Printer-friendly version

Bande von Eiersammlern und Tierhändlern in Holland überführt

In den Niederlanden wurde Anfang Juni 2007 ein international agierendes Netzwerk von Eiersammlern und Tierhändlern überführt. Wie die Staatsanwaltschaft in Den Haag am 7.6.2007 mitteilte, wurden bei Hausdurchsuchungen in Friesland, Groningen, Oberijssel, Süd-Holland und Limburg sechs Verdächtige festgenommen.}
Die Beamten von Polizei, Allgemeinem Inspektionsdienst (AID) und Landwirtschaftsministerium haben mehr als 200 lebende Vögel, Hunderte Eier und zwölf Schusswaffen beschlagnahmt. Zudem fanden sie mehrere illegale Netze und sogar Leimruten.

Die wahrscheinlich aus freier Natur geraubten Eier wurden in Brutmaschinen ausgebrütet, die Jungvögel gelangten z.T. über das Internet in den Handel und wurden als angebliche Nachzuchten an "Vogelliebhaber" verkauft. Auch ausgeblasene Eier von Raritäten wurden verscherbelt; mehr als ein Dutzend präparierter Eier von besonders geschützten Arten wurden beschlagnahmt.

Der Raub von Eiern geschützter Vogelarten sowie der Handel mit den Jungtieren und Eiern ist in den Niederlanden wie auch anderswo in der EU streng verboten. Den derzeit inhaftierten Tätern drohen hohe Geld- und Haftstrafen.