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Vogelschutzcamp Malta, Herbst 2010

Tagebuch

Komitee-"Bird Guards" bei der ArbeitKomitee-"Bird Guards" bei der ArbeitVom 10. bis 26. September 2010 hat das Komitee gegen den Vogelmord wieder sein großes Vogelschutzcamp auf der Mittelmeerinsel Malta durchgeführt. Gemeinsam mit unseren maltesischen Partnerverbänden haben die insgesamt 24 Teilnehmer aus Italien, Groß-Britannien, Bulgarien, Schweden, Deutschland und Malta alle wichtigen Durchzuggebiete überwacht und bei der Überführung von Wilderern geholfen.
Die Stiftung Pro Artenvielfalt hat den Einsatz mit einer großzügigen Spende unterstützt.

An dieser Stelle hatten wir täglich über die Geschehnisse auf Malta berichtet.

Mehr Informationen über Wilderei und Vogeljagd auf Malta finden Sie hier. Videos von den Aktionen des Komitees auf Malta gibt es hier.

Freitag 10.09.2010

Mit der Anreise der ersten Teilnehmer hat unser diesjähriges Herbstcamp auf Malta begonnen. Am Nachmittag waren zwei Teams im Einsatz, die im Norden der Insel postiert waren. Wegen des ausgesprochen schwachen Vogelzugs - es wurden nur ein kleiner Trupp Bienenfresser, einige Uferschwalben und eine Rohrweihe beobachtet - blieb es sehr ruhig. Etwa drei Dutzend Schüsse wurden registriert, in Ermangelung regulär jagdbarer Arten vermutlich hauptsächlich auf Sperlinge. Die Jagd am Nachmittag ist noch erlaubt - ab dem 15.09. gilt zum Schutz der nachmittags einfliegenden Greifvögel ein Jagdverbot ab 15 Uhr.

Samstag 11.09.2010

Ein weiterer sehr ruhiger Tag auf Malta. Wegen des schlechten Wetters - Sturm und schwere Regenschauern - ist der Vogelzug praktisch zum Erliegen gekommen. Es waren nur wenige Turteltauben, Bienenfresser und Rauchschwalben zu beobachten, kein einziger Greifvogel wurde gesehen. Heute waren 4 Teams im Einsatz, die die gesamte West- und Südküste Maltas kontrolliert haben. Es waren zwar viele Jäger im Gelände, es fielen aber insgesamt nur sehr wenige Schüsse.

Sonntag 12.09.2010

Noch vor Anbruch der Morgendämmerung hat sich ein Komitee-Team im Süden der Insel bei Delimara im Gebüsch versteckt, um eine große Fangstelle zu observieren. Der Fangplatz mit zwei riesigen, 40 Meter langen Schlagnetzen war bereits gestern Nachmittag entdeckt worden. Heute Morgen waren hier Mornellregenpfeifer zu hören - die Fänger hatten ein elektronisches Lockgerät installiert, das die Rufe des arktischen Zugvogels abspielte und die Tiere in die Netze locken sollten. Beim ersten Tageslicht gelang es dem Team, den Vogelfänger in flagranti zu filmen. Die sofort gerufene Polizei beschlagnahmte die Schlagnetze und nahm die Personalien des mutmaßlichen Täters auf.
Nach dem Ende des Sturms der letzten Tage hat der Vogelzug wieder voll eingesetzt - entsprechend viele Jäger waren im Gelände. Diese hatten es vor allem auf Turteltauben abgesehen, die heute zahlreich durchgezogen sind. Am Morgen gab es keine weiteren Zwischenfälle. Mehrere Rohrweihen, Wespenbussardse und ein Fischadler konnten die Insel in Richtung Afrika unbeschadet verlassen.
Am Nachmittag fand ein größerer Einflug von Rohrweihen und Wespenbussarden statt. Sonntag gilt ein Jagdverbot ab 13 Uhr, an das sich die Jäger weitgehend gehalten haben.

  • 17:04 Uhr, Bahrija, 1 Schuss
  • 17:15 Uhr, Girgenti, 1 Schuss
  • 19:27 Uhr, Mizieb, 1 Schuss

Es wurden keine Abschüsse geschützter Arten beobachtet.

