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Tagebuch zu den Herbstaktionen 2018

Von Mitte August bis Dezember 2018 finden in Italien, Frankreich, Spanien, Serbien, auf Malta und Zypern sowie im Libanon wieder die Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord statt. Bei den insgesamt 13 Aktionen nehmen rund 150 ehrenamtliche Helfer aus ganz Europa teil. An dieser Stelle berichten wir regelmäßig über die Einsätze, die wir gemeinsam mit unseren Partnerverbänden vor Ort und in Absprache mit den zuständigen Behörden durchführen.

Unsere Einsätze werden vor allem über Spenden finanziert. Zudem fördern die Stiftung Pro Artenvielfalt , die Karl-Kaus-Stiftung und der Landesbund für Vogelschutz Bayern (LBV) unsere Arbeit für einen besseren Zugvogelschutz in Europa.


Gesamtergebnis Herbst 2018:

  • Eingesammelte Bogenfallen: 26
  • Eingesammelte Schlagfallen: 180
  • Eingesammelte Netze: 40
  • Eingesammelte Leimruten: 364
  • Eingesammelte andere Fallen: 6
  • Eingesammelte Rosshaarschlingen: 0
  • Überführte Wilderer: 21
  • letzte Aktualisierung: 21.09.2018

21.09.2018 Libanon

Im Norden der Bekaa-Ebene - unmittelbar an der Grenze zu Syrien - liegt einer der Schwerpunkte des Vogelfangs im "Zedernstaat". Das Komitee gegen den Vogelmord ist hier das erste mal aktiv gewesen und konnte gleich einen Schlag gegen den Vogelfang verzeichnen: Am Stadtrand von Baalbek konnten sie zusammen mit der Polizei einen Vogelfänger mit 17 Fangnetzen (Gesamtlänge 2300 Meter!) erwischen. Mehrere Maskenwürger und ein Kurzfangsperber konnten befreit werden. Hier ist unser Video zu dem Fall »»


20.09.2018 Zypern

Mönchgrasmücke (links) und junger Maskenwürger, tot geborgen aus einem Netz (Zypern)Mönchgrasmücke (links) und junger Maskenwürger, tot geborgen aus einem Netz (Zypern)Auf Zypern haben die Teams des Komitees gegen den Vogelmord in den ersten drei Wochen des Vogelschutzcamps 10 Fanganlagen mit riesigen Netzen stillgelegt. Erst heute haben wir ein Netz abgebaut, in dem eine Mönchsgrasmücke und ein junger Maskenwürger zu Tode gekommen waren (Foto).

Auch wenn es sehr traurig ist - hinter der Zahl verbirgt sich ein Erfolg: Im letzten Jahr hatten wir im gleichen Zeitraum noch 39 Netze gefunden. Und auch bei den Leimruten ist eine Besserung erkennbar: Bislang haben wir 364 Ruten abgebaut, im letzten September waren es nach drei Wochen Einsatz noch über 800!



18.09.2018 Libanon

Schlag gegen die Wilderei im Libanon: Erstmals konnte ein Team des Komitees gegen den Vogelmord Greifvogeljäger auf frischer Tat verhaften lassen. Bei Raachine hatten die Vogelschützer zwei Wilderer beim Abschuss von Wespenbussarden und Kurzfangsperbern beobachtet und gefilmt. Die umgehend gerufene Polizei konnte die beiden Täter nach einer Verfolgungsjagd stellen - Waffen, Munition sowie 2 frisch geschossene Wespenbussarde und 3 Kurzfangsperber wurden sichergestellt. Der Aufgriff ist besonders wichtig, zeigt er den Jägern in einem der Brennpunkte der Wilderei im Libanon ganz klar, dass die Zeiten sich geändert haben!

Das aktuelle Video finden Sie hier »»

16.09.2018 Libanon

Komitee-Team im LibanonKomitee-Team im LibanonErfolgreiche Polizeiaktion im Libanon: Nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord hat die Armee in einer gemeinsamen Operation zusammen mit der Polizei sechs Jäger überführt. Die Männer hatten am Qaraoun-See im Bekaa-Tal unweit der syrischen Grenze mitten in einem Naturschutzgebiet auf Wasservögel geschossen. Waffen und Munition wurden sichergestellt. Das Beispiel zeigt, dass man auch im Libanon Erfolge haben kann, aber man braucht einen langen Atem und viel Fingerspitzengefühl. Zum Glück haben wir in mehr als 45 Jahren Arbeit reichlich von beidem erworben.


