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Willkommen auf www.komitee.de


Malta vor Gericht: Europäischer Gerichtshof verhandelt wegen des Finkenfangs auf der Mittelmeerinsel (15.02.2017)

Am 15.2.2017 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Verhandlung über den Finkenfang auf Malta begonnen. Die maltesische Regierung hat entgegen EU-Recht den Fang zehntausender Singvögel mit Netzen erlaubt - die Tiere werden als Stubenvögel gehalten. Bei der ersten Anhörung in Luxemburg hat die maltesische Seite offenbar kein so gutes Bild abgegeben. Prozessbeobachter berichten, dass die Greneralanwältin des EuGH, Eleonor Sharpston, erhebliche Zweifel an den Ausführungen der maltesichen Delegation hatte. Ein Urteil wird für Mitte des Jahres erwartet.

Einen Bericht dazu lesen Sie in der Tageszeitung "Malta Today" »»


Greifvogelsterben im Kreis Heinsberg: 16 weitere tote Vögel entdeckt
Region ist Hochburg der illegalen Verfolgung in Deutschland (07.02.2017)

Das Greifvogelsterben im Kreis Heinsberg hat offenbar größere Dimensionen als bisher angenommen. Nachdem in der letzten Woche in den Lokalmedien über den Fund von fünf mutmaßlich vergifteten Mäusebussarden bei Immendorf berichtetet wurde, sind beim Komitee gegen den Vogelmord bis heute Hinweise auf 16 weitere tote Greifvögel eingegangen, die seit Mitte Januar in der Region von Zeugen gefunden wurden. Wieviele Vögel zusätzlich noch an den Kreis oder die Polizei gemeldet, und ob diese ebenfalls geborgen wurden, ist noch nicht bekannt. Augrund der Vielzahl der Meldungen und der Fundumstände gehen wir davon aus, dass ein Teil der Vögel mit illegal ausgelegten Giftködern getötet wurde.

Mehr über die aktuellen Fälle lesen Sie hier »»


Zypern: Angriff auf Komitee-Mitglieder
Video jetzt online bei YouTube (01.02.2017)

Am gestrigen 31.01.2017 wurde ein Komitee-Team auf Zypern von einem Wilderer angegriffen. Sie hatten im Beisein der Polizei 11 Netze bei dem polizeibekannten Kriminellen abgebaut, als dieser auftauchte. Mit seinem Wagen verfolgte er die flüchtenden Vogelschützer und fuhr ihnen mehrfach mit seinem Geländewagen in das Fahrzeug. Die Komitee-Mitglieder sind mit dem Schrecken davon gekommen, unser Vereinswagen ist aber erheblich beschädigt. Ein heute Abend von uns veröffentlichtes Video zeigt einen Teil der Situation - vor allem ist zu sehen, dass die Polizei völlig untätig ist, obwohl der Wilderer versucht, unsere Leute von der Straße abzudrängen.

Das Video finden Sie hier auf unserem YouTube-Kanal


Leiterfallen, vergiftete Bussarde und ein gefällter Horstbaum:
Schon vier gemeldete Fälle von Greifvogelverfolgung in 2017 (31.01.2017)

Das Thema "Illegale Greifvogelverfolgung" bleibt auch im neuen Jahr topaktuell - alleine im Januar 2017 gibt es schon vier neue Fälle: In Emsbüren (Niedersachsen) hat ein Komitee-Team bei einem Taubenhalter eine mit lebenden Tauben bekörderte Leiterfalle für Habichte gefunden (siehe Foto), in Mönchen-Gladbach in Nordrhein-Westfalen stand ein fast baugleiches Fanggerät bei einem Jäger. In Heinsberg (Nordrhein-Westfahlen) wurden mindestens vier Mäusebussarde mit Giftverdacht gefunden und im Bereich der Friedländer Großen Wiese in Mecklenburg-Vorpommern verschwand in einem Planungsgebiet für einen Windpark ein Rotmilanhorst auf unerklärliche Weise.

