Printer-friendly version

Willkommen auf www.komitee.de.


Neues Komitee-Video über den Lerchenfang in Frankreich (13.09.2019)

Die Jagd auf Feldlerchen und Turteltauben ist in vollem Gange. Trotz europaweit zurückgehender Bestände haben Frankreich, Spanien und Italien in diesem Monat wieder Millionen Feldlerchen und Turteltauben für die Jagd freigegeben. Das Komitee gegen den Vogelmord hat deswegen heute eine umfangreiche Umweltbeschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Der Abschuss dieser Arten auf dem Zug ist nicht nachhaltig und beschleunigt den Rückgang der Brutvögel in Deutschland und anderswo. An der französischen Atlantikküste dürfen Feldlerchen zusätzlich noch mit riesigen Schlagnetzen gefangen werden. Ein vom Komitee heute veröffentlichtes Video zeigt erstmals, wie Feldlerchen von französischen Jägern gefangen und anschließend getötet werden.

Das neue Video finden Sie hier »»


Malta: Schüsse auf Komitee-Mitglieder
Komitee setzt 2.500 € Belohnung für Hinweise aus (10.09.2019)

Gestern wurden gleich zwei Komitee-Teams auf Malta unter Beschuss genommen. Der erste Zwischenfall ereignete sich bei Bingemma, wo die Vogelschützer in einen Schrothagel gerieten, als sie eine verdächtige Person beobachteten. Ein anderes Team stellte bei der Rückkehr zu ihrem Fahrzeug, das sie auf der Hauptstraße im Girgenti-Tal geparkt hatten, fest, dass dieses in ihrer Abwesenheit mit einer Schrotladung völlig zerschossen wurde. An genau dieser Stelle gab es drei Tage zuvor einen Polizei-Einsatz, nachdem wir den Abschuss eines Bienenfressers an die Behörden gemeldet hatten. Es wurde niemand verletzt, die Polizei ermittelt. Das Komitee gegen den Vogelmord hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 2.500 € ausgesetzt.

Unsere aktuelle Pressemeldung zu dem Fall finden Sie hier »»


Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern hat begonnen (27.08.2019)

Auf Zypern hat die Vogelfang-Saison begonnen. Ab jetzt stellen die Wilderer wieder Leimruten und Netze auf, um Grasmücken, Nachtigallen, Schnäpper und andere Singvögel zu fangen. Die Tiere landen als traditionelle Speise auf den Tellern fragwürdiger Gourmets. Pünktlich zum Start der Saison hat das Komitee gegen den Vogelmord sein Vogelschutzcamp auf Zypern begonnen, in den letzten Tagen haben wir bereits 33 Leimruten eingesammelt. Wir werden bis zum Ende der Zugzeit im November auf der Insel sein!

Mehr über unsere Einsätze auf der Mittelmeerinsel lesen Sie hier »»


Hannes Jaennicke beim Vogelschutzcamp auf Zypern
ZDF berichtet über Komitee-Arbeit (15.08.2019)

Für einen Film zum Thema Vogelschutz hat Hannes Jaennicke das Komitee gegen den Vogelmord und die Stiftung Pro Artenvielfalt bei unserem Vogelschutzcamp auf Zypern besucht. Zwei Tage hat er uns begleitet und mit uns zusammen Vögel aus illegalen Fangnetzen und Leimruten befreit.

Der Beitrag wiurde am 15.08.2019 ausgestrahlt und ist jetzt in der Mediathek verfügbar - wir sind im letzten Drittel des Films zu sehen.

Die Sendung "Im Einsatz für Vögel" können Sie sich hier anschauen »»


Kehrtwende im Vogelschutz:
Italien genehmigt wieder den Vogelfang mit Netzen (05.08.2019)

Italien macht im Vogelschutz eine dramatische Kehrtwende: Die Regionalregierung der Lombardei – geführt von der rechtspopulistischen Lega – hat angekündigt, im Herbst wieder den Vogelfang mit Netzen zu erlauben. In 24 Großfanganlagen sollen insgesamt 12.700 Amseln, Rot-, Sing- und Wacholderdrosseln mit kilometerlangen Netzen gefangen werden. Die Tiere sollen als lebende Lockvögel bei der Singvogeljagd Verwendung finden. Das Komitee gegen den Vogelmord steht bereits in Kontakt mit der EU-Kommission und bereitet eine umfangreiche Beschwerde vor – Brüssel ist die einzige Stelle, die den Plänen der Lombardei noch einen Riegel vorschieben kann.


