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Nordrhein-Westfalen: Greifvögel vergiftet (22.05.2018)

Im Kreis Borken (NRW) haben Unbekannte erneut zwei Greifvögel mit Giftködern gezielt getötet. In einen Mäusebussard und einem Rotmilan wurden hohe Dosen des als "Schwiegermuttergift" bekannten E605 nachgewiesen. Die beiden streng geschützten Tiere wurden Anfang April tot auf einem Acker an der Schöppinger Landstraße bei Ahaus von Spaziergängern gefunden, das Ergebnis der toxikologischen Analyse liegt nun vor. Der Kreis Borken gehört zu den Schwerpunkten der illegalen Greifvogelverfolgung in Deutschland - alleine aus der Zeit seit 2005 sind mehr als 40 Fälle bekannt!

Einen Überblick über die aktuellen Fälle illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp auf Zypern abgeschlossen
Rückgang der Wilderei: Nur 305 Leimruten gefunden! (20.05.2018)

Mit dem Ende des Vogelzugs ist jetzt auch unser Vogelschutzcamp auf Zypern nach 8 Wochen abgeschlossen. Seit Mitte März waren Komitee-Teams auf der Mittelmeerinsel im Einsatz und haben insgesamt 305 Leimruten und 9 Netze gefunden - so wenige wie noch nie! Zum Vergleich: Im letzten Jahr haben wir im gleichen Zeitraum noch 1.834 Leimruten und 19 Netze gefunden. Zwei Wilderer wurden überführt, sie müssen 8.540 € bzw. 8.400 € Strafe zahlen. Die Kombination aus unserer hartnäckigen Arbeit und den hohen Strafen hat den Vogelfang im Frühling erheblich zurück gedrängt. Doch die Wildererlobby schläft nicht: Schon werden Gesetzesinitiativen zu einer Reduzierung der Strafen und für eine offizielle Jagdzeit auf Mönchsgrasmücken diskutiert!

Mehr über Die Einsätze auf Zypern lesen Sie hier »»


Kalabrien-Einsatz: Schutz für Wespenbussarde (02.05.2018)

In Kalabrien hat unser Frühlingscamp zum Schutz durchziehender Greifvögel begonnen. Die Meerenge zwischen dem italienischen Festland und der Insel Sizilien ist seit jeher einer der Brennpunkte der Wilderei in Südeuropa. Durch die Einsätze der Naturschutzverbände und der Polizei ist der Abschuss geschützter Arten deutlich zurückgegangen - dennoch gibt es Gegenden, in denen bis heute die Jagd auf Wespenbussarde ausgeübt wird. Bis Mitte Mai besetzen die Komitee-Teams wichtige Zugkorridore der Vögel und versuchen so die Jagd zu verhindern.

Mehr zu unserem Einsatz in Kalabrien lesen Sie hier »»


EU erlaubt Abschuss von 53 Millionen Wildvögeln
Neue Komitee-Studie zu Jagdstrecken in Europa veröffentlicht (23.04.2018)

In der Europäischen Union werden jedes Jahr mehr als 53 Millionen Wildvögel von Jägern legal abgeschossen, darunter auch zahlreiche Arten, die in Deutschland stark gefährdet sind. Das ist das Ergebnis einer Studie des Komitees, in deren Rahmen offizielle Jagstatistiken aus insgesamt 24 EU-Staaten sowie der Schweiz und Norwegen ausgewertet wurden. Im Einzelnen listet die Studie jährliche Abschüsse von zum Beispiel 4.995.083 Singdrosseln, 1.455.208 Turteltauben, 898.958 Feldlerchen 107.802 Kiebitzen auf. Die Ergebnisse sind ein weiterer Beleg dafür, dass die Jagd auf bestimmte Arten die Schutzbemühungen in anderen Ländern gefährdet oder sogar komplett zunichtemacht

Unsere Prerssemeldung dazu finden Sie hier »»
Eine Zusammenfassung der Studie lesen Sie hier


Malta: Massive illegale Jagd auf Turteltauben
Komitee filmt Wilderer - maltesische Medien berichten (20.04.2018)

Auf Malta ist derzeit entgegen EU-Recht die Jagd auf Wachteln erlaubt. Viele Jäger nutzen diese Genehmigung als "Alibi", um mit der Waffe im Gelände auf die Pirsch nach den geschützten und hochbedrohten Turteltauben zu gehen. Ihnen dies nachzuweisen ist schwierig, weil die Täter in Gebüschen versteckt auf die Taubenjagd gehen. Nun ist es einem Komitee-Team gelungen, einen Jäger dabei zu filmen und der Polizei Beweise vorzulegen. Die maltesischen Medien berichten dazu ausführlich - wir hoffen auf einen Abschreckungseffekt.

Einen Bericht dazu in der Times of Malta finden Sie hier . Auch die Frankfurter Rundschau berichtet aktuell über die fragwürdige Frühlingsjagd auf Malta und die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord.


Aktionen auf Ischia haben begonnen:
Komitee und ENPA im Einsatz gegen die Wilderei auf der Ferieninsel (07.04.2018)

Das Komitee gegen den Vogelmord und sein italienischer Partnerverband ENPA haben ihre Arbeit auf der Mittelmeerinsel Ischia begonnen. Bis Anfang Mai werden Teams beider Verbände sowie der Jagdaufseher des WWF das Verbot der Frühlingsjagd überwachen und auf der Suche nach illegalen Vogelfallen sein. Die Wilderer haben es im Frühling besonders auf die gefährdeten Turteltauben, Braunkehlchen und Steinschmätzer abgesehen. Mit Ansitzen an den Fangstellen und versteckten Kameras werden wir versuchen, die Täter zu überführen.

