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Willkommen auf www.komitee.de


Online-Tagebuch zu den Komitee-Vogelschutzcamps (April + Mai 2014)

Von Anfang März bis Mitte Mai finden in diesem Frühling 10 Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord statt. Rund 80 Naturfreunde aus ganz Europa werden an den Aktionen in Italien, auf Malta und Zypern teilnehmen. Ziel ist die Sicherung der Zugwege und Rastplätze, der Abbau illegaler Fanggeräte wie Leimruten und Netze und das Überführen von Wilderern in Kooperation mit der Polizei.

Täglich aktuelle Infos zu unseren Frühjahrscamps finden Sie unserem Online-Tagebuch Frühling 2014 »»


Vogelschutzcamp auf Zypern hat begonnen (07.04.2014)

Am 5. April 2014 hat das große Komitee-Vogelschutzcamp auf Zypern begonnen. Bis zum 11. Mai werden unsere Teams nach illegalen Leimruten und Fangnetzen suchen und versuchen, Wilderer zu überführen. Insgesamt 15 Vogelschützer aus Italien, Deutschland, Ungarn, Slowenien und Zypern nehmen teil. Während der letzten Camps auf der Insel hatten wir jeweils mehr als 3.000 Leimruten einsammeln können, aber auch vielfach Probleme mit gewalttätigen Wilderern gehabt. Wir hoffen sehr, dass wir in diesem Frühling mit Hilfe der Polizei einen ruhigeren Einsatz erleben werden.

Regelmäßige Infos zu unseren Frühjahrscamps auf Zypern, Malta und in Italien finden Sie unserem Online-Tagebuch »»


Malta: Zwischenbericht vom Frühlingseinsatz
24 Fangstellen stillgelegt - neues Video jetzt online (02.04.2014)

Die ersten 10 Tage des Komitee-Frühlingseinsatzes auf Malta waren sehr erfolgreich und spektakulär: Das seit 21.03. auf der Mittelmeerinsel eingesetzte Team hat bis zum gestrigen Tag 24 aktive Vogelfanganlagen aufgespürt und in Kooperation mit der Umweltpolizei stillgelegt. Schlag- und Stellnetze wurden ebenso sichergestellt wie Fangkäfige und ein gutes Dutzend Lockvögel.

Mehr Infos zu den bisherigen Ergebnissen der Aktion, das Protokoll zu einer sagenhaft verzögerten Polizei-Unterstützung vom gestrigen 1. April und den Link zu unserem spannenden aktuellen Video finden Sie hier »»


Italien: 7 Wilderer überführt
9 Netze und 170 Schlagfallen sichergestellt (01.04.2014)

Auf der süditalienischen Insel Ponza (Lazien) konnte die Forstpolizei nach Hinweisen des Komitees gegen den Vogelmord 7 Vogelfänger überführen. Die Wilderer waren zum Teil von uns gefilmt worden und konnten identifiziert werden, zum Teil hat haben die Beamten die Täter an den von uns zuvor ausgekundschafteten Stellen inflagranti erwischt.170 Schlagfallen und 80 tiefgefrorene Vögel wurden sichergestellt.

Im norditalienischen Brescia (Lombardei) haben Komitee-Mitarbeiter bei einem Frühlingseinsatz 16 Fangnetze gefunden - 9 davon wurden von uns abgebaut und 7 an die Polizei gemeldet. Ein Giftköder unweit eines Steinadler-Brutplatzes wurde gefunden und entsorgt.

Mehr Infos zu unseren Italien-Einsätzen finden Sie hier »»


Malta: Komitee filmt Abschuss von Störchen
Strafen für Wilderei werden verzehnfacht (28.03.2014)

Auf Malta überschlagen sich die Ereignisse. Nachdem ein Team des Komitees am Wochenende den Abschuss von zwei Weißstörchen gefilmt hat, sucht die Polizei fieberhaft nach den Schützen. Als direkte Reaktion auf die Abschüsse hat die maltesische Regierung angekündigt, die Strafen für Jagdvergehen ab sofort zu verzehnfachen.

Zum Video vom Abschuss der Störche geht es hier!!

Einen Artikel der Zeitung Malta Today zur den Ereignissen können sie nachlesen!!


Komitee-Vogelschutzcamps auf Malta:
März-Einsatz gegen den Singvogelfang hat begonnen (21.03.2014)

Auf Malta hat der Singvogelfang mit riesigen Schlagnetzen eine lange Tradition. Vor allem Finken, aber auch Ortolane, Lerchen und Stelzen landen als Stubenvögel in den Wohnzimmern. Offiziell ist der Vogelfang seit 2008 verboten, aber viele Wilderer legen trotzdem in jedem Frühling wieder ihre Netze aus. Seit diesem Jahr führt das Komitee gegen den Vogelmord erstmals eine März-Aktion gegen den Vogelfang durch - der erste Einsatz hat jetzt begonnen!