Eine Auflistung aller aktuellen Fälle finden Sie hier »»


“Europas tödlichster Ort für Wildvögel”
Komitee-Mitglieder entfernten 274 illegale Fangnetze in nur zwei Nächten auf dem Gebiet der Britische Militärbasen (18.01.2017)

Am 18. Januar 2017 haben wir eine internationale Pressemitteilung veröffentlicht, in der wir erneut aufdecken, in welchem erschreckenden Ausmaß in den britischen Militärbasen (SBA – Sovereign Base Area) auf Zypern illegal Vögeln nachgestellt wird. Zwei Tage lang haben wir konzentriert vor Ort die illegale Fanganlagen in den SBA-Gebieten kontrolliert. Innerhalb von nur zehn Stunden im Gelände konnten unsere Mitglieder und die Aktiven der Stiftung Pro Artenvielfalt 114 Fangplätze mit mehr als 500 Japannetzen lokalisieren. 274 von diesen Netzen konnten wir abbauen.

Mehr Infos zu unseren Aktionen auf Zypern finden Sie hier »»


Schwerer Schlag gegen Vogelschmuggler in Italien
13 Männer festgenommen, 2.000 Singvögel befreit (12.01.2017)

In Italien ist uns zum Jahresauftakt ein wirklich richtig großer Schlag gelungen: Nach fast 10jähriger Recherche konnten wir im Herbst 2016 der Polizei Hinweise auf einen Vogelschmugglerring in Kalabrien geben, die nun zur Verhaftung von 13 Personen geführt haben. Über 2.000 lebende Singvögel - vor allem Stieglitze, Grünfinken, Girlitze und Hänflinge - wurden lebend sichergestellt und umgehend freigelassen. Die Tiere waren illegal in Italien gefangen worden und sollten überwiegend illegal nach Malta geliefert werden. Es liegen Hinweise dazu vor, dass bereits über 30 solche Lieferungen mit einem Gesamtwert von vermutlich mehr als 7 Millionen Euro stattgefunden haben. Die mutmaßlichen Täter werden wegen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht gestellt.


Tätigkeitsbericht 2016 jetzt online (23.12.2016)

Das Jahr 2016 war von viel Arbeit, aber auch vielen Erfolgen geprägt. Wir haben nicht nur 9.800 illegale Fallen und Netze eingesammelt und rund 180 Wilderer in flagranti überführt, sondern auch in Spanien, auf Malta und in Frankreich schöne Erfolge erzielt.

Wie immer resümieren wir am Ende des Jahres mit unserem Tätigkeitsbericht - eine schöne Gelegenheit, noch einmal nachzulesen, was alles passiert ist.

Jetzt ist unser Bericht 2016 online - schauen Sie mal rein!


Malta: Goldregenpfeifer-Fang außer Kontrolle (15.12.2016)

Auf Malta ist der Fang durchziehender Goldregenpfeifer mit riesigen Schlagnetzen erlaubt. Um das Fangverbot der EU zu umgehen, hat die maltesische Regierung strenge Auflagen für den "limitierten" Regenpfeiferfang erlassen. Das Komitee gegen den Vogelmord konnte jetzt nachweisen, dass sich die Vogelfänger vielfach um die Auflagen herummogeln und weit mehr der seltenen Zugvögel fangen, als erlaubt ist. In den letzten zwei Wochen haben Komitee-Mitarbeiter insgesamt 82 illegal betriebene Fangstellen auf der Mittelmeerinsel gefunden. Die EU-Kommission ist informiert, die maltesischen Medien berichten ausführlich über den Skandal.

Unsere aktuelle Pressemeldung dazu (auf englisch) finden Sie hier »»


Wilderei in den britischen Militärgebieten auf Zypern
Britische Regierung reagiert auf Komitee-Protestaktion (12.12.2016)

Im Herbst 2016 hat das Komitee gegen den Vogelmord eine Protestaktion gegen die ausufernde Wilderei in britischen Militärgebieten auf Zypern gestartet. Tausende Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa haben Theresa May - die britische Premierministerin - aufgefordert, entschieden gegen den Vogelmord vorzugehen. Wir haben inzwischen eine Antwort des Oberbefehlshabers der britischen Armee erhalten, der im Auftrag der Regierung deren Sicht der Dinge darlegt. In unserer Antwort vom Dezember 2016 gehen wir auf das Schreiben des Stabschefs ein und widerlegen eine ganze Reihe seiner Argumente.

