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Das Zugvogelschutzcamp auf Sardinien

Beim Abbau von Schlingen werde auch immer wieder tote Vögel gefunden - hier ein RotkehlchenBeim Abbau von Schlingen werde auch immer wieder tote Vögel gefunden - hier ein RotkehlchenWenn die nord- und mitteleuropäischen Drosseln und Rotkehlchen im Spätherbst ihre Winterquartiere in Sardinien erreichen, warten dort schon die Wilderer mit Hunderttausenden hauchfeinen Roßhaarschlingen und Fanganlagen, die mit riesigen Netzen bestückt sind.

Seit 1999 finden im Süden der Mittelmeerinsel Zugvogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord und seiner Partnerverbände statt. Früher haben wir lediglich ein bis zwei 10tägige Einsätze im Frühwinter durchgeführt, seit 2012 decken wir mit 8 Wochen zwischen November und Januar fast die gesamte Fangaison ab. Die meist zwischen 30 und 40 vornehmlich aus Italien stammenden Teilnehmer bauen während der Aktionen jedes Jahr zwischen 15.000 und 25.000 der verboteten Schlingen und bis zu 100 illegale Fangnetze ab. Zudem suchen sie nach hochgefährlichen Selbstschußanlagen und Drahtschlingen für die seltenen sardischen Hirsche (einer Unterart unseres Rothirsches) und überprüfen Metzgereien und Geflügelhandlungen auf den Verkauf der gewilderten Singvögeln.

Die Kosten für die Aktionen auf Sardinien in Höhe von jahrlich etwa 12.000 bis 14.000 € werden vom Komitee aus in Deutschland gesammelten Spendengeldern bestritten - und mit großzügiger Unterstützung unseres Kooperationspartners "Stiftung Pro Artenvielfalt" .

Wenn Sie unsere Vogelschutzcamps unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende ... oder Sie schicken einfach eine Charity-SMS.