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Willkommen auf www.komitee.de


Schwerer Schlag gegen Vogelschmuggler in Italien
13 Männer festgenommen, 2.000 Singvögel befreit (12.01.2017)

In Italien ist uns zum Jahresauftakt ein wirklich richtig großer Schlag gelungen: Nach fast 10jähriger Recherche konnten wir im Herbst 2016 der Polizei Hinweise auf einen Vogelschmugglerring in Kalabrien geben, die nun zur Verhaftung von 13 Personen geführt haben. Über 2.000 lebende Singvögel - vor allem Stieglitze, Grünfinken, Girlitze und Hänflinge - wurden lebend sichergestellt und umgehend freigelassen. Die Tiere waren illegal in Italien gefangen worden und sollten überwiegend illegal nach Malta geliefert werden. Es liegen Hinweise dazu vor, dass bereits über 30 solche Lieferungen mit einem Gesamtwert von vermutlich mehr als 7 Millionen Euro stattgefunden haben. Die mutmaßlichen Täter werden wegen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht gestellt.


Tätigkeitsbericht 2016 jetzt online (23.12.2016)

Das Jahr 2016 war von viel Arbeit, aber auch vielen Erfolgen geprägt. Wir haben nicht nur 9.800 illegale Fallen und Netze eingesammelt und rund 180 Wilderer in flagranti überführt, sondern auch in Spanien, auf Malta und in Frankreich schöne Erfolge erzielt.

Wie immer resümieren wir am Ende des Jahres mit unserem Tätigkeitsbericht - eine schöne Gelegenheit, noch einmal nachzulesen, was alles passiert ist.

Jetzt ist unser Bericht 2016 online - schauen Sie mal rein!


Malta: Goldregenpfeifer-Fang außer Kontrolle (15.12.2016)

Auf Malta ist der Fang durchziehender Goldregenpfeifer mit riesigen Schlagnetzen erlaubt. Um das Fangverbot der EU zu umgehen, hat die maltesische Regierung strenge Auflagen für den "limitierten" Regenpfeiferfang erlassen. Das Komitee gegen den Vogelmord konnte jetzt nachweisen, dass sich die Vogelfänger vielfach um die Auflagen herummogeln und weit mehr der seltenen Zugvögel fangen, als erlaubt ist. In den letzten zwei Wochen haben Komitee-Mitarbeiter insgesamt 82 illegal betriebene Fangstellen auf der Mittelmeerinsel gefunden. Die EU-Kommission ist informiert, die maltesischen Medien berichten ausführlich über den Skandal.

Unsere aktuelle Pressemeldung dazu (auf englisch) finden Sie hier »»


Wilderei in den britischen Militärgebieten auf Zypern
Britische Regierung reagiert auf Komitee-Protestaktion (12.12.2016)

Im Herbst 2016 hat das Komitee gegen den Vogelmord eine Protestaktion gegen die ausufernde Wilderei in britischen Militärgebieten auf Zypern gestartet. Tausende Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa haben Theresa May - die britische Premierministerin - aufgefordert, entschieden gegen den Vogelmord vorzugehen. Wir haben inzwischen eine Antwort des Oberbefehlshabers der britischen Armee erhalten, der im Auftrag der Regierung deren Sicht der Dinge darlegt. In unserer Antwort vom Dezember 2016 gehen wir auf das Schreiben des Stabschefs ein und widerlegen eine ganze Reihe seiner Argumente.

Wir haben die Schreiben hier für Sie zum Download bereit gestellt »»


Vogelschutzcamps 2017:
Komitee veröffentlicht Aktionskalender (09.12.2016)

Heute hat das Komitee gegen den Vogelmord die Termine für die Vogelschutzcamps 2017 veröffentlicht. Von Januar bis Dezember des kommenden Jahres stehen insgesamt 21 Einsätze in Italien, Frankreich, Spanien und Serbien sowie auf den Mittelmeerinseln Malta und Zypern auf dem Programm. Wer völljähig und körperlich fit ist, über Artenkenntnisse und einen Führerschein verfügt, Englisch oder Italienisch spricht und schon immer mal an einem unserer Vogelschutzcamps teilnehmen wollte, kann sich jetzt bei uns bewerben.