16.09.2018 Malta

Illegale Greifvogeljagd auf Malta: Die Situation auf der Mittelmeerinsel hat sich in den letzten Jahren deutlich gebessert - dennoch gibt es immer noch zahlreiche ewiggestrige Jäger, die gezielt geschützte Arten ins Visier nehmen. In den letzten Tagen haben die auf Malta eingesetzten Komitee-Teams gleich eine ganze Reihe von schweren Jagdverstößen dokumentiert. Neben fünf Lockanlagen - vor allem für die Jagd auf Mornellregenpfeifer - haben wir einen notorischen Bienenfresser-Schießer erwischt und den Abschuss von zwei Wespenbussarden und einer Rohrweihe beobachtet. Auch unsere Freunde von BirdLife Malta haben zwei Wespenbussardabschüsse gemeldet. In allen Fällen wurde die Polizei verständigt, die entweder keine Zeit für uns hatte oder aber erfolglos in Gelände nach den Tätern gesucht hat.


15.09.2018 Libanon

Ein weiterer Tag im Libanon - und wieder angeschossene und verletzte Wespenbussarde: In den Bergen bei Keserwan haben Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord und seines lokalen Partners SPNL bei Beduinen einen schwer verletzten Vogel gefunden, der angebunden an einer Gemüsekiste vor sich hinvegetierte. Leider konnten wir ihm nicht mehr helfen. Einen anderen Bussard fanden wir in einem Jagdgebiet - er wurde zu einem Wildtierauffangzentrum gebracht und hat reelle Chancen zu überleben. Der Bestand des Wespenbussards ist in den letzten 35 Jahren um ein Viertel eingebrochen - hier im Libanon werden in den Brennpunkten der Wilderei jedes Jahr abertausende illegal geschossen.

Unser Video dazu finden Sie hier »»


14.09.2018 Malta

Wespenbussard auf MaltaWespenbussard auf MaltaGestern Abend sind hunderte Greifvögel auf Malta eingeflogen und haben im Naturschutzgebiet Buskett Gardens übernachtet. Neben etwa 500 Wespenbussarden und 100 Rohrweihen wurden Baum-, Rötel- und Wanderfalken sowie Wiesenweihen und Fischadler gesehen. In Erwartung eines „heißen Morgens“ haben sich die Komitee-Teams heute in der Dämmerung im Abflugkorridor der Vögel postiert. Mit ihnen waren hunderte Jäger im Gelände. Zu unserer Überraschung fiel kein einziger Schuss, als die flach Richtung Afrika abfliegenden Greifvögel zu hunderten die Hügel an der Westküste Maltas überquerten. Noch vor 10 Jahren hätte es Dutzende Abschüsse geschützter Vögel gegeben – ein deutliches Zeichen für ein Umdenken in der maltesischen Jägerschaft und ein schöner Erfolg für unsere jahrzehntelange Arbeit. Wir wünschten, wir wären im Libanon schon so weit.


13.09.2018 Libanon

Bereits in den ersten Tagen unseres diesjährigen Herbst-Einsatzes im Nahen Osten sind unsere Teams von dem Blutbad, dessen Zeugen sie täglich werden, überwältigt. Jeden Tag finden unsere Mitglieder in den Brennpunkten der Wilderei am Mount Libanon hunderte tote oder verletzte geschützte Tiere, von Singvögeln über Bienenfressern bis hin zu Greifvögeln. Die große Mehrheit der Tiere scheint dabei lediglich lebende Schießscheiben zu sein. Unser neues Video zeigt erste Eindrücke von der ausufernden Jagd auf die hochgradig bedrohten Wespenbussarde in den Bergen östlich von Beirut.

