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Willkommen auf www.komitee.de


Tätigkeitsbericht 2014 (19.12.2014)

Ein gutes Jahr für den Vogelschutz liegt hinter uns: Mehr als 180 Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa haben an unseren Vogelschutzcamps in Spanien, Frankreich, Italien, auf Malta und Zypern teilgenommen. Sie haben 231 illegale Fangnetze, 15.961 Leimruten, 2.010 Rosshaarschlingen, 738 Bogen- und 695 Schlagfallen gefunden und abgebaut - mehr als 100 Wilderer wurden aufgrund unserer Arbeit überführt. In Italien haben unsere langjährigen Kampagnen dazu geführt, dass der Vogelfang mit Netzen endgültig verboten und die Einfuhr tiefgerorener Singvögel aus Nordafrika verboten wird.

Den Bericht zu dem wirklich außergewöhnlich erfolgreichen Jahr 2014 finden Sie hier »»


Malta: Illegaler Goldregenpfeifer-Fang
Komitee veröffentlicht neues Video (10.12.2014)

Mitarbeiter des Komitees haben aufgedeckt, dass auf Malta nachts in großem Stil durchziehende Goldregenpfeifer, Kiebitze und andere Limikolen gefangen werden. Im Gegensatz zum Fang am Tag, der von der maltesischen Regierung trotz internationaler Proteste genehmigt wurde, ist der nächtliche Einsatz der Klappnetze allerdings verboten. Angesichts der umfangreichen Verstöße hat das Komitee die Regierung in Valletta aufgefordert, die Fangsaison sofort zu beenden. "Das gesamte System zur Überwachung der Fangquote wird durch den illegalen Nachtfang vollständig ad absurdum geführt", kritisiert Komiteepräsident Heinz Schwarze.

Unsere aktuelle Pressemeldung und das neue Komitee-Video finden Sie hier »»


Komitee-Herbstaktionen beendet: Über 16.700 Fallen und Netze eingesammelt - 119 Wilderer überführt (07.12.2014)

Mit dem heutigen Ende des Vogelschutz-Einsatzes auf Malta sind alle diesjährigen Herbstaktionen des Komitees gegen den Vogelmord abgeschlossen. Seit dem 30.07. waren insgesamt mehr als 150 Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa in Frankreich, Spanien, Italien, auf Malta und Zypern im Einsatz, haben Vogelfallen gesucht und den Behörden dabei geholfen, Wilderer zu überführen. Insgesamt wurden 13.175 Leimruten, 2.010 Rosshaarschlingen, 736 Bogenfallen, 399 Schlagfallen, 166 andere Tierfallen und 247 Fangnetze gefunden und abgebaut. 119 Wilderer wurden inflagranti aufgrund unserer Hinweise überführt.

Details zu den verschiedenen Einsätzen finden Sie in unserem Camp-Tagebuch »»


Riesen-Erfolg: Italien verbietet den Vogelfang
Die letzten 92 Fanganlagen müssen geschlossen werden (02.12.2014)

Die italienische Regierung hat am 02.12.2014 den Vogelfang endgültig verboten. Die letzten Großfanganlagen, die in Norditalien noch in Betrieb waren, müssen umgehend den Betrieb einstellen. Hintergrund ist ein seit Jahren bei der Europäischen Union anhängiges Verfahren wegen Verstoßes gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie, das von den italienischen Naturschutzverbänden LIPU und LAC und dem Komitee gegen den Vogelmord initiiert wurde. Seit seiner Gründung im Jahr 1975 war die Arbeit gegen die Roccoli eine der zentralen Kampagnen des Komitees - mit Klagen vor den Verwaltungsgerichten, EU-Umweltbeschwerden, Protestkampagnen und Lobbyarbeit haben wir Stück für Stück den Vogelfang zurückgedrängt. Von den früher über 2.000 Anlagen waren im Herbst 2014 noch 92 übrig.

