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Teilnahmebedingungen und Anmeldung

Hier können Sie sich für die Teilnahme an unserem alljährlichen Zugvogelschutzcamp in Norditalien (Herbst, Termine siehe Aktionsplan) bewerben.

Viele unserer Aktionen sind nicht ungefährlich und verlangen eine gewisse Übung im Auffinden von Fallen und Netzen. Auch will der Umgang mit bewaffneten Wilderern gelernt sein. Dazu kommt, dass wir Termine mit genauen Einsatzorten gerne unter Verschluss halten und nur vertrauten Personen mitteilen. Aus diesen Gründen können bei den meisten Camps nur uns bereits bekannte Natur- und Tierfreunde teilnehmen.

Für "Anfänger" bietet es sich an, zum Kennenlernen an unserem großen Zugvogelschutzcamp in Norditalien teilzunehmen. Bei dieser Aktion werden zahlreiche Aktivisten gebraucht und sie ist weniger gefährlich als vergleichbare Einsätze in Süditalien, auf Malta oder Zypern. Unerschrockene Ornitholgen mit guten Englisch-Kenntnissen können bei ihrem "Ersten Mal" auch auf Malta eingesetzt werden. Es gibt meist mehr Interessenten als freie Plätze - bitte haben Sie daher Verständnis dafür, dass wir nicht jeden Bewerber mitnehmen können.

Sie müssen damit rechnen, dass wir Sie vor einer Entscheidung über eine Teilnahme an einer unserer Aktionen zum Kennenlernen nach Bonn oder zu einem Vorstandsmitglied in Ihrer Nähe bitten.

Alter

Teilnehmer müssen volljährig sein. Darüber hinaus gibt es keine Beschränkungen - vom Studenten bis zum Rentner sind bei uns alle Altersstufen vertreten. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass Teilnehmer ab einem Alter von etwa 55 Jahren bei den Aktionen in Italien den körperlichen Anforderungen kaum mehr entsprechen können (siehe "körperliche Fitness"). Auf Malta spielt das Alter dagegen keine Rolle.

Körperliche Fitness

Steile Berge: Wer am Vogelschutzcamp in Italien teilnehmen will, muss gut trainiert sein.Steile Berge: Wer am Vogelschutzcamp in Italien teilnehmen will, muss gut trainiert sein.Eine hervorragende körperliche Verfassung ist unerlässlich. In Italien bewegen wir uns im Hochgebirge der Südalpen. Bei unseren täglichen Touren sind Tagesleistungen von 20 km Länge und 600 m Höhenunterschied keine Seltenheit. Wir gehen viel abseits der Wege. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und ein gutes Orientierungsvermögen (zur Not auch Nachts) sind absolut obligatorisch. Seien Sie sich vorab über Ihre Kondition im Klaren - wenn Sie einmal im Gelände sind und nicht mehr weiterkommen, ist ein Umkehren fast immer gefährlich. Für ältere Menschen gilt: Sie müssen überdurchschnittlich fit sein, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber alles in allem sind Teilnehmer ab 55 Jahre dem Tempo und dem Gelände kaum mehr gewachsen.
Als Faustregel gilt: Sie müssen sich in der Lage sehen, jeden beliebigen 2.000er der Alpen querfeldein besteigen zu können. Wenn Sie z.B. einen Halbmarathon laufen können oder Langstreckenwanderungen von über 35 km/Tag problemlos schaffen, werden Sie auch das Vogelschutzcamp in Brescia überstehen!

Die Alpinisten haben Wandertouren in Schwierigkeitsgrade eingeteilt ("SAC-Tabelle"). Die Touren beim Vogelschutzcamp in Italien entsprechen der Stufe "T4": "Wegspur kaum vorhanden. An gewissen Stellen benötigt man die Hände zum weiterkommen. Heikle Grashalden und Schrofen. Anforderungen: Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung."