Die Termine 2017 und Teilnahmebedingungen finden Sie hier »»


Sardinien-Einsatz: 2.650 Vogelfallen eingesammelt (28.11.2016)

Nach zwei Wochen ist unser Vogelschutzcamp auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien zuende gegangen. Die 15 Teilnehmer konnten 2.650 Rosshaarschlingen für den Vogelfang einsammeln, dazu kommen 40 Drahtschlingen zum Fang von Säugetieren. Im letzten Jahr waren es im gleichen Gebiet lediglich 1.000 Rosshaarschlingen. 4 Wilderer konnten mittels versteckter Kamera gefilmt und angezeigt werden, ein Vogelfänger wurde gemeinsam mit den Carabinieri inflagranti an seinen Fallen erwischt.

Beim Komitee ist jetzt Einsatz-Pause bis 26.12. ... dann geht es auf Sardinien mit den Weihnachts-Einsatz weiter!


Überraschung bei "Volkszählung" unter italienischen Jägern
Deutlich weniger Jagdscheinhaber als bislang angenommen (21.11.2016)

In Italien gibt es keine zentrale Erfassung, aus der die Zahl der Jäger hervorgeht. Die letzte Zählung, die das Institut für Wildtierforschung im Jahr 2007 in Auftrag gegeben hatte, ergab 751.876 Jagdscheininhaber. Die Tageszeitung "La Stampa" hat nun in einer aufwändigen Recherche den aktuellen Stand der Dinge erfragt und dabei Erstaunliches festgestellt: Im Jahr 2016 sind nur noch 579.252 Lizenzen vergeben worden - ein Rückgang um fast ein Viertel innerhalb von 10 Jahren!
Hintergrund für den Schwund sind die immer schärferen Kontrollen durch Polizei und Vogelschützer und die Unterschutzstellung weiterer Vogelarten. Viele Jäger haben deswegen offenbar für immer ihre Flinte an den Nagel gehängt!


Singvogelfänger in Düren-Niederau aufgeflogen
21 verbotene Fallen und 34 lebende Vögel beschlagnahmt (09.11.2016)

Im Kreis Düren hat das Komitee gegen den Vogelmord einem professionellen Vogelfänger das Handwerk gelegt. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung haben Komitee-Mitarbeiter gestern auf einem Privatgrundstück im Dürener Stadtteil Niederau eine riesige Anzahl aktiver Vogelfallen sowie zahlreiche lebende geschützte Vögel gefunden. Polizei und Kreisveterinäramt haben insgesamt 21Vogelfallen (darunter ein Fangnetz und drei Greifvogelfallen) sowie 32 Singvögel, einen Turmfalken und einen Sperber sichergestellt. Gegen den Mann wird Anzeige wegen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und wegen Tierquälerei erstattet.

Mehr dazu und Bilder von dem Fall finden Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung »»


Vogelschutzcamp in Brescia (Italien) beendet
56 Wilderer überführt, 1.287 Fallen und Netze gefunden (06.11.2016)

Das Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia – mit 5 Wochen Länge und 82 Teilnehmern unser größter Einsatz – ist am 6.11. abgeschlossen worden. Wir haben 287 Bogenfallen, 923 Schlagfallen und 68 Netze gefunden. 56 Wilderer (55 Männer, eine Frau) wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, über 620 lebende Lockvögel und fast 1.000 tiefgefrorene Singvögel beschlagnahmt. Vor allem bei den besonders brutalen Bogenfallen verzeichnen wir einen starken Rückgang: Vor 15 Jahren haben wir noch regelmäßig über 10.000 der Fanggeräte gefunden, die 246 im Jahr 2016 sind ein historischer Tiefstand.

