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Erfolg vor Gericht: Kein Vogelfang in Italien! (11.10.2019)

Das Verwaltungsgericht in Mailand hat gestern am späten Nachmittag die geplante Vogelfanggenehmigung in der Lombardei gekippt. Die Regierung dort hatte den Fang von insgesamt 12.700 Amseln, Sing-, Rot- und Wacholderdrosseln mit Netzen erlaubt. Die Tiere sollten als lebende Lockvögel bei der Singvogeljagd eingesetzt werden. Nachdem die EU-Kommission Italien erst vor wenigen Tagen eindringlich davor gewarnt hat, den Fang zu erlauben, hat das Gericht gestern das Gesetz wegen Inkompatibilität mit der EU-Vogelschutzrichtlinie endgültig verworfen. Der große Erfolg war nur durch eine Klage des Komitees gegen den Vogelmord und seines italienischen Partners LAC möglich. Ein guter Tag für die Vögel!


Libanon: Umweltminister und europäische Botschafter besuchen Komitee-Vogelschutzcamp (08.10.2019)

Heute haben der Libanesische Umweltminister Fadi Jreissati, die Botschafter von Polen, Dänemark, Österreich und Deutschland ebenso wie der Leiter des EU-Büros für Wirtschaft und Entwicklung sowie weitere Diplomaten in Eghbe - einem der Brennpunkte der Wilderei östlich von Beirut - das Komitee-Vogelschutzcamp besucht. In den letzten 20 Tagen konnten wir zusammen mit der Polizei 38 Fangnetze und 16 elektronische Lockvögel sicherstellen, 19 Wilderer wurden überführt. Unabhängig von diesen ersten Erfolgen haben das Komitee und seine lokalen Partner SPNL, MESHC und ABCL die Gelegenheit genutzt, um mehr Engagement der Behörden in den anderen Brennpunkten der Wilderei wie etwa in den Regionen Akkar und Dennieh zu fordern.

Unsere aktuelle Pressemeldung - in englischer und arabischer Sprache - finden Sie hier »»


Vogelschutzcamp in Italien:
7 Wilderer in der ersten Woche überführt (07.10.2019)

Im norditalienischen Brescia konnte die Polizei aufgrund unserer Hinweise in der ersten Woche unseres insgesamt vierwöchigen Vogelschutzcamps sieben Wilderer überführen. Drei der Täter hatten Netze aufgestellt, zwei Männer verwendeten Schlagfallen und zwei waren mit der Flinte auf der Pirsch nach geschützten Arten. Es wurden 13 Netze, 55 Schlagfallen, 37 lebende Lockvögel und rund 380 tiefgefrorene Singvögel wurden sichergestellt.

Unser Einsatz in den Bergen Brescias läuft noch bis Anfang November.


Komitee-Vogelschutzcamp im Libanon startet (21.09.2019)

Heute startet unser großes Vogelschutzcamp im Libanon. Bis Mitte Oktober werden 17 Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord aus dem Libanon, Italien, Deutschland, Großbritannien, Bulgarien, Frankreich und der Türkei an dem Einsatz teilnehmen - es wird unsere bislang größte Aktion im "Zedernstaat" werden. Zusammen mit unseren Partnern von der Society for the Protection of Nature in Lebanon (SPNL), der Association for Bird Conservation in Lebanon (ABCL) und dem Middle Eastern Sustainable Hunting Centre (MESHC) werden wir jeden Tag mit drei Teams die besonders von Jagd und Wilderei betroffenen Durchzugs- und Rastplätze der Zugvögel überwachen. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei in diesem Jahr auf den Schreiadler (Foto) - fast die komplette Weltpopulation der gefährdeten Art zieht jetzt über den Libanon.

Mehr zu unserer Arbeit im Libanon lesen Sie hier »»


Neues Komitee-Video über den Lerchenfang in Frankreich (13.09.2019)

Die Jagd auf Feldlerchen und Turteltauben ist in vollem Gange. Trotz europaweit zurückgehender Bestände haben Frankreich, Spanien und Italien in diesem Monat wieder Millionen Feldlerchen und Turteltauben für die Jagd freigegeben. Das Komitee gegen den Vogelmord hat deswegen heute eine umfangreiche Umweltbeschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Der Abschuss dieser Arten auf dem Zug ist nicht nachhaltig und beschleunigt den Rückgang der Brutvögel in Deutschland und anderswo. An der französischen Atlantikküste dürfen Feldlerchen zusätzlich noch mit riesigen Schlagnetzen gefangen werden. Ein vom Komitee heute veröffentlichtes Video zeigt erstmals, wie Feldlerchen von französischen Jägern gefangen und anschließend getötet werden.