Mehr zum Thema Singvogelfang erfahren Sie hier »»


Italien: Camorra und Entenjagd
Erster Komitee-Einatz in Caserta (14.03.2014)

In den Ebenen nördlich von Neapel, rund um die Kleinstadt Caserta, haben Jäger Teiche und Seen in Abschussanlagen für Wasservögel umgewandelt. Im Frühling, wenn die Jagd in ganz Italien offiziell ruht, vermieten lokale Kriminelle die Gewässer an gut zahlende Wilderer, die hier ungestört auf die Enten- und Watvogelpirsch gehen können.
Bislang jedenfalls. Gemeinsam mit dem italienischen Tierschutzverband ENPA und der Polizei gehen Komitee-Mitglieder seit 2014 gegen die Wilderei in Caserta vor.

Mehr zu unserem neuen Projektgebiet lesen Sie hier »»


Zypern: Gericht verurteilt Vogelfänger
Wilderer muss Entschädigung an das Komitee zahlen (06.03.14)

Am 05.03.2014 hat das Bezirksgericht in Paralimni (Zypern) einen Vogelfänger zu einer Geldstrafe von 500 € und einer Zahlung von 7.000 € als Entschädigung an das Komitee gegen den Vogelmord verurteilt. Hintergrund ist die brutale Attacke eines Vogelfängers am 1. Oktober 2013 in Sotira. Mitglieder des Komitees hatten am Rande eines Gemüsefeldes rund 60 Leimruten gefunden und abgebaut. Der nun verurteilte Mann und sein Vater hatten die Vogelschützer überrascht und angegriffen. Drei unserer Mitglieder wurden dabei verletzt, neben Prellungen und einem Blauen Auge wurde bei einem Aktivisten ein Trommelfellriss diagnostiziert.

Mehr zu dem Fall und einen Link zu unserer Pressemeldung finden Sie hier »»


Italien: Wilderei-Statistik 2013 (28.02.2014)

Jedes Jahr veröffentlicht das Komitee zum Ende der Jagdsaison eine Zusammenfassung aller bekannt gewordenen Fälle von Wilderei in Italien. Das wichtigste Ziel dieser Erhebung ist die mit ihr verbundene Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Analyse wird italienweit von den Medien aufgegriffen und trägt so zu einer besseren öffentlichen Aufmerksamkeit für die Problematik und zur Meinungsbildung bei. Im Erfassungszeitraum 2013 wurden 548 Fälle von Wilderei bekannt, involviert waren insgesamt 1.133 Personen. 70 % der Täter waren auf der Vogelpirsch, es wurden aber auch 21 Wölfe geschossen, vergiftet oder mit Fallen gefangen!

Mehr Einzelheiten zu unserer Wilderei-Statistik 2013 finden Sie hier »»


Italien: Ende des Vogelfangs mit Netzen in Sicht
Brüssel leitet Verfahren wegen Drossel- und Lerchenfang ein (28.02.14)

Jahrzehnte lang hat das Komitee gegen den Vogelmord gegen den Vogelfang in Großfanganlagen - den sog. "Roccoli" - gekämpft. In den gigantischen Fanggärten werden Vögel mit Netze gefangen, um sie anschließend als Lockvögel für die Tarnüttenjagd zu verwenden. Die Regierung der Lombardei hatte schon 2012 einen Plan vorgelegt, nach dem die letzte Anlage im Dezember 2016 die Netze endgültig einholen muss. Damit auch die anderen vier Regionen, in denen der Vogelfang bis heute erlaubt ist, nachziehen, hat die EU-Kommission nun ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien eingeleitet.

Mehr Informationen zu dem sich abzeichnenden Erfolg lesen Sie hier »»


Siebenschläfer-Wilderei in Italien:
Polizei überführt 4 Wilderer nach Komitee-Hinweisen (07.02.2014)

In Kalabrien - der "Stiefelspitze" Italiens - werden bis heute Siebenschläfer getötet und verspeist, obwohl die kleinen Nager längst unter Schutz stehen und im Bestand gefährdet sind. Mit Gewehren oder brutalen Fallen wird den Tieren nachgestellt. Ein großer Teil der Täter fängt für den Eigenbedarf, aber es gibt immer wieder Fälle, in denen die Tiere in Restaurants angeboten werden. Seit letztem Herbst beschäftigen sich süditalienische Komitee-Mitglieder mit dieser ungewöhnlichen Form der Wilderei. Inzwischen wurden aufgrund unserer Hinweise vier Wilderer von der Polizei überführt, 266 tiefgefrorene Siebenschläfer konnten sichergestellt werden.