Montag 13.09.2010

Trotz recht schwachem Vogelzug ein ereignisreicher Tag. Am Morgen waren 4 Komitee-Teams im Westen und Süden Maltas im Einsatz. Die wenigen Greifvögel, die die Nacht auf der Insel verbracht hatten, konnten unbeschadet ihren Zug Richtung Afrika fortsetzen. Nicht zuletzt aufgrund der massiven Präsenz von Vogelschützern haben die Jäger sich nicht getraut, auf die Rohrweihen und Wespenbussarde anzulegen. Bei Ghar Lapsi an der Südwestküste Maltas geriet allerdings ein Schwarm Bienenfresser in das Visier eines Jägers - augenscheinlich wurde kein Tier verletzt.
Am Vormittag wurde zudem ein weiterer Vogelfänger dingfest gemacht: Ein Komitee-Team hat bei Bahrija einen "alten Bekannten" an einer Fangstelle angetroffen, der nicht nur Netze ausliegen, sondern zudem einen Plastik-Mornellregenpfeifer als Lockvogel installiert hatte. Der Mann konnte gefilmt werden, die Polizei hat Teile der Ausrüstung des Fängers sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.
Der Nachmittag verlief ausgesprochen ruhig. Zwar waren viele Jäger in Erwartung aufkommenden Vogelzugs im Gelände - mangels Jagdbeute fielen aber praktisch keine Schüsse. In der späteren Dämmerung erreichte ein nicht näher bestimmter Adler (vermutlich Zwergadler) die Insel, der einige Zeit von einem Komitee-Team bei seinem Flug über Malta begleitet wurde, bis er - von Jägern vermutlich unentdeckt - verschwand.

Heute hat sich das Sicherheits-Personal, das wir nach den schweren Zwischenfällen im Frühling erstmals in unserer Vereinsgeschichte eingestellt haben, als ausgesprochen hilfreich erwiesen: Am Morgen ging in der Nähe von Laferla Cross ein bewaffneter Jäger auf ein Komitee-Team los. Der anwesende Security-Mitarbeiter konnte den Mann aufhalten und Schlimmeres verhindern. Am Nachmittag hatte zwei Komitee-Mitglieder Probleme mit einem Jäger, der im letzten Jahr bereits einen Komitee-Mitarbeiter angegriffen hatte. Auch dieser Mann konnte durch das beherzte Eingreifen eines Personenschützers beruhigt werden.

Dienstag 14.09.2010

Am Morgen haben 4 Komitee-Teams die Westküste Maltas überwacht. Bei Zurrieq gelang erneut der Aufgriff eines Vogelfängers: Noch vor der Morgendämmerung versteckte sich ein Team am Ortsrand der Kleinstadt und observierte den aus den Vorjahren bekannten Fangplatz. Beim ersten Tageslicht wurde klar, dass die Netze ausgelegt und lebende Lockvögel aufgestellt waren. Der Vogelfänger konnte einige Zeit gefilmt werden. Als die Polizei eintraf, gelang dem Mann die Flucht über die Küstenklippen. Seinen wertvollsten Lockvogel, einen Ortolan, hat er mitgenommen - die restlichen Tiere, 5 Kurzzehenlerchen und einen Rotkehlpieper, hat er zurückgelassen - sie wurden von der Polizei beschlagnahmt und sollen in Kürze freigelassen werden. Die Videoaufnahmen von dem Täter sind so gut, dass seine Identität vermutlich leicht geklärt werden kann.
Im Norden Maltas, an der Küste der Marfa-Ridge, nahm eine Gruppe Jäger einen kleinen Schwarm Graureiher unter Beschuss - zum Glück wurde kein Tier getroffen. Für die anderen Teams verlief der Morgen weitgehend ruhig, denn der Vogelzug war weiterhin recht verhalten.

Am Nachmittag kam mit starken Westwind der Vogelzug wieder etwas in Schwung. Bis zum Abend sind weit über 50 Rohrweihen, zwei Dutzend Wespenbussarde, einige Baumfalken, über 150 Graureiher und 28 Weißstörche gesichtet worden. Der einzige Zwischenfall ereignete sich auf den Victoria Lines, wo ein Jäger einen kleinen Trupp Bienenfresser unter Beschuss nahm. Ein Vogel wurde getroffen und entkam schwer verletzt.

Heute wurde bekannt, dass am gestrigen 13.09. bei Garghur im Nordosten Maltas ein Nachtreiher abgeschossen wurde.

Mittwoch 15.09.2010

Schwere Gewitter mit unwetterartigen Regenfällen haben die Zugvögel heute zu einem Zwischenstopp auf Malta gezwungen - entsprechend zahlreich waren Rohrweihen und Wespenbussarde, aber auch Schwalben, Bienenfresser und Limikolen.
Morgens waren 4 Teams des Komitees im Einsatz und haben die Greifvögel beim Abflug von ihren Schlafplätzen bewacht. Während es hier zu keinen Zwischenfällen kam, hat ein Jäger in Bahrija vor den Augen der Polizei einen Wespenbussard abgeschossen. Trotz der sofortigen Suche fehlte leider jede Spur vom Täter und dem toten Vogel.
Ein Komitee-Team, das sehr früh im Gelände war, hat vier elektronische Lockgeräte entdeckt, die in der Nähe des Laferla Cross Wachteln vor die Schießhütten der Jäger locken sollen.

