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100 Millionen geschossene Vögel sind zu viel, Herr Potočnik!

EU-Umweltkommissar Janez PotočnikEU-Umweltkommissar Janez PotočnikDie legale Bejagung von Wildvögeln auf dem Zug und in den Brutgebieten ist ein gesamteuropäisches Problem, das insgesamt 82 verschiedene Vogelarten betrifft. Obwohl der Erhaltungszustand vieler Arten von der EU-Kommission als „unvorteilhaft“ bezeichnet wird, werden sie in den Jagdgesetzen zahlreicher Mitgliedsstaaten weiter als „jagdbar“ eingestuft. Beispiele für die massive Jagd auf bedrohte Arten sind Feldlerche, Kiebitz und Bekassine, von denen pro Jahr und Art etwa eine halbe Million Vögel abgeschossen.
Mindestens ebenso dramatisch ist die Situation für Turteltauben (2,3 Millionen geschossene Individuen), Wachteln (2,6 Mio. Abschüsse), Spieß- oder Knäkenten (123.891 bzw. 24.454 geschossene Individuen), deren europäische Bestände sich ebenfalls seit Jahren auf Talfahrt befinden.

Zugvögel kennen naturgemäß keine Landesgrenzen und sind Teil des gemeinsamen Naturerbes aller Menschen. Der millionenfache, zielgerichtete und doch wiederum blinde Eingriff auf vielen Wegen des Vogelzuges kann nicht nachhaltig sein und dient indes nur einer kleinen, jagenden Minderheit der Europäer als Freizeitbeschäftigung. Mit unserer Protestmail wenden Sie sich direkt an Umweltkommissar Stavros Dimas und fordern ihn auf, die Jagd auf gefährdete Arten sofort zu stoppen.

Ausführliche Infos zu Jagdstrecken in Europa finden Sie hier.

Die Protestmail finden Sie hier ...