Printer-friendly version

Nahrungsquelle „naturnaher Garten“

Der Schneeball bietet auch noch im tiefen Winter Nahrung für Vögel (© 4028mdk09/Wikimedia Commons)Der Schneeball bietet auch noch im tiefen Winter Nahrung für Vögel (© 4028mdk09/Wikimedia Commons)Die Natur hat unsere Vögel mit reichhaltigen Instinken bedacht, die es ihnen ermöglichen, beinahe überall – auch im Winter – Futter zu finden. Voraussetzung ist, dass noch etwas Natur übrig geblieben ist, wo die Tiere nach Nahrung suchen können. Bei milder Witterung sind die Vögel auch im Winter in der Lage, in einem naturnahen Garten ohne weiteres Zutun des Menschen ihren täglichen Nahrungsbedarf zu decken. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die ihnen das Leben leichter machen.

Tipps

  • Pflanzen Sie beerentragende Sträucher. Sie behalten oft bis tief in den Winter ihre Früchte, die von den Vögeln meist begierig angenommen werden. Besonders geeignet sind Weißdorn, Schlehe, Liguster, Feuerdorn und Eberesche (Vogelbeere).
  • Pflanzen Sie in Ihren Beeten neben Stauden und Sommerblumen auch Karden, Sonnenblumen und Disteln. Die Fruchtstände sind im Spätherbst besonders für Finken ein reich gedeckter Tisch. Damit sich die Disteln nicht ungehemmt ausbreiten, können Sie ihnen ein eigenes Beet geben, das rundherum von Rasen eingeschlossen ist. Es gibt durchaus zierende Distelarten, z.B. Marien- und Eselsdisteln.
  • Lassen Sie das Laub im Herbst, zumindest teilweise, auf der Wiese und unter Sträuchern liegen. Besonders Drosseln sind auf Fallaub angewiesen, in dem sie den ganzen Winter über Würmer und Insekten suchen. Gleichzeitig schützt eine dicke Laubschicht viele Ihrer Pflanzen vor Frostschäden.
  • Ein Komposthaufen verringert nicht nur das Müllaufkommen. Er beschert seinen Besitzern gute Blumenerde, friert im Winter praktisch nicht zu und beherbergt unzählige Kleintiere, die Vögel hier den ganzen Winter über erbeuten können.

Viel mehr Tipps zum vogelfreundlichen Garten finden Sie hier ...