Am Nachmittag haben drei Teams den Norden Maltas abgedeckt und den Einflug von Rohrweihen und Wespenbussarden überwacht. Seit heute gilt ein Jagdverbot ab 15 Uhr. Die Regierung will damit der Überhand nehmenden Wilderei auf die Nachmittags von Norden her eintreffenden Greifvögel vorbeugen.
Um 17:35 Uhr fielen bei Mgarr im Norden Maltas zwei Schüsse. Ein Komitee-Team war in der Nähe und konnte den Jäger aus der Nähe filmen - er ist zweifelsfrei zu identifizieren, vor allem, weil das Nummernschild seines Fahrzeuges notiert werden konnte. Der Mann schoss offenbar auf Rauchschwalben, eine beliebte Freizeitbeschäftigung maltesischer Jäger. Die Tiere bleiben einfach liegen!
Um 19.07 Uhr fiel bei Bahrija ein Schuss, als nur eine Rohrweihe am Himmel war. Der Vogel wurde vermutlich nicht getroffen.

Ansonsten wurden fünf weitere Schüsse nach 15 Uhr registriert:

  • 15:25 Uhr, Xemxija, 3 Schüsse
  • 18:40 - 18:50 Uhr, Buskett, 2 Schüsse

Die Polizei hat heute mitgeteilt, dass der vom Komitee gemeldete Vogelfänger von gestern Morgen aus Zurrieq (siehe 14.09.) identifiziert werden konnte. Er wurde noch gestern Abend vernommen und hat gestanden!

Am Nachmittag haben zwei Komitee-Mitarbeiter eine Schülergruppe aus dem Rheinland begleitet und den Einflug von Rohrweihen und Wespenbussarden zum Schlafplatz Buskett Gardens gezeigt. Neben dem faszinierenden Thema Vogelzug ging es natürlich auch um die Problematik der Jagd auf die Vögel. Zum Glück blieb es sehr ruhig an diesem Nachmittag, so dass die Zwölftklässler einen schönen Eindruck mit nach Hause nehmen konnten.

Donnerstag 16.09.2010

Am Morgen haben drei Komitee-Teams die Westküste Maltas überwacht. In Bahrija, Buskett und Ghar Lapsi konnten etwa 40 Rohrweihen und 15 Wespenbussarde unbeschadet ihren Flug Richtung Afrika antreten - in unserem Einsatzgebiet fielen keine Schüsse auf geschützte Arten. An der Küste bei Bahrija liefen um 6 Uhr morgens drei illegale elektronische Lockgeräte mit Wachtelrufen.
Der Nachmittag auf Malta verlief ebenso ruhig: Die Teams waren im Norden der Insel eingesetzt, wo sie den Einflug von fast 100 Rohrweihen, Wespenbussarden und Baumfalken beobachten konnten. Die Jagdruhe ab 15 Uhr wurde weitgehend eingehalten, es wurden nur 4 Schüsse registriert:

  • 16:10 - 17:50 Uhr, Dwejra Lines, 2 Schüsse
  • 18:55 Uhr, Manikata, 1 Schuss
  • 19:35 Uhr, Bahrija, 1 Schuss

Auf Maltas Nachbarinsel Gozo ist dem Komitee heute ein Schlag gegen den illegalen Vogelfang gelungen: Ein Komitee-Team war bereits am gestrigen Mittwoch auf der Insel und hat dort Fangstellen ausgekundschaftet. Bei Santa Lucija wurde ein großes Schlagnetz gefunden, an dem ein Tonbandgerät die Rufe von Mornellregenpfeifern abspielte. Heute hat sich das Team in der Nähe postiert und den Vogelfänger gefilmt. Nachdem genügend Beweismaterial gesichert war, haben die Vogelschützer die Polizei gerufen, die den Täter auf frischer Tat überführen konnte. Bei ihm wurden drei lebende Mornellregenpfeifer sichergestellt, die Netze wurden beschlagnahmt. Mehr dazu lesen Sie in unserer aktuellen Pressemeldung.

Freitag 17.09.2010

Nach der Zurückhaltung der letzten Tage haben die maltesischen Jäger heute wieder ihr wahres Gesicht gezeigt: Beim Abflug von über 100 Rohrweihen und Wespenbussarden gerieten zahlreiche Greifvögel unter Beschuss. Auf dem Hochplateau südlich von Buskett Gardens wurden 3 Wespenbussarde beschossen, ein weiterer wurde nach Angaben unseres Partnerverbandes Birdlife Malta von einem Schuss tödlich getroffen. Vor den Augen eines Komitee-Teams haben Jäger an gleicher Stelle zwei Mornellregenpfeifer getötet! Die Polizei war schnell zur Stelle, konnte aber weder die gewilderten Greife noch die beiden Regenpfeifer finden. Zu dem Zeitpunkt waren weit über 3 Dutzend Jäger auf dem Plateau unterwegs.
Wenig östlich von dem Gebiet wurde bei Fawwara ein Baumfalke beschossen - er entkam offenbar unverletzt.

