- Impressum |
- Kontakt |
- Info-Material |
- Newsletter |
- Links
Pressemeldung 25.11.2011
Heinsberg-Laffeld: Sardinendose war vergiftet
Giftköder lag neben einem Fuchsbau
Heinsberg. Eine im Juli in einem Feldgehölz bei Laffeld aufgefundene Dose mit Ölsardinen wurde mit Gift präpariert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes (CVUA) Münster, das seit heute vorliegt. „Der Gehalt von Aldicarb, gesamt und Strychnin in diesem Köder ist so hoch, dass Wirbeltiere, die auch nur kleine Mengen davon fressen, verenden“, so ein Zitat aus dem Gutachten der Münsteraner Toxikologen.
Mit Aldicarb und Strychnin versetzte Ölsardinen-Reste waren in Heinsberg als Giltköder ausgelegtWie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, haben Mitarbeiter die offene Dose am 9. Juli bei einer Kontrolle des Feldgehölzes entdeckt. „Die Dose stand direkt neben dem Eingang eines Fuchsbaus. Der Inhalt war blau verfärbt und roch sehr chemisch“, so Komiteemitglied Robert Meuffels. Wegen Verdacht auf Gift wurde die Dose nach Rücksprache mit der Kriminalpolizei Heinsberg an das CVUA geschickt, wo es aufgrund eines „Probenstaus“ erst jetzt analysiert werden konnte. Im Labor wurde ein Gehalt von 1104,68 Milligramm pro Kilogramm an Aldicarb sowie 89,48k mg/kg an Strychnin nachgewiesen.
Bei Aldicarb handelt es sich um ein hochgiftiges Insektizid, dessen Besitz, Anwendung und Verkauf in der gesamten Europäischen Union verboten sind. Strychnin ist ein Alkaloid, das aus dem Samen der asiatischen Brechnussgewächse gewonnen wird und früher als Rattengift verwendet wurde.
Das Komitee geht davon aus, dass der Giftköder ausgelegt wurde, um gezielt die in dem Feldgehölz lebende Fuchsfamilie zu töten. Der Verband hat inzwischen Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Jagd- und das Chemikaliengesetz erstattet. Da der Fundort der Sardinendose nur etwa 200 Meter vom Laffelder Ortsrand entfernt liegt, bitten die Naturschützer alle Hunde- und Katzenhalter in Laffeld, ihre Tiere bis auf weiteres an der Leine bzw. im Haus zu halten und auf verdächtige Köder zu achten.
V.i.S.d.P. und Kontakt für weitere Informationen: Komitee gegen den Vogelmord, Axel Hirschfeld (Pressesprecher), An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Tel. 0179 480 3805 oder 0228/665521







