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Pressemeldung 01.10.2012
Malta: Besuch aus dem Europaparlament
MdEP Andrea Zanoni unterwegs mit Komitee-Teams
Einen ganzen Tag lang begleitete der italienische Europa-Abgeordnete Andre Zanoni (links) ein Komitee-Team auf MaltaHoher Besuch zu Gast beim Komitee-Vogelschutzcamp auf Malta. Andrea Zanoni, Mitglied des Europäischen Parlamentes hat am Wochenende Teams von CABS im Feld besucht, um sich ein Bild von der Arbeit der Vogelschützer und den Gefahren für Zugvögel auf Malta zu machen. Erster Programmpunkt war die Beobachtung des morgendlichen Abflugs von Greifvögeln von ihrem Schlafplatz bei Buskett, wo Mitarbeiter des Komitees und Zanoni am Samstagmorgen beobachteten konnten, wie mehrere Wespenbussarde, Rohrweihen, ein gutes Dutzend Rötelfalken sowie ein einsamer Sperber ihre Reise nach Afrika unbeschadet fortsetzen konnten.
Bei einem anschließenden Frühstück im Buskett Roadhouse wurde der italienische Politiker ausführlich über Maltas Bedeutung für den Vogelzug und die Gefahren für Zugvögel auf der Insel informiert. Besonders erschütterten den Abgeordneten die von den Komitee-Teams in den letzten 14 Tagen erstellten Videos, die illegale Abschüsse von Wespenbussarden, Rohrweihen, Falken und Reihern zeigen. Zanoni „Es ist traurig zu sehen, wie Vögel, die in anderen EU-Ländern mit großem Aufwand geschützt werden, hier auf Malta zur Beute von Wilderern werden“. Sehr besorgt zeigte sich der EU-Parlamentarier auch über die letzte Woche von der maltesischen Regierung angekündigte Freigabe des Fangs von Goldregenpfeifern und Singdrosseln mit Klappnetzen. „Der Vogelfang mit Netzen ist durch die Europäische Vogelschutzrichtlinie verboten. Malta riskiert damit, erneut wegen Verstoß gegen die EU-Recht vor dem Europäischen Gerichtshof zu landen“, so der Politiker.
Nach dem Frühstück fuhren Zanoni und ein Team des Komitees zum Laferla Cross, wo ein Treffen mit Beamten der A.L.E – Maltas Umweltpolizei - auf dem Programm stand. Zanoni zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Beamten und lobte deren Einsatz gegen die Wilderei. Gleichzeitig bedauerte Zanoni, dass auf Malta offenbar kein politischer Wille existiert, die ALE personell so zu verstärken, dass eine wirksame Kontrolle aller bekannten Brennpunkte der Wilderei gewährleistet ist. Zanoni unterstützt die Forderungen des Komitees, das seit Jahren eine Verstärkung der ALE sowie die Einrichtung einer professionellen Antiwilderei-Einheit fordert.










