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Greifvogelverfolgung in Deutschland:
Zahlreiche aktuelle Fälle im Mai und Juni (18.06.2019)

Im Mai und Juni hat unsere Erfassungs- und Dolumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (EDGAR) bislang neun Fälle illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland registriert. Schwerpunkte sind Nordrhein-Westfahlen, Niedersachsen und Bayern. Betroffen sind vor allem Rotmilane, die immer wieder Opfer von gezielt ausgelegten Giftkördern werden, aber auch Mäusebussarde, Wandefalken und Habichte sind unter den Opfern. In fast allen Fällen ist davon auszugehen, dass Geflügel- oder Taubenhalter bzw. Niederwildjäger hinter den Taten stecken.

Eine Liste aller aktuellen Fälle finden Sie hier »»


Schlag gegen Kükendiebe in Bozen/Italien (11.06.2019)

Wenige Tage nach Ende unseres Einsatzes in Südtirol ist der Polizei ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Bei einer Personenkontrolle wurden bei einem 57jährigen Mann 7 frisch aus der Natur entnommene Vogelnester mit insgesamt 26 lebenden Jungvögeln (Finken und Drosseln) entdeckt und beschlagnahmt. Die Vogelküken wurden in eine Pflegestation gebracht und ein Strafverfahren eingeleitet. Zu verdanken ist der erfolgreiche Zugriff einem Obstbauern, der die beiden Verdächtigen in einer Apfelplantage beobachtet und zur Rede gestellt hatte.

Mehr über unsere Aktionen gegen die Kükendiebe in Südtirol lesen Sie hier »»


Finkenschmuggel zwischen Malta und Italien
National Geographic berichtet über Komitee-Aktionen (15.05.2019)

Mit Finken wie Erlenzeisigen, Gimpeln und Stieglitzen lässt sich viel Geld verdienen. Statt die beliebten Käfigvögel zu züchten, fangen Wilderer die Tiere illegal mit Fallen und Netzen in der freien Natur und haben Netzwerke aufgebaut, mit denen sie den Tiermarkt über die Grenzen hinweg in Italien und Malta bedienen. National Geographic berichtet aktuell über das Problem, die Tricks der Schmuggler und wie das Komitee gegen den Vogelmord und seine Partner dagegen vorgehen.

Den spannenden und ausführlichen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier »»


Aktion gegen Vogelhändler in Kalabrien:
2 Wilderer überführt, 50 Vögel freigelassen (11.05.2019)

Nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord hat die Polizei in Reggio Calabria (Süditalien) zwei Vogelhändler überführt: Die Männer hatten Erlenzeisige und Bergfinken mit offensichtlich gefälschten Züchtererringen im Angebot und so die Komitee-Mitglieder auf sich aufmerksam gemacht. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Polizeibeamten mehr als 50 illegal gefangene Kernbeißer, Erlenzeisige, Grünfinken und Stieglitze. Die Vögel wurden in das Wildtierauffangzentrum nach Messina (auf Sizliien) gebracht und sollen in Kürze ausgewildert werden.

Mehr zu unseren Aktionen in Südtalien lesen Sie hier »»


Hamburg: Polizei befreit Vögel aus illegalen Fallen - Jäger unter Verdacht (02.05.2019)

In einer Großaktion haben Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord zusammen mit der Polizei und Beamten des Veterinäramtes eine Vogelfanganlage für Raben- und Greifvögel in Hamburg-Bergedorf stillgelegt. Zwei aktive Fallen wurden sichergestellt und 5 Lockvögel (4 Elstern und eine Rabenkrähe) sofort befreit. Eine weitere Rabenkrähe, die als Lockvogel in einer der Fallen saß, war nicht flugfähig und musste zum Tierarzt gebracht werden. Bei einer gründlichen Durchsuchung des Geländes wurden in einem Reisighaufen 5 tote Krähen, 2 Elstern und die Überreste eines Mäusebussards gefunden. Auf dem kaum 5000 Quadratmeter großen Grundstück stehen neben einem Hochsitz und einer Niederwildfütterung auch ein halbes Dutzend vermutlich legaler Säugetierfallen. Die Polizei hat den Eigentümer der Fläche bereits ausfindig gemacht, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall lesen Sie hier »»


Polizeiaktion gegen Vogelfänger:
Netze und Fangkäfige auf Gozo stillgelegt (17.04.2019)

Zusammen mit der Polizei hat das Komitee gegen den Vogelmord in den letzten Tagen eine große Operation gegen die Wilderei auf Maltas kleiner Nachbarinsel Gozo durchgeführt. Insgesamt wurden bei Ghasri und Victoria zwei große Fangkäfige für Turteltauben stillgelegt, bei San Lawrenz, Zebbug und Ghasri drei Klappnetze für den Finkenfang und bei Marsalforn ein Bodennetz für Wachteln abgebaut. Unterhalb des Gordan Lightouse konnte in einem eingezäunten Garten ein riesiges Fangnetz mit mehr als 100 Quadratmetern Fläche von der Polizei sichergestellt werden - das größte Netz dieser Art, das je auf Malta gefunden wurde. Es war unmittelbar an einer Voliere voller Turteltrauben und Singvögeln aufgestellt. Alle Fangplätze waren in den Tagen zuvor von Teams des Komitees gegen den Vogelmord ausgekundschaftet worden.