Mehr zu dem Riesen-Erfolg lesen Sie hier »»


Sardinien: Vogelschutzcamp abgeschlossen
2.010 Vogelfallen gefunden - 5 Wilderer inflagranti überführt (01.12.2014)

Nach vier Wochen ist nun unser Sardinien-Camp zuende gegangen. Insgesamt konnten 2.010 Rosshaarschlingen und etwa 30 Drahtschlingen für Wildscheine und Hirsche auf der italienischen Mittelmeerinsel abgebaut werden. Fünf Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, zwei weitere Männer konnten erwischt werden, wie sie gegen ein Betretungsverbot für das Fanggebiet verstießen. Die Polizei hat bei Hausdurchsuchungen mehr als 500 tiefgefrorene Vögel sichergestellt. Der nächste Sardinien-Einsatz ist das Komitee-Weihnachtscamp - es beginnt am 25. Dezember!

Mehr Informationen zu den Einsätzen auf Sardinien finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp Brescia 2014:
Abschlussbericht zum Herbstcamp liegt vor (27.11.2014)

Vom 3.10. bis 2.11. fand das 30. Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord im norditalienischen Brescia statt. Die Teilnehmer aus Italien, Deutschland, Slowenien, Großbritannien und der Schweiz haben insgesamt 1.149 Fallen und 59 Fangnetze gefunden - 41 Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise verhaftet. Eine Vorstellung und Einordung der Ergebnisse und Hintergründe zu der Aktion finden Sie jetzt im Abschlussbericht zu dem erfolgreichen Einsatz.

Den ausführlichen Abschlussbericht finden Sie hier »»


Malta: Größte Vogelfalle Europas
Komitee dokumentiert Massenfang von Singvögeln (19.11.2014)

Vogelfänger haben große Teile der maltesischen Küste mit Tausenden Fangnetzen in eine riesige Fanganlage für Singvögel verwandelt. Trotz zahlreicher Proteste und zwei schriftlichen Warnungen der EU wurden von der maltesischen Regierung Lizenzen für mehr als 7.000 Klappnetze ausgegeben. Luftaufnahmen des Komitees gegen den Vogelmord beweisen nun, dass auch Hunderte Fanganlagen innerhalb von NATURA 2000 Gebieten errichtet wurden - also mitten in den wichtigsten Flächen für den Vogelschutz auf Malta. Die Fotos, die vom Komitee auf seiner Webseite und auf Facebook veröffentlicht wurden, zeigen die unglaublich hohe Netzdichte in den Schutzflächen. Vögel, die an diesen Küstenbereichen landen, haben keine Chance.

Mehr zu dem massenhaften Vogelfang lesen Sie hier »»


Vogelschutzcamp in Brescia (Norditalien) abgeschlossen
Historischer Tiefstand der Wilderei in Norditalien (03.11.2014)

Unser großes Vogelschutzcamp in Brescia ist nach 4 Wochen erfolgreich abgeschlossen worden. Die 60 Teilnehmer haben seit dem 3. Oktober in den Südalpen illegale Fangstellen gesucht und entweder an die Polizei gemeldet oder die Fallen und Netze selber eingesammelt. 39 Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise inflagranti überführt, insgesamt konnten 735 Bogenfallen, 398 Schlagfallen, 56 Fangnetze und 23 Leimruten bei dem Einsatz von uns eingesammelt oder von den Beamten sichergestellt werden. So wenige Fallen und Netze haben wir seit Beginn der Aktionen in Norditalien im Jahr 1984 nicht gefunden - der Trend hin zum Ende der Wilderei in der Region setzt sich ungehindert fort!

Einen ausführlichen Abschlussbericht veröffentlichen wir im Laufe des Novembers. Bis dahin finden Sie unter dem Datum 03.11.2014 eine kurze Zusammenfassung im Camp-Tagebuch »»


Kalabrien: 21 Wilderer überführt
13 Wafffen und 6 elektronische Lockanlagen sichergestellt (26.10.2014)

Bei einem Sondereinsatz in Kalabrien (der "Stiefelspitze" Italiens) haben unsere örtlichen Komitee-Mitarbeiter in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet: Im Bereich des Naturparks Aspromonte haben sie gemeinsam mit der Forstpolizei insgesamt 21 Wilderer bei der illegalen Jagd erwischt. Die Männer haben auf geschützte Vögel geschossen bzw. illegale elektronische Lockgeräte eingesetzt. 13 Flinten, 6 Lockgeräte und 24 illegal geschossene Vögel (u.A. Feldlerchen, Kernbeißer, Singdrosseln, Stare und Zilpzalpe) wurden sichergestellt.