Greifvogelverfolgung in Deutschland:
Zahlreiche aktuelle Fälle im Mai und Juni (18.06.2019)

Im Mai und Juni hat unsere Erfassungs- und Dolumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (EDGAR) bislang neun Fälle illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland registriert. Schwerpunkte sind Nordrhein-Westfahlen, Niedersachsen und Bayern. Betroffen sind vor allem Rotmilane, die immer wieder Opfer von gezielt ausgelegten Giftkördern werden, aber auch Mäusebussarde, Wandefalken und Habichte sind unter den Opfern. In fast allen Fällen ist davon auszugehen, dass Geflügel- oder Taubenhalter bzw. Niederwildjäger hinter den Taten stecken.

Eine Liste aller aktuellen Fälle finden Sie hier »»


Finkenschmuggel zwischen Malta und Italien
National Geographic berichtet über Komitee-Aktionen (15.05.2019)

Mit Finken wie Erlenzeisigen, Gimpeln und Stieglitzen lässt sich viel Geld verdienen. Statt die beliebten Käfigvögel zu züchten, fangen Wilderer die Tiere illegal mit Fallen und Netzen in der freien Natur und haben Netzwerke aufgebaut, mit denen sie den Tiermarkt über die Grenzen hinweg in Italien und Malta bedienen. National Geographic berichtet aktuell über das Problem, die Tricks der Schmuggler und wie das Komitee gegen den Vogelmord und seine Partner dagegen vorgehen.

Den spannenden und ausführlichen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier »»


Hamburg: Polizei befreit Vögel aus illegalen Fallen - Jäger unter Verdacht (02.05.2019)

In einer Großaktion haben Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord zusammen mit der Polizei und Beamten des Veterinäramtes eine Vogelfanganlage für Raben- und Greifvögel in Hamburg-Bergedorf stillgelegt. Zwei aktive Fallen wurden sichergestellt und 5 Lockvögel (4 Elstern und eine Rabenkrähe) sofort befreit. Eine weitere Rabenkrähe, die als Lockvogel in einer der Fallen saß, war nicht flugfähig und musste zum Tierarzt gebracht werden. Bei einer gründlichen Durchsuchung des Geländes wurden in einem Reisighaufen 5 tote Krähen, 2 Elstern und die Überreste eines Mäusebussards gefunden. Auf dem kaum 5000 Quadratmeter großen Grundstück stehen neben einem Hochsitz und einer Niederwildfütterung auch ein halbes Dutzend vermutlich legaler Säugetierfallen. Die Polizei hat den Eigentümer der Fläche bereits ausfindig gemacht, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall lesen Sie hier »»


Gefährliches Engagement: Bericht über Gewalt gegen Komitee-Mitglieder auf Zypern (02.04.2019)

Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord setzen bei unseren Vogelschutzcamps nicht selten ihre Gesundheit aufs Spiel. Besonders auf Zypern sind wir dabei immer wieder die Zielscheibe krimineller Wilderer. Im besten Falle werden wir nur beschimpft und bedroht oder unsere Fahrzeuge beschädigt, im schlimmsten Falle landen die Teilnehmer im Krankenhaus (siehe Fotos von den Einsätzen auf Zypern). Die Polizei wird unterdessen mehr und mehr aus der Wildereibekämpfung abgezogen, immer weniger Täter landen vor Gericht, Politiker unterstützen unverhohlen die anachronistischen und EU-weit verbotenen Vogelfangpraktiken.

Die Internetplattform in-cyprus hat jetzt einen lesenswerten Artikel über die Gewalt gegen unsere Mitglieder veröffentlicht »»


Tausende seltene Schreiadler sterben im Libanon
Vogelschützer legen konkrete Schätzung zum Ausmaß der Adlerjagd vor

5.000 Schreiadler werden in jedem Jahr auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Die Schätzung beruht auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher Indizien. Vogelschützer legen damit erstmals eine konkrete Schätzung zum Ausmaß der Verfolgung von Deutschlands bedrohtestem Adler vor. Die Autoren fordern einen stärkeren politischen Druck auch aus der Europäischen Union auf die Regierung im Libanon.

Die gemeinsame Pressemeldung von Komitee gegen den Vogelmord und dem Magazin Der Falke lesen Sie hier »»
Den Artikel zum Thema im Magazin Der Falke können Sie hier als PDF herunterladen »»