Unsere Pressemeldung zu der Aktion (in englischer Sprache) finden Sie hier »»


Gefährliches Engagement: Bericht über Gewalt gegen Komitee-Mitglieder auf Zypern (02.04.2019)

Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord setzen bei unseren Vogelschutzcamps nicht selten ihre Gesundheit aufs Spiel. Besonders auf Zypern sind wir dabei immer wieder die Zielscheibe krimineller Wilderer. Im besten Falle werden wir nur beschimpft und bedroht oder unsere Fahrzeuge beschädigt, im schlimmsten Falle landen die Teilnehmer im Krankenhaus (siehe Fotos von den Einsätzen auf Zypern). Die Polizei wird unterdessen mehr und mehr aus der Wildereibekämpfung abgezogen, immer weniger Täter landen vor Gericht, Politiker unterstützen unverhohlen die anachronistischen und EU-weit verbotenen Vogelfangpraktiken.

Die Internetplattform in-cyprus hat jetzt einen lesenswerten Artikel über die Gewalt gegen unsere Mitglieder veröffentlicht »»


Malta: Aktion gegen Finkenfänger
Neues Komitee-Video online (21.03.2019)

Bei einem Sondereinsatz in dieser Woche haben drei Komitee-Teams von unterschiedlichen Beobachtungspunkten aus an der Küste westlich von Mtahleb insgesamt 9 aktive Fangstellen mit riesigen Schlagnetzen observiert. Die Vogelfänger hatten die illegalen Anlagen mit lebenden Lockvögeln und elektronischen Lockgeräten bestückt, um geschützte Hänflinge zu fangen. Die von uns verständigte Polizei erschien mit zwei Patrouillen, die sich im Gelände leider relativ schwer damit taten, die Wilderer zu überführen. Am Ende einer mehrstündigen Polizeioperation hatten die Beamten nur drei Wilderer verhaftet, nicht alle Netze und Lockvögel konnten sichergestellt werden, mehrere Vogelfänger konnten entkommen.

Unsere Pressemeldung (in englischer Sprache) finden Sie hier »»
Unser Video von der Aktion ist hier zu sehen »»


Komitee-Vogelschutzcamp auf Zypern abgeschlossen
847 Leimruten und 140 Netze abgebaut, 7 Wilderer überführt (3.3.2019)

Nach mehr als 10 Wochen ist nun der Wintereinsatz des Komitees gegen den Vogelmord auf Zypern abgeschlossen. Unsere Teams haben 100 aktive Fangstellen gefunden, 847 Leimruten und 140 riesige Fangnetze konnten abgebaut werden, ebenso wie 62 illegale elektronische Lockgeräte. Die zypriotische Polizei, die Jagdaufsicht und die britischen Militärpolizei konnten aufgrund unserer Hinweise 7 Wilderer auf frischer Tat überführen. 620 Vögel wurden aus Fallen und Netzen befreit, ebenso 58 geschützte Vögel, die illegal in einer Voliere gehalten wurden. Die Wilderer haben praktisch keine Zeit zum Aufatmen - unser Frühlingseinsatz steht kurz bevor!

Mehr Infos zu unseren Aktionen auf Zypern gibt es hier »»


Aktiv gegen Vogelfang und Vogeljagd:
Alle Vogelschutzcamps 2019 auf einen Blick (20.01.2019)

Die Termine für unsere Vogelschutzcamps 2019 stehen jetzt fest. In den nächsten 12 Monaten werden wir 25 große Einsätze in Frankeich, Spanien, Italien, Malta, Serbien, Zypern und im Libanon durchführen. Für einzelne Aktionen stehe die genauen Ternine noch nicht fest, andere veröffentlichen wir aus strategischen Gründen nicht vorab oder erst kurz vor Beginn der Aktion.

Wer schon immer mal dabei sein wollte, kann sich hier über die Termine und Teilnahmebedingungen informieren »»


Tausende seltene Schreiadler sterben im Libanon
Vogelschützer legen konkrete Schätzung zum Ausmaß der Adlerjagd vor

5.000 Schreiadler werden in jedem Jahr auf dem Weg in ihre Winterquartiere allein im Libanon von Wilderern getötet. Diese schockierende Schätzung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche des Komitees gegen den Vogelmord und des Journals Der Falke. Die Schätzung beruht auf der Auswertung und Zusammenführung zahlreicher Indizien. Vogelschützer legen damit erstmals eine konkrete Schätzung zum Ausmaß der Verfolgung von Deutschlands bedrohtestem Adler vor. Die Autoren fordern einen stärkeren politischen Druck auch aus der Europäischen Union auf die Regierung im Libanon.

Die gemeinsame Pressemeldung von Komitee gegen den Vogelmord und dem Magazin Der Falke lesen Sie hier »»
Den Artikel zum Thema im Magazin Der Falke können Sie hier als PDF herunterladen »»