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Endstation Malta

 

Zugvogelwilderei auf Malta: Kein Ende in Sicht

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Komiteemitarbeiter mit geschossenem Wespenbussard
Mit seiner zentralen Lage im Mittelmeer ist der maltesische Archipel ein wichtiger Trittstein für den Vogelzug zwischen Europa und Afrika. Insbesondere bei schlechtem Wetter legen zahlreiche Zugvögel einen Zwischenstop auf der gerade einmal 360 Quadratkilometer großen Inselgruppe ein. Der Einflug großer Vogelschwärme zu den Rastplätzen auf Malta und Gozo ist ein einzigartiges Naturschauspiel, das jedes Jahr zahlreiche Vogelbeobachter begeistert.

Schreiadler, Wespenbussarde, Wiesenweihen, Falken und Reiher rasten hier beim langen Flug über das Mittelmeer wie Pirole, Ziegenmelker, Schwalben und zahlreiche Finken. Leider sind der Abschuss geschützter Arten und der illegale Vogelfang nach wie vor weit verbreitet.
Obwohl Malta mittlerweile zur EU gehört, werden dort nach wie vor Tausende Wespenbussarde, Weihen, Adler, Pirole und andere Zugvögel auf dem Zug geschossen. Brennpunkte der Wilderei sind die Schlafplätze der Vögel, an denen Wilderer trotz strenger Verbote immer wieder regelrechte Massaker anrichten.

Komitee unterstützt die Umweltpolizei

Zuständig für die Überwachung der Schutzvorschriften ist die maltesische Umweltpolizei A.L.E. (Administrative Law Enforcement). Doch obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung die illegale Jagd ablehnt, gibt es bis heute keine wirksamen Kontrollen. Der Grund: Die ALE ist seit Jahren nicht verstärkt worden und steht mit maximal 10 Beamten pro Schicht einer Übermacht von mehr als 15.000 Jägern und Vogelfängern gegenüber. Um die Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen und um Daten über den Vogelzug zu sammeln, organisiert das Komitee gegen den Vogelmord jedes Jahr Zugvogelschutzcamps mit internationaler Beteiligung auf Malta.

Darüber hinaus kämpfen wir uns vor Ort mit Aufklärungs- und Protestkampagnen für einen besserem Zugvogelschutz auf Malta. Gemeinsam mit unseren Partnern Birdlife Malta und der International Animal Rescue setzen wir uns für eine Kürzung der Jagdzeiten und ein Verbot der Frühlingsjagd ein.

 

 
 
 
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ÖKO-TEST November 2002 * Öko-Spenden * 'Zwischen Biotop und Sumpf'
 
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