Weitere Anforderungen

Ist es ein Mäusebussard? Wespenbussard? Raufußbussard? Wer beim Komitee dabeisein möchte, sollte ausgezeichnete ornithologische Kenntnisse habenIst es ein Mäusebussard? Wespenbussard? Raufußbussard? Wer beim Komitee dabeisein möchte, sollte ausgezeichnete ornithologische Kenntnisse haben

  • Sie müssen einigermaßen das Englische beherrschen. Für die Teilnahme in Italien sind darüber hinaus natürlich Kenntnisse in Italienisch, Spanisch oder Französisch von Vorteil.
  • Teamfähigkeit und Toleranz sind Grundvoraussetzungen. Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Gruppe - von veganen Tierschützern bis hin zu Ökojägern. Missionarische Eiferer können wir nicht brauchen.
  • Sie sollten eine gewisse Anspruchslosigkeit mitbringen. Die Übernachtung ist in Mehrbettzimmern in einfachen Bungalows. Es gibt oftmals wenig Schlaf, sicherlich keine Mittagspause und auch keinen Nachmittagskaffee. Manche sind froh, wenn sie nach 12 Stunden im Gebirge um 20 Uhr nur noch ins Bett fallen dürfen.
  • Ornithologische Grundkenntnisse sind sehr hilfreich - ebenso wie Erfahrungen aus dem praktischen Natur- und Tierschutz. Für einen Einsatz auf Malta müssen Sie sich zutrauen, alle europäischen Vogelarten problemlos bestimmen zu können!
  • Ein Führerschein ist kein Muss, aber sinnvoll. Wer auf Malta eingesetzt werden möchte, sollte in der Lage sein, unfallfrei im Linksverkehr fahren zu können.
  • Weiterhin wichtig ist der völlige Verzicht auf illegale Aktivitäten. Wir arbeiten eng und sehr erfolgreich mit der Polizei zusammen. Legale Jagdeinrichtungen wie Schießstände, genehmigte Netzfanganlagen und Lockvogelvolieren sind absolut tabu. Die Polizei erhält eine Liste aller Teilnehmer und deren Personalien - wer straffällig wird, riskiert eine Anzeige!
  • Auch sollten Sie bei kurvenreichen Straßen nicht schnell reisekrank werden. Die Fahrten im Einsatzgebiet sind mitunter zügig und die Kurven zahllos. Für empfindliche Personen empfiehlt sich die Mitnahme eines Medikamentes.
  • Die Arbeit gegen die Wilderei bringt den Umgang mit toten und sterbenden Tieren mit sich. Sie müssen deswegen etwas robuster sein, damit Sie das Geschehen nicht übermäßig belastet. Ein wenig schwarzer Humor und etwas Gelassenheit sind hilfreich.
  • Nicht zuletzt sollten Sie etwas Mut mitbringen. Wenn auch ernste Zwischenfälle nicht die Regel sind, muss doch klar sein, dass sich die Wilderer nicht über unsere Aktionen freuen. Im besten Falle sind sie nur wütend, es hat aber in der Vergangenheit auch immer wieder Übergriffe seitens der Jäger gegeben. Hier gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht die Fassung zu verlieren. Selbstverteidigungskünstler auf der Suche nach einem Betätigungsfeld sind nicht erwünscht!

Das Komitee gegen den Vogelmord übernimmt:

  • die Kosten für die An- und Abreise
  • alle Kosten für den Transport innerhalb des Einsatzgebietes
  • die Kosten für die Unterkunft in einfachen Mehrbettbungalows, mit kleiner Küche, warmer Dusche und Waschmaschine

Die An- und Abreise nach Italien kann per Bahn oder eigenem PKW erfolgen, z.T. gelingt uns auch die Organisation einer Mitfahrgelegenheit. Bei besonders langen Strecken kann ausnahmsweise auch per Flugzeug angereist werden. Rür Reisen nach Malta und Zypern gibt es zum Flugzeug (leider) keine Alternative. Bei der Kostenerstattung für PKWs können wir nur die tatsächlichen Tankkosten gegen Vorlage der entsprechenden Belege erstatten - ein Kilometergeld können wir leider nicht zahlen.
Teilnehmer, die das erste Mal mit dabei sind, werden gebeten, ihre Anreise selbst zu organisieren und die Kosten vorzustrecken. Eine Erstattung durch das Komitee gegen den Vogelmord erfolgt nach der Teilnahme.
Die Teilnehmer tragen die Kosten für ihre Verpflegung. In der Regel kochen die Bewohner eines Bungalows selbst, viele Teilnehmer gehen auch Abends in eine Pizzeria.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die oben genannten Voraussetzungen mitbringen und gerne einmal an einem unserer Camps teilnehmen möchten, dann können Sie sich bewerben - benutzen Sie dafür bitte unser Feedback-Formular.