Am Nachmittag entdeckte ein Komitee-Team bei Dingli eine Fangstelle für Limikolen, von der laut ein Tonbandgerät die Rufe von Mornellregenpfeifern wiedergab. Die zur Hilfe gerufene Polizei konnte den Wilderer in flagranti erwischen - er hatte zwei Plastik-Goldregenpfeifer als Lockvögel eingesetzt, die beschlagnahmt wurden. Es handelt sich bereits um den 5. Vogelfänger, der während des Komitee-Vogelschutzcamps gestellt werden konnte! Einen aktuellen Zeitungsbericht zu den Aufgriffen mit Videomaterial des Komitees finden Sie auf der Internetseite der Tageszeitung Times of Malta .

Der Abend verlief recht ruhig. Heute sind bei leichten Südwind weit über 200 Wespenbussarde und einige Dutzend Rohrweihen auf Malta eingetroffen. Nahe des großen Schlafplatzes in Buskett haben zahlreiche Jäger das Spektakel beobachtet, um sich die besten Plätze für die morgige Schießerei auf die Vögel auszuwählen. Schüsse gab es nur wenige:

  • 17:11 - 17:20 Uhr, Girgenti, 2 Schüsse
  • 18:10 Uhr, Bahrija, 3 Schüsse
  • 19:15 Uhr, Mizieb, 2 Schüsse
  • 19:24 Uhr, Girgenti, 3 Schüsse

Nach Informationen unseres Partnerverbandes IAR fielen gestern Abend (16.09.2010) in Garghur zwischen 16:13 und 16:18 Uhr 5 Schüsse. Auf Maltas Nachbarinsel Gozo wurden in den letzten zwei Tagen folgende Verstöße gegen das nachmittägliche Jagdverbot festgestellt:

  • 15.09.2010, 17:16 Uhr, Ta Cenc, 1 Schuss
  • 15.09.2010, 19:19 Uhr, Sannat, 3 Schüsse
  • 16.09.2010, 17:34 Uhr, Santa Lucija, 3 Schüsse

Samstag 18.09.2010

Bei frischem Südwind haben die meisten Wespenbussarde und Rohrweihen heute Morgen sehr schnell an Höhe gewonnen, so dass sie binnen Minuten außer Schussweite waren und sicher den Weg nach Afrika antreten konnten. Pech hatten 6 Vögel - sie fielen den Jägern zum Opfer: Bei Fawwara geriet um 6:18 Uhr eine Rohrweihe in den Schrothagel eines Wilderers und wurde zumindest verletzt, vielleicht sogar tödlich getroffen. Um 7:08 Uhr flogen zwei Wespenbussarde über einen Hügel nördlich von Zurrieq und wurden nacheinander abgeschossen! Ein weiterer Wespenbussard, der bei Ghar Lapsi die Insel verließ, wies deutliche Spuren von Beschuss auf. Mitglieder unseres Partnerverbandes Birdlife Malta haben den Abschuss drei weiterer Greifvögel beobachtet.
Im Bereich von Ghar Lapsi liefen am frühen Morgen mindestens 6 elektronische Wachtel-Lockvögel, ein weiterer wurde bei Zurrieq gefunden.

Am Mittag entdeckten Komiteemitarbeiter unweit ihrer Unterkunft in Xemxija eine Käfigfalle für den Singvogelfang auf dem Flachdach eines Hauses. Die umgehend informierte Polizei konnte den Täter überführen - die Falle wurde zerstört und sichergestellt.

Am Abend musste ein Komitee-Team bei Bahrija mit ansehen, wie ein Wespenbussard vor ihren Augen abgeschossen wurde. Die Komitee-Mitglieder sind sofort zur Abschussstelle gefahren, konnten aber weder den Schützen, noch den toten Vogel finden. Bis auf diesen einen Schuss haben sich im Norden Maltas alle Jäger im Umkreis der Komitee-Teams an das Jagdverbot ab 15 Uhr gehalten. Im Süden der Insel wurden 8 Schüsse registriert:

