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Wir über uns

Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist eine Aktionsgemeinschaft. Wir verstehen darunter einen durch eine kleine Verwaltung und überschaubares Präsidium, fehlende Untergliederungen und wenige Mitglieder reaktionsschnellen Verband. Beim Komitee sind die Wege von einer Idee bis zur endgültigen Entscheidung oft sehr kurz, so dass überall dort, wo die wildlebende Tierwelt akut bedroht ist, schnell gehandelt werden kann. Mit diesem Konzept haben wir seit unserer Gründung im Jahr 1975 viel erreicht.

Wir schreiten insbesondere dort ein, wo Vogelfänger, Jäger oder Tierhändler gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen. Wir sind dabei stets bemüht, unsere Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Dienststellen von Polizei, Forstverwaltung oder Zoll durchzuführen. Daneben versuchen wir, durch Initiativen auf parlamentarischer Ebene die gesetzlichen Grundlagen für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu verbessern. Militante Aktionen oder Maßnahmen, die nicht im Einklang mit den vor Ort geltenden rechtlichen Bestimmungen vereinbar sind, lehnen wir grundsätzlich ab!

Alle unsere Aktionen, Kampagnen und Vogelschutzcamps werden ausschließlich über Spenden, Zuschüsse anderer Verbände oder Stiftungen und durch gelegentliche Erbschaften finanziert. Wir erhalten weder Geld von der Industrie, noch aus öffentlichen Kassen.

Aktionen

Mit Partnerverbänden in vielen europäischen Ländern führen wir gut organisierte Aktionen durch, wo Zugvögeln illegal mit Fallen, Netzen, Leimruten oder mit der Flinte nachgestellt wird. Wir arbeiten dabei immer Hand in Hand mit Naturschützern und den Polizeibehörden vor Ort zusammen. Jährlich sammeln wir in Italien, Frankreich, Malta und Zypern mehr als 20.000 Fangnetze und Fallen ein, kontrollieren Hunderte Jäger und unterstützen die Polizei bei der Überführung von Wilderern. In Italien unterstützen wir die örtlichen Jagdaufseher unserer Partnerverbände bei ihrer Arbeit gegen die Wilderei.

Lobbyarbeit

Das Komitee gegen den Vogelmord steht in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden und wichtigen Entscheidungsträgern in Brüssel, Rom, Valetta, Nikosia und Berlin.
Über gute Kontakte zu Mitgliedern der nationalen Abgeordnetenhäuser und des Europaparlaments sind wir immer an den wichtigen Entscheidungen im Bereich des Natur-, Tier- und Artenschutzes beteiligt und konnten so bereits maßgeblich an der Gestaltung der Umweltgesetzgebung in Europa mitwirken.

Recherche

Komiteemitarbeiter recherchieren in Kreisen von Tierhändlern, Falknern und im Internet, um illegale Machenschaften aufzudecken. Straftaten werden den zuständigen Polizei- und Zollbehörden gemeldet.
Das Komitee verfügt zudem über eine Datenbank über die illegalen Aktivitäten bekannter Tierhändler, auf die die Behörden immer wieder zurückgreifen können. Auf diesem Wege decken wir jährlich zahlreiche Fälle illegalen Tierhandels auf.

Gerichtsverfahren

Vor den Verwaltungsgerichten Italiens bringt das Komitee jedes Jahr mehrere Abschussgenehmigungen für geschützte Vogelarten und Vogelfanggenehmigungen zu Fall. In den Regionen Lombardei, Toskana, Umbrien und Friaul haben wir auf diesem Wege in den letzten 15 Jahren den Abschuss von rund einer Million Buch- und Bergfinken, Staren und Sperlingen verhindern oder beenden können.

Öffentlichkeitsarbeit

Mit medienwirksamen Aktionen, Kundgebungen und der Verteilung kostenloser Informations- und Protestmaterialien an interessierte Bürger machen wir die Öffentlichkeit auf Vogeljagd und Vogelfang in Europa aufmerksam. Das Problem der Vogeljagd - insbesondere in Italien - ist so in den vergangenen 20 Jahren vor allem in Deutschland bekannt geworden und hat zu einer breiten Ablehnung in der Bevölkerung geführt.

Praktischer Natur- und Artenschutz

Zugvogelschutz hört nicht bei Kampagnen gegen die Wilderei auf - Schutzmaßnahmen in den Brutgebieten sind ebenso notwendig. Das Komitee gegen den Vogelmord erhälten in seinen schleswig-holsteinischen Schutzgebieten eine artenreiche Auen- und Teichlandschaft und ist Träger des vom Land Schleswig-Holstein geförderten Projektes "Froschland". Zudem betreuen wir Projekte zum Schutz von Wiesen- und Rohrweihen im Rheinland und Trauerseeschwalben im Osten Deutschlands.