Das aktuelle Video finden Sie hier »»


12.09.2018 Zypern

Jagdaufseher rettet Neuntöter aus Fangnetz (Zypern)Jagdaufseher rettet Neuntöter aus Fangnetz (Zypern)Auf Zypern konnten wir letzte Nacht den 3. Vogelfänger des laufenden Vogelschutzcamps überführen: Nach unserem Hinweis auf seine Fangstelle fanden die Beamten der Jagdaufsicht 2 Netze - einige Vögel, darunter der junge Neuntöter auf dem Foto - konnten freigelassen werden. Der Mann bekam umgehend einen Bußgeldbescheid in Höhe von saftigen 2.500 € ausgestellt!

Insgesamt haben wir während der ersten zwei Wochen damit 6 Netze und 314 Leimruten gefunden und abgebaut. 37 Vögel konnten aus den Fallen gerettet werden!



11.09.2018 Libanon

Geschossener Blauwangenspint (Libanon)Geschossener Blauwangenspint (Libanon)Erster Wilderer im Libanon gefasst: In den letzten 48 Stunden sind die Komitee-Teams östlich von Beirut Zeugen dutzender schockierender Jagdvergehen geworden. Neben dem völligen Auslöschen ganzer Wespenbussardschwärme ohne ein einziges überlebendes Tier wurde die Jagd auf Ortolane, Rosapelikane und Wanderfalken beobachtet und dokumentiert. Mindestens 90 % der Jäger, die bei unseren Kontrollen angetroffen wurden, haben auf alles geschossen, was fliegt. Sie scheinen weder Kenntnis vom Jagdgesetz zu haben, noch Interesse daran, was genau sie eigentlich ins Visier nehmen. Die Teams des Komitees gegen den Vogelmord haben alle schweren Zwischenfälle an die Polizei gemeldet, die heute Vormittag einen Wilderer festnehmen konnte - den ersten des Vogelschutzcamps. Der Mann hatte bei Chachtoul im Libanon-Gebirge neben mehreren Dorngrasmücken und einer Rohrweihe einen Blauwangenspint (Foto) geschossen.


10.09.2018 Libanon

Um der ausufernden Jagd im Libanon ein Ende zu bereiten, startet heute das 3. Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord im Nahen Osten. Gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern vor Ort werden wir wieder die Brennpunkte der Wilderei im Libanongebirge kontrollieren und dem Zugvogelmassaker mit Hilfe der Behörden ein Ende bereiten. Für die teilnehmenden Komitee-Mitglieder aus der Türkei, Großbritannien, Frankreich, Italien, dem Libanon und Deutschland ist die Aktion an der Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien ein riskanter Einsatz – wer hier Zugvogelschutz betreiben will, muss hart im Nehmen sein.


09.09.2018 Brescia (Italien)

Maulwurf als "Beifang" in einer norditalienischen SchlagfalleMaulwurf als "Beifang" in einer norditalienischen SchlagfalleVogelfallen fangen Tiere unselektiv und sind deswegen zu Recht überall in der EU verboten. Schlagfallen sind dabei besonders tückisch, weil sie in der Regel am Boden aufgestellt sind und alles fangen, was sich ihnen nähert: Die Jäger wollen in der Regel unter Naturschutz stehende Rotkehlchen, Trauerschnäpper, Gartenrotschwänze und Braunkehlchen erbeuten. Als „Beifang“ gehen Eidechsen, Feuersalamander, Siebenschläfer und Igel in die Fallen und werden achtlos weggeworfen.

In diesem August hat ein Komitee-Team in Brescia erstmals auch einen Maulwurf gefunden, der in einer Schlagfalle ums Leben kam (Foto). Während unseres Sommer-Vogelschutzcamps im norditalienischen Brescia, das nun abgeschlossen ist, haben wir insgesamt 180 dieser brutalen Fanggeräte gefunden, 8 Wilderer wurden überführt.


06.09.2018 Malta

Mornellregenpfeifer al Lockvogel auf MaltaMornellregenpfeifer al Lockvogel auf MaltaIllegaler Watvogelfang auf Malta: Ein Komitee-Team hat auf Malta insgesamt 4 aktive Fangstellen für Watvögel entdeckt und der Polizei gemeldet. Mit riesigen Schlagnetzen werden hier Rot- und Grünschenkel, verschiedene Strandläufer und Mornellregenpfeifer (Foto) gefangen. Die geschützten Tiere werden mit elektronischen Anlagen, die nachts Watvogelrufe abspielen, zu den Fangplätzen gelockt, wo die Netze über künstlichen Teichen gespannt sind (Luftbild). Die Tiere enden als lebende Sammelobjekte in Volieren oder werden wiederum als Lockvögel für die Jagd eingesetzt. Für die Aktion gegen den Watvogelfang auf Malta setzen wir inzwischen vor allem auf "Luftaufklärung" mit Kleinflugzeugen – nur so sind die gut versteckten Anlagen auf der flachen Insel überhaupt auszumachen.