Mehr zu den Komitee-Aktionen in Süditalien lesen Sie hier »»


Videos vom Libanon-Frühlingseinsatz:
Komitee dokumentiert Schwalbenjagd und Tiefkühlsingvögel (28.03.18)

Beim Libanon-Einsatz des Komitees gegen den Vogelmord hat unser Team am 27.3.2018 südlich von Beirut ein wahres Schwalbenmassaker dokumentiert. Die Täter, unter ihnen mehrere Kinder und Jugendliche, flüchteten vor der von uns verständigten Polizei, ein Jäger konnte verhaftet werden, seine Waffe wurde sichergestellt. Drei Tage zuvor hatten Komitee-Mitarbeiter in einem Supermarkt hunderte tiefgefrorene Mönchsgrasmücken gefunden. Die Art ist auch im Libanon streng geschützt. Von beiden Vorfällen haben wir Videomaterial veröffentlicht.

Die aktuellen Youtube-Videos aus dem Libanon finden Sie hier »»


Greifvogelverfolgung in Rheinland-Pfalz
Taubenzüchter fängt Habicht in Bingen (21.02.2018)

Tierquälerei und Greifvogelverfolgung am Rheinufer bei Bingen: Dank der Zivilcourage eines aufmerksamen Naturfreundes konnte gestern Nachmittag ein habicht aus einer illegalen Lebendfalle befreit werden. Das Fanggerät - ein "Habichtfangkorb" - war auf dem Dach eines Taubenschlages in einer Schrebergartenkolonie aufgestellt worden. Eine lebende, weiße Taube diente als Köder. Die von dem Zeugen verständigte Polizei beschlagnahmte die Falle und sicherte vor Ort Beweise. Das Komitee wird noch in dieser Woche Strafanzeige gegen den verantwortlichen Taubenhalter erstatten. Habicht und Taube wurden einer Pflegestation übergeben.

Mehr zu unserem von der Bundesregierung geförderten Projekt gegen die illegale Greifvogelverfolgung finden Sie hier »»


Winter-Einsatz auf Zypern abgeschlossen
137 Netze und 118 Leimruten abgebaut, 4 Wilderer überführt (18.02.2018)

137 Netze, 118 Leimruten, vier überführte Wilderer - das ist das Ergebnis unseres heute abgeschlossenen fünfwöchigen Wintereinsatzes auf Zypern. Unsere ehrenamtlichen Helfer waren seit Anfang Januar auf der Mittelmeerinsel im Einsatz und haben wirklich ganze Arbeit geleistet! Über 500 Vögel wurden aus den Fallen befreit. Die Strafen für die Wilderer können sich sehen lassen: Zwei müssen wegen illegaler Verwendung eines Lockgeräts jeweils 500 € zahlen, die beiden anderen wegen Vogelfangs mit Netzen 5.000 € bzw. 8.000 €! Danke an alle Camp-Teilnehmer für die tolle Arbeit und den täglich aufgebrachten Mut, und natürlich danke an alle Förderer für die Unterstützung!

Infos über unsere Vogelschutzcamps auf der Mittelmeerinsel finden Sie hier »»


Große Aktion gegen Wilderei in Kalabrien
11 Jäger und 2 Tierhändler in Süditalien überführt (10.02.2018)

Einsatz gegen illegale Vogeljagd in Italien: Im süditalienischen Kalabrien hat das Komitee gegen den Vogelmord gemeinsam mit der Umwelteinheit der Carabinieri einen großen Einsatz gegen die Wilderei durchgeführt. In Aspromonte - der "Stiefelspitze" Italiens - haben sie dabei 11 Jäger und 2 Tierhändler erwischt. Die Jäger hatten auf geschützte Arten geschossen, verbotene Waffen oder elektronische Lockgeräte benutzt. 11 Flinten wurden beschlagnahmt, ebenso wie zahlreiche geschossene Vögel, darunter Buchfinken, Buntspechte, Bachstelzen, Stieglitze und Erlenzeisige. Bei den Tierhändlern wurden über 200 illegal gefangene Buchfinken sichergestellt. Es war der erste große Komitee-Einsatz in Italien diesem Jahr!

Mehr zum Einsatzgebiet in Süditalien lesen Sie hier »»


Tätigkeitsbericht 2017 jetzt online (22.12.2017)

Das zurückliegende Jahr 2017 war eines der arbeitsintensivsten und erfolgreichsten in der Geschichte des Komitees gegen den Vogelmord. Mit 25 Vogelschutzcamps in 9 Ländern hatten wir so viele Einsätze wie noch nie. Wir haben dabei rund 8.000 Fallen und Netze eingesammelt und der Polizei dabei geholfen, weit über 100 Wilderern das Handwerk zu legen. Das Highlight des Jahres war unser erster Einsatz im Libanon. Wie immer resümieren wir am Ende des Jahres mit unserem Tätigkeitsbericht - eine schöne Gelegenheit, noch einmal nachzulesen, was alles passiert ist.

Jetzt ist unser Bericht 2017 online - schauen Sie mal rein!