Wir haben die Schreiben hier für Sie zum Download bereit gestellt »»


Sardinien-Einsatz: 2.650 Vogelfallen eingesammelt (28.11.2016)

Nach zwei Wochen ist unser Vogelschutzcamp auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien zuende gegangen. Die 15 Teilnehmer konnten 2.650 Rosshaarschlingen für den Vogelfang einsammeln, dazu kommen 40 Drahtschlingen zum Fang von Säugetieren. Im letzten Jahr waren es im gleichen Gebiet lediglich 1.000 Rosshaarschlingen. 4 Wilderer konnten mittels versteckter Kamera gefilmt und angezeigt werden, ein Vogelfänger wurde gemeinsam mit den Carabinieri inflagranti an seinen Fallen erwischt.

Beim Komitee ist jetzt Einsatz-Pause bis 26.12. ... dann geht es auf Sardinien mit den Weihnachts-Einsatz weiter!


Singvogelfänger in Düren-Niederau aufgeflogen
21 verbotene Fallen und 34 lebende Vögel beschlagnahmt (09.11.2016)

Im Kreis Düren hat das Komitee gegen den Vogelmord einem professionellen Vogelfänger das Handwerk gelegt. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung haben Komitee-Mitarbeiter gestern auf einem Privatgrundstück im Dürener Stadtteil Niederau eine riesige Anzahl aktiver Vogelfallen sowie zahlreiche lebende geschützte Vögel gefunden. Polizei und Kreisveterinäramt haben insgesamt 21Vogelfallen (darunter ein Fangnetz und drei Greifvogelfallen) sowie 32 Singvögel, einen Turmfalken und einen Sperber sichergestellt. Gegen den Mann wird Anzeige wegen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und wegen Tierquälerei erstattet.

Mehr dazu und Bilder von dem Fall finden Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung »»


Vogelschutzcamp in Brescia (Italien) beendet
56 Wilderer überführt, 1.287 Fallen und Netze gefunden (06.11.2016)

Das Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia – mit 5 Wochen Länge und 82 Teilnehmern unser größter Einsatz – ist am 6.11. abgeschlossen worden. Wir haben 287 Bogenfallen, 923 Schlagfallen und 68 Netze gefunden. 56 Wilderer (55 Männer, eine Frau) wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, über 620 lebende Lockvögel und fast 1.000 tiefgefrorene Singvögel beschlagnahmt. Vor allem bei den besonders brutalen Bogenfallen verzeichnen wir einen starken Rückgang: Vor 15 Jahren haben wir noch regelmäßig über 10.000 der Fanggeräte gefunden, die 246 im Jahr 2016 sind ein historischer Tiefstand.

Mehr über unsere Arbeit in Brescia erfahren Sie hier »»


Erfolg in Spanien:
Vogelfang mit Leimruten auf historischem Tiefstand (01.11.2016)

Beim seit gestern abgeschlossenen Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord in Valencia haben wir so wenige aktive Fanganlagen gefunden, wie nie zuvor. Unsere Teams waren 10 Tage im Norden der ostspanischen Region im Einsatz und haben etwa 500 "parany" kontrolliert. Diese traditionellen Fanggärten bestehen aus einen eigens zum Vogelfang zurechtgeschnittenen Baum, in dem hunderte Leimruten platziert werden. Noch vor 10 Jahren waren sämtliche dieser Anlagen illegal in Betrieb, in diesem Jahr wurden lediglich 32 aktiv vorgefunden. 16 parany wurden bei der Polizei angezeigt, 10 Vogelfänger konnten inflagranti überführt werden. Etwa 2.100 Leimruten und drei Dutzend frisch gefangene Vögel wurden sichergestellt.

Ausführliche Infos zu unserer Arbeit gegen die Wilderei in Valencia finden Sie hier »»


Wespenbussard-Abschüsse auf Malta gefilmt
Neues Komitee-Video jetzt online (15.09.2016)

Gestern Abend und heute Morgen haben unsere Teams auf Malta den Abschuss von insgesamt drei Wespenbussarden beobachtet. Zwei der Zwischenfälle wurden gefilmt. Das Videomaterial haben wir der Polizei übergeben, die mit Hochdruck daran arbeitet, die Täter zu überführen. Die Abschüsse sind das Topthema in den maltesischen Tageszeitungen. Außerdem haben Komitee-Mitarbeiter einen angeschossenen Graureiher gefilmt sowie eine illegale Trophäensammlung und zwei Käfigfallen gefunden

Ein Link zum aktuellen Video von den Abschüssen und weitere neue Bilder finden Sie in unserem Online-Tagebuch »»