  • 15:23 Uhr, Freeport, 2 Schüsse
  • 18:04 Uhr, Freeport, 6 Schüsse

Sonntag 19.09.2010

Der heutige Tag war der bislang schlimmste während unseres diesjährigen Herbst-Einsatzes auf Malta: Der Abschuss von mind. 9 Greifvögel wurde beobachtet!!!
Um 6:15 Uhr wurde eine Rohrweihe beschossen und getroffen. Zwei der drei abgegebenen Schüsse trafen das Tier, das vermutlich unverletzt entkam. Die Schüsse fielen nur wenige Meter von einem Komitee-Team entfernt - der Schütze blieb aber im Verborgenen.
Bei Fawwara geriet um 6.20 Uhr in den Schrothagel eines Jägers, wurde aber zum Glück nicht verletzt. Unweit entfernt schossen Jäger um 7:10 Uhr kurz hintereinander eine Rohrweihe und einen Wespenbussard ab - an gleicher Stelle starb um 8:50 Uhr ein Wespenbusssard!
Auf den Dwejra Lines wurden gleich 4 Greifvögel abgeschossen: Um 6:40 Uhr flogen zwei Rohrweihen zusammen nach Süden über den Bergrücken und wurden nacheinander abgeschossen. Um 7:25 Uhr musste ein Komitee-Team von dem selben Standort mit ansehen, wie zwei sehr tief fliegende Wespenbussarde nur 150 Meter von ihnen entfernt mit gezielten Schüssen getötet wurden. Obwohl die drei Vogelschützer nur eine Minute nach den Schüssen zur Stelle waren, konnten weder die toten Vögel gefunden, noch die Täter zweifelsfrei identifiziert werden. Der Abschuss einer der Rohrweihen und der beiden Wespenbussarde wurde auf Video dokumentiert.
Südlich des Schlafplatzes Buskett Gardens - im Girgenti-Tal - beschoss ein Jäger um 7:35 eine Rohrweihe, traf sie aber nicht.

Am Nachmittag war erneut Dwejra Schauplatz des Geschehens: Um 18:40 Uhr wurden binnen Sekunden südlich von Mgarr zwei Rohrweihen abgeschossen. Das in der Nähe postierte Komitee-Team hatte keine Chance, zur Abschuss-Stelle zu gelangen.

Ansonsten haben Mitglieder des Komitees nach dem Jagdverbot ab 13 Uhr (gilt grundsätzlich an jedem Sonntag) insgesamt 15 Schüsse verzeichnet:

  • 13:30 Uhr, östliche Dwejra Lines, 2 Schüsse
  • 14:40 Uhr, mittlere Dwejra-Lines, 3 Schüsse
  • 15:17 - 16:46 Uhr, Bingemma, 6 Schüsse
  • 16:41 - 17:05 Uhr, Mgarr, 2 Schüsse
  • 19:15 - 19:02, östliche Dwejra Lines, 2 Schüsse

Montag 20.09.2010

Der heutige Morgen war sehr ruhig und ließ noch nicht erahnen, dass der Tag turbulent werden würde. Aufgrund der Witterungsverhältnisse war der Vogelzug bereits gestern Abend nicht mehr sehr stark, so dass heute Vormittag nur wenige Vögel auf der Insel waren. Entsprechend wenige Jäger waren im Gelände. Außer fünf illegalen Lockgeräten (4 im nördlichen Dingli und 1 bei Mgarr), die Wachtelrufe abspielten, wurden keine Verstöße gegen Jagd- und Naturschutzrecht festgestellt.

Am Vormittag haben sich mehr als 40 Vogelschützer, die am Camp des Komitees und des Einsatzes von Birdlife Malta teilnehmen, an der Durchsuchung des Jagdgebietes Mizieb im Norden Maltas beteiligt. In dem Waldstück, in dem bereits vor einem Jahr mehr als 200 Vogelkadaver gefunden worden waren, konnten heute binnen drei Stunden erneut die Überreste von zahlreichen geschützten Vogelarten gefunden werden. Die skelette und halb verwesten Vögel lagen in unmittelbarer Nähe von Jagdständen unter Steinen und Unrat. Sie waren offenbar geschossen und von den Tätern aus Angst vor Entdeckung versteckt worden. Ein vollständige Liste veröffentlichen wir am morgigen Dienstag.
Ein Angestellter des Komitees und eine englische Vogelschützerin, die erstmals am Vogelschutzcamp teilnimmt, wurden von aufgebrachten Jägern angegriffen und geschlagen. Verletzt wurde niemand, die Polizei ermittelt allerdings wegen tätlichen Übergriffen.
Mehr Informationen zu den skandalösen Zuständen im Jagdgebiet Mizieb und einen Link zu einem aktuellen Video auf der Internetseite der Tageszeitung "Times of Malta"finden Sie hier.

Der Abend verlief erfreulich ruhig: Es waren fast keine Vögel auf der Insel, deshalb fielen auch nur wenige Schüsse in der Zeit nach dem Jagdverbot nach 15 Uhr:

  • 18:28 Uhr, Mgarr, 3 Schüsse
  • 18:40 Uhr, Bahrija, 1 Schuss

Dienstag 21.09.2010

Am Morgen waren wieder 4 Komitee-Team im Einsatz. Obwohl fast keine Greifvögel auf der Insel waren, gerieten die wenigen Individuen unter Beschuss: Nördlich von Ghar Lapsi wurde um 6:23 Uhr eine tief fliegende Rohrweihe beschossen, die unverletzt entkam. Hier wurde auch ein angeschossener Turmfalke beobachtet.
Zwischen Zurrieq und Ghar Lapsi wurde um 8:21 Uhr ein Turmfalke mit drei Schüssen erlegt. Das in der Nähe stationierte Komitee-Team konnte den Täter nicht ausfindig machen.
Südlich von Buskett Gardens wurde ein Komitee-Team von einem Jäger wüst beschimpft - zu Handgreiflichkeiten kam es nur deshalb nicht, weil ein das Team begleitender Leibwächter einschritt und den Mann beruhigen konnte.