04.09.2018 Brescia (Italien)

Trauerschnäpper in SchlagfalleTrauerschnäpper in SchlagfalleUnd noch einer geschnappt: In der Näher der Ortschaft Tavernole (bei Brescia/Norditalien) konnte die Polizei Wilderer Nr. 8 des derzeitigen Italien-Einsatzes überführen. Der Mann hatte 8 Trauerschnäpperfallen an seiner Jagdhütte aufgestellt und bereits einen der seltenen Zugvögel gefangen (Foto). Die Fangstelle haben wir am Samstag gefunden und der Polizei gemeldet, wegen Regens konnten die Beamten erst heute zuschlagen.

Damit haben wir während der Aktion in den Bergen zwischen Iseo- und Gardasee nach aktuellem Stand der Dinge 171 der Schnäpperfallen, 16 Netze und 26 Bogenfallen sowie 6 kleine Schlagnetze abgebaut. Mehrere weitere Fangstellen sind unter Beobachtung.



02.09.2018 Brescia (Italien)

Geschossene Baumpieper und Lockgerät (© Guardie WWF Lombardia)Geschossene Baumpieper und Lockgerät (© Guardie WWF Lombardia)Illegale Baumpieperjagd: In der Ebene südlich der italienischen Industriestadt Brescia konnte die Polizei nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord zwei Wilderer bei der Jagd auf geschützte Baumpieper stellen. Die beiden Jäger hatten ein elektronisches Lockgerät installiert und schon ein Dutzend Vögel geschossen. Besonders pikant: Einer der Jäger ist der Umweltbeauftragte der dortigen Stadtverwaltung! Damit haben wir während der letzten Tage 7 Wilderer in Brescia überführt!


01.09.2018 Zypern

Fitis auf Leimrute (Zypern)Fitis auf Leimrute (Zypern)Diesen Waldlaubsänger konnten wir heute Morgen unversehrt von einer Leimrute auf Zypern befreien. Wären die Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord nicht vor Ort gewesen, läge er heute Abend schon gegrillt auf dem Teller eines gut zahlenden "Gourmets". So hat er mit etwas Glück die Mittelmeerinsel schon Richtung Afrika verlassen. Auf dem Komitee-Vogelschutzcamp konnten wir in den ersten vier Tagen bereits 160 Leimruten und ein Netz einsammeln, vier elektronische Lockanlagen wurden von uns stillgelegt. Die Polizei in den britischen Militärgebieten im Süden der Zyperns hat nach unserem Hinweis einen Wilderer überführt - den ersten der Aktion. Das Camp geht bis Anfang November.


31.08.2018 Brescia (Italien)

Trauerschnäpper in Schlagfalle am GardaseeTrauerschnäpper in Schlagfalle am GardaseeTrauerschnäpper-Fänger erwischt: Heute haben wir in den Bergen westlich des Gardasees (Italien) einen Jäger mit 129 Schlagfallen erwischt. Der Mann hatte die Fallen gezielt für Trauerschnäpper aufgestellt und bereits 3 Vögel gefangen (Foto). Die von uns verständigte Polizei konnte den Täter inflagranti überführen. Es ist der größte Fall von Schnäpperfang, den wir je aufgedeckt haben - normalerweise sind es selten mehr als 30 Fallen pro Fangstelle. Der Wilderer hat offenbar einen schwunghaften Handel mit den seltenen und begehrten Zugvögeln betrieben. Ihn erwartet ein Starfverfahren, sein Jagdschein wird eingezogen. Der Vogel auf dem Foto hatte leider innere Verletzungen und starb.


