- Impressum |
- Kontakt |
- Info-Material |
- Newsletter |
- Links
Baerl: Jäger erneut mit illegalen Fallen erwischt
Kreisjägerschaft: „Täter sollen Jagdschein entzogen bekommen“
Pressemeldung vom 08.02.2010
Duisburg. Naturschützer sind fassungslos. Im Baerler Busch, wo bereits am 31. Januar ein streng geschützter Habicht aus einer illegalen Falle befreit wurde, stellen Jäger trotz laufender Ermittlungen der Polizei weiter Greifvögeln nach. Wie das Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, hat ein Mitarbeiter des Verbandes am Donnerstag (04. Februar) bei einer weiteren Kontrolle festgestellt, dass dort weiterhin illegale Fanggeräte in Betrieb sind. Dabei handelt es sich um eine zur Greifvogelfalle umgebaute Voliere, die trotz eines laufenden Strafverfahrens erneut aktiviert und beködert vorgefunden wurde. Direkt daneben wurde eine illegale Lebendfalle für Marder und Füchse gefunden. Wie bereits am Sonntag vergangener Woche wurde die Polizei informiert, deren Beamte Duisburg die erneuten Verstöße dokumentierten. Noch während der Einsatz lief, erschien der zuständige Jagdausübungsberechtigte und beschwerte sich lautstark darüber, dass die Fangöffnung des Gerätes von der Polizei mit einem Brett abgedeckt wurde. Gegenüber den Beamten kündigte der Mann an, dass er sich deswegen über sie beschweren wolle. Die Fallenstellerei sei in seinen Augen völlig legal.
Vogelschützer und Polizisten sehen das ganz anders: „Das Betreiben solcher Fallen ist eine Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden kann“, so Komiteesprecher Axel Hirschfeld. Angesichts des erneuten Polizeieinsatzes und der Uneinsichtigkeit des Revierjägers fordert dass Komitee nun von den Behörden, dass die mehrere Kubikmeter große Käfigkonstruktion im Baerler Busch sofort abgerissen wird. „Der Mann ist offenbar unbelehrbar. Anstatt auf Einsicht zu hoffen, sollten die Behörden hier sofort die Jagderlaubnis entziehen. Dass – so das Komitee gegen den Vogelmord weiter – sei im Übrigen auch die Auffassung der Kreisjägerschaft Duisburg. Deren Vorsitzender Wolfgang Westenberger hatte sich im Februar 2009 in einer Email an das Komitee schriftlich dafür verbürgt, dass „falls eines der Mitglieder der Duisburger Jägerschaft sich einer solchen Straftat schuldig macht, wir dieses sofort und unnachgiebig aus unseren Reihen entfernen werden und dafür sorgen werden, dass dieser Zeitgenosse seinen Jagdschein entzogen bekommt“.
„Wir haben Herrn Westenberger heute an sein Versprechen erninnert und hoffen, dass die Jägerschaft jetzt entschlossen gegen diese schwarzen Schafe vorgeht“, so Axel Hirschfeld. Wie das Komitee weiter mitteilt, wurden inzwischen auch das Duisburger Veterinäramt, die Untere Jagdbehörde und das Umweltministerium über die unhaltbaren Zustände im Baerler Jagdrevier informiert.
V.i.s.d.P.: Komitee gegen den Vogelmord, Alexander Heyd, An der Ziegelei 8, 53127 Bonn
Kontakt für Rückfragen: Axel Hirschfeld Tel.: 0179 4803805, presse@komitee.de







