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Giftfrei Gärtnern

Biologische Schädlingsbekämpfung

Marienkäfer vertilgen Unmengen von Blattläusen (© Dominik Stodulski, pandominik@interia.pl/Wikimedia Commons)Marienkäfer vertilgen Unmengen von Blattläusen (© Dominik Stodulski, pandominik@interia.pl/Wikimedia Commons)Chemische Spritzmittel sind nicht nur für Insekten, Pilze und Wildkräuter giftig, sondern auch für Vögel, Frösche, Igel und andere Tiere. Viel besser ist es, "Schädlingsbefall" durch geeignete Maßnahmen vorzubeugen und wenn es einmal gar nicht anders geht, auf biologische Mittel zurückzugreifen. Manchmal hilft es auch, die Einstellung zu den unlieb gewordenen Insekten zu ändern und sie als teil Ihres Naturgartens anzunehmen. Ganz so schlimm sind die meisten angeblichen Schädlinge nämlich gar nicht.

Tipps

  • Verzichten Sie auf die Anpflanzung von überzüchteten Rosensorten, Fichten, Blautannen, Lebensbäumen etc. - sie sind für "Schädlinge" besonders anfällig.
  • Schnecken können sie bekämpfen, indem Sie flache Schalen mit Bier aufstellen.
  • Brennesseljauche hilft gegen Läuse. 1 kg Brennessel vor der Blüte in 10 l Wasser in der grellen Sonne zum Gären bringen, nach ca. 16 - 24 Stunden kann die abgegossene Brühe gespritzt werden.
  • Rainfarntee kann zur Bekämpfung von Milben und Blattwespen eingesetzt werden. Dazu einfach 500 g Rainfarn mit Blüte in heißem Wasser einweichen und einen Tag stehen lassen.
  • Ohrwürmer (Ohrenkneifer) sind ausgezeichnete Blattlausräuber. Ihre Ansiedlung ist ganz einfach: Ein Blumentopf wird locker mit Holzwolle gefüllt und durch das Loch im Topf wird eine dicke Kordel gezogen, an der er aufgehängt wird. Ohrwürmer siedeln sich in solchen Töpfen bevorzugt an.
  • Im Gemüsebeet empfiehlt sich die Anlage von Mischkulturen. Die einzelnen Pflanzen werden dadurch widerstandsfähiger. Duft-, Blatt-und Wurzelausscheidungen führen zudem zum Abtöten von Krankheitskeimen und zur vertreibung von "Schädlingen". Beispiele sind folgende Kombinationen:
    Möhren - Ziebeln - Porree - Erbsen
    Kohl - Tomaten - Buschbohnen
    Sellerie - Porree - Bohnen - Tomaten – Kohl
    Gurken - Bohnen - Zwiebeln - Porree
  • Wenn es gar nicht anders geht, verwenden Sie biologisch abbaubare Spritzmittel. Die Firma Neudorff z.B. bietet Mittel an, die ungiftig für alle Wirbeltiere sind und so weder ihren Hund, noch die Frösche im Teich oder die Brutvögel abtöten.