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Wilderei in den britischen Militärgebieten auf Zypern

Schriftwechsel zwischen der britischen Regierung und dem Komitee gegen den Vogelmord

Zypern ist mit seinem massiven Wildereiproblem das Sorgenkind im internationalen Zugvogelschutz. Am schlimmsten ist die Situation aber auf den von Großbritannien verwalteten Militärbasen im Süden der Mittelmeerinsel. Auf den zusammen nur etwa 230 Quadratkilometer großen Flächen fangen Wilderer jedes Jahr hunderttausende Singvögel mit riesigen Netzen.

Fangnetz im britischen Militärgebiet am Cape Pyla/ZypernFangnetz im britischen Militärgebiet am Cape Pyla/ZypernIn den Gebieten herrscht fast völlige Anarchie. Die britische Polizei und das Militär arbeiten zwar gegen den Vogelfang, lassen dabei aber den nötigen Biss vermissen. Obwohl eine eigene Polizeieinheit mit der Bekämpfung des Vogelfangs betraut ist, sind jede Nacht im Frühling und Herbst über 100 Fanganlagen im britischen Militärgebiet aktiv.

Im Herbst 2016 hat das Komitee gegen den Vogelmord eine Protestaktion an Theresa May - die britische Premierministerin - gestartet. Wir haben inzwischen eine Antwort des Oberbefehlshabers der britischen Armee erhalten, der im Auftrag der Regierung deren Sicht der Dinge darlegt. In unserer Antwort vom Dezember 2016 gehen wir auf das Schreiben des Stabschefs ein und widerlegen eine ganze Reihe seiner Argumente. Die Diplomatie haben wir dabei auf das nötige Maß reduziert.

Wir haben beide Schreiben hier für Sie zum Download bereit gestellt. Es handelt sich um das Original des britischen Schreibens und dessen Übersetzung sowei die deutsche Version unserer Antwort. Die Lektüre lohnt sich!

AnhangGröße
Schreiben des britischen Verteidigungsministeriums an das Komitee vom 22.11.2016 (englisches Original)142.57 KB
Schreiben des britischen Verteidigungsministeriums an das Komitee vom 22.11.2016 (deutsche Übersetzung)65.58 KB
Schreiben des Komitees an das britische Verteidigungsministerium vom 03.12.2016 (deutsch)84.85 KB