Ab frühem Nachmittag fand ein starker Einflug von Greifvögeln statt - bis zum Abend waren über 500 Tiere eingetroffen, vornehmlich Rohrweihen und Wespenbussarde, aber auch Baumfalken und Fischadler. Die masltesischen Jäger waren erwartungsgemäß aktiv:
Nach dem Jagdverbot ab 15 Uhr fielen zahlreiche Schüsse:

  • 16:17 Uhr, St. Pauls Bay, 1 Schuss
  • 17:31 Uhr, Manikata, 1 Schuss
  • 18:02 - 19:10 Uhr, Bingemma und Dwejra, 6 Schüsse
  • 18:22 - 19:14 Uhr, nördlich Dingli, 7 Schüsse
  • 18:32, Mizieb, 4 Schüsse
  • 19:11, Bahrija/Dwejra, 1 Schuss

Um 18:17 Uhr wurde nördlich von Dingli eine Rohrweihe beschossen, die Glück hatte und nicht getroffen wurde. Ganz in der Nähe der Stelle, wo sich dieser Zwischenfall ereignet hatte, erwischte die Polizei zwei Jäger, die vom Dach ihres Hauses auf Greifvögel schossen!
Zu einer Tragödie kam es bei Einbruch der Dunkelheit auf den Dwejra Lines südlich von Mgarr: In den Bäumen eines Bergrückens hatten sich rund 25 Wespenbussarde und Rohrweihen niedergelassen - beobachtet von etwa 10 scheinbar unbewaffneten Jägern. Um 19:21 Uhr, als es schon fast dunkel war, begann plötzlich eine wilde Schießerei in dem unzugänglichen Hang. Mit starken Scheinwerfern wurden die in den Bäume sitzenden Vögel geblendet und von den Ästen geschossen. Aufgescheuchte Greife, die hilflos im Dunkeln umherflatterten, wurden mit blind in die Luft abgegebenen Schüssen aus kürzester Distanz vom Himmel geholt. Innerhalb von 10 Minuten fielen 72 Schüsse! Das in der Nähe stationierte Komitee-Team (zwei italienische Mitglieder) hatte keine Chance, im Dunkeln gegen die zahlreichen, schwer bewaffneten Täter einzuschreiten. Trotz der weit vorangeschrittenen Dämmerung konnte im letzten Tageslicht der Abschuss von 5 Greifvögeln beobachtet werden - wie viele Tiere dem Blutrausch der Jäger letztendlich zum Opfer fielen, ist völlig unklar.
Die sofort verständigte Polizei traf gegen 19:50 Uhr ein, als das Massaker schon vorüber war. Von den Tätern fehlt jede Spur!

Mittwoch 22.09.2010

Am Morgen ist es vergleichsweise ruhig geblieben, obwohl Hunderte Greifvögel auf Malta übernachtet hatten. Die meisten konnten ihren Weg nach Afrika fortsetzten, zwei Vögel wurden allerdings vor unseren Augen abgeschossen: Um 7:26 Uhr geriet ein Turmfalke im Girgenti-Tal unter Beschuss und fiel wie ein Stein vom Himmel, ein weiterer Turmfalke starb an den Dwejra-Lines südlich von Mgarr um 8:41 Uhr.!
Unser Partnerverband Birdlife Malta meldet den Abschuss von mehreren Löfflern, die die Nacht in einen Schutzgebiet im Norden Maltas verbracht hatten. Von den gestern Abend eingtroffenen 22 Tieren waren heute morgen noch 9 übrig, zwei davon blutverschmiert!

Am Vormittag haben Teilnehmer des Komitee-Vogelschutzcamps gemeinsam mit Polizeibeamten den Tatort der illegalen Nachtjagd vom gestrigen 21.09. durchsucht. In dem unwegsamen und felsigen Gelände (Fläche ca. 3 Hektar) wurden keine toten Greifvögel gefunden. Das am Morgen in der Nähe stationierte Komitee-Team konnte allerdings einige Männer dabei beobachten, wie sie 2 Stunden lang mit Jagdhunden das Gebiet durchkämmt hatten. Möglicherweise haben sie die Beweise beseitigt
Bei der dortigen Jagdhütte haben die Vogelschützer in einem alten Ölfass 7 tote Rauchschwalben gefunden. Die Tiere waren zum Teil zusammen mit Unrat verbrannt worden!!! Einige Tiere waren noch so frisch und gut erhalten, dass sie geröntgt werden können. Unter einem Stein lagen die verwesten Überreste einer Rohrweihe.
Im Norden Maltas hat die Polizei heute Morgen einen Mann überführt, der ein elektronisches Lockgerät benutzte, von dem Limikolenrufe abgespielt wurde.

