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Abschlussbericht zum Vogelschutzcamp im Herbst 2010 auf Malta

Operation „Safe Passage“ : 12.–26. September 2010

Komitee-Mitglieder im Einsatz auf MaltaKomitee-Mitglieder im Einsatz auf MaltaTrotz eindeutiger Verbote durch die EU sind illegale Abschüsse und Fang geschützter Zugvögel auf Malta nach wie vor weit verbreitet. Unter den Opfern sind vor allem seltene Greifvögel wie Wespenbussarde, Fisch- und Schreiadler, Rohrweihen, Steppenweihen, Wiesenweihen aber auch kleine Singvögel, Reiher und Limikolen. Viele dieser Arten sind europaweit stark gefährdet und Ziel von aufwendigen Schutzmaßnahmen und -projekten.

Um die lokalen Behörden beim Kampf gegen diese Wilderei zu unterstützen und die Täter in die Defensive zu drängen, veranstaltet das Komitee gegen den Vogelmord jedes Jahr zwei mehrwöchige Zugvogelschutzcamps auf Malta. Vom 11. bis zum 26. September 2010 – der Hauptzeit des Greifvogeldurchzuges auf Malta - fand die achte große Aktion dieser Art auf der Mittelmeerinsel statt. Ziel war es, durch Überwachung der Rast- und Schlafplätze der Zugvögel sowie durch gezielte Kontrollen bekannter „Problemzonen“ die immer noch weit verbreitete Wilderei weiter einzudämmen.

Insgesamt wurden von den Teams während der 14 Einsatztage 222 einzelne Verstöße gegen Jagd- und Vogelschutzbestimmungen registriert, darunter 23 direkte Abschüsse geschützter Individuen, 20 An- bzw. Beschüsse geschützter Arten, 11 Funde oder Beobachtungen geschützter Vögel mit Schussverletzungen, 15 Mal illegaler Vogelfang sowie 121 Mal Schüsse während der Schonzeit am Nachmittag und 32 Mal der illegale Gebrauch elektronischer „bird caller“ zum Anlocken von Wachteln und Watvögel.

Den Abschlussbericht können Sie hier als PDF herunterladen:

AnhangGröße
Vogelschutzcamp auf Malta Sep 2010 ABSCHLUSSBERICHT.pdf278.27 KB