Mehr Infos zu unseren Aktionen in Süditalien finden Sie im hier »»


NABU und LBV: Habicht ist „Vogel des Jahres 2015“
Illegale Verfolgung bedroht den Greifvogel (17.10.2014)

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den Habicht zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Der Greifvogel ist wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist. NABU und LBV haben als Signal gegen die illegale Greifvogelverfolgung gemeinsam mit dem Komitee gegen Vogelmord eine bundesweite Meldeaktion gestartet.

Die aktuelle Pressemeldung dazu finden Sie hier hier »»


Zypern-Vogelschutzcamp erfolgreich abgeschlossen
3.575 Leimruten und 125 Netze sichergestellt (12.10.2014)

Heute ist unser großes Vogelschutzcamp auf Zypern mit einem tollen Abschlussergebnis zuende gegangen: In den letzten 3 Wochen haben unsere Mitglieder insgesamt 3.575 Leimruten, 125 Netze und 41 elektronische Lockanlagen gefunden. Alle Fanggeräte wurden sichergestellt. In Kooperation mit der Polizei wurden 27 Wilderer auf frischer Tat an ihren Fangstellen überführt - so viele wie nie zuvor (den bisherigen Rekord hielt der Einsatz im Frühling 2013 mit 20 geschnappten Vogelfängern). Durch die ständige Polizeibegleitung hat es bei diesem Einsatz erstmals überhaupt keine ernsten Zwischenfälle mit gewalttätigen Wilderern gegeben!

Mehr zum Verlauf des Zyperncamps finden Sie im Online-Tagebuch »»


Malta setzt die Jagdsaison aus!
Ein Meilenstein für den Zugvogelschutz auf der Insel (20.09.2014)

Nach den zahlreichen Abschüssen geschützter Arten in den letzten Tagen hat die Regierung vor 30 Minuten erklärt, die Jagdsaison vom 20.09. bis 10.10. auszusetzen! Damit müssen die Waffen bis zum Ende des Greifvogel- und Storchen-Durchzuges schweigen. Dieser Beschluss geht direkt auf die zahlreichen vom Komitee gegen den Vogelmord veröffentlichten Videos und Infos über illegale Jagd zurück! Ein echter Meilenstein für den Zugvogelschutz!

Unsere Pressemeldung dazu finden Sie hier »»

Lesen Sie einen aktuellen Artikel dazu in der Times of Malta


NRW: Minister Remmel stellt Entwurf für neues Jagdgesetz vor
Totschlagfallen sollen verboten, arktische Gänse geschützt werden (18.09.2014)

Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel hat Mitte September 2014 den Entwurf für das neue Landesjagdgesetz vorgestellt. Die Verwendung von Totschlagfallen und Bleigeschossen soll verboten, die Jagd auf Haustiere, die Wildfütterung und das Aussetzen von Tieren eingeschränkt werden. Arktische Gänse, Waldschnepfen und Lachmöwen werden unter Schutz gestellt. Das nun vorgelegte Papier ist ein Kompromiss - wir hätten uns etwas mehr erhofft, sind aber durchaus zufrieden mit dem bislang erreichten. Nun muss der Entwurf noch gegen den Widerstand der Jägerschaft verteidigt werden!

Einen Überblick zu den geplanten Änderungen finden Sie hier »»


Komitee-Einsatz in Kalabrien (Italien) abgeschlosssen
Polizei überführt 13 Wilderer! (06.09.2014)

In Kalabrien (der "Stiefelspitze" Italiens) ist unser Vogelschutzcamp erfolgreich abgeschlossen worden: Die Forstpolizei hat nach Recherchen und detaillierten Hinweisen des Komitees insgesamt 13 Wilderer überführen können! 8 Personen haben in Gebieten gejagt, in denen ein totales Jagdverbot besteht. Ein Jäger wurde beim Abschuss eines Wespenbussards fotografiert und konnte identifiziert werden. Die vier anderen Männer wurden überführt wegen Jagd während der Nachtzeit, der Verwendung einer illegalen Waffe (Magazin mit mehr als 3 Schuss Munition), der unerlaubten Abgabe einer Waffe an eine Person ohne Jagderlaubnis und einer wegen Jagd ohne Jagdschein.