Am Nachmittag erreichten wieder Hunderte Greifvögel die Insel.
Um 16:50 Uhr wurde an den westlichen Dwejra Lines ein Fischadler mit einer Schussverletzung beobachtet. Ebenfalls dort fielen zwischen 17:09 und 17:32 Uhr insgesamt 3 Schüsse. Ganz in der Nähe wurde um 18:30 Uhr bei Bahrija eine verletzte Rohrweihe beobachtet, die hilflos in einem Felsenhang herumflatterte. Komitee-Mitarbeiter konnten den Vogel bergen und zum Tierarzt bringen. Bei Dingli wurden um 19:10 Uhr 5 Schüsse abgegeben.
Besonders Schlimm waren die Zustände heute Abend im Girgenti-Tal südlich des großen Greifvogel-Schlafplatzes Buskett Gardens: Hier hatten sich etwa 50 Jäger versammelt, um den Greifvogel-Einflug zu beobachten. Trotz Jagdverbots fielen zwischen 17:00 und 18:30 Uhr insgesamt 22 Schüsse. Ein Wespenbussard wurde um 17:23 Uhr getroffen, entkam aber verletzt. Mehrfach wurde auf die zahlreichen Bienenfresser geschossen, einige Tiere wurden vermutlich getroffen. Die aggressiven Jäger haben das dort stationierte Komitee-Team angepöbelt, es wurde "Heil Hitler" und "Fuck Germany" gerufen, ein Mann trat gegen den Mietwagen der Vogelschützer!

Donnerstag 23.09.2010

Heute war ein erfreulich friedlicher Tag auf Malta - für alle Teilnehmer ein guter Anlass zum Durchatmen nach den vergangenen stressigen Tagen.

Gestern Abend haben Komitee-Mitarbeiter beobachtet, wie noch ganz spät rund 50 Rohrweihen einen Schlafplatz bei Bahrija angeflogen haben. In dem Gebiet wurden schon vielfach Greifvögel geschossen - auch in der Dunkelheit mit Scheinwerfern - so dass wir uns zu einer Nachtwache entschieden hatten. Ein Team hat deswegen das Hotelzimmer gegen ein Auto getauscht und im Schichtdienst für das Wohl der Weihen gesorgt. Zusätzlich hat die Polizei regelmäßig Patrouillenfahrten am Schlafplatz durchgeführt. Mehrmals kamen Geländefahrzeuge mit unkenntlich gemachten Kennzeichen vorbei, die Jäger wollten offenbar Möglichkeiten für eine Nachtjagd auskundschaften.
In der Morgendämmerung flogen die 50 Rohrweihen ungestört ab und konnten ohne einen einzigen Schuss unbeschadet das Meer erreichen!

Aus Witterungsgründen ist der Vogelzug heute völlig eingeschlafen. Da keine Vögel auf der Insel waren, gab es auch praktisch keine Jagd. Drei Schüsse nach dem Jagdende um 15 Uhr wurden von den Komitee-Teams gemeldet:

  • 17:44 Uhr, Girgenti, 1 Schuss
  • 17:46 Uhr, Mgarr, 1 Schuss
  • 18:51 Uhr, Bahrija, 1 Schuss

Der deutsche Botschafter auf Malta, Bernd Braun, hat sich heute mit Komitee-Mitgliedern am Laferla Cross unweit des großen Greifvogel-Schlafplatzes Buskett Gardens getroffen, um sich über die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord zu informieren. Auch die Umweltpolizei und ein Kamerateam des Bayerischen Fernsehens waren zugegen. Wegen des eingeschlafenen Vogelzuges konnten leider keine Greifvögel beobachtet werden - der einzige gefiederte Gast an diesem Abend, ein Schreiadler, traf erst ein, als der Botschafter wieder abgereist war.

Freitag 24.09.2010

Weil gestern Abend fast keine Vögel auf Malta eingetroffen waren, gab es heute Morgen nahezu keine Zwischenfälle mit Jägern. Bei Fawwara beobachteten Komitee-Mitglieder eine Rohrweihe mit einem völlig zerschossenen Fuß. Der Vogel hat keine Chance, die schwere Verletzung zu überleben. Bei Delimara im Süden der Insel flog ein Graureiher mit Schussverletzung im rechten Flügel auf das Meer hinaus - auch seine Zukunft ist ungewiss. Wie uns heute ein Augenzeuge berichtete, war bereits gestern Abend ein Reiher in Delimara abgeschossen worden!
Unsere Partner von Birdlife Malta meldeten Morgens den Beschuss eines Schwarzstorches im Norden von Dingli.

