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Stoppt die Frühlingsjagd auf Malta!

Online-Protestaktion gegen die Jagd auf Zugvögel

Die Regierung der Mittelmeerinsel Malta hat auch im Jahr 2012 wieder den Abschuss Tausender europaweit gefährdeten Turteltauben und Wachteln im Frühling genehmigt. Die Jagd während des Rückzuges zu den Brutgebieten - also jetzt im Frühjahr - ist ein besonders schwerwiegender Eingriff in die Populationen und wurde deshalb in der ganzen EU schon im Jahr 1979 verboten. Um sich die Wählerstimmen der 15.000 Jäger zu sichern, hat Maltas Premierminister Lawrence Gonzi eine großzügige Ausnahmeregelung erlassen. Vom 12. bis 30.04.2012 waren 11.000 Turteltauben und 5.000 Wachteln zum Abschuss freigegeben! Wieviele Vögel in der Zeit wirklich geschossen wurden, ist völlig unklar.

Leider blieb es auch in diesem Frühling nicht bei der Jagd auf diese beiden Arten. Viele Jäger nutzten die Gelegenheit, um während der genehmigten Jagdzeit auch auf geschützte Pirole, Bienenfresser, Wespenbussarde und Rohrweihen zu schießen. Für manche Jäger ist die Frühlingsjagd auf Turteltauben und Wachteln nur ein Vorwand, um jeden Tag auf die Pirsch nach seltenen Sing- und Greifvögeln zu gehen.

Das Komitee gegen den Vogelmord hat im Mai 2012 eine Protestaktion an Premierminister Gonzi gestartet, um der Frühlingsjagd endlich ein Ende zu bereiten.

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