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Komitee dokumentiert illegalen Vogelfang auf Malta und Gozo
Polizei beschlagnahmt Fangnetze und lebende Lockvögel
Pressemeldung 17.09.2010
Maltesische Polizisten beschlagnahmen Schlagnetz auf Regenpfeifer-FangplatzValetta. Bei der Überwachung von Großfanganlagen auf Malta und Gozo haben Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord seit dem vergangenen Samstag vier Vogelfänger beim Fang geschützter Arten gefilmt. Bei anschließenden Kontrollen durch die Polizei wurden mehrere große Klappnetze sowie 9 lebende und 2 künstliche Lockvögel beschlagnahmt.
Am Samstagmorgen wurde ein Team des CABS-Vogelschutzcamps auf einen Fänger aufmerksam, der in der St. Thomas Bay mit einem künstlichen Lockvögel geschützte Watvögel in seine Netze locken wollte. Die vom Komitee zu Hilfe gerufene Polizei beschlagnahmte daraufhin ein mehr als 40 Meter langes Klappnetz und leitete ein Strafverfahren ein.
Bei Bahrija entdeckten die Vogelschützer am Montagmorgen einen Fangplatz, an dem ein Fänger geschützten Mornellregenpfeifern, einer geschützten Vogelart, nachstellte. Dazu benutzte der Mann sowohl einen elektronischen Lockvogel als auch Plastikattrappen von Mornellregenpfeifern. Ein Video das den Mann beim Fang zeigt, wurde der Umweltpolizei übergeben, die den Fangplatz anschließend durchsuchte und dort weitere Beweise sicherstellte.
Rotkehlpieper als LockvogelZu einer regelrechten Verfolgungsjagd kam es, als am Dienstag ein Singvogelfänger bei Zurrieq von der Polizei kontrolliert wurde. Ein Team des Komitees hatte vorher stundenlang auf der Lauer gelegen und den Mann ausgiebig beim Fang von geschützten Lerchen und Piepern gefilmt. Als der Fänger die nahende Patrouille bemerkte, flüchtete er über eine Mauer und rannte davon. Vergeblich, denn anhand eines vom Komitee erstellten Videos konnte der Vogelfänger später eindeutig identifiziert werden. Bei der Durchsuchung des Fangplatzes wurden insgesamt 5 lebende Kurzzehenlerchen sowie ein Rotkehlpieper beschlagnahmt. Das Komitee lobte die schnelle Reaktion der Polizei, kritisierte allerdings, dass weder das zum Wildern benutzte Netz beschlagnahmt noch eine Durchsuchung der Wohnräume des Verdächtigen angeordnet wurde. „An dieser Fangstelle wurden in den letzten 12 Monaten bereits drei Mal geschützte Vogelarten beschlagnahmt. Die Tatsache, dass dort trotz laufender Gerichtsverfahren weiter gewildert wird, zeigt, wie fanatisch diese Fänger sind“, so Komiteesprecher Axel Hirschfeld.
Zu einer weiteren Beschlagnahme geschützter Arten kam es gestern Nachmittag im Bereich von Adira san Raflo (Gozo), wo ein Komiteeteam einen Fänger ausgiebig beim Fang geschützter Watvögel filmen konnte. Beamte der zu Hilfe gerufenen Polizeistation in Victoria gelang es, den Fänger in seiner Hütte zu stellen und drei lebende Mornellregenpfeifer zu beschlagnahmen.
Die vom Komitee erstellten Videos werden im Laufe des heutigen Tages auf der Internetplattform Youtube veröffentlicht.
Neben der Kontrolle von Fangplätzen hat das Komitee gegen den Vogelmord in den letzten Tagen auch zahlreiche Fälle von illegaler Jagd beobachtet und mehrere abgeschossene Vögel, darunter einen Turmfalken und einen Ziegenmelker, gefunden. Heute Morgen mussten die Vogelschützer mit ansehen, wie Jäger im Bereich südlich Buskett Gardens drei Wespenbussarde töteten und einen geschützten Watvogel unter Beschuss nahmen. Einzelheiten zu diesen Fällen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.
Kontakt für weiter Informationen und Bildmaterial: CABS Pressestelle, Tel.: +356 99554442 oder +49 1794803805, Email: CABS@komitee.de







