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Komitee-Aktion gegen den illegalen Finkenfang auf Malta
133 aktive Fanganlagen gefunden - neues Video online (20.03.2017)

Vom 10. März bis 2. April findet auf Malta das Komitee-Vogelschutzcamp gegen den illegalen Fang von Finken mit Schlagnetzen statt. Jeden Tag werden zwei bis drei Teams auf Malta und seiner Nachbarinsel Gozo im Einsatz sein, um aktive Fangstellen zu finden, Videobeweise anzufertigen und in Kooperation mit der Polizei die Wilderer zu überführen. Die Teams werden dabei aus der Luft unterstützt: Mit einem gemieteten Kleinflugzeug werden wir in den nächsten Tagen die gesamte Küste überfliegen, um bekannte Fangplätze zu überprüfen. 133 aktive Fangstellen wurden bereits gefunden!

Ein aktuelles Video von den Aktionen gegen den Finkenfang auf Malta finden Sie hier »»


Komitee im Fernsehen:
WDR-Beitrag über Vogelfang in Deutschland (13.03.2017)

Fang und Handel mit Singvögeln ist keineswegs ein rein südeuropäisches Problem. Auch in Deutschland gibt es noch Vogelfänger, die vor allem Finken wie Stiglitze, Grünfinken, Erlenzeisige und Dompfaffe fangen und an vermeintliche "Vogelliebhaber" gewinnbringend verkaufen. Als Fanggeräte kommen dabei Stell- und Schlagnetze, Fangkäfige und Leimruten zum Einsatz. Schwerpunkte für diese Form der Umweltkriminalität liegen in den alten Bergbauregionen Nordhein-Westfalens und Thüringens. Die beliebte WDR-Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" hat uns bei der Arbeit begleitet - die Sendung wurde am 12.3. ausgestrahlt.

Den Beitrag aus der Sendung vom 12.3. können Sie hier sehen


Zypern-Vogelschutzcamp abgeschlossen
Rekordergebnis: 517 Fangnetze eingesammelt! (27.02.2017)

Das Ergebnis unseres jetzt abgeschlossenen Vogelschutzcamps auf Zypern ist schockierend: Innerhalb von einem Monat haben wir 178 aktive Fangstellen gefunden und zusammen mit der Polizei 517 Netze und 648 Leimruten abgebaut. 16 Wilderer wurden inflagranti erwischt, 631 Vögel konnten lebend aus Fallen und Netzen befreit werden. Besonders dramatisch ist die Situation weiterhin in den britischen Militärgebieten im Südosten der Mittelmeerinsel. Auf nur 131 Quadratkilometern haben wir mehr als 80 % aller Netze gefunden (423 Stück). Das beweist einmal mehr, dass der von Großbritannien kontrollierte Küstenabschnitt einer der Brennpunkte der illegalen Zugvogeljagd in ganz Europa ist.

In unserer Statistik zu den Zyperneinsätzen können Sie die Ergebnisse alle unsrer Vogelschutzcamps nachlesen.


Malta vor Gericht: Europäischer Gerichtshof verhandelt wegen des Finkenfangs auf der Mittelmeerinsel (15.02.2017)

Am 15.2.2017 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Verhandlung über den Finkenfang auf Malta begonnen. Die maltesische Regierung hat entgegen EU-Recht den Fang zehntausender Singvögel mit Netzen erlaubt - die Tiere werden als Stubenvögel gehalten. Bei der ersten Anhörung in Luxemburg hat die maltesische Seite offenbar kein so gutes Bild abgegeben. Prozessbeobachter berichten, dass die Greneralanwältin des EuGH, Eleonor Sharpston, erhebliche Zweifel an den Ausführungen der maltesichen Delegation hatte. Ein Urteil wird für Mitte des Jahres erwartet.

Einen Bericht dazu lesen Sie in der Tageszeitung "Malta Today" »»


Greifvogelsterben im Kreis Heinsberg: 16 weitere tote Vögel entdeckt
Region ist Hochburg der illegalen Verfolgung in Deutschland (07.02.2017)

Das Greifvogelsterben im Kreis Heinsberg hat offenbar größere Dimensionen als bisher angenommen. Nachdem in der letzten Woche in den Lokalmedien über den Fund von fünf mutmaßlich vergifteten Mäusebussarden bei Immendorf berichtetet wurde, sind beim Komitee gegen den Vogelmord bis heute Hinweise auf 16 weitere tote Greifvögel eingegangen, die seit Mitte Januar in der Region von Zeugen gefunden wurden. Wieviele Vögel zusätzlich noch an den Kreis oder die Polizei gemeldet, und ob diese ebenfalls geborgen wurden, ist noch nicht bekannt. Augrund der Vielzahl der Meldungen und der Fundumstände gehen wir davon aus, dass ein Teil der Vögel mit illegal ausgelegten Giftködern getötet wurde.

Mehr über die aktuellen Fälle lesen Sie hier »»


Zypern: Angriff auf Komitee-Mitglieder
Video jetzt online bei YouTube (01.02.2017)

Am gestrigen 31.01.2017 wurde ein Komitee-Team auf Zypern von einem Wilderer angegriffen. Sie hatten im Beisein der Polizei 11 Netze bei dem polizeibekannten Kriminellen abgebaut, als dieser auftauchte. Mit seinem Wagen verfolgte er die flüchtenden Vogelschützer und fuhr ihnen mehrfach mit seinem Geländewagen in das Fahrzeug. Die Komitee-Mitglieder sind mit dem Schrecken davon gekommen, unser Vereinswagen ist aber erheblich beschädigt. Ein heute Abend von uns veröffentlichtes Video zeigt einen Teil der Situation - vor allem ist zu sehen, dass die Polizei völlig untätig ist, obwohl der Wilderer versucht, unsere Leute von der Straße abzudrängen.

