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Erfolge auf Malta
Der Fang von Finken - hier ein Grünfink - ist auf Malta seit 2009 verboten (© Andreas Trepte/Wikimedia Commons)Malta zeigt, dass man auch nach relativ kurzer Zeit Erfolge erzielen kann. Das Komitee engagiert sich erst seit 1999 auf der kleinen Mittelmeerinsel - es ist aber bereits viel erreicht worden:
- Die Kontrollen der Zugvogeljagd auf Malta durch das Komitee und andere Naturschutzverbände haben zu einem Rückgang der Wilderei geführt. Wenn auch jedes Jahr aufs neue Tausende geschützter Greifvögel und Störche den Jägern zum Opfer fallen und längst noch keine Entwarnung gegeben werden kann - Ausmaße wie in den 1970er Jahren hat das Gemetzel heute nicht mehr.
- Die Einsetzung der Umweltpolizei A.L.E. Ende der 1990er Jahre hat dazu geführt, dass die Jagd auf Malta endlich kontrolliert wird. Zwar ist die Einheit viel zu klein, aber letztlich gefürchtet und deutlich mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Komitee arbeitet eng und vertrauensvoll mit den Beamten zusammen.
- Aus Angst vor Strafen sind ausgestopfte Vögel oder geschmacklose Accessoirs wie Greifvögelköpfe als Verzierung von Auto-Rückspiegeln fast völlig verschwunden. Noch zu Beginn des neuen Jahrtausends gab es vereinzelte Hinweise auf derartige Präparate, heute gibt es sie nicht mehr.
- Mit dem Beitritt Maltas zur Europäischen Union im Jahr 2004 wurde das Ende des Singvogelfangs eingeläutet - seit Ende 2008 ist der Fang von Finken mit Schlagnetzen offiziell verboten. Das Komitee hatte sich an den Beratungen zum Beitritt beteiligt und das Fangverbot mit durchgesetzt. Zwar fangen Wilderer weiter, das Ausmaß ist aber deutlich übersichtlicher als vor dem Verbot.
- Aufgrund einer Kampagne des Komitees und seines Partnerverbandes LRBPO gegen die nach EU-Recht illegale Frühlingsjagd ist diese in Brüssel und auf Malta ein Politikum und steht im Kreuzfeuer der Kritik. In den Jahren 2008 und 2009 war sie völlig untersagt, 2010 wurde sie stark limitiert zugelassen. Ein Ende dieser Tradition scheint trotzdem in greifbarer Nähe.
- In der Bevölkerung Maltas regt sich mehr und mehr Widerstand gegen Jagd und Wilderei. Seit dem Jahr 2007 berichten die Medien ausführlich über die Aktionen des Komitees und seiner Partnerverbände - die Malteser begrüßen mehrheitlich den Einsatz der Naturfreunde für einen besseren Vogelschutz auf ihrer Insel.
- Bei den Zugvogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord auf Malta werden jedes Jahr zahlreiche Wilderer in flagranti erwischt, Fangnetze eingesammelt und illegal gehaltene Lockvögel befreit. Die Mitarbeiter des Komitees und seiner Partner retten in jedem Jahr vielen hundert Greifvögeln das Leben - alleine durch ihre Präsenz in den Schwerpunkten der Wilderei!