Das neue Video finden Sie hier »»


Malta: Schüsse auf Komitee-Mitglieder
Komitee setzt 2.500 € Belohnung für Hinweise aus (10.09.2019)

Gestern wurden gleich zwei Komitee-Teams auf Malta unter Beschuss genommen. Der erste Zwischenfall ereignete sich bei Bingemma, wo die Vogelschützer in einen Schrothagel gerieten, als sie eine verdächtige Person beobachteten. Ein anderes Team stellte bei der Rückkehr zu ihrem Fahrzeug, das sie auf der Hauptstraße im Girgenti-Tal geparkt hatten, fest, dass dieses in ihrer Abwesenheit mit einer Schrotladung völlig zerschossen wurde. An genau dieser Stelle gab es drei Tage zuvor einen Polizei-Einsatz, nachdem wir den Abschuss eines Bienenfressers an die Behörden gemeldet hatten. Es wurde niemand verletzt, die Polizei ermittelt. Das Komitee gegen den Vogelmord hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 2.500 € ausgesetzt.

Unsere aktuelle Pressemeldung zu dem Fall finden Sie hier »»


Herbst-Vogelschutzcamp auf Zypern hat begonnen (27.08.2019)

Auf Zypern hat die Vogelfang-Saison begonnen. Ab jetzt stellen die Wilderer wieder Leimruten und Netze auf, um Grasmücken, Nachtigallen, Schnäpper und andere Singvögel zu fangen. Die Tiere landen als traditionelle Speise auf den Tellern fragwürdiger Gourmets. Pünktlich zum Start der Saison hat das Komitee gegen den Vogelmord sein Vogelschutzcamp auf Zypern begonnen, in den letzten Tagen haben wir bereits 33 Leimruten eingesammelt. Wir werden bis zum Ende der Zugzeit im November auf der Insel sein!

Mehr über unsere Einsätze auf der Mittelmeerinsel lesen Sie hier »»


Finkenschmuggel zwischen Malta und Italien
National Geographic berichtet über Komitee-Aktionen (15.05.2019)

Mit Finken wie Erlenzeisigen, Gimpeln und Stieglitzen lässt sich viel Geld verdienen. Statt die beliebten Käfigvögel zu züchten, fangen Wilderer die Tiere illegal mit Fallen und Netzen in der freien Natur und haben Netzwerke aufgebaut, mit denen sie den Tiermarkt über die Grenzen hinweg in Italien und Malta bedienen. National Geographic berichtet aktuell über das Problem, die Tricks der Schmuggler und wie das Komitee gegen den Vogelmord und seine Partner dagegen vorgehen.

Den spannenden und ausführlichen Artikel (auf Englisch) finden Sie hier »»


Hamburg: Polizei befreit Vögel aus illegalen Fallen - Jäger unter Verdacht (02.05.2019)

In einer Großaktion haben Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord zusammen mit der Polizei und Beamten des Veterinäramtes eine Vogelfanganlage für Raben- und Greifvögel in Hamburg-Bergedorf stillgelegt. Zwei aktive Fallen wurden sichergestellt und 5 Lockvögel (4 Elstern und eine Rabenkrähe) sofort befreit. Eine weitere Rabenkrähe, die als Lockvogel in einer der Fallen saß, war nicht flugfähig und musste zum Tierarzt gebracht werden. Bei einer gründlichen Durchsuchung des Geländes wurden in einem Reisighaufen 5 tote Krähen, 2 Elstern und die Überreste eines Mäusebussards gefunden. Auf dem kaum 5000 Quadratmeter großen Grundstück stehen neben einem Hochsitz und einer Niederwildfütterung auch ein halbes Dutzend vermutlich legaler Säugetierfallen. Die Polizei hat den Eigentümer der Fläche bereits ausfindig gemacht, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Unsere Pressemeldung zu dem Fall lesen Sie hier »»


Gefährliches Engagement: Bericht über Gewalt gegen Komitee-Mitglieder auf Zypern (02.04.2019)

Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord setzen bei unseren Vogelschutzcamps nicht selten ihre Gesundheit aufs Spiel. Besonders auf Zypern sind wir dabei immer wieder die Zielscheibe krimineller Wilderer. Im besten Falle werden wir nur beschimpft und bedroht oder unsere Fahrzeuge beschädigt, im schlimmsten Falle landen die Teilnehmer im Krankenhaus (siehe Fotos von den Einsätzen auf Zypern). Die Polizei wird unterdessen mehr und mehr aus der Wildereibekämpfung abgezogen, immer weniger Täter landen vor Gericht, Politiker unterstützen unverhohlen die anachronistischen und EU-weit verbotenen Vogelfangpraktiken.

Die Internetplattform in-cyprus hat jetzt einen lesenswerten Artikel über die Gewalt gegen unsere Mitglieder veröffentlicht »»