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Versmold: Illegale Habicht-Falle entdeckt
Vogelschützer erstatten Strafanzeige gegen Taubenzüchter
Mit dieser Falle hat ein Taubenzüchter aus Versmold Greifvögeln nachgestelltVersmold. Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord haben gestern Nachmittag nördlich von Versmold-Oesterweg auf dem Grundstück eines Taubenzüchters eine illegale Greifvogelfalle entdeckt und die Polizei alarmiert. Von den Beamten vor Ort zur Rede gestellt, gab der Tierhalter zu, mit der Falle Greifvögeln nachzustellen und damit bereits einen Habicht gefangen zu haben. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den Mann ein und deaktivierte die Falle.
Wie das Komitee mitteilt, handelt es sich bei dem Fanggerät um einen so genannten Krähenfang. „Solche Fallen funktionieren wie Reusen. Vögel können durch eine schmale Öffnung im Dach zwar hinein, aber nicht wieder hinaus gelangen“, erklärt Komiteesprecher Axel Hirschfeld. Beködert mit lebenden Tauben lassen sich mit diesem Fallentyp auch Habichte fangen. Hirschfeld: „Dass der Züchter seine eigenen Tauben als Köder für den Habicht in die Falle gesetzt hat, hat er uns - zwei Polizeibeamten und dem zuständigen Jagdpächter - gegenüber zugegeben.“
Polizisten inspizieren das FanggerätHabichte und alle anderen in Deutschland lebenden Greifvögel gehören zu den laut Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Tierarten. Wer einen Habicht fängt oder Greifvögeln mit Fallen nachstellt, macht sich gemäß § 71 dieses Gesetzes strafbar und muss mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer hohen Geldstrafe rechnen.
Die illegale Verfolgung geschützter Greifvögel ist in Nordrhein-Westfalen leider weit verbreitet. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden nach Angaben der Stabsstelle Umweltkriminalität im Düsseldorfer Umweltministerium mehr als 40 Greifvögel in NRW abgeschossen, vergiftet oder mit illegalen Fallen gefangen.
V.i.S.d.P.: Alexander Heyd, An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Tel.: 0228/665521 oder 0179/4803805