29.08.2018 Malta

"Kein Land für Störche" - Graffiti auf Malta"Kein Land für Störche" - Graffiti auf Malta"No country for storks" (Kein Land für Störche) - ein aktuelles Graffiti auf Malta zeigt eindrücklich, wie es um den Zugvogelschutz in dem EU-Land steht. Vor zwei Wochen waren 18 Weißstörche auf der Insel angekommen, seither sind nach und nach 17 der Tiere abgeschossen worden. Mit Erlaubnis der maltesischen Behörden und mit Hilfe eines Vogelfangspezialisten aus Deutschland haben Komitee-Mitarbeiter nun tagelang versucht, den letzten verbliebenen Storch einzufangen und von der Insel zu bringen - vergebens! Der Vogel ist kurz nach dem Eintreffen unseres Teams verschwunden und liegt nun wohl in der Tiefkühltruhe eines Wilderers. Das Komitee gegen den Vogelmord hat heute 5.000 € Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des bzw. der Täter führen, ausgelobt.


17.08.2018 Brescia (Italien)

Am 28.08.18 in Brescia sichergestellte Fallen und tote VögelAm 28.08.18 in Brescia sichergestellte Fallen und tote VögelErfolg in Italien: In den ersten vier Tagen unseres Vogelschutzcamps in Brescia wurden bereits vier Wilderer geschnappt: Zwei Jäger wurden wegen Verstößen gegen das Waffengesetz überführt, bei einem Vogelfänger wurden 26 Schlagfallen gefunden - er hatte damit mehr als ein Dutzend Gartenrotschwänze und Trauerschnäpper gefangen (Foto). Der vierte Wilderer war ein "dicker Fisch": Bei ihm beschlagnahmten die Polizisten 14 große Fangnetze, 4 Schlagnetze und 6 Schlagfallen sowie 40 tiefgefrorene Singvögel. Alle Stellen wurden von Mitgliedern des Komitees gegen den Vogelmord ausgekundschaftet und an die Beamten gemeldet.


17.08.2018 Malta

Auf Malta im August 2018 geschossene Weißstörche (© Alice Tribe, Birdlife Malta))Auf Malta im August 2018 geschossene Weißstörche (© Alice Tribe, Birdlife Malta))Storchenschwund auf Malta: Seit einer Woche rastet ein Schwarm Weißstörche auf Malta. Am letzten Freitag waren es noch 18 Tiere, drei wurden direkt abgeschossen, 15 überlebten zunächst. Nun, nach einer Woche, sind es nur noch 7 Störche! Obwohl die Polizei, das Komitee gegen den Vogelmord und unser Partner BirdLife Malta versuchen, die Vögel Tag und Nacht zu bewachen, schaffen sie es gelegentlich, für Stunden aus dem Blickfeld zu geraten. Wenn sie wieder auftauchen, fehlt immer ein weiteres Tier! Die maltesische Jägerschaft FKNK schiebt der EU-Kommission die Schuld in die Schuhe. Weil Brüssel im Juni endgültig den Vogelfang verboten hätte, seien manche Jäger so frustriert, dass sie auf geschützte Störche schießen müssten. Uns fehlen wirklich die Worte!


14.08.2018 Malta

Malta: Mutmaßlicher Storchenschießer in Haft! Die Polizei hat einen 41jährigen Jäger festgenommen, dem zur Last gelegt wird, am vergangenen Freitag drei Weißstörche geschossen zu haben. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, er bestreitet die Tat. Unterdessen sind 30 weitere Störche auf Malta aufgetaucht - unsere Teams haben alle Hände voll zu tun!


13.08.2018 Malta

Komitee-Team und Polizei bewachen StorchenschwarmKomitee-Team und Polizei bewachen StorchenschwarmPolizeischutz für Störche. Ein Team des Komitees gegen den Vogelmord, unser Partner BirdLife Malta und die Polizei bewachen derzeit einen Trupp von 11 Weißstörchen, die im Westen der Insel rasten. Die Vögel waren bereits am Freitag eingeflogen, da waren es noch 18 Tiere. Innerhalb weniger Stunden hatten Jäger 3 Störche abgeschossen, einer davon konnte von der Polizei geborgen werden. Weil es viele Trophäenjäger auf die Vögel abgesehen haben, wurde eine Rundum-Bewachung organisiert. Wir hoffen sehr, dass die restlichen 11 Störche die Insel möglichst bald unbeschadet verlassen.