Mehr über unsere Arbeit in Brescia erfahren Sie hier »»


Immer aktuell informiert: Unser Tagebuch von den Herbst-Einsätzen

Von Ende August bis Dezember 2016 finden wieder die Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord im Mittelmeerraum statt. Einsätze sind in Italien, Frankreich, Spanien, Serbien, auf Malta und Zypern geplant. Mit unserem Online-Tagebuch informieren wir Sie regelmäßig über den Fortgang der Aktionen.

Zum Online-Tagebuch geht´s hier »»


Erfolg in Spanien:
Vogelfang mit Leimruten auf historischem Tiefstand (01.11.2016)

Beim seit gestern abgeschlossenen Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord in Valencia haben wir so wenige aktive Fanganlagen gefunden, wie nie zuvor. Unsere Teams waren 10 Tage im Norden der ostspanischen Region im Einsatz und haben etwa 500 "parany" kontrolliert. Diese traditionellen Fanggärten bestehen aus einen eigens zum Vogelfang zurechtgeschnittenen Baum, in dem hunderte Leimruten platziert werden. Noch vor 10 Jahren waren sämtliche dieser Anlagen illegal in Betrieb, in diesem Jahr wurden lediglich 32 aktiv vorgefunden. 16 parany wurden bei der Polizei angezeigt, 10 Vogelfänger konnten inflagranti überführt werden. Etwa 2.100 Leimruten und drei Dutzend frisch gefangene Vögel wurden sichergestellt.

Ausführliche Infos zu unserer Arbeit gegen die Wilderei in Valencia finden Sie hier »»


Zypern-Vogelschutzcamp abgeschlossen:
4.112 Leimruten und 151 Netze gefunden (22.10.2016)

Heute ist das große Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord auf Zypern zuende gegangen. In den letzten 6 Wochen haben wir im Südosten der Mittelmeerinsel 4.112 Leimruten, 181 Netze und 110 elektronische Lockgeräte gefunden und abgebaut, 29 Wilderer wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, fast 700 Vögel wurden freigelassen. Die Zugzeit für die meisten Kleinvögel ist nun vorbei, mit dem Ende der Fangsaison verlassen auch wir die Insel. Im Winter folgt der nächste Einsatz auf Zypern.

Mehr über unsere Aktionen auf Zypern lesen Sie hier »»


Wespenbussard-Abschüsse auf Malta gefilmt
Neues Komitee-Video jetzt online (15.09.2016)

Gestern Abend und heute Morgen haben unsere Teams auf Malta den Abschuss von insgesamt drei Wespenbussarden beobachtet. Zwei der Zwischenfälle wurden gefilmt. Das Videomaterial haben wir der Polizei übergeben, die mit Hochdruck daran arbeitet, die Täter zu überführen. Die Abschüsse sind das Topthema in den maltesischen Tageszeitungen. Außerdem haben Komitee-Mitarbeiter einen angeschossenen Graureiher gefilmt sowie eine illegale Trophäensammlung und zwei Käfigfallen gefunden

Ein Link zum aktuellen Video von den Abschüssen und weitere neue Bilder finden Sie in unserem Online-Tagebuch »»


Frankreich: Ortolan-Vogelschutzcamp beendet
250 Fallen für die vom Aussterben bedrohte Ammernart gefunden (04.09.2016)

Unser Vogelschutzcamp in Südwestfrankreich ist jetzt abgeschlossen. Bei der Suche nach Fallen für Ortolane im Departement Landes haben wir insgesamt 9 aktive Fangstellen mit rund 250 Fallen und etwa 40 lebenden Lockvögeln gefunden. Alle Stellen wurden an die Forstaufsicht des ONCFS gemeldet. Die vergleichsweise geringe Zahl aktiver Fangstellen ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Wegen der Trockenheit in Südfrankreich ist der Ortolandurchzug dieses Jahr etwas verhaltener und die Vogelfänger sind aufgrund unserer Einsätze stark verunsichert und sehr vorsichtig. Wir werden also weiter sehr wachsam sein müssen! Trotzdem freuen wir uns natürlich, dass wir so viel "Angst und Schrecken" bei den Wilderern verbreitet haben.

Mehr über unsere Aktionen zum Schutz des Ortolans lesen Sie hier »»