Mehr Hintergrundinformationen dazu lesen Sie hier »»


Zypern: EU-Kommission bezeichnet Kooperation zwischen Komitee und Polizei als "Schlüssel" gegen die Wilderei (06.02.2014)

Die Europäische Kommission drängt die Behörden auf Zypern zu einer besseren Polizeiunterstützung für das Komitee gegen den Vogelmord und anderen auf der Mittelmeerinsel gegen die Wilderei tätigen Organisationen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hat EU-Umweltkommissar Janec Potocnik erklärt, dass für Brüssel die Kooperation zwischen den Verbänden und der Polizei ein "Schlüssel" für die Bemühungen um die Bekämpfung der Wilderei sei. Die Polizei Zyperns hatte im Herbst 2013 nach politischem Druck der Wilderer jede Zusammenarbeit mit dem Komitee aufgekündigt - in der Folge hatte der Vogelfang wieder zugenommen und es gab vermehrt gewalttätige Übergriffe gegen Vogelschützer.

Unsere aktuelle Pressemitteilung zum Thema finden Sie hier »»


Winter-Einsatz auf Zypern:
164 Leimruten und 38 Netze eingesammelt (27.01.2014)

Vogelfang im Winter: Auf Zypern haben Wilderer wieder unzählige Leimruten und Fangnetze aufgestellt, um Drosseln und andere überwinternde Zugvögel zu fangen. Ein Team von Freiwilligen des Komitees gegen den Vogelmord hat in der letzten Woche bei stichprobenhaften Suchen insgesamt 164 Leimruten, 38 Fangnetze und 5 elektronische Lockvögel aufgespürt und abgebaut. Bei der Aktion konnten Dutzende gefangene Vögel – wie diese beiden Singdrosseln – befreit werden. Die zuständige Jagdaufsicht ist offenbar völlig überfordert und war telefonisch nicht zu erreichen.

Mehr Informationen zu unseren Aktionen auf der Mittelmeerinsel Zypern finden Sie hier »»


Sardinien: Drittes Vogelschutzcamp abgeschlossen
7.476 Vogelfallen und 162 Säugetierschlingen gefunden (06.01.2014)

Unser “Weihnachtscamp” auf Sardinien ist gestern zuende gegangen: Vom 26.12. bis 05.01. haben die Komitee-Mitglieder auf der Mittelmeerinsel insgesamt 990 Rosshaarschlingen für den Vogelfang und 59 Drahtschlingen zum Fang von Paarhufern eingesammelt. Ein Wilderer wurde mithilfe einer versteckten Kamera überführt.

Die damit abgeschlossenen Wintereinsätze auf Sardinien 2013/2014 waren sehr erfolgreich: Bei den drei Aktionen wurden insgesamt 7.476 Vogelfallen, 2 Netze und 162 Drahtschlingen gefunden und abgebaut. Drei Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise überführt.

Mehr Informationen zu den Einsätzen auf Sardinien finden Sie hier »»


Aktivitäten 2013:
Komitee gegen den Vogelmord legt Tätigkeitsbericht vor (20.12.2013)

Das Jahr neigt sich dem Ende - Zeit für einen Rückblick auf unsere Kampagnen und Aktionen 2013. Insgesamt haben mehr als 180 Freiwillige aus 15 europäischen Ländern an den Vogelschutzcamps des Komitees im Mittelmeerraum teilgenommen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Bei den Einsätzen auf Malta und Zypern, in Frankreich, Italien und Spanien sind insgesamt mehr als 30.000 Vogelfallen, Netze oder Lockgeräte aufgespürt und sichergestellt worden. Gegen mehr als 90 Fallensteller und Wilderer wurden Strafverfahren eingeleitet.


Mehr zu diesem erfolgreichen Jahr lesen Sie in unserem Tätigkeitsbericht 2013.


Leitfaden Greifvogelverfolgung
Komitee, NABU und NWO veröffentlichen Tipps für Naturfreunde und Behörden (15.11.2010)

Immer wieder werden in NRW Greifvögel geschossen, gefangen, vergiftet, ausgehorstet, Bruten gestört oder gar Brutplätze beseitigt - dabei sind Bussard, Milan, Habicht & Co. gesetzlich geschützt. Leider kommen viele Fälle gar nicht zur Anzeige, weil die Taten nicht als solche erkannt werden. Um Bürgern und Behörden eine Hilfe an die Hand zu geben, was im Falle illegaler Greifvogelverfolgung oder eines solchen Verdachtsfalles zu tun ist, haben das Komitee gegen den Vogelmord, die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) und der Naturschutzund (NABU NRW) jetzt mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums gemeinsam einen Leitfaden mit ausführlichen Hintergrundinformationen veröffentlicht.

Die Broschüre kann jetzt bestellt oder direkt heruntergeladen werden.
Mehr dazu finden Sie hier »»