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Pressemitteilung, 05.04.2011

Herford: Illegale Tierfallen entdeckt
Polizei ermittelt gegen Jagdpächter

Vogelschützer und Polizisten haben östlich von Herford einem Fallensteller das Handwerk gelegt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, haben Mitarbeiter des Verbandes gestern Vormittag auf einem Grundstück an der Salzuflener Straße zwei verbotene Fallen für den Fang von Greifvögeln und anderen Beutegreifern entdeckt.

Greifvogelfalle in Herford - der Besitzer ist Jagdpächter und ist voll geständigGreifvogelfalle in Herford - der Besitzer ist Jagdpächter und ist voll geständigBei den Fanggeräten handelte es sich um einen etwa 2 Kubikmeter großen sog. Nordischen Massenfang, mit dem Vögel lebend gefangen werden können. „Solche Fallen funktionieren wie Reusen. Durch eine schmale Fangöffnung im Dach können Vögel zwar hineingelangen, jedoch mit ausgebreiteten Flügeln nicht wieder hinaus fliegen“, erklärt Komiteesprecher Axel Hirschfeld.
Zusätzlich wurde auf dem Gelände auch noch eine aktivierte und beköderte Kastenfalle für den Fang von Katzen, Füchsen oder Mardern entdeckt.

Die von den Vogelschützern alarmierte Polizei Herford sicherte vor Ort Beweise und deaktivierte beide Fallen. Nach Angaben des Komitees wurde im Rahmen der Ermittlungen auch der zuständige Jagdpächter vor Ort befragt. Der habe gegenüber den Vogelschützern und den Polizisten zugegeben, die Fallen aufgestellt zu haben.
Gegen den Jäger wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Naturschutz- und Jagdgesetz eingeleitet. Ihm drohen nun eine hohe Geldstrafe sowie der Entzug des Jagdscheins.

Wie das Komitee mitteilt, ist der illegale Fang geschützter Greifvögel in Ostwestfalen leider kein Einzelfall. Zuletzt wurde Ende März ein Taubenzüchter aus Versmold (Kreis Gütersloh) angezeigt, weil er mit einer Falle Habichten nachstellte.


V.i.S.d.P.: Alexander Heyd, An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Tel.: 0179 / 4803805 oder 0228 / 665521, Email:presse(at)komitee.de