligt. In den 13 Wochen haben wir 1.834 Leimruten, 90 Fangnetze, 83 Schlagfallen und 6 Käfigfallen gefunden, aufgrund unserer Hinweise hat die Polizei 41 Wilderer auf frischer Tat überführt – bei ihnen wurden 4 Flinten und 1.342 Schuss Munition sichergestellt. Fast 300 Vögel konnten befreit werden – entweder aus Fallen und Netzen oder aber aus den Volieren krimineller Tierhändler.

Eine kleine Zusammenfassung der Ergebnisse zu jedem Einsatz haben wir hier für Sie zusammengestellt »»