Das Video finden Sie hier auf unserem YouTube-Kanal


Leiterfallen, vergiftete Bussarde und ein gefällter Horstbaum:
Schon vier gemeldete Fälle von Greifvogelverfolgung in 2017 (31.01.2017)

Das Thema "Illegale Greifvogelverfolgung" bleibt auch im neuen Jahr topaktuell - alleine im Januar 2017 gibt es schon vier neue Fälle: In Emsbüren (Niedersachsen) hat ein Komitee-Team bei einem Taubenhalter eine mit lebenden Tauben bekörderte Leiterfalle für Habichte gefunden (siehe Foto), in Mönchen-Gladbach in Nordrhein-Westfalen stand ein fast baugleiches Fanggerät bei einem Jäger. In Heinsberg (Nordrhein-Westfahlen) wurden mindestens vier Mäusebussarde mit Giftverdacht gefunden und im Bereich der Friedländer Großen Wiese in Mecklenburg-Vorpommern verschwand in einem Planungsgebiet für einen Windpark ein Rotmilanhorst auf unerklärliche Weise.

Eine Auflistung aller aktuellen Fälle finden Sie hier »»


“Europas tödlichster Ort für Wildvögel”
Komitee-Mitglieder entfernten 274 illegale Fangnetze in nur zwei Nächten auf dem Gebiet der Britische Militärbasen (18.01.2017)

Am 18. Januar 2017 haben wir eine internationale Pressemitteilung veröffentlicht, in der wir erneut aufdecken, in welchem erschreckenden Ausmaß in den britischen Militärbasen (SBA – Sovereign Base Area) auf Zypern illegal Vögeln nachgestellt wird. Zwei Tage lang haben wir konzentriert vor Ort die illegale Fanganlagen in den SBA-Gebieten kontrolliert. Innerhalb von nur zehn Stunden im Gelände konnten unsere Mitglieder und die Aktiven der Stiftung Pro Artenvielfalt 114 Fangplätze mit mehr als 500 Japannetzen lokalisieren. 274 von diesen Netzen konnten wir abbauen.

Mehr Infos zu unseren Aktionen auf Zypern finden Sie hier »»


Schwerer Schlag gegen Vogelschmuggler in Italien
13 Männer festgenommen, 2.000 Singvögel befreit (12.01.2017)

In Italien ist uns zum Jahresauftakt ein wirklich richtig großer Schlag gelungen: Nach fast 10jähriger Recherche konnten wir im Herbst 2016 der Polizei Hinweise auf einen Vogelschmugglerring in Kalabrien geben, die nun zur Verhaftung von 13 Personen geführt haben. Über 2.000 lebende Singvögel - vor allem Stieglitze, Grünfinken, Girlitze und Hänflinge - wurden lebend sichergestellt und umgehend freigelassen. Die Tiere waren illegal in Italien gefangen worden und sollten überwiegend illegal nach Malta geliefert werden. Es liegen Hinweise dazu vor, dass bereits über 30 solche Lieferungen mit einem Gesamtwert von vermutlich mehr als 7 Millionen Euro stattgefunden haben. Die mutmaßlichen Täter werden wegen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht gestellt.


Tätigkeitsbericht 2016 jetzt online (23.12.2016)

Das Jahr 2016 war von viel Arbeit, aber auch vielen Erfolgen geprägt. Wir haben nicht nur 9.800 illegale Fallen und Netze eingesammelt und rund 180 Wilderer in flagranti überführt, sondern auch in Spanien, auf Malta und in Frankreich schöne Erfolge erzielt.

Wie immer resümieren wir am Ende des Jahres mit unserem Tätigkeitsbericht - eine schöne Gelegenheit, noch einmal nachzulesen, was alles passiert ist.

Jetzt ist unser Bericht 2016 online - schauen Sie mal rein!


Wilderei in den britischen Militärgebieten auf Zypern
Britische Regierung reagiert auf Komitee-Protestaktion (12.12.2016)

Im Herbst 2016 hat das Komitee gegen den Vogelmord eine Protestaktion gegen die ausufernde Wilderei in britischen Militärgebieten auf Zypern gestartet. Tausende Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa haben Theresa May - die britische Premierministerin - aufgefordert, entschieden gegen den Vogelmord vorzugehen. Wir haben inzwischen eine Antwort des Oberbefehlshabers der britischen Armee erhalten, der im Auftrag der Regierung deren Sicht der Dinge darlegt. In unserer Antwort vom Dezember 2016 gehen wir auf das Schreiben des Stabschefs ein und widerlegen eine ganze Reihe seiner Argumente.

Wir haben die Schreiben hier für Sie zum Download bereit gestellt »»


Sardinien-Einsatz: 2.650 Vogelfallen eingesammelt (28.11.2016)

Nach zwei Wochen ist unser Vogelschutzcamp auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien zuende gegangen. Die 15 Teilnehmer konnten 2.650 Rosshaarschlingen für den Vogelfang einsammeln, dazu kommen 40 Drahtschlingen zum Fang von Säugetieren. Im letzten Jahr waren es im gleichen Gebiet lediglich 1.000 Rosshaarschlingen. 4 Wilderer konnten mittels versteckter Kamera gefilmt und angezeigt werden, ein Vogelfänger wurde gemeinsam mit den Carabinieri inflagranti an seinen Fallen erwischt.

Beim Komitee ist jetzt Einsatz-Pause bis 26.12. ... dann geht es auf Sardinien mit den Weihnachts-Einsatz weiter!