Printer-friendly version

Grausame Fangmethoden

Ende hinter Gittern: GelbbrustaraEnde hinter Gittern: GelbbrustaraVogelhalter in aller Welt behaupten immer wieder, ihr Hobby sei ein Beitrag zum Artenschutz. Durch Gefangenschaftszucht würden sie zur Arterhaltung beitragen. Tatsächlich stammen zahllose im Handel angebotenen exotischen Vögel bis heute nicht aus der Zucht, sondern aus tropischen Regenwäldern und Savannen.
Bereits die verwendeten Fangmethoden lassen wenig Skrupel erkennen, wenn es darum geht, an die begehrte Ware heranzukommen.

Leimruten ...

... dienen vor allem dem Fang von kleineren Sittichen, Papageien und Finken. Oft müssen die Tiere stundenlang in der heißen Tropensonne auf den mit zähen Pflanzensäften bestrichenen Ruten kleben, bevor der Fänger sie endlich abreißt und notdürftig ihr Gefieder säubert.

Schlingen ...

... werden zum Fang von Tukanen und Aras in den Gipfeln der höchsten Urwaldbäume angebracht. Den erbeuteten Tieren schneiden die Jäger mehrere Schwungfedern ab und lassen die dadurch fast flugunfähigen Vögel aus bis zu 50 m Höhe auf den Waldboden fallen.

Netze ...

... von bis zu 100 m Länge werden entlang von eigens dafür in den Regenwald geschlagenen Schneisen gespannt. Vor allem Papageienschwärme geraten beim morgendlichen Flug von ihren Schlafplätzen zu den Futterstellen in die hauchdünnen Maschen. Viele Tiere strangulieren sich dabei und ersticken qualvoll.

Mit Motorsägen ...

... werden Urwaldriesen gefällt, um Papageienküken aus den Nisthöhlen zu rauben. Geeignete Bruthöhlen sind auch im Regenwald rar, weshalb diese Jagdmethode mehr als alle anderen dazu beiträgt, die Vogelbestände dauerhaft zu dezimieren. Es kann Jahrzehnte dauern, bis wieder neue Bruthöhlen in anderen Bäumen entstanden sind.