Mehr Infos zu unseren Aktionen in Süditalien finden Sie im hier »»


Niederrhein: Fünf Dohlen abgeschossen
Polizei ermittelt - Hegering veröffentlicht Beweisfoto im Internet (14.8.2014)

Kleve: Jäger des Hegerings Süd-Ost der Kreisjägerschaft Kleve (NRW) haben bei einer revierübergreifenden Vogeljagd offensichtlich fünf geschützte Dohlen erlegt und versehentlich Fotos von ihrer Beute im Internet veröffentlicht. Wie das Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurden die Tiere im Rahmen einer vom Hegering veranstalteten revierübergreifenden Jagd auf Krähen am ersten Augustwochenende getötet. Das belege ein Foto, das auf der Homepage des Kreisjägerschaft Kleve hochgeladen wurde. Das Komitee gegen den Vogelmord hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Mehr dazu lesen Sie in unseserer Pressemeldung - klicken Sie hier »»


Kreis Kleve: Naturschutzgebiete in "Safariparks" umgestaltet
800 zahme Enten als "Kanonenfutter" für Jäger ausgesetzt (08.08.2014)

Das Komitee gegen den Vogelmord wirft Jägern im Kreis Kleve vor, zwei wertvolle Naturschutzgebiete durch das massenhafte Aussetzen und Füttern gezüchteter Enten stark zu beeinträchtigen. Betroffen sind die beiden geschützten Flächen "Niersaue" bei Wachtendonk sowie das Naturschutzgebiet "Fleuthkuhlen" in Geldern. Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord haben auf den Gewässern beider Schutzgebiete etwa 800 frisch ausgesetzte, junge Hochbrutflugenten - eine Zuchtform der Stockente - gezählt und zahlreiche illegale Fütterungen entdeckt. Die zahmen Tiere wurden in den letzten Wochen dort freigelassen und sollen zu Beginn der Jagdsaison im September bei Gesellschaftsjagden abgeschossen werden.

Unsere aktuelle Pressemeldung finden Sie hier »»


Italien verbietet Vogel-Import
"Aus" für Tiefkühl-Sperlinge aus Tunesien (24.07.2014)

Seit die kommerzielle Vermarktung geschossener Vögel in Italien 1993 verboten wurde, haben Restaurants und Metzgereien in zunehmendem Maße auf tiefgekühlte Weidensperlinge aus Tunesien zurück gegriffen. Im Jahr 2008 hat das Komitee eine Kampagne gegen diese Praxis gestartet. Mit Klagen vor den italienischen Verwaltungsgerichten und Beschwerden bei der EU konnten wir letztlich eine Getetzesänderung erreichen. Nun hat das Parlament in Rom die Einfuhr der "Tiefkühlware" aus Nordafrika verboten. Ab August 2014 sind die Restaurants und Metzgereien damit vom letzten verbliebenen legalen Nachschubweg abgeschnitten!

Mehr zu dieser erfolgreichen Kampagne lesen Sie hier »»


Leitfaden Greifvogelverfolgung
Komitee, NABU und NWO veröffentlichen Tipps für Naturfreunde und Behörden (15.11.2010)

Immer wieder werden in NRW Greifvögel geschossen, gefangen, vergiftet, ausgehorstet, Bruten gestört oder gar Brutplätze beseitigt - dabei sind Bussard, Milan, Habicht & Co. gesetzlich geschützt. Leider kommen viele Fälle gar nicht zur Anzeige, weil die Taten nicht als solche erkannt werden. Um Bürgern und Behörden eine Hilfe an die Hand zu geben, was im Falle illegaler Greifvogelverfolgung oder eines solchen Verdachtsfalles zu tun ist, haben das Komitee gegen den Vogelmord, die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) und der Naturschutzbund (NABU NRW) jetzt mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums gemeinsam einen Leitfaden mit ausführlichen Hintergrundinformationen veröffentlicht.

Die Broschüre kann jetzt bestellt oder direkt heruntergeladen werden.
Mehr dazu finden Sie hier »»