Am Nachmittag frischte der Vogelzug wieder auf. Rund 100 Greifvögel sind bis zum Abend eingetroffen - vor allem Rohrweihen und recht viele Baumfalken, Wespenbussarde waren heute in der Minderheit.
Der einzige heute von Komitee-Mitarbeitern nach dem Jagdverbot ab 15 Uhr verzeichnete Schuss fiel um 17:45 Uhr bei Mgarr. Lokale Vogelschützer berichteten einem Komitee-Team, dass zwischen 18 und 19 Uhr ein Turmfalke aus dem Schutzgebiet Buskett Gardens heraus beschossen wurde. Der Vogel entkam offenbar unverletzt.

Aus eine anonyme Quelle wurde heute bekannt, dass die Polizei im Rahmen von Hausdurchsuchungen bei Jägern mehr als 100 illegale Trophäen - vermutlich fast alles ausgestopfte Greifvögel und Reiher - beschlagnahmt haben soll. Wenn sich diese Information bewahrheitet, wäre dies ein bedeutender Schlag gegen die Wilderei auf Malta und ein großer Erfolg für den Zugvogelschutz. Sobald nähere Informationen vorliegen, werden wir an dieser Stelle darüber berichten.

Samstag 25.09.2010

Heute waren drei Teams auf Malta und eines auf der Nachbarinsel Gozo im Einsatz. In der Nacht gab es schwere Gewitter mit unwetterartigen Regenfällen. Morgens war es so windig, dass die Vögel beim Abflug von ihren Schlafplätzen sehr schnell Höhe gewinnen konnten und deswegen außer Reichweite der Jäger waren. Nur in Delimara ganz im Süden Maltas gerieten um 8:37 und 9:22 Uhr zwei nicht näher bestimmte Kleinfalken in den Schrothagel der Wilderer, entklamen aber vermutlich unverletzt.

In der Nacht hat ein Komitee-Team auf Gozo Vogelfang-Plätze kontrolliert und vier aktive Fangstellen ausgemacht: Drei große Schlagnetz-Anlagen mit elektronischen Lockanklagen, die Rufe von Limikolen (Watvögeln) abspielten und eine riesige Käfigfalle. Am Morgen informierten die Mitarbeiter die Polizei, die auch sehr schnell vor Ort eintraf. Die Beamten waren allerdings so ungeschickt und langsam, dass die Vogelfänger alle Zeit hatten, ihre Fanggeräte und Lockanlagen abzubauen. Zwei mutmaßliche Wilderer flüchteten mit Motorrädern. Als die Polizisten endlich bei den Schlagnetzen eintrafen, waren alle Beweise für den illegalen Vogelfang beseitigt! Lediglich die große Käfigfalle war noch an Ort und Stelle. In ihr fanden sich über 20 frisch gefangene Turteltauben sowie Stare und Lerchen. Hier wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Ein weiterer Vogelfänger flüchtete in Delimara auf Malta, als ein Komitee-Team ihn entdeckte. Auch er hatte eine Lockanlage mit Regenpfeifer-Rufen laufen.

Der Nachmittag verlief ohne Zwischenfälle. Starker Nordostwind half den Zugvögeln bei ihrem Flug über das Mittelmeer, so dass sie ohne Probleme Nordafrika erreichen konnten, ohne auf Malta eine Zwischenlandung einzulegen. Es fiel nicht ein Schuss!

Sonntag 26.10.2010

Der letzte Einsatz des diesjährigen Herbst-Vogelschutzcamps auf Malta fand heute Morgen statt. Ein Komitee-Team war heute noch im Gelände - die restlichen Teilnehmer des Camps reisten bereits in aller Frühe ab. Das Team hatte sich auf dem Gebel Cantar südlich von Buskett platziert. Diesen Hügel müssen die vom Schlafplatz Buskett Gardens startenden Tiere überfliegen, um das Meer Richtung Afrika zu erreichen. Während etwa ein Dutzend Rohrweihen, die flach über die Jäger flogen, nicht beschossen wurde, geriet ein kleiner Schwarm Mornellregenpfeifer um 7:10 Uhr ins Visier der Waffenträger: Als die kleinen Limikolen am Himmel erschienen, erklangen plötzlich von überall her elektronische erzeugte Regenpfeifer-Rufe. Die Jäger hatten offenbar tragbare Lockgeräte bei sich und nur auf die seltenen Watvögel gewartet. Die angelockten Tiere flogen flach über den Hügel und wurden beschossen - mindestens ein Mornellregenpfeifer wurde tödlich getroffen und stürzte vor den Augen des Komitee-Teams zu Boden.

Das Vogelschutzcamp des Komitees gegen den Vogelmord in diesem Herbst auf Malta ist damit beendet.

Wir danken allen unseren ehrenamtlichen Teilnehmern, der maltesischen Umweltpolizei, unseren Partnern International Animal Rescue Malta und Birdlife Malta sowie natürlich allen unseren Förderern, ohne die dieser Einsatz nicht möglich gewesen wäre!
Ein besonderer Dank filt der Stiftung Pro Artenvielfalt , die unseren Einsatz mit einer großzügigen Spende unterstützt hat.